

Kinderschutz statt grenzenloser Sexualpädagogik
Das Anliegen
Worum es bei dieser Petition geht
Ein Kindergarten sollte ein Ort sein, an dem Kinder spielen, lachen, Freundschaften schließen, malen, bauen, toben und die Welt in ihrem eigenen Tempo entdecken können.
Und er muss ein Ort sein, an dem Kinder sicher sind.
Als Mutter beschäftigt mich deshalb sehr, wie in Kindertageseinrichtungen mit den Themen Körper, Intimsphäre, kindliche Sexualentwicklung, Selbstbefriedigung und gegenseitige Körpererkundung umgegangen wird.
Ich möchte mit dieser Petition nicht erreichen, dass der menschliche Körper tabuisiert wird.
Kinder dürfen Fragen stellen. Sie dürfen wissen, wie ihre Körperteile heißen. Sie sollen lernen, dass ihr Körper wertvoll ist. Und vor allem sollen sie lernen, dass ihr Körper ihnen gehört.
Genau deshalb braucht es Grenzen.
Kindliche Neugier darf nicht mit Grenzenlosigkeit verwechselt werden
Kinder sind neugierig. Sie entdecken ihren eigenen Körper und bemerken Unterschiede zwischen Menschen. Das gehört zur Entwicklung eines Kindes.
Doch aus der Tatsache, dass ein Verhalten entwicklungsbedingt vorkommen kann, folgt für mich nicht automatisch, dass eine Kindertageseinrichtung jedes entsprechende Verhalten aktiv ermöglichen, fördern oder pädagogisch normalisieren sollte.
Genau hier wünsche ich mir eine deutlich kritischere gesellschaftliche Diskussion.
Wenn Kinder sich gegenseitig ausziehen möchten, intime Körperstellen sehen oder berühren wollen oder sogenannte Doktorspiele entstehen, befinden wir uns in einem besonders sensiblen Bereich.
Denn Kindergartenkinder können Situationen anders einschätzen als Erwachsene.
Ein Kind kann mitmachen, weil sein bester Freund es möchte.
Ein Kind kann lachen, obwohl ihm etwas unangenehm ist.
Ein Kind kann erst später merken, dass es eine Situation eigentlich nicht wollte.
Ein schüchternes Kind sagt vielleicht nicht Nein.
Ein anderes Kind versteht ein Nein möglicherweise noch nicht zuverlässig.
Und zwischen einem dreijährigen und einem sechsjährigen Kind können Entwicklung, Sprache, Durchsetzungsvermögen und Verständnis sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Deshalb darf die Verantwortung für den Schutz persönlicher Grenzen niemals allein bei den Kindern liegen.
Ein Nein muss immer zählen
Kinderschutz beginnt für mich bei einer ganz einfachen Botschaft.
Mein Körper gehört mir.
Wenn ein Kind nicht gekitzelt werden möchte, wird es nicht gekitzelt.
Wenn ein Kind Tante oder Onkel keinen Kuss geben möchte, muss es keinen Kuss geben.
Wenn ein Kind beim Umziehen Privatsphäre möchte, sollte diese respektiert werden.
Wenn ein Kind beim Toilettengang Unterstützung benötigt, muss damit besonders respektvoll umgegangen werden.
Und wenn ein Kind nicht möchte, dass ein anderes Kind seine Intimzone sieht oder berührt, muss diese Grenze selbstverständlich geschützt werden.
Kinder sollen lernen, Nein zu sagen.
Aber noch wichtiger ist, dass Erwachsene ihnen zeigen, dass ihr Nein Konsequenzen hat und respektiert wird.
Kinderschutz darf nicht erst beginnen, wenn etwas passiert ist
Eltern geben ihre Kinder jeden Morgen für mehrere Stunden in die Verantwortung anderer Menschen.
Wir können in dieser Zeit nicht danebenstehen.
Wir müssen darauf vertrauen können, dass klare Regeln gelten.
Das betrifft nicht nur mögliche Grenzüberschreitungen zwischen Kindern. Es betrifft selbstverständlich auch das Verhalten erwachsener Bezugspersonen.
Wickeln, Toilettengänge, Umziehen, Eincremen oder das Trösten eines Kindes können körperliche Nähe notwendig machen. Gerade deshalb brauchen Einrichtungen nachvollziehbare Regeln dafür, wie Erwachsene mit der Intimsphäre von Kindern umgehen.
Nicht weil Erzieherinnen und Erzieher grundsätzlich unter Verdacht gestellt werden sollen.
Sondern weil gute Strukturen sowohl Kinder als auch verantwortungsvoll arbeitende Fachkräfte schützen.
