Petition updateEine reicht, keine zweite, autobahnähnliche B105!

Aktuelles zum Planverfahren

Andreas KrügerGermany
Apr 25, 2026

Wir sind jetzt auf Papier und online 3810! Danke, das ist ein deutliches Signal.

Das Amt für Raumordnung die Raumverträglichkeitsprüfung abgeschlossen und glaubt damit wäre es dann gut. Die Straßenbauverwaltung meint alles richtig gemacht zu haben und ist wenig gesprächsbereit. Man macht unbeirrt weiter.

Wir haben dem Amt für Raumordnung folgende Missstände an der Planung mitgeteilt:

Ein Planfall 7-1, der in Teilbereichen unseren Vorschlägen sehr nahe kommt wurde verworfen und nicht betrachtet, detaillierte Unterlagen gibt es nicht.

Im Variantenvorvergleich sind keine Kontenpunkte untersucht worden.

Der Planfall 1 (die vierspurige Ausbildung der jetzigen B105 in der jetzigen Lage) belegte in der Voruntersuchung Platz 18 von 18, in der „Detailauswertung“ der näher betrachteten 10 Fälle Platz 8. Das ist nicht nachvollziehbar und erzeugt Fragen zur Bewertungsmatrix

Die vielen alternativen Möglichkeiten des Aus- und Umbaus der bestehenden Trasse, zumindest was den Teilbereich, bis km 5 (Ortseingang Rövershagen) betrifft wurden schlichtweg gar nicht untersucht.

Anstatt nun die konkreten Vorschläge der BI zur Ausgestaltung von Knotenpunkten zu zerreißen, erwarten wir tatsächlich zu dieser Variante moderne, professionelle Verbesserungsvorschläge und eine ernsthafte Auseinandersetzung durch die Planer. Sofern „Sonderlösungen“ „unüblich“ sind, ist es doch Zeit, mal auf die europäischen Nachbarn zu sehen und neue, gute verkehrstechnische Lösungsansätze zu übernehmen. Nicht jeder muss das Rad neu erfinden und möglicherweise ist eine Sonderlösung von heute die Standardlösung von morgen.

Den Lärmaktionsplan der Gemeinde Mönchhagen als Ausschlusskriterium für Variante 7-1 anzuführen ist absurd. Nach dieser Logik hätte auch der Planfall 1 nicht weiter untersucht werden dürfen. Die Pflicht zur Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Ertüchtigung des bestehenden Trassenverlaufs wurde so ausgehebelt. Man legt einen nicht baubaren Planfall 1 vor und schließt damit die Auseinandersetzung mit diesem Trassenverlauf ab. Das war ganz sicher nicht die Aufgabe!

Die Gemeinde Mönchhagen wehrt sich gegen eine entsprechende Umlagerung des Lärms.

Die Lärmbelastung durch die Zunahme des Verkehres, der durch die OU 105 von der A20 angezogen wird, findet überhaupt keine Betrachtung. Es muss doch untersucht werden, ob die Belastung durch weniger Verkehr in verminderter Geschwindigkeit nicht geringer ist, als mehr Verkehr mit Tempo 100 oder 130 am Ortsrand. Das Negativbeispiel OU Elmenhorst ist besuchbar.

Ein grundlegender Anlass für die Planung war aber nicht nur eine Verminderung der Lärmbelastung, sondern die Durchlässigkeit zu erhöhen und Stauerscheinungen zu reduzieren. Es sind keine Untersuchungen zu Umfang und Häufigkeit von Stauerscheinungen zu finden, ebenfalls ein erhebliches Versäumnis.

Die Festsetzungen im rechtskräftigen FNP der Gemeinde Bentwisch zur Gemarkung Klein Kussewitz wurde überhaupt nicht berücksichtigt, man hat hier völlig veraltete Planungen zugrunde gelegt, was sogar das Amt für regionale Raumordnung feststellte, dennoch aber das Verfahren abschloss, statt die Versäumnisse beheben zu lassen.

Der „Flächenfraß“, die Naturraumzerstörung und die Kostenseite müssen stärker gewichtet werden.

Wir fordern eindringlich die Rückkehr zu einer zielorientierten Planung gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden, anstatt das Planverfahren auf dieser Basis fortzuführen.

Wir werden weiter in die Öffentlichkeit gegen und sehen, welche Medien bereit sind diese Missstände zu publizieren.

So einfach wie sich das die Verantwortlichen wünschen wird es nicht werden, das werden wir nicht zulassen.

„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.“ (B. Brecht)

In diesem Sinne

Euer Andreas

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