Verfahrensvorschlag zur Rettung des SEZ, Schulbau auf dem SEZ-Gelände, SEZ beim HHS-Kolloquium


Liebe Unterstützer*innen für den Erhalt des SEZ,
vielen Dank an alle, die die neu oder wiedergewählten Abgeordneten angeschrieben und darum gebeten haben, sich für den SEZ-Erhalt einzusetzen. Teilweise erreichten uns so aufschlussreiche Antworten von Abgeordneten.
Zur erneuten Ausschreibung des Komplettabrisses des SEZ durch die WBM gab es einen weiteren Presseartikel:
- 27.09.2026 Berliner Morgenpost: "Streit um SEZ Berlin: WBM schreibt Abriss einen Tag nach der Wahl aus"
Zwischenzeitlich mussten wir leider feststellen, dass das SEZ-Grundstück nicht gut gesichert wird. Es kam erneut zu Vandalismusschäden und Hausfriedensbrüchen im Gebäude und auf dem Gelände. Nach einer polizeilichen Anzeige einer Anwohnerin hat die WBM aber zumindest zerstörte Fensterscheiben schnell provisorisch verschlossen. Außerdem wurde ein neuer Kameraturm zur Überwachung des Geländes an der Danziger Straße / Ecke Landsberger Allee installiert. Hoffentlich können dadurch weitere mutwillige Beschädigungen am Gebäude verhindert werden.
Welche Maßnahmen die WBM nun aktuell unter der angekündigten Schadstoffsanierung im Gebäude vornimmt, ist leider weiter intransparent. Wir hoffen, die Maßnahmen erfolgen zerstörungsarm, sodass sie einem Erhalt des Gebäudes nicht entgegenstehen.
Folgende neue Informationen folgen:
1) Verfahrensvorschlag zur Rettung des SEZ
2) Schulbau auf dem SEZ-Gelände
3) Kolloquium der Hermann-Henselmann-Stiftung
4) Prominente Unterstützung für die Rettung des SEZ
5) Rückblick achter Runder Tisch SEZ
6) Architekturfunk Podcast #219 - SEZ Berlin – Abriss oder Zukunft?
7) SEZ im Straßenfeger
8) SpOrt365
9) Living and loving in Berlin
1) Verfahrensvorschlag zur Rettung des SEZ
Einige Mitglieder unserer Initiative “SEZ für alle!” sind auch im Expert*innen-Bündnis “SEZ-Quartier neu denken” aktiv. Dort wurde kürzlich ein Verfahrensvorschlag zur unabhängigen, kooperativen Entwicklung des SEZ-Quartiers erarbeitet.
Auf Grundlage dieses Vorschlags fordern wir die an den Koalitionsverhandlungen beteiligten Parteien zu einem politischen Neustart zur Rettung des SEZ auf. Konkret fordern wir, im Koalitionsvertrag festzulegen, dass die bisherige, auf den Abriss des SEZ ausgerichtete Projektentwicklung beendet wird. Weitere irreversible Rückbaumaßnahmen sollen gestoppt und ein neues kooperatives Entwicklungsverfahren für das gesamte SEZ-Quartier aufgesetzt werden.
Dazu haben wir als Bündnis einen Aufruf gestartet, den 70 Erstunterzeichnende innerhalb kürzester Zeit unterstützt haben. Wenn Sie sich unseren Forderungen an die Koalitionäre anschließen möchten, unterzeichnen Sie bitte ebenfalls den Aufruf an die politischen Entscheider*innen.
Die Pressemitteilung "Kooperatives Verfahren soll Wohnungsbau beschleunigen und die Transformation des Bestands ermöglichen" des Bündnisses "SEZ-Quartier neu denken" vom 22.10.2026 finden Sie auf der Bündnis-Website.
