

Unser Waldhort muss bleiben! Naturpädagogik im Grunewald erhalten
Das Anliegen
Die Berliner Forsten haben den Nutzungsvertrag unseres Waldhorts gekündigt. Damit steht ein besonderes pädagogisches Angebot vor dem Aus, das seit mehr als 20 Jahren Kinder für den Wald begeistert. Wir fordern, die Kündigung zurückzunehmen und gemeinsam eine tragfähige Lösung für den Erhalt des Waldhorts zu finden.
Über 200 Kinder und ihre Familien haben durch unseren Waldhort den Grunewald kennen und schätzen gelernt. Für die Kinder ist er ein vertrauter Ort, an dem sie täglich Natur erleben und Verantwortung für ihre Umwelt entwickeln.
Dieses Angebot wollen wir erhalten. Für die Kinder von heute und für diejenigen, die nach ihnen kommen.
Wer wir sind
Unser Waldhort gehört zum Reinfelder Schülerladen Verbund (RSV), der die Hortbetreuung an der Reinfelder-Grundschule organisiert. Wegen unseres besonderen pädagogischen Ansatzes sind wir als eigenständiger Schülerladen mit einem Elternvorstand organisiert.
Etwa 25 Kinder der ersten bis vierten Klasse werden von zwei Horterzieherinnen mit spezieller waldpädagogischer Ausbildung begleitet. Nach dem Unterricht kommen sie direkt in den Wald. Dort können sie jeden Tag bis mindestens 16 Uhr bleiben.
Bei Wind und Wetter erleben die Kinder die Natur aus nächster Nähe. Sie beobachten den Wandel der Jahreszeiten und lernen, den Lebensraum Wald zu respektieren.
Die inklusive Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Waldhorts. Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen lernen und spielen gemeinsam. Sie erleben Zugehörigkeit und unterstützen einander. Die pädagogische Begleitung berücksichtigt ihre individuellen Bedürfnisse.
Warum unser Waldhort bedroht ist
Der Nutzungsvertrag wurde seinerzeit mit dem inzwischen pensionierten Förster der Revierförsterei Eichkamp geschlossen. Nach dem Wechsel der Revierleitung stellen die Berliner Forsten die bisherige Nutzung infrage und haben den Vertrag gekündigt.
Im Kündigungsschreiben heißt es, die Nutzung widerspreche den Zielen zum Erhalt der Waldfläche. Außerdem könnten notwendige Baumarbeiten zur Sicherheit der Kinder mit Anforderungen des Artenschutzes in Konflikt stehen.
Wir nehmen den Schutz des Waldes und seiner Arten ernst. Ebenso wichtig ist uns die Sicherheit der Kinder. Deshalb wollen wir gemeinsam klären, unter welchen Bedingungen der Waldhort weiterbestehen kann.
Trotz wiederholter Anfragen ist bislang kein Gespräch mit dem Referat Recht und Liegenschaften der Berliner Forsten oder der Revierförsterei Eichkamp zustande gekommen. Dabei möchten wir ausdrücklich auch über eine angepasste Nutzung oder alternative Standorte sprechen.
Waldschutz braucht Naturverbundenheit
Wer den Wald schützen soll, muss ihn kennenlernen dürfen. Unser Waldhort schafft dafür seit Jahrzehnten einen besonderen Zugang.
Die Kinder erfahren unmittelbar, warum Natur schützenswert ist. Aus täglichen Erlebnissen entstehen Wissen und Verbundenheit. Diese Erfahrungen wirken auch in ihre Familien hinein.
Die Berliner Forsten haben mit ihrer Waldvision 2065 und den Waldentwicklungsgrundsätzen Ziele für die Zukunft des Berliner Waldes formuliert. Dazu gehört neben dem Schutz der Natur ausdrücklich das Ziel „Begeisterung teilen“. Der Wald wird als Bildungsort verstanden. Wissen soll vermittelt werden, um die Wertschätzung für den Wald und seine Lebewesen zu stärken. [1]
Aus unserer Sicht leistet der Waldhort genau hierzu einen wertvollen Beitrag. Wir wünschen uns deshalb eine Lösung, die unsere naturpädagogische Arbeit mit den Schutz- und Waldentwicklungszielen vereinbart.
