

Für eine respektvolle, inklusive und aufgeklärte Gynäkologie und Geburtshilfe.
Das Anliegen
An: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG e.V.), Berufsverband der Frauenärzte (BVF e.V.) und alle mitverantwortlichen Institutionen
Hintergrund:
Auslöser dieser Petition sind frauenfeindliche Äußerungen, wie sie Frauen insbesondere nach der Geburt immer wieder in der gynäkologischen Versorgung erleben – vor allem dann, wenn sie Beschwerden mit ihrem Beckenboden haben. Viele dieser Frauen berichten von abwertenden, unsensiblen oder schlicht respektlosen Kommentaren – und stehen damit allein.
In diesem Zusammenhang fiel mir ein Leitfaden für einen respektvollen Umgang in der Gynäkologie und Geburtshilfe in die Hände. Eine Langfassung, die genau diese Probleme anspricht – differenziert, fundiert, klar benannt. Doch zu meiner Überraschung wurde nur eine gekürzte Version offiziell auf der Seite der DGGG und des Berufsverbandes veröffentlicht. Viele der sensiblen Inhalte – darunter sexualisierte Gewalt, Diskriminierung, Inklusion, Machtasymmetrie – fehlen dort nahezu vollständig.
Erschreckend ist dabei auch:
Dass es überhaupt einen Leitfaden für respektvollen Umgang braucht, zeigt, wie wenig selbstverständlich dieser offenbar ist – gerade in der Medizin, wo er eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Der ursprünglich umfassend und differenziert ausgearbeitete Leitfaden zum respektvollen Umgang mit Patientinnen in der Gynäkologie und Geburtshilfe wurde in einer Langfassung vom AKF und der DGPFG veröffentlicht, die die vielfältigen Dimensionen von Gewalt, Diskriminierung, Machtasymmetrie, Intimität, Inklusion und Sprache sichtbar macht.
Diese Version ist differenziert, wissenschaftlich fundiert und wurde offensichtlich von Expert:innen unter Einbezug aktueller Studien und Leitlinien sorgfältig erarbeitet.
Doch nun wurde stattdessen eine stark verkürzte Version veröffentlicht.
Diese Kurzfassung blendet zentrale Themen wie strukturelle Diskriminierung, queere und transinklusive Perspektiven, Machtverhältnisse, das Thema Sexualität, Diskriminierungserfahrungen und sexualisierte Gewalt nahezu vollständig aus.
Das ist nicht hinnehmbar.
Unsere Forderung:
• Die vollständige Langfassung des Leitfadens muss offiziell veröffentlicht, beworben und verbreitet werden.
• Die Kurzfassung darf nicht als alleinige offizielle Version gelten, sondern nur als ergänzendes, zusammenfassendes Informationsangebot.
• Die Institutionen müssen öffentlich Stellung beziehen, warum die Langfassung abgelehnt wurde und welche Kriterien zur Kürzung geführt haben.
• Es braucht eine transparente Beteiligung von Fachpersonen, Betroffenen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen bei der Umsetzung eines solchen Leitfadens – nicht hinter verschlossenen Türen.
Warum ist das wichtig?
Ein respektvoller Umgang mit Patient:innen ist kein Wohlfühlthema – es geht um Menschenrechte, Würde, Gesundheit und Aufklärung.
Eine ernstgemeinte Haltung zur Gewaltprävention braucht differenzierte Informationen, nicht weichgespülte PR-Texte.
Wenn Diskriminierung, sexualisierte Gewalt und strukturelle Machtverhältnisse unsichtbar gemacht werden, schützt das nicht die Patient:innen – sondern das System.
Sabine Meissner
Physiotherapeutin
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Das Anliegen
An: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG e.V.), Berufsverband der Frauenärzte (BVF e.V.) und alle mitverantwortlichen Institutionen
Hintergrund:
Auslöser dieser Petition sind frauenfeindliche Äußerungen, wie sie Frauen insbesondere nach der Geburt immer wieder in der gynäkologischen Versorgung erleben – vor allem dann, wenn sie Beschwerden mit ihrem Beckenboden haben. Viele dieser Frauen berichten von abwertenden, unsensiblen oder schlicht respektlosen Kommentaren – und stehen damit allein.
In diesem Zusammenhang fiel mir ein Leitfaden für einen respektvollen Umgang in der Gynäkologie und Geburtshilfe in die Hände. Eine Langfassung, die genau diese Probleme anspricht – differenziert, fundiert, klar benannt. Doch zu meiner Überraschung wurde nur eine gekürzte Version offiziell auf der Seite der DGGG und des Berufsverbandes veröffentlicht. Viele der sensiblen Inhalte – darunter sexualisierte Gewalt, Diskriminierung, Inklusion, Machtasymmetrie – fehlen dort nahezu vollständig.
Erschreckend ist dabei auch:
Dass es überhaupt einen Leitfaden für respektvollen Umgang braucht, zeigt, wie wenig selbstverständlich dieser offenbar ist – gerade in der Medizin, wo er eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Der ursprünglich umfassend und differenziert ausgearbeitete Leitfaden zum respektvollen Umgang mit Patientinnen in der Gynäkologie und Geburtshilfe wurde in einer Langfassung vom AKF und der DGPFG veröffentlicht, die die vielfältigen Dimensionen von Gewalt, Diskriminierung, Machtasymmetrie, Intimität, Inklusion und Sprache sichtbar macht.
Diese Version ist differenziert, wissenschaftlich fundiert und wurde offensichtlich von Expert:innen unter Einbezug aktueller Studien und Leitlinien sorgfältig erarbeitet.
Doch nun wurde stattdessen eine stark verkürzte Version veröffentlicht.
Diese Kurzfassung blendet zentrale Themen wie strukturelle Diskriminierung, queere und transinklusive Perspektiven, Machtverhältnisse, das Thema Sexualität, Diskriminierungserfahrungen und sexualisierte Gewalt nahezu vollständig aus.
Das ist nicht hinnehmbar.
Unsere Forderung:
• Die vollständige Langfassung des Leitfadens muss offiziell veröffentlicht, beworben und verbreitet werden.
• Die Kurzfassung darf nicht als alleinige offizielle Version gelten, sondern nur als ergänzendes, zusammenfassendes Informationsangebot.
• Die Institutionen müssen öffentlich Stellung beziehen, warum die Langfassung abgelehnt wurde und welche Kriterien zur Kürzung geführt haben.
• Es braucht eine transparente Beteiligung von Fachpersonen, Betroffenen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen bei der Umsetzung eines solchen Leitfadens – nicht hinter verschlossenen Türen.
Warum ist das wichtig?
Ein respektvoller Umgang mit Patient:innen ist kein Wohlfühlthema – es geht um Menschenrechte, Würde, Gesundheit und Aufklärung.
Eine ernstgemeinte Haltung zur Gewaltprävention braucht differenzierte Informationen, nicht weichgespülte PR-Texte.
Wenn Diskriminierung, sexualisierte Gewalt und strukturelle Machtverhältnisse unsichtbar gemacht werden, schützt das nicht die Patient:innen – sondern das System.
Sabine Meissner
Physiotherapeutin
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Petition am 3. Juni 2025 erstellt