Verbessern Sie die Fortbildungsordnung der AKBW

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Hallo,

mein Name ist Yongsung. Seit 2013 arbeite ich als Architekt und bin Mitglied der AKBW. Die Architektenkammer Baden-Württemberg stellt in der Fort- und Weiterbildungsordnung die Forderung, dass Mitglieder sich fortbilden müssen. Der „Zeitaufwand für Fort- und Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch“  sollte mindestens 20 Stunden jährlich betragen. Davon sind 8 Stunden (40%) nachzuweisen.

Die Durchsetzung dieser Forderung, seitens der AKBW, und die Erlangung der nachzuweisenden Stunden, ist in einigen Punkten nicht zufriedenstellend gelöst:

1. Anerkannte Veranstaltungen sind meistens AKBW-Seminare (IFBau-Seminare). Diese sind generell kostenpflichtig und teuer.

2. Die Angebote vom IFBau sind nicht sehr umfangreich und selten aktuell. Wenn man sich z.B.  für neue Baumaterialien, innovative Gebäudehüllen, Integrale Prozesse (Architektur+Tragwerk) oder neue BIM-Technik interessiert, findet man beim IFBau nur wenige Veranstaltungen. Zumal die Qualität oftmals nicht dem Preis entspricht.

3. Bei aktuellen Themengebieten ist das Niveau der Angebote oft zu niedrig. Fachlich vertiefende IFBau-Angebote zu Themen wie: BIM: Grasshopper C#, Python oder Revit Macro, Dynamo, Vectorworks BIM sucht man vergebens.

4. Nicht nur für Architekten werden fachübergreifende Kenntnisse immer wichtiger. Die Berufswelt vernetzt sich immer weiter. Diesem Umstand wird das stark auf klassische Architektur ausgelegte Fortbildungsangebot nicht gerecht.

5. Obwohl die AKBW im Hinblick auf den Umfang der behandelten Themen  eingeschränkte  Angebote anbietet, ist eine Anerkennung von externen Veranstaltungen sehr schwierig:

a) Der Anerkennungsprozess für Seminare ist nicht öffentlich und es werden keine Information auf der Kammer-Webseite dazu veröffentlicht. Die Kammer verlangt darüber hinaus oftmals mehr Information als man auf der Webseite des Veranstalters finden kann. Welche zusätzlichen Informationen verlangt werden, erfährt man vorher nicht.

b) Man muss  eine Veranstaltung 15 Tage vor Beginn anerkennen lassen. Warum?

c) Jedes Mitglied muss selbst mit dem Organisator einer Veranstaltung Kontakt aufnehmen und weitere Information anfordern. Wenn z.B. 100 Mitglieder vorhaben, eine Baumesse zu besuchen, macht es aber keinen Sinn dass alle Mitglieder vom Organisator der Baumesse jeweils die gleichen Informationen anfordern müssen.

d) Fernstudiengänge von Hochschulen mit einer Vertiefung in unserem Berufsspektrum werden von der Kammer nicht anerkannt, mit der Begründung, dass der Vergleich zu eigenen Seminaren aus verwaltungsökonomischen und qualitativen Gründen nicht möglich ist (E-Mail Rückmeldung der AKBW von 2017).

 

Aus diesen Gründen finde ich die Fortbildungsordnung und die Situation ungerecht und hoffe auf eine Verbesserung.

Hier sind einige Verbesserungsvorschläge:

A. Die einfachste Möglichkeit seine Anerkennungspunkte zu erreichen, ist über das Angebot vom IFBau. Dieses Angebot kann aber nicht alleine die Fortbildungsinteressen der Mitglieder erfüllen, daher sollten anerkannte Veranstaltungen von Hochschulen und staatlich geprüften Institutionen auch von der Kammer anerkannt werden. Zwar steht das auch so in der Fort- und Weiterbildungsordnung, wird aber in der Praxis nicht so gehandhabt.  

B. Fortbildungs- und Informationstage von Herstellern sowie Fachmessen sind meist praxisorientierter und damit auch nützlicher für den Berufsalltag. Hier sollte die Anerkennung transparent gestaltet und nicht unnötig erschwert werden.

C. Sollte dies aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht möglich sein, müssen Anerkennungskriterien formuliert und veröffentlicht werden. 

D. Dieser Prozess sollte soweit wie möglich mit den Mitgliedern abgestimmt werden.



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