Dort finden Sie ebenfalls den Aufruf "SEZ erhalten – Quartier gemeinsam entwickeln" vom 26.10.2026:
https://www.baustelle-gemeinwohl.de/2026/10/aufruf-neues-verfahren-am-sez/
Diesen Aufruf können Sie einfach online mit unterzeichnen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Zum Verfahrensvorschlag gab es folgende Presseartikel:
- 22.10.2026 taz: "Kampf um Erhalt des DDR-Schwimmbads. Neue Hoffnung fürs SEZ"
- 22.10.2026 Entwicklungsstadt: "Statt Komplettabriss: Neuer Vorschlag für das SEZ in Friedrichshain"
2) Schulbau auf dem SEZ-Gelände
Der abgewählte, noch amtierende Bausenator treibt den intransparenten Schulneubau auf dem SEZ-Gelände (zwischen Brückengebäude und Sportplatz) unter Hochdruck voran, so wie auch weitere fragwürdige Bauprojekte in unserer Stadt. Einer künftigen Koalition werden so wichtige Entscheidungsmöglichkeiten genommen. Aktuell erfolgen Tiefbauarbeiten auf dem Gelände.
Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V. hat dazu folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
Das SEZ brauchen alle, diese Grundschule braucht niemand
Berlin, den 27.10.2026: Zwei Tage bevor sich das neue Abgeordnetenhaus konstituiert, startet der abgewählte Senat noch einen Schulneubau auf dem SEZ-Gelände. Dazu Carl Waßmuth, Sprecher von Gemeingut in BürgerInnenhand:
„Christian Gaeblers letztes Werk: Heute ist Baubeginn für eine Schule, die keiner will und braucht, mitten auf dem SEZ-Gelände. Gaebler kann nicht verlieren. Er will den SEZ-Abriss unbedingt. Dazu lässt er auch eine Grundschule bauen, die dort niemand mehr braucht."
Gemeingut ruft die Senatsverwaltung zu Besonnenheit auf. Für eine Grundschule gibt es am SEZ-Standort keinen Bedarf mehr. Kitas in der Nähe annoncieren seit Jahren freie Plätze. Die Schule würde schon zur Eröffnung unterbelegt sein. Dass im Bebauungsplan dort eine Schule vorgesehen sei, dürfe nur dann zu einem Schulbau führen, wenn dieser auch wirklich benötigt würde. Carl Waßmuth weiter:
„Diese Schule ist unnötig und kontraproduktiv. Es handelt sich um ein gehässiges Erbe von Bausenator Christian Gaebler und Schulstadtrat Andy Hehmke, beide SPD und beide SEZ-Abrissfanatiker. Der Schulbau kann den Untergang des SEZ bedeuten, weil sinnvolle Alternativplanungen damit blockiert werden. Wir erwarten vom Abgeordnetenhaus und vom neuen Senat, dass sie dieses Bauvorhaben sofort stoppen."
Gemeingut erläutert, warum diese Schule nicht benötigt wird:
- Ein "im Bebauungsplanverfahren ermittelter Schulplatzbedarf" (O-Ton Senat) ist längst überholt durch die Berliner Schulbau-Offensive. Dort fehlen In Friedrichshain Oberschulen, keine Grundschulen mehr.
- Ein angeblich "nach aktuellen Prognosen ermittelter Schulplatzbedarf" (O-Ton Senat) für diese Grundschule wurde nie nachgewiesen. Die Schule liegt am äußersten Rand des Bezirks. Es wurde erst 2022 wenige hundert Meter entfernt, in der Pufendorfstraße, eine neue Grundschule eröffnet, die nach wie vor nicht voll belegt ist. https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/aktuelles/pressemitteilungen/2022/pressemitteilung.1238239.php
- An den SEZ-Standort soll die Ludwig-Hoffmann-Grundschule ziehen. Der Umzug der Ludwig-Hoffmann-Grundschule aufs SEZ-Gelände wird von den dortigen Eltern, Lehrern und Schülern abgelehnt, und auch vom Runden Tisch SEZ. https://ludwig-hoffmann-grundschule.de/elternvertretung/, https://www.gemeingut.org/vierter-runder-tisch-sez/
- Mit der "SEZ-Grundschule" würde kein einziger neuer Grundschulplatz geschaffen, sondern nur Platz für die Erweiterung einer Sekundarschule (Temple-Grandin). Dieser kann auch anders geschaffen werden als durch den gewaltsamen Rauswurf einer ganzen Grundschule.