Kinderschutz darf niemals davon abhängig sein, dass schon nichts passieren wird.
Eltern müssen wissen, was in ihrer Kita gilt
Eltern sollten nicht erst durch Zufall erfahren, wie die Einrichtung ihres Kindes mit diesen sensiblen Themen umgeht.
Was versteht die Kita unter kindlicher Körpererkundung?
Welche Regeln gelten bei sogenannten Doktorspielen?
Welche Körperkontakte zwischen Kindern werden unterbrochen?
Wie wird reagiert, wenn ein Kind Nein sagt?
Wie wird mit einem Machtgefälle zwischen Kindern umgegangen?
Was geschieht, wenn ein Kind wiederholt Grenzen anderer Kinder überschreitet?
Welche Regeln gelten für Fachkräfte beim Wickeln, Umziehen und Toilettengang?
Wann werden Eltern informiert?
Und was passiert, wenn ein Kind von einer Situation erzählt, in der es sich unwohl gefühlt hat?
Auf solche Fragen sollten Eltern klare Antworten bekommen.
Was ich mit dieser Petition fordere
Ich fordere eine grundlegende Überprüfung der gegenwärtigen sexualpädagogischen Praxis in Kindertageseinrichtungen und eine Abkehr von Konzepten, in denen gegenseitige intime Körpererkundung oder Selbstbefriedigung im institutionellen Alltag aktiv ermöglicht, gefördert oder pädagogisch angeleitet werden.
Stattdessen wünsche ich mir einen Ansatz, dessen Mittelpunkt konsequent Kinderschutz, körperliche Selbstbestimmung und altersgerechte Aufklärung bilden.
Kinder sollen die richtigen Begriffe für ihren Körper kennen.
Kinder sollen Fragen stellen dürfen.
Kinder sollen lernen, gute und unangenehme Gefühle wahrzunehmen.
Kinder sollen wissen, dass sie Geheimnisse erzählen dürfen, wenn ihnen etwas Angst macht.
Kinder sollen wissen, dass Erwachsene nicht alles dürfen.
Kinder sollen wissen, dass auch andere Kinder nicht alles dürfen.
Und sie sollen erfahren, dass Erwachsene eingreifen, wenn ihre Grenzen nicht respektiert werden.
Dazu gehören für mich verbindliche Schutzkonzepte, klare Verhaltensregeln für Erwachsene und Kinder, nachvollziehbare Regeln für intime Situationen, geschultes Personal, Beschwerdemöglichkeiten und eine transparente Einbeziehung der Eltern.
Es geht nicht darum, Kindern ihren Körper wegzuerziehen
Diese Petition richtet sich nicht gegen Aufklärung.
Sie richtet sich nicht gegen die natürliche Neugier von Kindern.
Und sie soll Kindern weder Scham noch Angst vor ihrem eigenen Körper vermitteln.
Im Gegenteil.
Ein Kind, das weiß, wie seine Körperteile heißen, das seine Gefühle ausdrücken kann und gelernt hat, dass sein Nein respektiert werden muss, kann seine eigenen Grenzen besser kommunizieren.
Aber genau deshalb möchte ich nicht, dass körperliche Selbstbestimmung mit der Vorstellung verwechselt wird, Erwachsene müssten jede Form gegenseitiger Körpererkundung unter Kindern ermöglichen.
Kinder brauchen Freiheit.
Und Freiheit braucht Grenzen, sobald die körperliche und emotionale Integrität eines anderen Kindes betroffen sein kann.
Wir tragen die Verantwortung
Ein Kindergartenkind sollte nicht die Verantwortung dafür tragen müssen, eine komplexe intime Situation richtig einzuschätzen.
Diese Verantwortung liegt bei uns Erwachsenen.
Bei Eltern.
Bei pädagogischen Fachkräften.
Bei Trägern.
Und bei den Verantwortlichen, die pädagogische Rahmenbedingungen festlegen.
Wir können nicht jedes Risiko aus dem Leben unserer Kinder entfernen.
Aber wir können Strukturen schaffen, in denen ihre Grenzen ernst genommen werden.
Wir können dafür sorgen, dass Erwachsene hinschauen.
Wir können verlangen, dass Eltern informiert werden.
Und wir können deutlich machen, dass der Schutz der Intimsphäre eines Kindes niemals nebensächlich sein darf.
Deshalb bitte ich dich, diese Petition zu unterstützen.
Nicht aus Angst.
Nicht aus Misstrauen gegenüber allen pädagogischen Fachkräften.
Sondern aus Verantwortung gegenüber denjenigen, die sich noch nicht in jeder Situation selbst schützen können.
Unseren Kindern.
