Kein Genderstern in Schulen und Behörden

16.097

Das Anliegen

Im Bild zu sehen ein Heimvertrag,  christlicher Träger.
91 Jahre alt die zukünftige Bewohnerin.
Und 311 Gendertextstellen im Vertrag!
Plus 66 Fehler mindestens, nur beim Gendern!

Einer der Petitionsstarter wollte seiner Mutter diesen, also ihren eigenen Vertrag vorlesen. 
Statt dessen musste er - ihn übersetzen.

Dieses Problem gibt es nicht nur bei Senioren!
Auch bei Menschen, die keine normale Sprachbegabung haben. 
Hier zum Beispiel die Beschreibung eines Autisten.
Blinden- und Hörgeschädigtenverbände wehren sich, ähnlich Stotterer oder Aphasiker.
Alle sagen sie, dass ihnen diese Sprache Probleme macht. Sagen das aber ungern öffentlich, um nicht in die neuen Mechanismen der Empörung zu geraten.

All diese Menschen werden so an den Rand gedrängt; noch weiter als sie es durch ihre Einschränkung sowieso schon sind. Der Anteil der Menschen mit "niedriger Literalität" wird auf 20% der Bevölkerung geschätzt!

Wie konnte es passieren dass eine Idee, die die Welt verbessern will in Wirklichkeit so diskriminiert?

Noch wichtiger: wie kommen wir aus diesem Irrweg wieder raus?

Ein erster Schritt: unterschreiben Sie bitte unseren Appell an die, die das Sagen haben. Und verbreiten unsere Petition bitte weiter.

Das wär's schon  :-)
Wer noch Hintergrundinfos lesen will, fühle sich dazu gerne eingeladen. 

Die, die "das Sagen haben", das ist der Rat für deutsche Rechtschreibung. Er entscheidet über die Zukunft unserer Sprache.
Konkret "nur" über das, was für Schulen und Behörden verpflichtend ist. 41 Vertreter aus unserem Sprachraum, von Deutschland bis Liechtenstein, werden bald wieder darüber abstimmen, ob Genderstern, Doppelpunkt & Co zukünftig eine Sprechpause verschlüsseln dürfen. 

In Zukunft gäbe es dann in Schulen ein "Lehrer*innenzimmer" - wenn die Lehrer*innenkonferenz das will. Oder der*die*das Direktor*in.

Eine Kommune könnte dazu aufrufen, "ein*e*n neue*n*s Bürger*innenmeister*in" zu wählen.

Schlimmer noch: Schulbuchverlage dürften Bücher mit dieser Sprache in die Schulen bringen. Damit unsere Kinder endlich "gerecht" aufwachsen. Wenn die Eltern das nicht schaffen, oder noch nicht mal wollen, dann eben so!  

Es gab schon mehrere Treffen, in welchen heftig über die Zulassung von Genderstern & Co gestritten wurde. Bisher stimmte immer eine Mehrheit dagegen. Zum Glück, denn auch die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt Gendersprache ab.
Die Berichte der letzten Treffen deuten aber an, dass der interne Widerstand im Rat gegen die Genderzeichen bröckelt.


Deswegen unsere eindringliche Bitte an den Rat:

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Sehr geehrte Ratsmitglieder.

Sie vertreten 130 Millionen deutsch sprechende Menschen.
Die klare Mehrheit möchte nicht, dass ihnen die Gendersprache aufgedrückt wird.

Genau das passiert aber gerade in allen möglichen Bereichen des öffentlichen Lebens:

  • Die reichsten Konzerne werben zur teuersten TV-Zeit in offensivster Gendersprache. 
  • Kommunen und Städte ergreifen mit ihren Behörden die Flucht nach vorne und ernennen Genderbeauftragte, die Formulare in Gendersprache umschreiben und Mitarbeiter zum Gendern "überzeugen".
  • Das selbe aber auch in Industrie, Unternehmen und Institutionen; siehe der Heimvertrag oben.
  • Öffentlich Rechtliche kennen keine Oberbegriffe mehr und behaupten gleichzeitig, dass ihre - tatsächlich diskriminierenden -Doppelnennungen nichts mit Gendern zu tun haben.
  • Die Besetzung neuer Stellen, egal in welchen Bereichen zeigt, dass die Nähe zum Genderstern auch für die Karriere förderlich ist. 
  • Ganz allgemein scheint zu gelten: wer sich gegen Gendern stellt, wird - vor allem von oben - geschnitten.
    Gendern hat verrückter Weise ein Image von Gerechtigkeit. 
    Schlagender Beweis: Für unsere Petition gegen den Genderstern fanden wir keine einzige "Weltverbesserungs-Plattform" ohne diese Sprache! 

