Das dass Jugendamt noch einer Kontrolle unterliegt.

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Einrichtung einer Unabhängigen Kommission zur Auswertung von Erfahrungen mit der Kinder - und Jugendhilfe und der Familiengerichtsbarkeit

Abgeordnete des Deutschen Bundestages erhalten täglich Zuschriften von Eltern und Kindern sowie Familienangehörigen , aber auch von Pflegeeltern, Sozialarbeiter, Rechtsanwälte und Jugendamtmitarbeitern, die über erhebliche Probleme des Kinder - und Jugendhilfesystems und der Familiengerichtsbarkeit berichten. Mich alleine haben mehr als 150 Betroffene oder Verfahrensbeteidigte angeschrieben. Kinder würden - so lautet der Vorwurf - oft zu früh oder zu spät aus den Familien genommen.

Es gibt Berichte, dass Erziehungshelfer jahrelang in Familien kommen,ohne dass die Massnahme eine positive Wirkung zeigt. Es gibt Fälle ,in dennen Pflegekinder vom Jugendamt zu den Herkunftsländern zurück geschickt werden, obwohl die Kinder von diesen offenkundig misshandelt werden. Psychologen, Lehrer, Erzieher und Ärzte beschreiben, dass sie immer wieder in einen Dilemma stecken und zögern, dem Jugendamt zweideutige Kinderschutzfälle zu melden , weil dann eine Lawine losrolle, die an den Bedürfnissen des Kindes vorbeigehe. Rechtsanwälte beklagen ,dass Kinder von der Polizei unter dramatischen Umständen aus ihren Familien herausgenommen werden, obwohl sie nicht akut gefährdet sind. Verfahrensbeistände beschreiben  verzweifelte Heimkinder , die ihre Eltern sehen möchten, dennen aber sogar der telefonkontakt untersagt wird ,und Kinder, dennen es in der Fremdunterbringung nicht besser geht, sondern die sich selbst verletzen und Selbstmordversuche begehen. Mehrfach würden uns Sorgerechtsentzüge auch aufgrund fragwürdiger Anlässe, wie einer " zu symbolischen" Mutter - Kind- Beziehung, beschrieben. Eltern, die sich nach einer langwierigen Erkrankung oder nach einer postnatalen Depression wieder vollständig erholt haben,beklagen , dass sie ihr fremduntergebrachtes Kind nicht mehr zurückbekommen. Insider berichten nicht nur vereinzelt, dass inzwischen Gericht und Sachverständige, Verfahrensbeistand oder Jugendamt Absprachen im Bezug auf den gewünschten Ausgang des Gutachtens oder des Verfahrens vorkommen. In hochstrittigen Fällen würden immer häufiger Kinder aus Familien herausgenommen und es werde auch immer häufiger beiden Elternteilen das Sorgerecht allein deshalb entzogen, weil sich die Eltern um das Sorgerecht stritten. Auffallend  ist, dass sich die Berichte in vielen Punkten wiederholen. Die Probleme kommen nicht vereinzelt oder nur in bestimmten Regionen Deutschlands vor, sondern vielfach und vielerorts. Angesichts der hohen Anzahl an Inobhutnahmen, Fremdunterbringungen und Sorgerechtsentzügen ist es wichtig , sich damit zu beschäftigen, warum die Behörden immer öfter in Familien Eingreifen. Liegt es an einer Zunahme vom Erziehungsversagen und Überforderung von Eltern, an erhöhter Wachsamkeit oder an eine Absenkung der Eingriffsschwelle? Gibt es ein strukturelles Problem? Sind Gesetzesänderungen notwendig un wenn ja , welche ?

Der Politk wird vorgeworfen, Probleme in der Kinder - und Jugendhilfe - Praxis  und in der Familiengerichtsbarkeit zu ignorieren. Den Betroffenen werde nicht zugehört, es gebe keine niedrigschwellige Anlaufstelle für Beschwerden . Dies gelte nicht nur für Herkunfseltern, sondern auch für Betroffene Kinder und Pflegeeltern. Die Betroffenen litten darunter, dass ihnen nicht geglaubt wird und sie als Problemeltern oder Problemkinder stigmatisiert werden.

