

SOS pflegende Familien Stoppt die Armutsfalle - sichert unsere Entlastung!
Das Anliegen
Aktualisiert nach dem Kabinettsbeschluss vom 30. September 2026
Stand: 2. Oktober 2026
Wir pflegen. Wir verzichten auf Einkommen. Wir halten den Alltag zusammen. Aber auch unsere Kraft hat Grenzen.
Mein Name ist Lisa Behme. Ich bin Mutter von drei pflegebedürftigen Kindern.
Pflege bedeutet für mich: Therapien organisieren, Medikamente im Blick behalten, begleiten, beruhigen, fördern, Anträge stellen und immer wieder um notwendige Unterstützung kämpfen.Neben meiner Arbeit. Neben dem Haushalt. Neben allem, was Kinder und ihre Eltern sonst noch brauchen.
Und selbst wenn ich erschöpft bin, hört diese Verantwortung nicht auf.
Unsere Liebe zu unseren Angehörigen darf keine Rechtfertigung dafür sein, unsere Arbeit als selbstverständlich und unsere Entlastung als verzichtbar zu behandeln.
Die Rentenkürzung ist gestrichen. Jetzt müssen weitere Verschlechterungen verhindert werden.
Am 30. September 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes beschlossen. Die ursprünglich geplante pauschale Kürzung der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige ist darin nicht mehr vorgesehen. Das ist richtig und wichtig. [1]
Doch unsere Petition ist damit nicht erledigt. Ein Kabinettsbeschluss ist noch kein geltendes Gesetz. Jetzt müssen die geplanten Regelungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren geändert werden, damit pflegende Familien verlässlich abgesichert sind.
Eine Pause darf nicht zulasten der täglichen Versorgung gehen.
Der Entwurf sieht vor, die Verhinderungspflege als eigenständige Leistung aufzulösen und Ersatzpflege über andere Budgets zu finanzieren. Pflegegeld und Sachleistungen sollen dabei erhöht werden. Für Kurzzeitpflege und bestimmte Akut- und Überbrückungssituationen ist ein zweckgebundenes Überbrückungsbudget von bis zu 2.285 Euro jährlich für Pflegegrad 2 bis 5 vorgesehen. [1, 2]
Entscheidend ist für uns: Bleibt genügend zusätzliche Unterstützung für eine verlässliche Vertretung - auch bevor eine Krise entsteht?
Wenn Ersatzpflege aus dem Budget bezahlt wird, das wir zugleich für die laufende Versorgung brauchen, konkurrieren notwendige Hilfen miteinander.
Wir dürfen nicht vor der Entscheidung stehen: Bezahlen wir eine Vertretung, damit wir uns erholen können, oder behalten wir das Geld für die tägliche Pflege?
Entlastung muss möglich sein, bevor wir zusammenbrechen.
Auch wir werden krank. Auch wir brauchen Schlaf, eigene Arzttermine und Zeit zum Leben. Eine Pause ist kein Luxus und kein Zeichen mangelnder Verantwortung. Sie hilft uns, diese Verantwortung weiter tragen zu können.
Ein Budget auf dem Papier betreut kein Kind.
Für unter 25-Jährige mit Pflegegrad 2 bis 5 sieht der Entwurf ein Sozialraumbudget von bis zu 300 Euro monatlich vor. Es ist an anerkannte Unterstützungsangebote gebunden. [2]
Diese Erhöhung kann helfen. Aber was passiert, wenn kein passendes Angebot verfügbar ist? Wenn niemand die Betreuung übernehmen kann? Wenn die vertraute Person, die unser Kind kennt, die Voraussetzungen zur Anerkennung nicht erfüllt?
Gerade bei komplexem Unterstützungsbedarf brauchen Familien Menschen, die eingearbeitet sind und zu denen Vertrauen besteht.
Beratung kann wertvoll sein. Doch damit sie entlastet, müssen auch die Hilfen vorhanden und bezahlbar sein, die sie vermittelt.
Wir brauchen Unterstützung, die bei uns ankommt und uns tatsächlich Arbeit abnimmt.