Wir hoffen, werte Ratsmitglieder, dass Sie sich in Ihren Entscheidungen nicht durch solche kurzsichtigen Zeitgeisteffekte oder gar eigene Karrieregedanken leiten lassen.

Sondern sich ausschließlich Ihrer Kernaufgabe verpflichtet fühlen: Unsere Sprache sprechbar und verständlich zu halten, sie nicht unnötig kompliziert zu machen. Nur weil eine kleine, sich für inspiriert haltende Gruppe das einfordert und es per Beherrschung der digitalen Technologien durchpeitscht.

Wer sich genauer mit der Gendersprache beschäftigt, erschrickt angesichts der vielen Widersprüche und traurigen Auswirkungen.

Ausgerechnet die feministische Linguistin Luise F. Pusch weist neuerdings darauf hin. Die Frau, die seit über 40 Jahren an vorderster Front für eine gendergerechte Sprache kämpft; die Gender-Sprechpause sogar erfunden hat. Von der also vermutet werden kann, dass sie ungeduldig auf das Durchwinken des Gendersterns wartet.

Aber das Gegenteil ist der Fall!

Im NZZ-Artikel “Die GeisterInnen die sie rief - Weshalb die Gender-Pionierin Luise F. Pusch heute genderkritisch ist”  befragt Urs Bühler sie über die Widersprüche und problematischen Auswirkungen der Gendersprache: “Sind das alles nicht die Geister, die sie rief, als sie auf gerechte Sprache pochte?” Nach langem Überlegen sagt Pusch: “Ja. Das kann man so sehen, wenn man Goethes ‹Zauberlehrling› bemühen will. Es ist wohl eine der Bewegungen, die übers Ziel hinausgeschossen sind.“ 

Werte Ratsmitglieder, bitte bedenken Sie, dass Frau Pusch nicht irgendwer ist.
Auch heute noch tritt sie mit großem Nachdruck für eine gendergerechte Sprache in einer gerechten Welt ein.

Sie besitzt aber gleichzeitig die bewundernswerte Souveränität, die Folgen ihres Wirkens kritisch zu hinterfragen.

Das machte sie schon vor Jahren, als sie in diesem Podcast vor der Gefahr einer Spaltung unserer Gesellschaft durch die Gendersprache warnte! Davon sprach, dass eine kleine Minderheit gerade der Mehrheit einen Weg aufzwingt, welcher der Sache nicht gut tut!

Hier spricht sie davon, dass unsere Sprache durch die Feminisierung zunehmend schlechter sprechbar wurde. Um hinzuzufügen, dass es in Zukunft darum gehen wird, die Sprache wieder bequem sprechbar zu machen!

Unsere Bitte an Sie, die Mitglieder im Rat für deutsche Rechtschreibung, die für die Zukunft unserer Sprache verantwortlich sind:
Orientieren Sie sich bei Ihrer Einschätzung an Frau Puschs Courage und ihrem Weitblick. Und nicht an Behauptungen, die einer näheren Überprüfung nicht standhalten.
Eine Sprache wird nicht dadurch gendergerecht, dass sie dazu erklärt wird. Sondern dadurch, dass sie es tatsächlich ist. 
Und das sind weder Doppelennungen noch das Sprechen mit der Genderpause. 

Als Ratsmitglied Sonderzeichen & Sprechpause an ihrem Erfinder Luise F. Pusch vorbei durchzuwinken hätte etwas unerhörtes, im wahrsten Sinne des Wortes.
Es hätte den Beigeschmack von Karriere um jeden Preis.
Egal, was es die Sprachgemeinschaft kostet.

Bernhard Thiery, Anka Lüthe und Leona Riemann

ps: Bitte senden Sie diese Petition an viele Freunde und Bekannte. Damit wir zeigen können, wie vielen eine sprechbare Sprache am Herzen liegt.

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Bernhard ThieryPetitionsstarterin/Petitionsstarter

Die Entscheidungsträger

Rat für deutsche Rechtschreibung
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