- Mit dem Umzug des Heinrich-Hertz-Gymnasiums in den Neubau am Ostbahnhof wird das bisherige Gebäude frei. Der Heinrich-Hertz-Altbau kann in weniger als zwei Jahren saniert und für Grundschüler genutzt werden. Anders als das SEZ liegt der Heinrich-Hertz-Altbau in der Mitte des Bezirks.
- Der Senat begründet die Schule mit aktuellen Überbelegungen an den Friedrichshainer Grundschulen und neu entstehenden Bedarfen. „Aktuelle Überbelegungen an den Friedrichshainer Grundschulen" gehen jedoch bis 2028 bereits durch den Rückgang der Geburten seit 2020 zurück. In "neu entstehende Bedarfe" wurden vermutlich die geplanten Neubauten eingerechnet, die anstelle des SEZ entstehen sollen. Diese sind von Umfang und Lage jedoch in hohem Maße strittig.
- Die Planung für die Grundschule sieht eine Sporthalle im Obergeschoss vor. Der Platz für eine Schule war und ist nämlich zu klein. Es ist jedoch unwirtschaftlich, eine Sporthalle in ein Obergeschoss zu bauen, erst recht, wenn nebenan eine funktionsfähige Sporthalle steht.
- Alternativplanungen, die einen vollständigen Erhalt des SEZ ermöglichen, belegen teilweise die Fläche, die jetzt von der Schule beansprucht werden. Leider wurden all die alten Bäume am geplanten Schulstandort schon gefällt, im Widerspruch zu den Vereinbarungen des Baumentscheids. Nun droht, dass die Bäume neben der Schule / hinter dem SEZ auch noch für Wohnungsneubauten gefällt werden. Die Alternativplanungen hingegen würden den Erhalt zahlreicher alter Bäume ermöglichen: https://www.gemeingut.org/vorschlag-fuer-massvollen-wohnungsbau-bei-vollstaendigem-erhalt-des-sez/
Am Ende droht folgende Dystopie:
- das wertvolle SEZ ist abgerissen
- die wenige hundert Meter entfernte Schule auf der Werneuchener Wiese samt Sporthalle ist ebenfalls – wie bei ihrem Bau vereinbart – abgerissen
- alle Bäume auf dem SEZ-Grundstück sind gefällt
- es steht dort eine Schule auf einer für 432 Schüler zu kleinen Fläche, die zu überproportional hohen Kosten erreichtet wurde
- Friedrichshain-Kreuzberg hat Leerstand im Bereich von Grundschulen
- eine intakte, preisgekrönte Schulgemeinschaft wurde zerrissen, die Schüler haben längere Wege zur Schule zurückzulegen
- auf dem SEZ-Gelände am Park stehen unattraktive, straßenseitig verlärmte Wohnhäuser in Blockrandbebauung, die den höchstverdichteten Bezirk weiter verdichtet haben
- durch die hohen Abrisskosten des SEZ sind die 50 Prozent bezahlbarer neuer Wohnraum am Standort nur durch massive öffentliche Subvention "bezahlbar"
- die parkseitig gelegenen Luxuswohnungen treiben die Miete im Viertel in die Höhe
- die Gewerbeflächen in den unteren Geschossen stehen leer
- die Versorgung mit Sportflächen im Kiez ist noch schlechter als heute
Dazu möchte ich ergänzen, dass aus dem Protokoll der Schulkonferenz der Ludwig-Hoffmann-Grundschule vom 04.11.2025, bei der Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD) zu Gast war, hervorgeht, dass
- die nahe dem SEZ gelegene 37. Grundschule und Hausburgschule schon zu diesem Zeitpunkt nicht ausgelastet waren, es für das geplante Wohngebiet auf dem SEZ-Grundstück keine Bedarfsanalysen gab, Herr Hehmke aber erwartete, dass der geplante Wohnungsbau dann einen Bedarf an Grundschulplätzen erzeugen werde,
- es im Bezirk dringender Plätze im Oberschulbereich bräuchte, die Grundschule im B-Plan aber geplant werden musste, um "bessere Erfolgsaussichten im Klageverfahren zur Enteignung des Alteigentümers des SEZ-Geländes zu haben“ (denn für Grundschulen ist die Wohnortnähe zwingend, ein zumutbarer Fußweg vorgegeben, wogegen Oberschulen nicht einmal im selben Bezirk sein müssen) und eine Änderung in einen Oberschulbau im Nachgang nicht mehr möglich sei.