Pflege darf nicht arm machen.
Wer wegen der Pflege weniger arbeitet oder den Beruf aufgibt, verliert Einkommen und berufliche Möglichkeiten.
Pflegegeld unterstützt die häusliche Versorgung. Es ist aber kein Arbeitslohn für pflegende Angehörige.
Wir leisten Arbeit, die gesellschaftlich notwendig ist. Trotzdem tragen wir einen erheblichen Teil der finanziellen Folgen selbst.
Dankesworte bezahlen keine Miete. Anerkennung muss sich auch in finanzieller Sicherheit zeigen.
Unsere Angehörigen haben ein Recht auf gute Versorgung und Selbstbestimmung. Wir haben ein Recht auf Gesundheit, Erholung und ein eigenes Leben. Eine gerechte Pflegepolitik muss beides ermöglichen.
Das fordern wir von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat:
1. Verhinderungspflege als zusätzlichen Anspruch sichern.
Wir brauchen ein verlässlich finanziertes, flexibel nutzbares Budget für Ersatzpflege - auch für stundenweise Betreuung und regelmäßige Pausen. Es darf die laufende Versorgung nicht aufzehren.
2. Pflegende Angehörige finanziell absichern.
Wir fordern eine angemessene finanzielle Anerkennung häuslicher Pflege und einen wirksamen Ausgleich pflegebedingter Einkommensverluste. Pflege darf nicht in Armut führen.
3. Passende Entlastungsangebote schaffen.
Wohnortnah, verfügbar und auch für Kinder sowie Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf geeignet. Vertraute Betreuungspersonen müssen unter praxistauglichen Bedingungen eingebunden werden können.
4. Unterstützung am tatsächlichen Bedarf ausrichten.
Keine höheren Zugangshürden zu notwendigen Pflegeleistungen. Auch Anleitung,Beaufsichtigung und Unterstützung bei psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen müssen angemessen berücksichtigt werden.
5. Pflegende Angehörige schützen - bis zur Rente und darüber hinaus.
Wer heute pflegt, braucht Bedingungen, unter denen er das Rentenalter erreichen kann, ohne vorher gesundheitlich zusammenzubrechen oder in Armut zu geraten. Dazu gehören regelmäßige Erholung, verlässliche Ersatzpflege, finanzielle Absicherung und Unterstützung für die eigene Gesundheit. Pflegebedingte Erwerbslücken müssen in der Alterssicherung angemessen ausgeglichen werden. Die Rentenansprüche pflegender Angehöriger müssen dauerhaft geschützt und verbessert werden. Wir dürfen nicht heute unsere Gesundheit und unser Einkommen verlieren und dafür morgen mit Altersarmut bezahlen.
6. Bürokratie abbauen und Betroffene beteiligen.
Einfachere Anträge und verständliche Regeln müssen den Zugang zu Hilfe erleichtern. Pflegende Angehörige und Menschen mit Pflegebedarf gehören an den Tisch, an dem über ihre Versorgung entschieden wird.
7. Pflege solidarisch und dauerhaft finanzieren.
Die Verantwortung für gute Pflege muss die gesamte Gesellschaft tragen. Sie darf nicht auf die Familien abgewälzt werden, die bereits täglich Pflege leisten.
Wer übernimmt, wenn wir nicht mehr können?
Diese Frage muss die Politik beantworten, bevor Familien an ihre Grenzen geraten. Wir wollen unsere Angehörigen gut versorgen. Aber wir können fehlende Unterstützung nicht unbegrenzt mit unserer Gesundheit, unserem Einkommen und unserer Zukunft bezahlen.
Unsere Kraft ist endlich. Unsere Rechte sind es nicht. Pflege ist kein Luxus.Entlastung ist kein Luxus. Ein Leben ohne Pflegearmut darf kein Privileg sein.
Unterschreibe diese Petition. Teile sie mit anderen Familien, Freunden und Kollegen. Fordern wir gemeinsam eine Pflegereform, die uns verlässlich unterstützt.
