Herr Seehofer, keine sinnlose Verschwendung von Steuergeldern!

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Herr Seehofer, wieso wird die 3 plus 2 Regel (Flüchtlinge in Ausbildung werden nicht abgeschoben und können nach erfolgreichem Lehrabschluss noch 2 Jahre bleiben) nicht zuverlässig angewandt? Und Jugendliche die als unbegleitete minderjährige in Jugendhilfeeinrichtungen kamen und Ausbildungsstellen haben, trotzdem abgeschoben? Ein Platz in der Jugendhilfe kostet den Steuerzahler zwischen 1300€ und 3500€ monatlich und ist sinnvoll investiert!

Faissals Schicksal ist exemplarisch für das vieler Jugendlicher und junger erwachsener Flüchtlinge, die in der Jugendhilfe untergebracht sind.

Allein in unserer Einrichtung haben noch 2 weitere Flüchtlinge eine Lehrstelle (und sehr gute Noten in der Berufsschule) und ihnen droht die Abschiebung!

Faissal kam mit seinem Bruder Navid 2015 nach Deutschland und als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen sie in das Johannesheim Holzolling im Landkreis Miesbach. Faissal hat nie eine Schule besuchen können, da er immer arbeiten musste. Er hat damit seinen anderen 7 Geschwistern den Schulbesuch ermöglicht. Die Familie lebt 13Jahre in Teheran als die Mutter plötzlich verstirbt. Der Vater entschließt sich, nach Kabul in Afghanistan zurückzukehren und arbeitet für die US Armee als Fahrer, gerät ins Visier der Taliban, die damit drohen, ihn zu töten und die ältesten Söhne zu verschleppen. So flüchten Faissal und Navid nach Deutschland um dem Terror der Taliban zu entgehen. Der Vater zieht mit seiner Familie um und arbeitet als Taxifahrer, um die Familie zu ernähren.

Faissal hat es mit unglaublichen Fleiß und Einsatz geschafft, den Schulstoff zu bewältigen und hat einen unterschriebenen Vertrag für eine Lehrstelle, ebenso wie sein Bruder Navid, der auch im örtlichen Fußballverein aktiv ist. Nun soll Faissal innerhalb von 4 Wochen abgeschoben werden! Wir haben gegen die Ablehnung des Asylantrages Klage eingereicht. Das kostet Faissal mindestens 1000€.

Das ist eine unglaubliche Verschwendung von Steuergeldern. Jeder Euro, der hier in die Jugendhilfe investiert wurde, würde sich auszahlen, die beiden jungen, fleißigen und engagierten Menschen wären sicher Steuerzahler von morgen und sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft!

 Ich bin Barbara Birner, die Erziehungsleitung und Psychologin, die die beiden Menschen kennenlernen konnte – und kann nicht verstehen, wieso unser gesamter Einsatz in der Jugendhilfe, der hier sehr erfolgreich war, umsonst gewesen sein soll.

 Bitte unterschreiben Sie meine Petition und helfen Sie so mit, dass Faissal und sein Bruder – und mit ihm viele andere Jugendliche, die sich schon in Ausbildungen befinden und einen Ablehnungsbescheid vom BAMF bekommen haben, auch wirklich bleiben dürfen. Und die 3+2 Regel nicht nur Augenwischerei ist. Welcher Betrieb soll ein Interesse daran haben, Flüchtlinge auszubilden, wenn er fürchten muss, dass diese abgeschoben werden.



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