Pflege-Bonus für Betreuer in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

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Mein Name ist Kay Nitz, Vater eines erwachsenen Sohnes mit einer Behinderung. Er arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Handicap in Eckernförde und wohnt zusammen mit anderen in einer kleinen Wohngruppe im selben Ort. Ich selbst, bin im Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Lübeck und engagiere mich ehrenamtlich für die Belange dieser Mitbürger.

Aktuell ist die Werkstatt (wie alle Arbeitsstätten im Land) aufgrund der Corona-Pandemie seit Wochen, wie auch mögliche Freizeitangebote der Lebenshilfe und anderer Institutionen, geschlossen. Alle Betreuten sind dadurch ohne Tagwerk und benötigen nun auch tagsüber eine alternative Beschäftigung und Anleitung in der Wohneinrichtung. Die Mitarbeiter leisten jetzt zusätzlich werktags in den Einrichtungen und Wohngruppen für Menschen mit Behinderung einen unschätzbaren und existentiellen Beitrag und schaffen für die Betreuten eine Tagesstruktur. Die fehlende Arbeit in den Werkstätten trifft die Menschen mit Behinderung dabei ungleich stärker als alle anderen. Auch fehlt gerade diesen Menschen der Austausch mit Gleichgesinnten. Genau in diesem Umfeld schafft die Arbeit der Sozialarbeiter/Betreuer in den Wohngruppen einen Ausgleich und fängt die Betreuten mit ihren besonderen Bedürfnissen auf.

Erschwerend kommt in diesem Bereich dazu, dass durch Mittelkürzungen und Budgetierung vielerorts die nun erforderliche Ausrüstung für alternative Beschäftigungsangebote fehlt. Hier bringen die Mitarbeiter unermüdlich ihre kreativen Ideen ein.

Eine Unterstützung durch Angehörige der Betreuten oder gar Heimfahrten/Besuche sind derzeit durch das Betretungsverbot der Einrichtungen/ Wohngruppen zusätzlich ausgeschlossen.

Daher unsere Forderung, dass auch diese Personengruppe der Betreuer, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter in der Eingliederungshilfe - die Bonuszahlung von bis zu 1500 Euro - wie im Pflegebereich - erhalten muss.