Generelles Foto- und Videoverbot für das Teufelsrad durchsetzen!

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Das Anliegen

Das Teufelsrad auf dem Münchner Oktoberfest ist für viele Besucherinnen und Besucher ein traditionsreiches Highlight des Festes. Doch hinter der Fassade des unbeschwerten Vergnügens hat sich eine besorgniserregende Praxis etabliert: Es vergeht kein Jahr, in dem nicht massenhaft Aufnahmen im Internet auftauchen, die heimlich und ohne Zustimmung der Beteiligten gemacht werden. Das Teufelsrad wird dabei immer wieder zum Schauplatz schwerwiegender Verletzungen der Privatsphäre. Durch die ständige Verfügbarkeit von Smartphones hat sich eine Kultur entwickelt, in der Gäste – allen voran Frauen – in dynamischen und oft hilflosen Momenten während der Fahrt gezielt gefilmt und fotografiert werden.

Die Motivation hinter diesen Übergriffen ist kein harmloser Spaß. Oft stecken dahinter voyeuristische Absichten niederträchtiger Natur oder rein wirtschaftliche Beweggründe: Aufnahmen von Frauen, deren Kleidung beim Fahren verrutscht (sogenanntes Upskirting), werden gezielt produziert, um sie auf Videoplattformen und in sozialen Medien zu verbreiten, Klicks zu generieren oder sogar monetarisiert zu verkaufen. Diese Form der kommerziellen Ausbeutung und der gezielten Bloßstellung verletzt die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen auf tiefste Weise und nimmt ihnen jegliche Würde.

Der rechtliche Straftatbestand gegen Upskirting (§ 184l StGB) stößt in der Praxis leider schnell an seine Grenzen. Häufig greift die Strafverfolgung erst dann, wenn nachweislich und explizit an intime Stellen herangezoomt wird. Unerwünschte und verletzende Aufnahmen in einer Grauzone bleiben dadurch strafrechtlich oft ohne Konsequenzen, obwohl der Schaden für die Betroffenen derselbe ist. Die vergangenen Jahre haben eindrücklich gezeigt, dass bloße Sensibilisierungsaufrufe oder Appelle an die Vernunft mancher Zuschauer wirkungslos bleiben. Wo die Einsicht Einzelner fehlt und die gegenseitige Rücksichtnahme versagt, sind verbindliche Regeln unverzichtbar.

Ein generelles Foto- und Videoverbot im gesamten Bereich des Teufelsrads ist der einzige wirksame Schritt, um dieser Praxis den Nährboden zu entziehen. Zwar würde ein solches Verbot bedeuten, dass Besucher dort keine eigenen Erinnerungsfotos und Videos mehr machen können, doch die persönliche Freiheit, Aufnahmen anzufertigen, muss zwingend dort enden, wo die Intimsphäre und die Grundrechte anderer Menschen verletzt werden. Großveranstaltungen, Konzerte und andere Kulturstätten zeigen längst, dass sich Kameraschutzzonen durch deutliche Kennzeichnungen, geschultes Personal und konsequente Kontrollen erfolgreich umsetzen lassen.

Die Betreiber des Teufelsrads sowie die Festleitung des Oktoberfests tragen hier eine direkte Verantwortung für die Sicherheit und den Schutz ihrer Gäste. Ein verhängtes und aktiv kontrolliertes Aufnahmeverbot in der Hausordnung würde den Besuchern nicht nur die nötige Sicherheit zurückgeben, sondern auch dafür sorgen, dass das Teufelsrad wieder das wird, was es sein sollte: ein respektvoller Ort der Freude.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und teilen Sie diese Botschaft, um die Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass das Oktoberfest ein sicherer Raum für alle bleibt!

(Wenn ihr Ideen für Ergänzungen oder bessere Formulierungen habt, meldet euch gerne per Mail: change@staib.it) 

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Robin StaibPetitionsstarterin/Petitionsstarter

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