

Der für den 14. Januar angesetzte Prozesstag in Bozen, bei dem Südtirols Obstbauern alle Klagen zurückziehen wollten, wurde auf den 28. Mai vertagt. Grund ist der tragische Tod von Michael Grüner, dem Prozessbevollmächtigten für die Rücknahme der Strafanträge gegen mich, sowie den Agrarreferenten des Münchner Umweltinstituts Karl Bär. Grüner kam Anfang Januar gemeinsam mit seiner Frau bei einem Lawinenunglück in Südtirol ums Leben.
Damit verzögert sich eine mögliche Beilegung der Südtiroler Pestizidprozesse erneut. Es kam bereits mehrfach zu Vertagungen, da die Kläger – unter anderem der Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft Arnold Schuler – angekündigt hatten, die Anzeigen gegen Schiebel und Bär zurückzuziehen. Die dafür benötigten 1.376 Vollmachten von Landwirt*innen, die sich der Anzeige Schulers angeschlossen hatten, sollten bis zum 14. Januar eingesammelt und dem Gericht vorgelegt werden. Damit hätte das juristische Verfahren wegen übler Nachrede eingestellt werden können. Da ein Teil der Vollmachten auf Michael Grüner persönlich ausgestellt wurden, war das nun im Jänner nicht möglich.
Was bisher geschah ...
Das Umweltinstitut München hatte im Jahr 2017 mit einer Kampagne den hohen Einsatz von Spritzmitteln in den Südtiroler Apfelplantagen kritisiert. Alexander Schiebel veröffentlichte im selben Jahr das Buch Das Wunder von Mals, in dem er den Kampf einer Bürgerinitiative für ein pestizidfreies Mals schilderte und dabei auch den Pestizideinsatz in Südtirol und das Verhalten der dortigen Obstwirtschaft anprangerte.
Der Südtiroler Landesrat Arnold Schuler hatte danach Alexander Schiebel und seinen Verleger Jacob Radloff sowie Karl Bär und mehrere Vorstände des Umweltinstituts München angezeigt. Über 1.300 Landwirt*innen hatten sich, mobilisiert von den Obstgenossenschaften in Südtirol, der Anzeige angeschlossen.
Die Ermittlungen gegen Radloff und die Vorstände wurden am 28. Oktober aus Mangel an Beweisen eingestellt. Die Verfahren gegen Karl Bär und Alexander Schiebel gehen vorläufig weiter. Ihnen drohen bei einer Niederlage nicht nur Haft- und Geldstrafen, sondern auch mögliche Schadensersatzforderungen in Zivilverfahren und damit der finanzielle Ruin.
Bitte unterstützen Sie mich auch weiterhin, damit ich mich gegen den Angriff der Südtiroler Apfellobby wehren kann. Bitte teilt diese Petition auf allen verfügbaren Kanälen. Wir müssen den Druck jetzt aufrecht erhalten!
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