Die Perspektive der Herkunftseltern und betroffenen  Kinder ist eine Seite. Die Perspektive der Verantwortlichen in den Behörden und Gerichten oft eine andere . Wichtig ist , dass allen Seiten zugehört wird. Die Gründe und Ursachen für die Beschwerden sind im Einzelfall und in der Systematik meist derartig vielfälltig und komplex , dass sich ein pauschalles Urteil verbietet. Fest steht aber, wenn un soweit es zu Fehlentscheidungen von Jugendämtern und Familiengerichten kommt, dass diese die Grundrechte von Eltern und Kindern

" Inobhutnahmen: Die Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen sind laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2016 - abzüglich der Unterbringungen von Minderjährigen Ausländern - um ca. 4.000 Fälle innerhalb eines Jahres  auf 39.295 Fälle angewachsen. Im Jahr 1996 es noch 26.155 in Obhut genommene Kinder und Jugendliche. Sorgerechtsentzüge : Im Jahr 2016 würden Eltern  in 17.168 Fällen ganz oder teilweise das Sorgerecht entzogen. Verfahren zur  Einschätzung von Kindeswohlgefährdung: Für das Jahr 2015 meldeten die Jugendämter 129.485  Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls. Hilfen zur Erziehung: Im Jahr 2015 erhielten 145.184 Familien Hilfe zur Erziehung, darüber hinaus wurden  782.785 Einzelhilfen zur  Erziehung für junge Menschen durchgeführt. Am 31.12.2015 waren 82.239 junge ( 0-26) in Einrichtungen der Jugendhilfe stationär untergebracht. Ferner befanden sich 71.501 junge Menschen in Vollzeit oder bei einer anderen Familie. Am 31.12.2014 gab es 7.873 Einrichtungen, in denen junge Menschen stationär  waren . Am 31.12.2014 arbeiteten in Deutschland 231.123 Personen Bereich der Kinder - und Jugendhilfe ( ohne Kindertagesbetreuung). Im Jahr 2015 gab der Staat insgesamt 10.260.262.000 € für Hilfen zur Erziehung aus. Das ist ein Abstieg von 10,4% innerhalb eines Jahres und von 36.6% innerhalb von 5 Jahren. Familiengerichten heute Verfahren :Im Jahr 2015 erledigten die Familiengerichte der ersten Instanz 177.987 Verfahren zur elterlichen Sorge, 55.782 Verfahren zum Umgangsrecht und 3 856 zur Kindesherausgabe."

in einer besonderen Form verletzen und die Biografien der Betroffenen nachhaltig beeinflussen. Der Schäden , der aufgrund von Fehlentscheidungen beim Sorgerecht, beim Umgangsrecht und bei der Fremdunterbringungen entstehen kann, ist in jeder Hinsicht verheerend.

Die Politik darf nicht die Augen vor systembedingten Problemen der Kinder - und Jugendhilfe und der Familiengerichtsbarkeit verschließen und die Beschwerden als Einzelfälle besonders schwieriger Eltern und Kinder abtun. Die Eltern und  müssen gehört werden, damit auch ihre Perspektive bei einer SGB- VIII-Reform  oder anderen Gesetzesänderungen sowie bei Verbesserungen der Verwaltungspraxis mit bedacht wird. Auch die Verantwortlichen in den Kommunen und Ländern ein Interesse daran, dass die Kinder - und Jugendhilfe tatsächlich und effektiv hilft.

Um das Ausmaß , die Komplexität und die Ursachen der Probleme besser zu verstehen, braucht es ein Bestandsaufnahme und unabhängige Auswertung der Erfahungen von Betroffenen und Beteidigten in Kindschafttssachen. Es muss eine Anlaufstelle für Eltern und Kinder oder einst betroffenen Kinder geben, an die sich auch Pflegeeltern, Sozialarbeiter, Jugendamtmitarbeiter und alle , dennen es ein Anliegen ist , ihre Erfahrungen vertraulich zu schildern, wenden können. Diese Anlaufstelle soll die Erfahrungsberichte systematisch auswerten, sie auf strukturell bedingte Probleme hin untersuche und Änderungsvorschläge machen.

Daher ist eine Unabhängige Kommission zur Auswertung von Erfahrungsberichten mit der Kinder - und Jugendhilfe und der Familiengerichtsbarkeit zu fördern. Vorbild für diese Kommission soll die Unabhängige  Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauch sein.



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