D.h. die Grundschulplanung auf dem SEZ-Gelände folgte nicht aus prognostizierten Schulplatzbedarfen, sondern stellte einfach einen rechtlichen Kniff dar. Nun bräuchte es also zwingend ausreichend Wohnungsbau auf dem SEZ-Gelände, um dadurch einen Bedarf an Plätzen in der geplanten Grundschule zu erzeugen. Das macht ebenso wenig Sinn wie die Verlegung einer etablierten Grundschule ca. zwei Kilometer entfernt an den Bezirksrand mit einem Schulweg über zwei viel befahrene Hauptverkehrsstraßen. Für die hervorragende Ludwig-Hoffmann-Grundschule, die sich jetzt in einem Hoffmann-Bau in einem bestehenden Einzugsgebiet befindet, bedeutet dies keinen Umzug, sondern das Aus der gewachsenen Schulgemeinschaft.
Der aktuell vom alten Senat noch vorangetriebene Schulneubau sollte gestoppt und die tatsächlichen Bedarfe einer Prüfung unterzogen und in der Gesamtplanung des SEZ-Grundstücks bewertet werden. Dass es zu diesem Schulneubau keinerlei Transparenz (ist nicht einmal auf den Seiten der Schulbauoffensive verzeichnet, bei verschiedenen Entscheidungen wie Baumfällungen war der Bezirk nicht eingebunden) und stattdessen diverse Widersprüche (wiederholte Änderungen der Schulumzugsrochade mit fragwürdigen Begründungen) gibt, sollte einen Stopp rechtfertigen.
Der Artikel des Portals Entwicklungsstadt vom 26.10.2026 behauptet: „In Friedrichshain-Kreuzberg wird der Schulplatz knapp“. Dies ist leider sehr schlecht recherchiert. Das Gegenteil ist der Fall, die Grundschulplatzbedarfe sinken in den kommenden Jahren deutlich. Schon jetzt gibt es im SEZ-Umfeld Grundschulen mit freien Kapazitäten.
Trotzdem teile ich den Artikel der Vollständigkeit halber hier: https://www.entwicklungsstadt.de/mit-sporthalle-auf-dem-dach-baustart-fuer-neue-grundschule-am-sez/
3) Kolloquium der Hermann-Henselmann-Stiftung
Die Hermann-Henselmann-Stiftung lädt zur Konferenz "Umbau! IBA? In Berlin und Brandenburg" im Rahmen der Reihe "Urbane Transformationen" ein.
