Wir fordern Gerechtigkeit! Aufklärung über den Tod von William Tonou-Mbobda!

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An das Präsidium der Universität Hamburg und den Vorstand des Universitätsklinikums Eppendorf

Wir fordern Gerechtigkeit!

Aufklärung über den Tod von William Tonou-Mbobda!

Am 21.04.2019 starb William Tonou‐Mbobda an den Folgen der Misshandlung durch Sicherheitskräfte in der Psychiatrie des UKE. Nach Augenzeugenberichten haben diese ihn geschlagen, getreten, mit Knien traktiert und gewürgt. Er wurde an einem Ort erschlagen, dem er vertraute und wo er Hilfe gesucht hat, auf dem Gelände des Universitätsklinikums. William kam aus Kamerun nach Hamburg zum Studieren. Trotz der schweren Bedingungen, die internationale Studierende insbesondere aus nicht EU-Ländern haben (Finanzierungsnachweis für Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis, begrenzte Erwerbstätigkeit, kein BAföG) hat William seinen Bachelor geschafft und studierte im Master BWL an der Uni Hamburg.

Wir, internationale Studierende der Uni Hamburg, wissen, dass in unserem Leben und im UKE verschiedene Faktoren zusammenwirken: Von dem psychologischen Druck des Aufenthaltrechts bis zum sozialen Stress, von alten Vorurteilen bis zu gegenwärtigem Rassismus. Solches „Schicksal“ finden wir weder menschlich noch gerecht und wollen erreichen, dass so etwas wie unserem Kommilitonen geschah, nie wieder passieren kann. Wir leben und studieren hier. Das ist unsere Universität und unsere Stadt. Wir fühlen uns verantwortlich und rufen die Mitglieder der Universität Hamburg sowie Hamburger Mitbürger*innen zur Unterstützung unserer Forderungen auf!

Wir fordern Gerechtigkeit für William Tonou-Mbobda:

  1. Eine öffentliche Entschuldigung und Beileid für die Familie und Angehörigen und eine offizielle Stellungnahme der Uni Hamburg zum Tod von William Tonou‐Mbobda.
  2. Die Umstände seines Todes müssen aufgeklärt und vollständig bekannt werden. 
  3. Das UKE soll die rassistischen Hintergründe der Tat aufklären.
  4. Sicherheitskräfte dürfen im Rahmen medizinischer Vorgänge keinen Kontakt zu den Patient*innen mehr haben. Insbesondere von Gewaltanwendung ist abzusehen.
  5. UKE muss von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie Abstand nehmen.

To the Executive Boards of the Universität Hamburg and the Universitätsklinikum Eppendorf.

We demand justice!

Investigation into the death of William Tonou-Mbobda!


On the 21st April 2019 William Tonou-Mbobda died following mistreatment at the hands of security personnel in the psychiatric ward of the UKE. Eye-witnesses report that William was punched, kicked, kneed and strangled by members of hospital security. He was assaulted in a place where he had come to look for care and help -- the grounds of the University Clinic. William came from Cameroon to Hamburg to study. Despite the difficult conditions which international students experience, especially those from non-EU countries (proof of financing for the extension of residency permits, limited rights to work, no financial support), William managed to complete his Bachelors and was studying for his MSc in Business Administration.


We, the international students of the Universtiät Hamburg, that in our lives and at the UKE many factors come together: from the psychological pressure of immigration law to social stress, from old prejudices to contemporary racism. We find such a ‘fate’ neither humane nor just and want to ensure that something like what happened to our fellow student can never happen again. We live and study here. This is our university and our city. We feel we need to take responsibility and call the members of the Universität Hamburg and our fellow Hamburgers to support our demands!


We demand justice for William Tonou-Mbobda:

  1. An official apology and a message of sympathy for William’s family and relations and an official statement from the Uni Hamburg regarding his death.
  2. The circumstances of his death must be investigated and full acknowledged.
  3. The UKE must investigate the racist backdrop to William’s death.
  4. Security personnel must no longer be allowed to have contact with patients undergoing medical treatment. Most of all, security personnel must abstain from the use of force.
  5. The UKE must put an end to the use of force coercive measures in the psychiatric ward.