Ungarische Schule in Regensburg bis auf Weiteres vom Unterricht ausgeschlossen

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Das Anliegen

Stadt Regensburg

z. Hd. Margit Werner

Domplatz 3

93047 Regensburg

Betreff: Ihr Schreiben an Frau Katalin Maxim vom 24.09.2026 – Ungarisches Institut München e.V.

Sehr geehrte Frau Werner,

ich schreibe Ihnen im Namen aller Eltern aus der ungarischen Schule in Bayern, Standort Regensburg und übernehme gleichzeitig das Wort auch für all unsere Kindergarten- sowie Schulkinder, die noch keine Stimme haben und sich nicht wehren können.

Seit Monaten verfolgen wir, teils mit Erstaunen, Verwunderung und nun auch mit Entsetzen die Diskussionen, die wegen unserer Schule geführt werden. Unsere allerletzte Hoffnung, einen Platz in der GS St. Wolfgang zu bekommen, ist nun auch zerstört.

Wir sind traurig über diese Umstände und verstehen nicht, wie eine persönliche Situation mit unserer Leiterin solch dramatischen Ausmaß annehmen kann, dass uns in 45 Schulen in ganz Regensburg kein Platz für den Unterricht vergeben werden kann (in einer Stadt mit einer Migrationsrate iHv. 40%). Ich nenne diesen Konflikt bewusst persönlich, weil es unserer Ansicht nach nichts anderes mehr sein kann, wenn wir ohne Begründung aus jeglicher Schule ausgeschlossen werden oder uns solche Bedingungen zur Verfügung gestellt werden, die in der Wirklichkeit nicht umsetzbar sind. Unsere Lehrerinnen arbeiten als Erziehungs- und Lehrkräfte an unterschiedlichen Einrichtungen in Regensburg in Vollzeit. Sie haben ihre Stundenpläne ausnahmslos so gelegt, dass freitagnachmittags der Unterricht für die Kinder der ungarischen konsularischen Schule der muttersprachliche Unterricht stattfinden kann.

Bitte entschuldigen Sie unsere Ausdrucksweise aber das ist Diskriminierung nicht nur gegen unsere Schule, sondern gegen ausnahmslos alle Eltern und Kinder dieser Schule auf höchstem Niveau. Das ist alles andere als ein sachliches und professionelles Verhalten von pädagogischem Fachpersonal, was man u.E. von einem Schulamt der Stadt Regensburg erwarten könnte.

Selbstverständlich möchte wir auch in diesem Schreiben auf die Vorwürfe uns ggü. und zum Verstoß gegen die Sicherheitsrichtlinien der GS Hohes Kreuz an unserer Weihnachtsfeier 2025 eingehen. Wenn wir Ihrer Meinung nach Fehler gemacht haben sollten, möchten wir uns dafür höflichst bei Ihnen entschuldigen. Wir gehen aber davon aus, dass Ihnen bei diesen Vorwürfen bewusst sein muss, dass sie unsererseits unbegründet sind. In diesem Fall entschuldigen wir uns bewusst für etwas, was wir nicht getan haben. Weil wir Frieden haben möchten und weil es uns wichtig ist, dass unsere Kinder eine gute Schulbildung bekommen.

In Zukunft werden wir noch mehr, als bisher ohnehin, die Sicherheitsrichtlinien einer Schule beachten.

Wir verstehen nicht warum persönliche Konflikte auf dem Rücken von 21 Eltern und unschuldigen Schülern, die gerne an einem muttersprachlichen Unterricht teilnehmen, ihren Wissenstand vertiefen sowie ihre Identität pflegen möchten, ausgetragen werden müssen. Das ist vergleichbar mit einem Krieg, ausgetragen auf dem Rücken unzähliger unschuldiger Bürger.

Muss das sein? Möchten Sie das so haben? Fühlen Sie sich wohl mit der Entscheidung, die Sie getroffen haben?

Jedes dieser 35 Kinder hat ein Recht auf konsularischen muttersprachlichen Unterricht, Wissensvermittlung sowie -vertiefung.

Wir fordern, dass Sie diesen Kindern dieses Recht ermöglichen.

Wir fordern, dass Sie Verantwortung für Ihre Entscheidung übernehmen.

Wir fordern eine Revidierung Ihrer letzten Nachricht an unsere Leiterin Frau Maxim sowie an den Vorsitzenden unseres Trägers, Prof. Dr. Zsolt K. Lengyel (siehe Betreffzeile).

Wir fordern eine Zusage für eine beliebige Schule zum sofortigen Zeitpunkt, damit künftig freitagsnachmittags (erster Unterricht 09.10.2026) der Unterricht wie gewohnt stattfinden kann. Schulstart war bereits vor über vier Wochen, somit sind bereits vier Wochen Unterricht ausgefallen.

Wir fordern Sie auf, unser Anliegen mit Priorität hoch zu behandeln, weil uns längst ein Raum zur Verfügung hätte gestellt werden sollen.

Wir fordern Sie auf Ihre Differenzen gegen uns zu beenden.

Falls Sie unserer Forderung nicht nachkommen möchten, fühlen wir uns in Verantwortung für unsere Kinder verpflichtet eine persönliche Begründung Ihrer Ablehnung direkt vor Ort in Ihrem Büro abzuholen, für Fragen der Kinder zur Verfügung zu stehen und bitten somit um einen persönlichen Termin zur Vorsprache. Als Schulamtsvorsitzende sind Sie dafür ggü. unseren Kindern verpflichtet. Diese Kinder, genauso wie andere Kinder mit Migrationshintergrund, haben ein Recht auf muttersprachliche Bildung. Dafür sind Sie vollstens verantwortlich.

Wir geben dennoch unsere allerletzte Hoffnung nicht auf und vertrauen auf Ihre vollste Unterstützung, hoffen ab sofort auf eine friedliche Kooperation sowie auf eine künftig gute Zusammenarbeit.

Hochachtungsvoll

Die Eltern der Schule vom Ungarischen Institut:

Regensburg, den 03.10.2026

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Henrietta PossetPetitionsstarterin/Petitionsstarterzweifach Mama gerechtigkeitsliebend Business mom

Die Entscheidungsträger

Schulamt Regensburg
Schulamt Regensburg
Margit Werner
Margit Werner

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