

Die Natur könnte mit dem Auftauchen des Coronavirus einen Wink mit dem Zaunpfal gegeben haben
Veröffentlicht vor 2 Tagen am 2. März 2020 13:25 Von Wolfgang Müller
Das Coronavirus breitet sich weiter aus, eine Pandemie wird immer wahrscheinlicher. Damit schießen auch die Spekulationen über die Folgen aus dem Boden. Der Leiter der Virologie der Berliner Charité, Professor Dr. Christian Dorsten, spricht schon von einer Infektionswahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent der deutschen Bevölkerung in den nächsten Jahren.
Coronavirus: Die bisher bekannten medizinischen Folgen
Das Coronavirus ist zweifellos viel ansteckender und auch tödlicher, als eine normale Grippe. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Professor Dr. Lothar Wieler, sprach von einer über 20-fach höheren Letalitätsrate als es bei der Influenza der Fall ist.
Aber bei 80 Prozent der Erkrankten verläuft die Krankheit ziemlich harmlos. Viele bemerken es gar nicht, dass sie sich mit dem Virus infiziert haben, vor allem Kinder. Wer an einer „echten“ Grippe erkrankt, bekommt heftige Krankheitssymptome und ist für gewöhnlich nicht mehr in der Lage das Haus zu verlassen und andere anzustecken. Das ist das Perfide an Sars-CoV-2: Es ist lange Zeit übertragbar, ohne dass der Träger etwas davon bemerkt – und vor allem kann es sich länger an Gegenständen halten.
Dazu der Virologe Schmidt-Chanasit in einem Interview mit der Welt:
„Es geht nicht darum, verschont zu bleiben. Gerade für die gesunden Jungen wird das eine banale Erkrankung sein. Das muss man mal deutlich sagen: Das wird ein Schnupfen sein, vielleicht haben sie eine Woche Fieber. Da kann man zu Hause bleiben und das auskurieren. Das ist also eigentlich kein Problem. Gerade bei den Kindern, da haben ja so viele Angst. Alle Daten deuten darauf hin, dass Kinder überhaupt nicht gefährdet sind. Also keine Todesfälle bei Kindern und jungen Erwachsenen.“
Dies wird an der jüngsten Entwicklung in Italien sichtbar. 41 Menschen sind bisher gestorben. Nahezu alle waren fortgeschrittenen Alters oder hatten erhebliche Vorerkrankungen, auf einige traf auch beides zu.
Bevölkerungsexplosion und Globalisierung
Das Coronavirus breitet sich rasend schnell über den Erdball aus, über 60 Länder sind bereits betroffen. Wir leben in einer globalisierten Welt, in der Güter in Massen über die Meere verschifft werden und Millionen Menschen in Flugzeugen unterwegs sind, geschäftlich und zu Urlaubszwecken. Damit sind auch Schädlinge und Krankheitserreger weltweit auf Reisen, manch einer hat in seinem Garten schon ganz neue Freunde entdeckt.
Da muss man auf ein Grundproblem hinweisen, welches diese Problematik geradezu fördert, die Bevölkerungsexplosion. Beispiel Indien: Vor gut vier Jahrzehnten betrug die Bevölkerungszahl auf dem indischen Subkontinent 700 Millionen Menschen, jetzt ist sie bereits auf 1,4 Milliarden Bürger angewachsen. Mumbai hat angeblich die 15-fache Bevölkerungsdichte von New York.
Die Erdbevölkerung ist in dieser Zeit von 3,5 Milliarden auf über 7,7 Milliarden Bewohner explodiert, in nur zwei Generationen. In China gibt es eine Urbanisierung ohnegleichen. Millionenstädte sind aus dem Boden geschossen, eben wie das Epizentrum der Viruskrise Wuhan, wo Menschen auf engstem Raum zusammenleben und viele Tierarten unter kritischen hygienischen Bedingungen zum Verzehr angeboten wurden. China hat auf dieses Thema aber reagiert und den Wildtierhandel landesweit verboten. Die Weltorganisationen rechnen mit einem weiteren Anstieg der Population trotz Erderwärmung, Ausbeutung der Ressourcen auf über 10 Milliarden Menschen, schon bis zur Mitte des Jahrhunderts.
Fazit
Jetzt könnte man eine philosophische Frage stellen. Quo vadis Menschheit? Die Natur könnte mit dem Auftauchen des Coronavirus einen Wink mit dem Zaunpfal gegeben haben. So kann es mit Globalisierung und dem Wachstum nicht weitergehen. Dabei kam in diesen Überlegungen noch gar nicht Afrika zur Sprache, wo die Bevölkerung von jetzt gut einer Milliarde Menschen schon in wenigen Jahrzehnten auf zwei Milliarden ansteigen soll, ungeachtet von Ernährungs/Gesundheits-und Klimaproblemen. Wohin werden sich viele Menschen aus den Krisengebieten dann orientieren?
Quelle: https://finanzmarktwelt.de/coronavirus-statistik-und-die-entwicklung-der-weltbevoelkerung-158936/