Lisa Behme - Mutter von drei pflegebedürftigen Kindern

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Das Anliegen
Aktualisiert nach dem Kabinettsbeschluss vom 30. September 2026
Stand: 2. Oktober 2026
Wir pflegen. Wir verzichten auf Einkommen. Wir halten den Alltag zusammen. Aber auch unsere Kraft hat Grenzen.
Mein Name ist Lisa Behme. Ich bin Mutter von drei pflegebedürftigen Kindern.
Pflege bedeutet für mich: Therapien organisieren, Medikamente im Blick behalten, begleiten, beruhigen, fördern, Anträge stellen und immer wieder um notwendige Unterstützung kämpfen.Neben meiner Arbeit. Neben dem Haushalt. Neben allem, was Kinder und ihre Eltern sonst noch brauchen.
Und selbst wenn ich erschöpft bin, hört diese Verantwortung nicht auf.
Unsere Liebe zu unseren Angehörigen darf keine Rechtfertigung dafür sein, unsere Arbeit als selbstverständlich und unsere Entlastung als verzichtbar zu behandeln.
Die Rentenkürzung ist gestrichen. Jetzt müssen weitere Verschlechterungen verhindert werden.
Am 30. September 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes beschlossen. Die ursprünglich geplante pauschale Kürzung der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige ist darin nicht mehr vorgesehen. Das ist richtig und wichtig. [1]
Doch unsere Petition ist damit nicht erledigt. Ein Kabinettsbeschluss ist noch kein geltendes Gesetz. Jetzt müssen die geplanten Regelungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren geändert werden, damit pflegende Familien verlässlich abgesichert sind.
Eine Pause darf nicht zulasten der täglichen Versorgung gehen.
Der Entwurf sieht vor, die Verhinderungspflege als eigenständige Leistung aufzulösen und Ersatzpflege über andere Budgets zu finanzieren. Pflegegeld und Sachleistungen sollen dabei erhöht werden. Für Kurzzeitpflege und bestimmte Akut- und Überbrückungssituationen ist ein zweckgebundenes Überbrückungsbudget von bis zu 2.285 Euro jährlich für Pflegegrad 2 bis 5 vorgesehen. [1, 2]
Entscheidend ist für uns: Bleibt genügend zusätzliche Unterstützung für eine verlässliche Vertretung - auch bevor eine Krise entsteht?
Wenn Ersatzpflege aus dem Budget bezahlt wird, das wir zugleich für die laufende Versorgung brauchen, konkurrieren notwendige Hilfen miteinander.
Wir dürfen nicht vor der Entscheidung stehen: Bezahlen wir eine Vertretung, damit wir uns erholen können, oder behalten wir das Geld für die tägliche Pflege?
Entlastung muss möglich sein, bevor wir zusammenbrechen.
Auch wir werden krank. Auch wir brauchen Schlaf, eigene Arzttermine und Zeit zum Leben. Eine Pause ist kein Luxus und kein Zeichen mangelnder Verantwortung. Sie hilft uns, diese Verantwortung weiter tragen zu können.
Ein Budget auf dem Papier betreut kein Kind.
Für unter 25-Jährige mit Pflegegrad 2 bis 5 sieht der Entwurf ein Sozialraumbudget von bis zu 300 Euro monatlich vor. Es ist an anerkannte Unterstützungsangebote gebunden. [2]
Diese Erhöhung kann helfen. Aber was passiert, wenn kein passendes Angebot verfügbar ist? Wenn niemand die Betreuung übernehmen kann? Wenn die vertraute Person, die unser Kind kennt, die Voraussetzungen zur Anerkennung nicht erfüllt?
Gerade bei komplexem Unterstützungsbedarf brauchen Familien Menschen, die eingearbeitet sind und zu denen Vertrauen besteht.
Beratung kann wertvoll sein. Doch damit sie entlastet, müssen auch die Hilfen vorhanden und bezahlbar sein, die sie vermittelt.
Wir brauchen Unterstützung, die bei uns ankommt und uns tatsächlich Arbeit abnimmt.
Pflege darf nicht arm machen.
