Verifizierter Erfolg

Öffnet die Spielplätze und Kitas!

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Gerade war ich mit meinen Kindern draußen. Das ist ja nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht, laut Söder und seinen Kollegen der anderen Bundesländer. Und da wir keinen Garten haben, kein privates Stück Land oder Grün, das wir und unsere Kinder nutzen können, da wir Städter sind und in einem Mehrparteienhaus mit winzigem Balkon auf 83 Quadratmetern leben, stromern wir nachmittags eben distanziert durch die Nachbarschaft.

Wir liefen also an einem unserer Lieblingsspielplätze vorbei, der ja gesperrt ist, auf einem Weg, den einige Steinhaufen sowie frische Erde säumten. Meine Kinder sind drei und fünf Jahre alt. Sie begannen sofort, begeistert mit den Steinen zu spielen und im Dreck zu graben. Ich achtete darauf, genug Abstand zu einer Familie und zwei radelnden Kindern zu halten, die ebenfalls nach Frühlingsluft lechzend auf und an dem Gehweg Beschäftigung suchten.

Nach fünf Minuten wies uns ein Passant darauf hin, dass auf dieser Erde, die meine Kinder gerade umgruben, ein Lebensraum für Bienen entstehe und ob wir die Absperrung etwas weiter oben am Wegesrand denn nicht gesehen hätten.

Ich bleibe normalerweise sehr gelassen in derlei Situationen. Den Mann trifft ja auch gar keine Schuld: Ich habe letztes Jahr selbst begeistert das Abkommen zum Schutz der Bienen und gegen das Insektensterben unterschrieben.

Das Problem hinter dieser Situation wiegt jedoch schwer und muss endlich thematisiert werden: Die Insekten haben eine Lobby – unsere Kinder nicht! Das wird in diesen Tagen der Coronakrise deutlich wie nie zuvor. Wie sonst könnte es sein, dass sich vor den Spielplätzen meine Kinder neben anderen drängeln, auf der Suche nach Grün in der Stadt, während Klettergerüste und Schaukeln verwaisen? Das macht keinen Sinn. Abstand halten kann ich auch im Sandkasten.

Von den Müttern und Vätern meiner Generation wird seit Beginn der Kita- und Schulschließungen die Arbeit im Homeoffice in Verbindung mit der Carearbeit als akzeptierbare Selbstverständlichkeit hingenommen. Man kann nicht gleichzeitig Kinder hüten, sie unterrichten, beschäftigen und einem Vollzeitjob nachgehen.

Deshalb müssen kreative Ansätze gefunden werden, Spielplätze, Kitas und Schulen wieder zu öffnen. Wir brauchen Lösungen, jetzt. An Ideen zur Öffnung der Wirtschaft wird mit Hochdruck gearbeitet – das muss auch für unsere Kinder machbar und möglich sein. Jetzt!



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