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Das Anliegen
Worum es bei dieser Petition geht
Ein Kindergarten sollte ein Ort sein, an dem Kinder spielen, lachen, Freundschaften schließen, malen, bauen, toben und die Welt in ihrem eigenen Tempo entdecken können.
Und er muss ein Ort sein, an dem Kinder sicher sind.
Als Mutter beschäftigt mich deshalb sehr, wie in Kindertageseinrichtungen mit den Themen Körper, Intimsphäre, kindliche Sexualentwicklung, Selbstbefriedigung und gegenseitige Körpererkundung umgegangen wird.
Ich möchte mit dieser Petition nicht erreichen, dass der menschliche Körper tabuisiert wird.
Kinder dürfen Fragen stellen. Sie dürfen wissen, wie ihre Körperteile heißen. Sie sollen lernen, dass ihr Körper wertvoll ist. Und vor allem sollen sie lernen, dass ihr Körper ihnen gehört.
Genau deshalb braucht es Grenzen.
Kindliche Neugier darf nicht mit Grenzenlosigkeit verwechselt werden
Kinder sind neugierig. Sie entdecken ihren eigenen Körper und bemerken Unterschiede zwischen Menschen. Das gehört zur Entwicklung eines Kindes.
Doch aus der Tatsache, dass ein Verhalten entwicklungsbedingt vorkommen kann, folgt für mich nicht automatisch, dass eine Kindertageseinrichtung jedes entsprechende Verhalten aktiv ermöglichen, fördern oder pädagogisch normalisieren sollte.
Genau hier wünsche ich mir eine deutlich kritischere gesellschaftliche Diskussion.
Wenn Kinder sich gegenseitig ausziehen möchten, intime Körperstellen sehen oder berühren wollen oder sogenannte Doktorspiele entstehen, befinden wir uns in einem besonders sensiblen Bereich.
Denn Kindergartenkinder können Situationen anders einschätzen als Erwachsene.
Ein Kind kann mitmachen, weil sein bester Freund es möchte.
Ein Kind kann lachen, obwohl ihm etwas unangenehm ist.
Ein Kind kann erst später merken, dass es eine Situation eigentlich nicht wollte.
Ein schüchternes Kind sagt vielleicht nicht Nein.
Ein anderes Kind versteht ein Nein möglicherweise noch nicht zuverlässig.
Und zwischen einem dreijährigen und einem sechsjährigen Kind können Entwicklung, Sprache, Durchsetzungsvermögen und Verständnis sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Deshalb darf die Verantwortung für den Schutz persönlicher Grenzen niemals allein bei den Kindern liegen.
Ein Nein muss immer zählen
Kinderschutz beginnt für mich bei einer ganz einfachen Botschaft.
Mein Körper gehört mir.
Wenn ein Kind nicht gekitzelt werden möchte, wird es nicht gekitzelt.
Wenn ein Kind Tante oder Onkel keinen Kuss geben möchte, muss es keinen Kuss geben.
Wenn ein Kind beim Umziehen Privatsphäre möchte, sollte diese respektiert werden.
Wenn ein Kind beim Toilettengang Unterstützung benötigt, muss damit besonders respektvoll umgegangen werden.
Und wenn ein Kind nicht möchte, dass ein anderes Kind seine Intimzone sieht oder berührt, muss diese Grenze selbstverständlich geschützt werden.
Kinder sollen lernen, Nein zu sagen.
Aber noch wichtiger ist, dass Erwachsene ihnen zeigen, dass ihr Nein Konsequenzen hat und respektiert wird.
Kinderschutz darf nicht erst beginnen, wenn etwas passiert ist
Eltern geben ihre Kinder jeden Morgen für mehrere Stunden in die Verantwortung anderer Menschen.
Wir können in dieser Zeit nicht danebenstehen.
Wir müssen darauf vertrauen können, dass klare Regeln gelten.
Das betrifft nicht nur mögliche Grenzüberschreitungen zwischen Kindern. Es betrifft selbstverständlich auch das Verhalten erwachsener Bezugspersonen.
Wickeln, Toilettengänge, Umziehen, Eincremen oder das Trösten eines Kindes können körperliche Nähe notwendig machen. Gerade deshalb brauchen Einrichtungen nachvollziehbare Regeln dafür, wie Erwachsene mit der Intimsphäre von Kindern umgehen.
Nicht weil Erzieherinnen und Erzieher grundsätzlich unter Verdacht gestellt werden sollen.
Sondern weil gute Strukturen sowohl Kinder als auch verantwortungsvoll arbeitende Fachkräfte schützen.
Kinderschutz darf niemals davon abhängig sein, dass schon nichts passieren wird.