Wann: Samstag , 07.11.2026 , von 11-18 Uhr
Wo: Neubau der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin
Das erste Kolloquium der Reihe widmete sich 2024 dem gesellschaftlichen Wandel in seinen Auswirkungen auf die baulich-räumliche Sphäre mit hochkarätigen theoretischen Beiträgen. Das zweite Kolloquium wandte sich unter dem Titel "Wer macht Berlin anders" im Jahr 2025 neuen Akteur*innen und Projekten einer kooperativen Stadtentwicklung zu. Mit der dritten Veranstaltung wird dem Leitmotiv der urbanen Transformation anhand konkreter Projekte nachgegangen. Es beteiligt sich an der aktuellen IBA-Debatte. Der Berliner Senat hat im Frühjahr 2026 die Internationale Bauausstellung IBA 2034-37 beschlossen. Gerade hat Berlin neu gewählt und nun stellt sich die Frage, ob und wie das Projekt auch mit Blick auf den Metropolenraum Berlin-Brandenburg angegangen wird. Dabei hat es nur Aussicht auf Erfolg, wenn es transformativ, innovativ und partizipativ gestaltet wird.
Das SEZ ist neben weiteren Orten Thema im 3. Block "Mögliche IBA Projekte" (zwischen 14:30 Uhr und 16:30 Uhr):
- Edith Wunsch (Tempelhof Projekt GmbH): "Flughafengebäude Tempelhof beleben"
- Jonas Fansa, Martina Grün (ZLB Berlin): "Neue ZLB in altem Kaufhaus"
- Susanne Lorenz, Magnus Hengge (Bündnis SEZ Quartier neu denken): "Vision SEZ: Bestandserhalt als Begegnungsort und ergänzender Wohnungsbau"
- Andreas Barz (Freundeskreis Bogensee), Oliver Borchardt (Bürgermeister von Wandlitz): "Vision Bogensee: Eine demokratische Zukunft für ein unbequemes Erbe mit Potenzial"
- Malte Wilms (Architekt): "Was wird aus dem Hafenplatz in Kreuzberg?"
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich: https://www.helle-panke.de/de/topic/3.termine.html?id=4021
Journal zum Kolloqium H#13 Umbauen (S. 26/27 Artikel "Das SEZ als herausragendes IBA-Projekt" von Magnus Hengge und Susanne Lorenz): https://www.hermann-henselmann-stiftung.de/archiv/4636
Weitere Informationen:
- https://www.hermann-henselmann-stiftung.de/
- https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/JUCRV/umbau-iba-in-berlin-und-brandenburg
4) Prominente Unterstützung für die Rettung des SEZ
Sehr gefreut haben wir uns über eine Videobotschaft der Berliner Band Bell Book & Candle (der bekannteste Song "Rescue me" beschert sicherlich vielen einen schönen Ohrwurm). Die Videobotschaft zum SEZ kann man auf Instagram ansehen: https://www.instagram.com/reel/DeRrBKro0FR/
5) Rückblick achter Runder Tisch SEZ
Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V. lud am 28.09.2026 zum achten Runden Tisch SEZ ein.
Es wurde folgende Erklärung verabschiedet:
Abrissstopp, Neustart, Bürgerbeteiligung
In Berlin hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus eine Veränderung der Mehrheitsverhältnisse ergeben. Das SEZ wurde durch das Engagement tausender Menschen, die seinen Erhalt fordern, zu einem wichtigen Wahlkampfthema gemacht – ein Beispiel für lebendige Demokratie, dem Respekt gezollt werden sollte.
Vor diesem Hintergrund fordern wir vom noch amtierenden Senat, dass
- die aktuelle Ausschreibung für den Komplettabriss gestoppt wird,
- bis zu einer abschließenden politischen Entscheidung ein Abrissmoratorium verhängt wird,
- auch jegliche anderweitige die Bausubstanz schädigende Arbeiten am SEZ gestoppt werden und das Gebäude vor Vandalismus geschützt wird,
- keine Baumfällungen auf dem Grundstück vorgenommen werden.
