Beschluss SH Ministeriums Unzumutbar - Mannschaftsportarten nicht im Abitur streichen!

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Vorwort

Unserer Meinung nach ist diese Regelung nicht durchdacht, denn Herr Günther selbst sagte einmal in einer seiner Reden, dass kein Abiturient benachteiligt werden solle.

Jedoch empfinden wir, dass Ihr Beschluss alles andere als nicht benachteiligend ist. Wir finden Ihren Lösungsvorschlag, an Stelle der Mannschaftssportarten eine weitere Einzelsportart, beziehungsweise eine Rückschlagsportart zu prüfen, nicht sinnvoll, im Sinne der Gerechtigkeit zwischen den Sportlern und schwer umsetzbar.

Unsere Vorschläge wären:

Der erste unserer Lösungsvorschläge ist es, vor den Abiturprüfungen, Corona – Schnelltests von den Fachlehrern an uns durchführen zu lassen. Auch im professionellen Sport, welcher zurzeit noch stattfinden darf, wird diese Methode angewandt, weshalb man diese auch bei uns durchführen könnte, damit die Mannschaftssportarten stattfinden können.
Es könnte zusätzlich zu dem ersten Vorschlag auch angeordnet werden, dass die Prüfung der Mannschaftssportart, nach einem Corona – Schnelltest, freiwillig stattfinden kann. So können die Sportler für sich entscheiden, ob sie das damit verbundene Risiko eingehen wollen.

Wenn dies nicht so sein sollte, können diese Sportler auch eine zweite Einzel-, oder Rückschlagsportart absolvieren.
Unser zweiter Lösungsvorschlag ist, genau, wie bei den letzten Sportabiturienten, den Lehrern zu erlauben, die Noten aus den Unterrichtseinheiten der vergangenen zwei Jahre, anstelle der Noten der Praxisprüfung, zu nutzen.

Der nächste Lösungsvorschlag ist, die Prüfung der Einzelsportart zwar durchzuführen, aber für die
Mannschaftssportart wieder die Noten aus den entsprechenden Unterrichtseinheiten zu nehmen. Unsere Lehrer wissen genau, wie wir in dieser Sportart abgeschnitten haben, wodurch die Abiturnote durch diese Methode nicht großartig anders aussehen würde. Dies wäre eine gute Lösung, wenn die Pandemie es uns verbietet, die Prüfungen durchzuführen, wie bei dem letzten Abiturjahrgang.
Wenn dies nicht der Fall sein sollte, wäre ein weiterer, naheliegender Vorschlag für eine gerechte Problemlösung, die Einzelsportart normal zu testen und von der Mannschaftssportart nur die Technik und das Verständnis des Spiels testen zu lassen. Dabei könnten wir uns, mit einem Abstand von mindestens 1,5 Metern, durch verschiedene technische Übungen und Spielabläufe, in der Sportart
beweisen, wodurch wir nicht mehr benachteiligt wären. Diese Methode wurde beispielsweise auch bei dem letzten Abiturjahrgang der Schule „Am alten Teichweg“ in Hamburg angewandt.

Begründung

Im Folgenden werden wir Ihnen erläutern, inwiefern wir dies für nicht möglich halten.
In der derzeitigen Situation ist es unmöglich, eine weitere Sportart zu optimieren, denn dies benötigt Zeit und Trainingsmöglichkeiten. Beides ist uns aufgrund der Corona-Pandemie nicht gegeben. Die Sporthallen und Vereine sind geschlossen, daher sind die Trainingsmöglichkeiten begrenzt, oder gar nicht vorhanden. Ein langfristiger Trainingsaufbau wäre also überhaupt nicht möglich, weshalb wir
unsere ursprünglichen Ziele nicht erreichen könnten.                                         

Weder physisch noch psychisch wären wir dazu in der Lage, innerhalb der verbleibenden fünf Monate bis zum Abitur, eine neue Sportart beziehungsweise zwei Sportarten, die nicht unserer Leistungssportart entsprechen, auf ein hohes Leistungsniveau zu bringen.


Die Problematik würde sehr viele der Sportabiturienten betreffen. Jene trainieren häufig seit mehreren Jahren leistungsorientiert für ihre Mannschaftssportart und würden in der praktischen Prüfung in dieser eine besonders gute Leistung erbringen. Da diese Sicherheit, diesen Sportlern durch Ihren Beschluss verwehrt wird, leiden sie unter einem großen Nachteil. Auch sind die jetzigen Kriterien ungleich zu den ehemalig vorgegebenen Fachanforderungen für das Sportprofil.


