Mise à jour sur la pétition8. Mai --- "TAG DER BEFREIUNG vom Faschismus" - ständiger deutscher FeiertagFeiern - trauern - gedenken - nachdenken - umdenken - denken!
Stefan Weinert88212 Ravensburg, Allemagne
30 avr. 2020

Liebe Mitstreiter/innen, in einer Woche jährt sich der Tag der Befreiung Deutschlands von der Schreckensherrschaft skrupelloser Verbrecher und ethisch verkommener Menschenverächter zum 75.ten Mal. Ende Januar 2020 hatte ich diese Petition ins Netz gestellt und sie wurde seit dem 270 mal von euch einzelnen Befürwortern unterschrieben um zu sagen: Ja, der 8. Mai soll in Deutschland zum "Tag der Befreiung" als gesetzlicher  Feiertag erhoben werden. 

Ich danke euch für eure Unterstützung und bitte euch gleichzeitig, Freunde, Bekannte, Nachbarn, euer gesamtes soziales Umfeld, eure Politiker vor Ort, die Presse vor Ort, die Kirchenvertreter ... auf dieses Anliegen hinzuweisen, damit wir zumindest zusammen 1.000 Befürworter - und am besten noch wesentlich mehr - eines solchen Feiertages werde. Danke!

Bleibt gesund! Es grüßt euch, euer Stefan

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Anbei ein Aufsatz, den ich heute im Zusammenhang mit der Corona-Krise schrieb, aber auch hier seine - so meine ich - Berechtigung hat.

Corona - und dann? Oder: Der Weg heraus aus unserer persönlichen Matrix. -  Versuch einer psychoanalytischen Betrachtung 

Die Coronawelle mit ihrer Covid-2019 Erkrankung hat die Gesellschaft und den Einzelnen - jedenfalls ab dem Zeitpunkt des Ernstnehmens und/oder der Einsicht über ihre Gefährlichkeit - in ihrem und seinem alltäglichen Verhalten und in seinem Denken verändert. Allerdings ist ein Rückfall in alte Verhaltensmuster und alte Denkschemata - sowohl der Allgemeinheit als auch des Individuums - nicht ausgeschlossen. Vor allem dann, wenn sich die Lage zu entspannen scheint, und ganz sicher, wenn die Krise tatsächlich überstanden ist. Diese Regression kann aber auch erfolgen, wenn die Coronawelle auf dem Krisenniveau bleibt und sich bei uns Menschen ein gewisser Gewöhnungseffekt einstellt. 

Denn das Agieren oder besser das Re-Agieren auf eine Krise allein, kündigt noch keine wirkliche Revolution oder Reformation an,  bzw bewirkt und entwickelt das bloße veränderte Verhalten in einer Ausnahmesituation noch lange keine wirkliche und langfristige reformatorische Kraft, was uns die Menschheitsgeschichte mit ihren Kriegen, Revolutionen, Terroranschlägen und überstandenen Katastrophen nur zu deutlich beweist. Es heißt dann zwar immer aktuell, "die Welt wird nicht mehr so sein, wie zuvor", doch es dauert nicht lange, bis die selben Menschen sich wieder gegenseitig ausbeuten, übervorteilen, beleidigen, belügen, sich in Kasten einteilen und die Monarchie unter dem Deckmantel der .Monarchie weiter betreiben. 

Die in oder kurz nach Ende der Krise  postulierte und propagierte Freiheit und Gleichheit für alle, die nun endlich kommen wird, erweist sich dann als - im wahren Sinne des Wortes - "Hirn-Gespenst." Denn eine wirkliche Reform der Gesellschaft setzt eine wahre, echte, immer gültige Änderung der Denkungsart (Kant) des Individuums voraus. Die grundsätzlichen Strukturen des Denkens, und damit die Schemata unseres Agierens und Reagierens in den tiefen eingefahrenen Spuren unseres "Hirns" müssen verschwinden, müssen umgearbeitet und durch bestimmte Selbst-Erkenntnisse nivelliert werden. 

