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Gebt der Erwachsenen- und Weiterbildung eine Zukunft!

Diese Petition hat 5.638 Unterschriften erreicht


Im Jahr 2019 feiern die VHSen 100-jähriges Jubiläum. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Weiter- und Erwachsenenbildung erweitern sich auch die Aufgaben der Volkhochschulen. Sie sind Bildungs- und Begegnungsstätten und fördern Teilhabechancen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt, beispielsweise mit Fremdsprachen-, Computer- und Musikkursen, dem Nachholen von Schulabschlüssen, Deutsch- und Integrationskursen sowie beruflicher, politischer, gesundheitlicher und rhetorischer Bildung.

Wir stehen hinter diesem Konzept.
Wir sehen jedoch auch die Probleme in der Praxis: Schlechte Arbeitsbedingungen, veraltete Ausstattung und unsichere Finanzierung ziehen die Qualität und Professionalität der Volkshochschulen in Mitleidenschaft.

Dramatisch ist die Lage ausgerechnet in der Lehre, die doch das Kernstück jedes pädagogischen Betriebes darstellt. Die Kurse werden nämlich überwiegend von Honorarlehrkräften gestemmt. Das bedeutet: keine Lohnfortzahlung bei Krankheit, Arbeitsverträge nur über wenige Wochen hinweg und so niedrige Honorare, dass Altersarmut vorprogrammiert ist, und das im öffentlichen Auftrag. Eine normale Planbarkeit des Lebens ist durch die mangelhaften finanziellen und vertraglichen Rahmenbedingungen unmöglich. Ein Nettoeinkommen von 1.000 - 1.500 € in Vollzeit ist die Regel - für eine pädagogische Tätigkeit, die einen Hochschulabschluss voraussetzt!

Der Bildungsauftrag der Volkshochschulen wird also zu einem nicht unerheblichen Teil auf dem Rücken der Lehrkräfte ausgetragen.

Solange die Lehre an der VHS als berufliche Sackgasse gilt und die Arbeit der Lehrkraft nicht angemessen anerkannt und finanziell gewürdigt wird, wird es für diese Einrichtung keine Zukunft geben!

Wir fordern daher eine Qualitätsoffensive für die Volkshochschulen, die konsequent beim Personal ansetzt:

- erhebliche Erhöhung der Honorare (orientiert an TVöD E 12)
- grundsätzlich feste Stellen für alle Daueraufgaben in der VHS, bei Lehrkräften nach TVöD E 12

Wir fordern Kommunalpolitiker*innen und Landespolitiker*innen auf:
Beenden Sie die Unterfinanzierung der Erwachsenen- und Weiterbildung, stellen Sie eine neue faire Finanzierung sicher und koppeln Sie die Gelder an gewisse Mindeststandards in den Arbeitsbedingungen! Anderenfalls fördern Sie prekäre Arbeit mit staatlichen Geldern und schaden dem Bildungssystem.

Wir fordern Bundespolitiker*innen auf:
Sorgen Sie für eine Weiterbildungswende! Hören Sie auf, ständig wechselnde befristete Projekte von oben zu verordnen und damit immer nur befristete Stellen zu generieren! Speziell im Integrationskurs und Berufssprachkurs müssen die zuständigen Ministerien (BMI, BMAS) bzw. das BAMF endlich Verantwortung für die Lehrkräfte übernehmen.

Wir laden alle ein, die an der VHS arbeiten, lehren und lernen:
Führen Sie diesen Kampf mit uns gemeinsam, denn nur gemeinsam haben wir eine Zukunft!

Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie sich für faire Arbeitsbedingungen in der Erwachsenen- und Weiterbildung ein!

Diese Petition wird den zuständigen Politiker*innen auf Bundes- und Landesebene überreicht.

Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte (www.dafdaz-lehrkraefte.de)

 



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