Alle Sportler (Mannschafts- und Einzelsportler) hätten für die Abiturprüfung zu ihrer Leistungssportart ursprünglich nur eine weitere Sportart optimieren müssen. Nun jedoch soll die Mannschaftssportart wegfallen, was für die entsprechenden Schüler bedeutet, dass sie zu ihrer langfristig vorbereiteten Einzelsportart eine weitere Einzel-, oder Rückschlagsportart erlernen müssten. In diesen könnten sie nicht annähernd so gute Leistungen erbringen, wie in ihrer ursprünglichen Leistungssportart, für die sie schon viele Jahre trainieren und wie in der ersten Einzelsportart, für die wir schon seit zwei zielgerichtet trainieren.
Bei den Einzelsportlern hingegen fällt lediglich die neu erlernte Sportart weg und sie müssten nur eine weitere Einzelsportart erlernen, was bedeutet, dass sie gegenüber den Mannschaftssportlern einen Vorteil haben, da ihnen immer noch ihre eigene Leistungssportart erhalten bleibt, wodurch bei diesen ein gutes bis sehr gutes Prüfungsergebnis zu erwarten ist. Häufig war bei diesen Schülern die neu erlernte Sportart sogar eine Rückschlagsportart, welche auch erhalten bleiben darf.

Somit unterscheiden sich die zur Verfügung stehenden Vorbereitungszeiten enorm, was große Differenzen in den späteren Prüfungsergebnissen zur Folge hätte. Ein weiterer Punkt ist, dass wir das Sportprofil gewählt haben, weil wir gut in unserer
Leistungssportart sind, welche bei vielen die Mannschaftssportart ist, und wir uns dadurch erhofft haben, unsere Note in der Abiturprüfung zu verbessern. Dadurch, dass jetzt, so kurz vor unserem Abitur diese Entscheidung getroffen wurde, werden unsere ursprünglichen Erwartungen an das Sportprofil nicht erfüllt. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Sportnote der Mannschaftssportler sehr verschlechtert und dementsprechend den Abiturdurchschnitt negativ
beeinflusst, oder im schlimmsten Falle, ein Nichtbestehen des Abiturs verursacht.
Das liegt daran, dass die neu erlernte Sportart die Note eher verschlechtern, als verbessern würde und somit die Gefahr besteht, die Abituranforderungen nicht zu erreichen.


Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sehr viel Präsenzunterricht ausgefallen ist, darunter auch Praxissportunterricht, der nicht adäquat ersetzt wurde. Zusätzlich hat die Pandemie dazu geführt, dass viele von uns, seit mindestens einem dreiviertel Jahr, ihre Sportart nicht mehr richtig trainieren konnten. Wir haben das Gefühl, dass es uns viel schwieriger gemacht wird.

Durch die Corona bedingten Umstände haben wir, wie auch der letzte Abiturjahrgang, keine Trainingsmöglichkeiten. Ein weiterer Punkt, den wir nicht nachvollziehen können, ist, weshalb dieser Beschluss jetzt schon getroffen wurde, wenn die Situation bezüglich Corona sich innerhalb weniger Wochen verändern kann. Wir können noch nicht wissen, wie die Situation im Mai sein wird, weshalb wir es für nicht richtig halten, jetzt schon solch ausschlaggebende Entscheidungen für unser Abitur zu treffen, welches erst in fünf Monaten stattfindet.


Der letzte Aspekt ist, dass keine Absprachen mit den Betroffenen, also mit Lehrkräften, Kreisvorständen und/oder Schülern gemacht wurden, wodurch nicht bedacht wurde, wie es uns Schülern mit dieser Situation geht und keine Alternativen evaluiert wurden.
Die gesamte Situation stellt für alle Schüler eine psychische Belastung dar und besonders für uns ist Ihr Beschluss sehr beängstigend. Sehr viele machen sich sorgen, dass sie ihren erhofften Abiturschnitt durch diese Entscheidung nicht erreichen können. Wir fühlen uns nicht in der Lage, noch eine weitere Sportart gut vorzubereiten, da uns die Möglichkeiten dazu nicht gegeben sind.

Hinzu kommt, dass ein Leistung spezifisches Training zurzeit nicht möglich ist, und auch nicht absehbar ist, wann sich dies ändert.

Wir wünschen uns transparentere Entscheidungen, welche wir besser nachvollziehen können und, dass mehrere Konzepte entworfen werden, welche im Mai auf die Situation und auf uns angepasst werden können. Da wir uns vorstellen können, dass diese Entscheidung sehr kompliziert ist, haben
wir einige Lösungsvorschläge zusammengetragen.

Deswegen brauchen wir EURE Unterstützung um diesen Beschluss zu verändern oder Rückgängig zu machen!