8. Mai zum Feiertag machen! Was 77 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!

Das Problem

DE / EN / IT / TR / AR 

Esther Bejarano überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 77 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Sie war Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V. und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

Am 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano gestorben. Gemeinsam mit uns hat sie diese Petition gestartet und wir betrachten es als ihr Vermächtnis, weiter für ihre und unsere Forderung zu streiten: der 8. Mai muss Feiertag werden.

„Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“ Dies schrieb es Esther Bejarano in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

Die militärische Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen als Befreiung zu begreifen, bedeutet die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch so zu handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass 77 Jahre danach extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten sitzen und in immer rascherer Folge Mord auf Mord folgt.

Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns:

- AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten                      
- das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen     
- einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden     
- Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen
- die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und
- die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden

Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht. Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung. – Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.

Achter Mai – arbeitsfrei! Zeit für Antifaschismus!

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)

Foto: Ulf Stephan | R-mediabase

Diese Petition hat 175.613 Unterschriften erreicht

Das Problem

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Esther Bejarano überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 77 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Sie war Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V. und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

Am 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano gestorben. Gemeinsam mit uns hat sie diese Petition gestartet und wir betrachten es als ihr Vermächtnis, weiter für ihre und unsere Forderung zu streiten: der 8. Mai muss Feiertag werden.

„Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“ Dies schrieb es Esther Bejarano in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

Die militärische Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen als Befreiung zu begreifen, bedeutet die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch so zu handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass 77 Jahre danach extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten sitzen und in immer rascherer Folge Mord auf Mord folgt.

Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns:

- AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten                      
- das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen     
- einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden     
- Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen
- die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und
- die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden

Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht. Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung. – Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.

Achter Mai – arbeitsfrei! Zeit für Antifaschismus!

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)

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Die Entscheidungsträger*innen

Thomas Oppermann
ehem. Vizepräsident des Deutschen Bundestages (2017-2020)
Beantwortet
75 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges sehen wir, dass es in Deutschland Geschichtsrevisionismus gibt und die Ursachen dieses Krieges von einigen Menschen in Frage gestellt werden. Das ist eine gefährliche Entwicklung! Wir leben seit 70 Jahren in demokratischen und rechtsstaatlichen Verhältnissen. Das ist ein großes Geschenk für uns Deutsche und daran sollten wir am 8. Mai erinnern und es feiern. Ich bin sehr dafür, dass wir den 8. Mai überall in Deutschland als einen ganz zentralen Gedenktag begehen, weil dieser Tag die Voraussetzung dafür war, dass wir seit 75 Jahren in Frieden und seit 70 Jahren in Demokratie leben. Foto: Andi Weiland Profilfoto: Gerrit Sievert
Claudia Roth
Staatsministerin für Kultur und Medien
Beantwortet
Der 8. Mai steht für die Befreiung von nationalsozialistischem Unrecht, das Ende unermesslichen Leids und unfassbarer Menschheitsverbrechen. In einer Zeit da manche wieder einen Schlussstrich ziehen wollen, wo es niemals einen geben darf, sind wir gefragt, uns immer und immer wieder den Zusammenhang zwischen aktivem Erinnern und einem Heute der Menschlichkeit zu vergegenwärtigen. Daher unterstütze ich die Forderung, den 8. Mai zu einem bundesweiten Feier- und Gedenktag zu machen. Nie wieder Faschismus, für die Demokratie und die Menschenrechte! Foto: Stefan Kaminski Profilfoto: J. Konrad Schmidt
Petra Pau
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Beantwortet
Im Deutschen Bundestag gibt es mehrere Kunstwerke, mit denen die mörderischen Verbrechen der Nazis 1933 bis 1945 aufgegriffen werden. Viele glauben, als Erinnerung, damit diese nicht vergessen werden. Ich indes finde zunehmend, es sind aktuelle Mahnungen, da Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus erneut grassieren. Meine Fraktion hat im Bundestag beantragt, den 8. Mai zum Feiertag zu machen. Also bin ich natürlich dafür und sehr froh, dass der 8. Mai 2020 in Berlin Feiertag ist.
Katja Kipping
MdB, DIE LINKE & ehem. Vorsitzende DIE LINKE
Beantwortet
In Berlin ist der 8. Mai bereits gesetzlicher Gedenk- und Feiertag und das ist gut so! Wir leben in Zeiten, in denen das Gedenken an die Opfer des Hitler-Faschismus von rechts oft denunziert wird als „Schuldkult”. Da müssen wir dagegen halten! Und es geht beim Gedenken an den Hitler-Faschismus nicht um individuelle Schuld der Nachgeborenen, sondern es geht um unser aller gemeinsame Verantwortung, dass sich sowas nicht wiederholt, niemals. Deswegen unterstütze ich die Petition, dass der 8. Mai Feiertag wird und bundesweit ein Tag um inne zu halten. Profilfoto: Anke Illing
Olaf Scholz
Bundeskanzler
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