Wer wegen der Pflege weniger arbeitet oder den Beruf aufgibt, verliert Einkommen und berufliche Möglichkeiten.
Pflegegeld unterstützt die häusliche Versorgung. Es ist aber kein Arbeitslohn für pflegende Angehörige.
Wir leisten Arbeit, die gesellschaftlich notwendig ist. Trotzdem tragen wir einen erheblichen Teil der finanziellen Folgen selbst.
Dankesworte bezahlen keine Miete. Anerkennung muss sich auch in finanzieller Sicherheit zeigen.
Unsere Angehörigen haben ein Recht auf gute Versorgung und Selbstbestimmung. Wir haben ein Recht auf Gesundheit, Erholung und ein eigenes Leben. Eine gerechte Pflegepolitik muss beides ermöglichen.
Das fordern wir von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat:
1. Verhinderungspflege als zusätzlichen Anspruch sichern.
Wir brauchen ein verlässlich finanziertes, flexibel nutzbares Budget für Ersatzpflege - auch für stundenweise Betreuung und regelmäßige Pausen. Es darf die laufende Versorgung nicht aufzehren.
2. Pflegende Angehörige finanziell absichern.
Wir fordern eine angemessene finanzielle Anerkennung häuslicher Pflege und einen wirksamen Ausgleich pflegebedingter Einkommensverluste. Pflege darf nicht in Armut führen.
3. Passende Entlastungsangebote schaffen.
Wohnortnah, verfügbar und auch für Kinder sowie Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf geeignet. Vertraute Betreuungspersonen müssen unter praxistauglichen Bedingungen eingebunden werden können.
4. Unterstützung am tatsächlichen Bedarf ausrichten.
Keine höheren Zugangshürden zu notwendigen Pflegeleistungen. Auch Anleitung,Beaufsichtigung und Unterstützung bei psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen müssen angemessen berücksichtigt werden.
5. Pflegende Angehörige schützen - bis zur Rente und darüber hinaus.
Wer heute pflegt, braucht Bedingungen, unter denen er das Rentenalter erreichen kann, ohne vorher gesundheitlich zusammenzubrechen oder in Armut zu geraten. Dazu gehören regelmäßige Erholung, verlässliche Ersatzpflege, finanzielle Absicherung und Unterstützung für die eigene Gesundheit. Pflegebedingte Erwerbslücken müssen in der Alterssicherung angemessen ausgeglichen werden. Die Rentenansprüche pflegender Angehöriger müssen dauerhaft geschützt und verbessert werden. Wir dürfen nicht heute unsere Gesundheit und unser Einkommen verlieren und dafür morgen mit Altersarmut bezahlen.
6. Bürokratie abbauen und Betroffene beteiligen.
Einfachere Anträge und verständliche Regeln müssen den Zugang zu Hilfe erleichtern. Pflegende Angehörige und Menschen mit Pflegebedarf gehören an den Tisch, an dem über ihre Versorgung entschieden wird.
7. Pflege solidarisch und dauerhaft finanzieren.
Die Verantwortung für gute Pflege muss die gesamte Gesellschaft tragen. Sie darf nicht auf die Familien abgewälzt werden, die bereits täglich Pflege leisten.
Wer übernimmt, wenn wir nicht mehr können?
Diese Frage muss die Politik beantworten, bevor Familien an ihre Grenzen geraten. Wir wollen unsere Angehörigen gut versorgen. Aber wir können fehlende Unterstützung nicht unbegrenzt mit unserer Gesundheit, unserem Einkommen und unserer Zukunft bezahlen.
Unsere Kraft ist endlich. Unsere Rechte sind es nicht. Pflege ist kein Luxus.Entlastung ist kein Luxus. Ein Leben ohne Pflegearmut darf kein Privileg sein.
Unterschreibe diese Petition. Teile sie mit anderen Familien, Freunden und Kollegen. Fordern wir gemeinsam eine Pflegereform, die uns verlässlich unterstützt.
Lisa Behme - Mutter von drei pflegebedürftigen Kindern

Die Entscheidungsträger
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Petition am 5. Juni 2026 erstellt