Nachhaltigkeitsbildung braucht gelebte Praxis
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist im Berliner Rahmenlehrplan verankert. Das übergreifende Thema „Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen“ betrifft alle Unterrichtsfächer und die Gestaltung des Schullebens. Der Rahmenlehrplan hebt dabei die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und die Einbeziehung außerschulischer Lernorte hervor. [2, 3]
Unser Waldhort ergänzt diesen Bildungsauftrag durch tägliche Naturerfahrung. Die Kinder erleben, dass ihr eigenes Verhalten einen Unterschied macht. Sie lernen, achtsam mit ihrer Umgebung umzugehen.
An der Reinfelder-Grundschule ist seit Jahren das Konzept des FREI DAY mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung etabliert. Der Waldhort ergänzt diesen Ansatz und ist ein wichtiger Teil der pädagogischen Vielfalt der Schule.
Sein Verlust würde einen gewachsenen Ort inklusiver Naturbildung beseitigen. Für die Kinder und ihre Familien wäre das schwer nachvollziehbar.
Was wir fordern
Wir bitten die Berliner Forsten und die zuständigen Verantwortlichen des Landes Berlin:
1. Nehmen Sie die Kündigung zurück. Geben Sie dem Waldhort eine verlässliche Perspektive.
2. Suchen Sie das Gespräch mit uns. Prüfen Sie gemeinsam mit dem Elternvorstand und den Erzieherinnen, wie sich die bestehenden Bedenken lösen lassen.
3. Ermöglichen Sie den Fortbestand des Waldhorts. Sollte dies am bisherigen Standort nachweislich nicht möglich sein, brauchen wir einen geeigneten Ersatzstandort und einen gesicherten Übergang.
Wir sind bereit, an einer Lösung mitzuarbeiten, die den Schutz des Waldes und die Bedürfnisse der Kinder zusammenbringt. Dafür braucht es einen offenen Dialog und den Willen, dieses gewachsene Bildungsangebot zu erhalten.
Bitte unterschreiben Sie diese Petition. Helfen Sie uns, den Waldhort als besonderen Lern- und Lebensort im Grunewald zu bewahren.
Quellen
[1] Berliner Forsten: Waldentwicklungsgrundsätze
[2] Berliner Schulportal: Bildung für nachhaltige Entwicklung
[3] Rahmenlehrplan online: Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen
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Das Anliegen
Die Berliner Forsten haben den Nutzungsvertrag unseres Waldhorts gekündigt. Damit steht ein besonderes pädagogisches Angebot vor dem Aus, das seit mehr als 20 Jahren Kinder für den Wald begeistert. Wir fordern, die Kündigung zurückzunehmen und gemeinsam eine tragfähige Lösung für den Erhalt des Waldhorts zu finden.
Über 200 Kinder und ihre Familien haben durch unseren Waldhort den Grunewald kennen und schätzen gelernt. Für die Kinder ist er ein vertrauter Ort, an dem sie täglich Natur erleben und Verantwortung für ihre Umwelt entwickeln.
Dieses Angebot wollen wir erhalten. Für die Kinder von heute und für diejenigen, die nach ihnen kommen.
Wer wir sind
Unser Waldhort gehört zum Reinfelder Schülerladen Verbund (RSV), der die Hortbetreuung an der Reinfelder-Grundschule organisiert. Wegen unseres besonderen pädagogischen Ansatzes sind wir als eigenständiger Schülerladen mit einem Elternvorstand organisiert.
Etwa 25 Kinder der ersten bis vierten Klasse werden von zwei Horterzieherinnen mit spezieller waldpädagogischer Ausbildung begleitet. Nach dem Unterricht kommen sie direkt in den Wald. Dort können sie jeden Tag bis mindestens 16 Uhr bleiben.
Bei Wind und Wetter erleben die Kinder die Natur aus nächster Nähe. Sie beobachten den Wandel der Jahreszeiten und lernen, den Lebensraum Wald zu respektieren.
Die inklusive Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Waldhorts. Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen lernen und spielen gemeinsam. Sie erleben Zugehörigkeit und unterstützen einander. Die pädagogische Begleitung berücksichtigt ihre individuellen Bedürfnisse.
Warum unser Waldhort bedroht ist
Der Nutzungsvertrag wurde seinerzeit mit dem inzwischen pensionierten Förster der Revierförsterei Eichkamp geschlossen. Nach dem Wechsel der Revierleitung stellen die Berliner Forsten die bisherige Nutzung infrage und haben den Vertrag gekündigt.