Im Hinblick auf die Sondierungen und Koalitionsverhandlungen fordern wir die beteiligten Parteien auf, zu vereinbaren, dass
- die Bürgerinnen und Bürger bei der Auswahl des weiteren Entwicklungsverfahrens am SEZ und der Erarbeitung der Ergebnisse umfassend beteiligt werden und dafür auch Gelder zur Verfügung gestellt werden,
- ein Verfahren erarbeitet wird, in dem die verschiedenen Möglichkeiten für einen Erhalt des SEZ ergebnisoffen geprüft werden,
- zu allen Verfahrensschritten rund um das SEZ vollständige Transparenz hergestellt wird, einschließlich aller relevanten Fakten und Zahlen,
- der WBM für die Dauer dieses Prozesses das Mandat für den Abriss des SEZ entzogen und sie zu die Bausubstanz schützenden Maßnahmen verpflichtet wird,
- Pionier- und Zwischennutzungen eingeplant und umgesetzt werden.
Einige Fotos gibt es auf unserer Website zu sehen: https://sez-fuer-alle.de/termine/28-09-2026-achter-runder-tisch-sez--01iNUlDDdJy7qyo5IHWUGK
6) Architekturfunk Podcast #219 - SEZ Berlin – Abriss oder Zukunft?
Im Rahmen der Heinze ArchitekTOUR PROJECTS26 (https://architektour.heinze.de/programm-berlin) gab es am 25.06.2026 ein Diskussionspanel zum SEZ mit dem Titel "Zukunft SEZ? Abriss oder Umbau?". Dieses wurde aufgezeichnet und kann nun nachgehört werden: https://heinze.podigee.io/232-neue-episode
7) SEZ im Straßenfeger
Die aktuelle Ausgabe des Magazins Straßenfeger (5/2026 September/Oktober) mit dem Titel "Bewegt euch!" widmet sich der Frage, wie man in unserer Stadt Sport treiben kann. Dabei geht es im Artikel "Marode Sportstätten, bröckelnder Zusammenhalt" auch ums SEZ.
Weitere Informationen: https://strassenfeger.org/mag/
8) SpOrt365
Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf SpOrt365, einen Anbieter unorganisierten, kostenfreien Sports für alle Menschen dieser Stadt. Dabei handelt es sich um ein großartiges Projekt mit viel ehrenamtlichem Engagement, das sich auch wunderbar für eine Zwischen- oder Pioniernutzung im SEZ eignen würde. Wer mag, kann gern das Angebot z.B. im Görlitzer Park ausprobieren: https://www.sport365community.de/
9) Living and loving in Berlin
Weiterhin hinweisen möchte ich auf das wunderbare Projekt "Living and loving in Berlin" (https://www.loving-berlin.com/) des Fotografen Asger Hunov. Er hat einige unserer Ini-Mitglieder im Mai 2025 vorm SEZ abgelichtet. Herausgekommen ist ein wunderschönes Erinnerungsfoto: https://www-static.loving-berlin.com/wp-content/uploads/2026/03/SEZ-Gruppe-scaled.jpg?gid=18
Von den mehr als 600 Porträts wird wöchentlich eine Auswahl mit der Hintergrundgeschichte in Facebook veröffentlicht: https://www.facebook.com/lovingberlin
Bitte unterstützen Sie uns weiterhin durch Unterschreiben und Teilen der Petitionen
✍ https://www.change.org/p/das-sez-sanieren-und-als-sport-und-freizeitfl%C3%A4che-f%C3%BCr-alle-wieder%C3%B6ffnen
✍ https://www.gemeingut.org/petition-rettet-das-sez/
✍ https://www.gemeingut.org/petition-sez-denkmalschutz/
durch Teilnahme an unseren Demos, Mahnwachen, Infoveranstaltungen, am Runden Tisch SEZ, durch E-Mails oder Briefe an die Abgeordneten und den Landeskonservator sowie Ideen und fachliche Hinweise. Wenn Sie finanziell unterstützen können und möchten, dann gern an Gemeingut in BürgerInnenhand (für Anwälte und Klagen) oder den Förderverein des Stadtmuseums (zur Restaurierung des Architekturmodells) spenden. Vielen Dank.
Herzlichst, Susanne Lorenz