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Petition richtet sich an Arzneimittelkommission der dt. Ärzteschaft und Bundesinstitut f. Arzneimittel u. Medizinprodukte

Beipackzettel der Hormonspirale vervollständigen

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Wenn Frauen von ihren Frauenärzten die Hormonspirale (Mirena oder Jaydess) empfohlen und eingelegt bekommen, ahnen sie meist nichts von den möglichen psychiatrischen Nebenwirkungen, da diese nicht im Beipackzettel stehen.
Zwar wurde bereits 2009 gerade durch die Arzneimittelkommission im Ärzteblatt vor diesen Nebenwirkungen gewarnt, doch nach wie vor befinden sie sich nicht im Beipackzettel. Auch von den Frauenärzten wird das Thema so gut wie nie kommuniziert.
Im Gegenteil: Wenn Frauen mit derartigen Beschwerden zum Frauenarzt gehen, bekommen sie oft zu hören, dass das keinesfalls an der Hormonspirale liegen würde. Zumeist bekommen sie die Diagnose „psychosomatische Störungen“ mit der Empfehlung, einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. In der Regel werden dann teure psychotherapeutische Sitzungen verschrieben oder Antidepressiva verordnet.

Im Einzelnen sind diese nicht aufgeführten Nebenwirkungen:
Panikattacken, Angstgefühle, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Unruhe.

Auch die körperlichen Nebenwirkungen, wie Akne, Migräne oder Ödeme werden von den Frauenärzten oftmals bagatellisiert bzw. umgedeutet, da die Hormonspirale angeblich „lokal“ wirke und somit kaum Nebenwirkungen habe. So ist es keine Seltenheit, wenn Frauen einen regelrechten Ärztemarathon absolvieren, bevor sie die Ursache ihrer Beschwerden identifizieren können. Und das auch oftmals nur aufgrund von Internetseiten und -foren, in denen Hunderte von Frauen über die gleichen Beschwerden im Zusammenhang mit der Hormonspirale berichten. Dort erfahren die Frauen meist auch zum ersten mal, dass die Hormonspirale nicht lokal wirken kann, weil das anatomisch gar nicht möglich ist. Auch das Werbeversprechen „niedrige Dosierung“ wird infrage gestellt, denn Forscher stellten fest, dass die Hormonspirale Mirena Hormon-Blutspiegel erzeugen kann, die 2-6 mal so hoch sind wie die bei Pillen mit dem gleichen Wirkstoff (Minipillen).

„Nervosität, Libidoverlust und Gewichtszunahme“ sind im österreichischen und im englischsprachigen Beipackzettel der Hormonspirale Mirena als Nebenwirkungen aufgeführt. Diese gehören auch in den deutschen Beipackzettel.

Wir hoffen, dass durch die Vervollständigung des Beipackzettels
- Frauen ihre Beschwerden schneller zuordnen können
- Frauen grundsätzlich bei der Wahl ihres Verhütungsmittels in Zukunft eine informierte Entscheidung treffen können.

Diese Aktion wird unterstützt von der Gynäkologin Prof. Dr. Ingrid Gerhard.
www.netzwerk-frauengesundheit.com

Patientinnen-Initiative Risiko Hormonspirale
Katharina Micada

Weitere Links:
Artikel über die Risiken der Hormonspirale
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hormonspirale-mangelnde-aufklaerung-und-viele-nebenwirkungen/
Website: www.risiko-hormonspirale.de

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  • Arzneimittelkommission der dt. Ärzteschaft und Bundesinstitut f. Arzneimittel u. Medizinprodukte

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