Aufhebung der Baugenehmigung Laupendahler Höhe 104, Essen

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Das Anliegen

Petition für die Aufhebung der Baugenehmigung in der Laupendahler Siedlung, Essen Kettwig

Kettwig zeichnet sich seit Jahrzehnten durch seinen besonderen Charakter aus: Einfamilienhäuser mit großzügigen Gärten, viel Grün und eine gewachsene Nachbarschaft, in der sich Familien wohlfühlen. Dieser einzigartige Charakter der Laupendahler Siedlung steht nun auf dem Spiel.

In der Laupendahler Höhe 104 A/B/C sollen 3 Mehrfamilienhäuser (insgesamt 19 Wohneinheiten) mit Tiefgarage entstehen — ein Bauvorhaben, das in keiner Weise zur bestehenden Bebauung passt und gegen die vorhandene Ortssatzung verstößt.

Sollte diese Ortssatzung nun fallen, weil diese im Widerspruch zu Interessen von großen Bauunternehmen steht, würde ein Präzedenzfall geschaffen werden und weiteren, ähnlich dimensionierten Bauprojekten Tür und Tor öffnen. Der Charakter des Viertel und Kettwigs würde sich nachhaltig und unwiderruflich weiter verändern. Viele andere Projekte wie das Neubauprojekt Am Stammensberg o. die vielen Projekte in Schmachtenbergviertel (Ferdinand-Weerth-Str., Jungbornweg, Icktener Tennisplätze, Kemmannsweg. 9b) etc. verdichten die Flächen bereits jetzt.

Mit dieser Petition möchten wir unsere geschlossene Ablehnung dieses Bauvorhabens zum Ausdruck bringen und alle betroffenen Nachbarn in ihrem rechtlichen Vorgehen unterstützen.

Ihre Unterschrift ist ein wichtiges Signal an die Verantwortlichen, dass die Anwohner und die Kettwiger nicht bereit sind, tatenlos zuzusehen, wie die Stadt Essen unser Kettwig im eigenen Interesse verändert. 

Unterschriftenliste — Erhalt der Ortssatzung

Betreff: Stellungnahme zum geplanten Bauvorhaben Laupendahler Höhe 104A/B/C

Mit diesem Schreiben bringen wir die entschiedene Ablehnung der geplanten Mehrfamilienhäuser in der Laupendahler Höhe zum Ausdruck.

Verstoß gegen die Ortssatzung

Die 3 geplanten Gebäude (19 Wohneinheiten mit Tiefgarage, 2,5 Vollgeschosse) fügen sich in keiner Weise in die bestehende Bebauungsstruktur ein und verstößt nach Einschätzung der  Nachbarn gegen die vorhandene Ortssatzung. Wir fragen uns: Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Andere Bauvorhaben in unserem Viertel mussten sich in der Vergangenheit an die Vorgaben halten und wurden entsprechend mit maximal 1,5 Geschossen realisiert. Warum erfährt dieses Projekt eine Sonderbehandlung?

Gefährdung der Verkehrssituation

Die Laupendahler Höhe ist eine sehr schmale Wohnstraße. In unserem Straßenabschnitt ist teilweise nur die Durchfahrt eines Fahrzeugs möglich. Ein Gehweg ist nicht vorhanden, sodass Fußgänger die Fahrbahn mitbenutzen müssen.

Hinzu kommt, dass sich entlang der Straße teilweise ältere Wohnhäuser aus den 1930er-Jahren in geringem Abstand zur Fahrbahn befinden. Das gesamte Gebiet befindet sich in Hanglage und wird an verschiedenen Stellen durch ältere Bruchstein- und Stützmauern geprägt.

Zusätzlich bestehen auf den Zufahrtsstraßen Gewichtsbeschränkungen. Ein vorhandenes Verkehrszeichen weist eine Beschränkung auf 5,5 t mit dem Zusatz „Anlieger und Linienverkehr frei“ aus. Des Weiteren soll eine lediglich einseitig zu befahrene Privatstraße als Hauptanlieferstraße genutzt werden, was zu massiven Einschränkungen aller Anwohner kommt u. den Weg zur Schule o. KITA extrem einschränkt.

Weder die Stadt Essen, noch das Bauamt haben auf unseren offenen Brief zu den entstehenden verkehrstechnischen Herausforderungen Stellung genommen, geschweige den Bereitschaft für permanente Verbesserung der Verkehrssituation gesprächsbereit zu sein, wie bspw. eine häufigere Taktung des Busverkehrs (aktuell 1x pro Stunde, samstags nur bis 17 Uhr).

Ein Bauvorhaben dieser Größenordnung wird das Verkehrsaufkommen erheblich erhöhen — und sollte dieser Bau als Präzedenzfall weitere ähnliche Projekte nach sich ziehen, ist mit einer massiven Verschlechterung der Verkehrssituation zu rechnen.

Wohnraum — aber für wen?

Wir anerkennen das berechtigte Interesse an der Schaffung von Wohnraum. Jedoch entstehen hier Eigentumswohnungen im exklusiven Preissegment, die nicht den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schaffen. Stattdessen dient dieses Projekt primär der Gewinnmaximierung des Bauträgers — auf Kosten eines intakten, gewachsenen Wohnviertels und seiner Bewohner.

Präzedenzfall mit weitreichenden Folgen

Sollte dieses Bauvorhaben genehmigt werden, würde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen. Unser Viertel, das sich über Jahrzehnte harmonisch entwickelt hat, würde seinen einzigartigen Charakter als grüne Gartenstadt verlieren. Bei einigen Familien steht ein Generationenwechsel bevor. Diese Entwicklung macht deutlich, dass mit ähnlichen Bauprojekten an anderer Stelle zu rechnen ist, sollte dieser Bau genehmigt werden. Weitere profitorientierte Bauprojekte würden folgen und die Lebensqualität aller Anwohner und Kettwiger nachhaltig beeinträchtigen.

Unsere Forderung

Wir fordern die Baubehörde und den Rat auf, die Baugenehmigung für dieses Projekt zu überprüfen und die geltende Ortssatzung in ihrem Bestand zu erhalten.

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Markus ThomannPetitionsstarterin/Petitionsstarter

Die Entscheidungsträger

Gabriele Kipphardt
Gabriele Kipphardt
Bezirksbürgermeisterin Essen Kettwig
Bauamt Essen
Bauamt Essen

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