Eltern müssen wissen, was in ihrer Kita gilt
Eltern sollten nicht erst durch Zufall erfahren, wie die Einrichtung ihres Kindes mit diesen sensiblen Themen umgeht.
Was versteht die Kita unter kindlicher Körpererkundung?
Welche Regeln gelten bei sogenannten Doktorspielen?
Welche Körperkontakte zwischen Kindern werden unterbrochen?
Wie wird reagiert, wenn ein Kind Nein sagt?
Wie wird mit einem Machtgefälle zwischen Kindern umgegangen?
Was geschieht, wenn ein Kind wiederholt Grenzen anderer Kinder überschreitet?
Welche Regeln gelten für Fachkräfte beim Wickeln, Umziehen und Toilettengang?
Wann werden Eltern informiert?
Und was passiert, wenn ein Kind von einer Situation erzählt, in der es sich unwohl gefühlt hat?
Auf solche Fragen sollten Eltern klare Antworten bekommen.
Was ich mit dieser Petition fordere
Ich fordere eine grundlegende Überprüfung der gegenwärtigen sexualpädagogischen Praxis in Kindertageseinrichtungen und eine Abkehr von Konzepten, in denen gegenseitige intime Körpererkundung oder Selbstbefriedigung im institutionellen Alltag aktiv ermöglicht, gefördert oder pädagogisch angeleitet werden.
Stattdessen wünsche ich mir einen Ansatz, dessen Mittelpunkt konsequent Kinderschutz, körperliche Selbstbestimmung und altersgerechte Aufklärung bilden.
Kinder sollen die richtigen Begriffe für ihren Körper kennen.
Kinder sollen Fragen stellen dürfen.
Kinder sollen lernen, gute und unangenehme Gefühle wahrzunehmen.
Kinder sollen wissen, dass sie Geheimnisse erzählen dürfen, wenn ihnen etwas Angst macht.
Kinder sollen wissen, dass Erwachsene nicht alles dürfen.
Kinder sollen wissen, dass auch andere Kinder nicht alles dürfen.
Und sie sollen erfahren, dass Erwachsene eingreifen, wenn ihre Grenzen nicht respektiert werden.
Dazu gehören für mich verbindliche Schutzkonzepte, klare Verhaltensregeln für Erwachsene und Kinder, nachvollziehbare Regeln für intime Situationen, geschultes Personal, Beschwerdemöglichkeiten und eine transparente Einbeziehung der Eltern.
Es geht nicht darum, Kindern ihren Körper wegzuerziehen
Diese Petition richtet sich nicht gegen Aufklärung.
Sie richtet sich nicht gegen die natürliche Neugier von Kindern.
Und sie soll Kindern weder Scham noch Angst vor ihrem eigenen Körper vermitteln.
Im Gegenteil.
Ein Kind, das weiß, wie seine Körperteile heißen, das seine Gefühle ausdrücken kann und gelernt hat, dass sein Nein respektiert werden muss, kann seine eigenen Grenzen besser kommunizieren.
Aber genau deshalb möchte ich nicht, dass körperliche Selbstbestimmung mit der Vorstellung verwechselt wird, Erwachsene müssten jede Form gegenseitiger Körpererkundung unter Kindern ermöglichen.
Kinder brauchen Freiheit.
Und Freiheit braucht Grenzen, sobald die körperliche und emotionale Integrität eines anderen Kindes betroffen sein kann.
Wir tragen die Verantwortung
Ein Kindergartenkind sollte nicht die Verantwortung dafür tragen müssen, eine komplexe intime Situation richtig einzuschätzen.
Diese Verantwortung liegt bei uns Erwachsenen.
Bei Eltern.
Bei pädagogischen Fachkräften.
Bei Trägern.
Und bei den Verantwortlichen, die pädagogische Rahmenbedingungen festlegen.
Wir können nicht jedes Risiko aus dem Leben unserer Kinder entfernen.
Aber wir können Strukturen schaffen, in denen ihre Grenzen ernst genommen werden.
Wir können dafür sorgen, dass Erwachsene hinschauen.
Wir können verlangen, dass Eltern informiert werden.
Und wir können deutlich machen, dass der Schutz der Intimsphäre eines Kindes niemals nebensächlich sein darf.
Deshalb bitte ich dich, diese Petition zu unterstützen.
Nicht aus Angst.
Nicht aus Misstrauen gegenüber allen pädagogischen Fachkräften.
Sondern aus Verantwortung gegenüber denjenigen, die sich noch nicht in jeder Situation selbst schützen können.
Unseren Kindern.
Die Entscheidungsträger
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Petition am 19. April 2024 erstellt