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Keine Abschiebung nach Afghanistan durch die Hintertür!

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Bereits im März stellt der Verein Asyl in der Kirche Berlin e.V. fest, dass „Anfragen nach Unterstützung von Afghanen zunehmen, deren Asylantrag z.B. in Norwegen abgelehnt wurde und denen von dort die Abschiebung droht. Aus Angst vor der Rückschiebung haben viele einen weiteren Asylantrag in Deutschland gestellt“.

Bei einer Überstellung an den zuständigen Dublin-Staat droht ganz klar die Abschiebung nach Afghanistan. Das heißt, auch wenn Deutschland seit dem verheerenden Anschlag vor der deutschen Botschaft in Kabul zurzeit selbst nicht nach Afghanistan abschiebt, werden über das sogenannte Dublin-Verfahren Menschen in Länder gebracht, die sehr wohl nach Afghanistan abschieben. Und skandinavische Staaten schieben selbst Minderjährige und Familien mit kleinen Kindern nach Afghanistan ab.

Damit gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen indirekten und direkten Abschiebungen: Menschen werden in ein Krisengebiet mit Gefahr für Leib und Leben gebracht und sich selbst überlassen. Wie der Tagesspiegel schreibt, spricht PRO ASYL von Kettenabschiebungen nach Afghanistan und fordert ein Ende der Praxis.

Der Tagesspiegel nennt diese Praxis „Abschiebungen durch die Hintertür“, die Süddeutsche Zeitung „Abschiebungen über Umwege“:

http://www.tagesspiegel.de/politik/abgelehnte-asylbewerber-aus-afghanistan-abschiebungen-durch-die-hintertuer/20003694.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-aus-afghanistan-abschiebung-ueber-umwege-1.3560069

Durch die Praxis der indirekten Abschiebungen nach Afghanistan werden menschenrechtliche Standards, wie sie bei uns gelten, außer Kraft gesetzt, schreibt der Tagesspiegel und zitiert PRO ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt.

Indirekte Abschiebungen in Krisengebiete über andere Dublin-Staaten sind verlogen, menschenverachtend und inhuman!

  • Wir fordern, dass Menschen afghanischer Nationalität, deren Asylantrag bereits in einem Dublin-Staat abgelehnt worden ist oder deren Asylverfahren in einem Dublin-Staat beendet ist, nicht dem zuständigen Dublin-Staat überstellt werden, wenn dieser sicher nach Afghanistan abschiebt. Wir fordern somit einen sofortigen Stopp dieser indirekten Abschiebungen nach Afghanistan.
  • Wir fordern, dass diesen Menschen unter Anwendung unserer menschenrechtlichen Standards in Deutschland Schutz geboten wird, indem Deutschland von seinem Recht auf Selbsteintritt Gebrauch macht und eigene Asylverfahren durchführt, anstatt diese Menschen durch die Hintertür in den Tod zu schicken.


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