Ist das überhaupt möglich? Ist das nicht reine Utopie? In der Tat - sollte es überhaupt und wirklich faktisch gelingen - wäre das eine enorme, exquisit aufklärerische und Bewusstseins erweiterte Leistung. In dem Kinofilm "16 Blocks" meint der Polizist (Bruce Willis) zu dem Gefangenen: "Menschen ändern sich nicht." Aber er hat damit nicht recht und widerspricht sich selbst. Denn er - ein bisher korrupter New Yorker Cop - ist gerade dabei, sich zu ändern, in dem er den bedrohten Gefangenen schützt und später gegen sich selbst vor Gericht aussagt. Und auch der "Kriminelle" wird am Ende zu einem ehrlichen und Beruf ausübenden Menschen. 

Menschen ändern sich. Wenn sie (wenn wir) denn bereit sind, den Zeit extensiven Kampf - gegen die bisherigen Vorurteile, die Unfähigkeit zur Reflexion (statt nur zu räsonieren) und Selbstkritik, sich also selbst in Frage zu stellen, die Faulheit, Feigheit und Selbstzufriedenheit, den Widerstand und den Widerwillen, sich zu ändern - aufzunehmen. Dabei geht es aber nicht um die Unterdrückung unserer Gefühle und Triebwünsche, sondern darum, mit ihnen ihrem Wesen entsprechend in Zukunft umzugehen. Das ist übrigens der Weg, um aus der Unmündigkeit zur wirklichen Mündigkeit zu kommen. Wie oft hören wir von Zeitgenossen, oder meinen es selbst von uns, sie/wir seien "mündige" und damit vernünftige Bürger, nur weil wir turnusmäßig unser Kreuz in der Wahlkabine, weil wir offen unsere Meinung sagen und unseren Beruf selbst wählen können. 

Dabei aber vergessen und übersehen wir - ja, nehmen es gar nicht wahr - dass wir getrieben und bestimmt sind durch unsere Triebe (nicht nur dem sexuellen) und deren Wunsch, sofort befriedigt zu werden, von unseren Vorurteilen nicht nur Menschen, sondern auch Objekten gegenüber, von nicht mehr zeitgemäßen Traditionen und unser persönlichen Matrix ("Gebärmutter", "Muttertier"), also unserer festgelegten und eingravierten (= lat. = Charakter) "Lebenstabelle" - sowohl der vorgeburtlichen, als auch der extrauterinen. Letztlich geht es um das Gleichgewicht zwischen den Trieb->Kräften und den ICH->Kräften. Das ist wahre Mündigkeit des Menschen, zu der es einer Demokratie zwar nicht unbedingt bedarf, da sie (die Mündigkeit) immer zuerst eine innere ist, aber doch von Vorteil ist und dort ausgelebt werden kann. 

Diese angesprochene Balance, wird sie denn erreicht, kann immer nur auf Zeit bestehen bleiben und muss daher immer wieder neu erkämpft werden. Denn die in uns wohnenden Urkräfte werden nichts unterlassen, damit wir - bei entsprechendem Auslöser - auf die primitive Ebene zurückfallen. Was beim Tier die alles bestimmenden Instinkte sind (= Natur!), sind beim homo sapiens die beherrschbaren Triebe aufgrund der Kultur(!)anforderungen. Dazu sagte vor 105 Jahren Sigmund Freud Folgendes: "Die Erfahrung lehrt, dass es für die meisten Menschen eine Grenze gibt, über die hinaus ihre Konstitution der Kulturanforderung nicht folgen kann." Es reiche nicht, sich an etwas zu erinnern, es zu wiederholen, sondern man/frau muss es auch gegen alle inneren Widerstände anerkennen und durch arbeiten, bis die verdrängten Triebregungen aufgespürt sind (Freud). 

Diese Introspektion ist nichts anderes als eine Lebensaufgabe, zu der die Krise (welcher Art sie auch sein mag, siehe oben) lediglich der Startschuss sein kann. So eben auch die aktuelle Corona-Krise. Bleiben Sie gesund und nehmen Sie die Herausforderung an.  

(c) Stefan Weinert, 30. April Anno 2 Covid-19

 Mit Respekt und Freundlichkeit ,

Stefan Weinert
    

 

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