Im Kündigungsschreiben heißt es, die Nutzung widerspreche den Zielen zum Erhalt der Waldfläche. Außerdem könnten notwendige Baumarbeiten zur Sicherheit der Kinder mit Anforderungen des Artenschutzes in Konflikt stehen.
Wir nehmen den Schutz des Waldes und seiner Arten ernst. Ebenso wichtig ist uns die Sicherheit der Kinder. Deshalb wollen wir gemeinsam klären, unter welchen Bedingungen der Waldhort weiterbestehen kann.
Trotz wiederholter Anfragen ist bislang kein Gespräch mit dem Referat Recht und Liegenschaften der Berliner Forsten oder der Revierförsterei Eichkamp zustande gekommen. Dabei möchten wir ausdrücklich auch über eine angepasste Nutzung oder alternative Standorte sprechen.
Waldschutz braucht Naturverbundenheit
Wer den Wald schützen soll, muss ihn kennenlernen dürfen. Unser Waldhort schafft dafür seit Jahrzehnten einen besonderen Zugang.
Die Kinder erfahren unmittelbar, warum Natur schützenswert ist. Aus täglichen Erlebnissen entstehen Wissen und Verbundenheit. Diese Erfahrungen wirken auch in ihre Familien hinein.
Die Berliner Forsten haben mit ihrer Waldvision 2065 und den Waldentwicklungsgrundsätzen Ziele für die Zukunft des Berliner Waldes formuliert. Dazu gehört neben dem Schutz der Natur ausdrücklich das Ziel „Begeisterung teilen“. Der Wald wird als Bildungsort verstanden. Wissen soll vermittelt werden, um die Wertschätzung für den Wald und seine Lebewesen zu stärken. [1]
Aus unserer Sicht leistet der Waldhort genau hierzu einen wertvollen Beitrag. Wir wünschen uns deshalb eine Lösung, die unsere naturpädagogische Arbeit mit den Schutz- und Waldentwicklungszielen vereinbart.
Nachhaltigkeitsbildung braucht gelebte Praxis
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist im Berliner Rahmenlehrplan verankert. Das übergreifende Thema „Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen“ betrifft alle Unterrichtsfächer und die Gestaltung des Schullebens. Der Rahmenlehrplan hebt dabei die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und die Einbeziehung außerschulischer Lernorte hervor. [2, 3]
Unser Waldhort ergänzt diesen Bildungsauftrag durch tägliche Naturerfahrung. Die Kinder erleben, dass ihr eigenes Verhalten einen Unterschied macht. Sie lernen, achtsam mit ihrer Umgebung umzugehen.
An der Reinfelder-Grundschule ist seit Jahren das Konzept des FREI DAY mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung etabliert. Der Waldhort ergänzt diesen Ansatz und ist ein wichtiger Teil der pädagogischen Vielfalt der Schule.
Sein Verlust würde einen gewachsenen Ort inklusiver Naturbildung beseitigen. Für die Kinder und ihre Familien wäre das schwer nachvollziehbar.
Was wir fordern
Wir bitten die Berliner Forsten und die zuständigen Verantwortlichen des Landes Berlin:
1. Nehmen Sie die Kündigung zurück. Geben Sie dem Waldhort eine verlässliche Perspektive.
2. Suchen Sie das Gespräch mit uns. Prüfen Sie gemeinsam mit dem Elternvorstand und den Erzieherinnen, wie sich die bestehenden Bedenken lösen lassen.
3. Ermöglichen Sie den Fortbestand des Waldhorts. Sollte dies am bisherigen Standort nachweislich nicht möglich sein, brauchen wir einen geeigneten Ersatzstandort und einen gesicherten Übergang.
Wir sind bereit, an einer Lösung mitzuarbeiten, die den Schutz des Waldes und die Bedürfnisse der Kinder zusammenbringt. Dafür braucht es einen offenen Dialog und den Willen, dieses gewachsene Bildungsangebot zu erhalten.
Bitte unterschreiben Sie diese Petition. Helfen Sie uns, den Waldhort als besonderen Lern- und Lebensort im Grunewald zu bewahren.
Quellen
[1] Berliner Forsten: Waldentwicklungsgrundsätze
[2] Berliner Schulportal: Bildung für nachhaltige Entwicklung
[3] Rahmenlehrplan online: Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen
Updates zur Petition
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Petition am 14. Oktober 2026 erstellt