Actualización de la petición164 Bäume fallen für den Klimaschutz und breitere Radwege

Heute Abend 17h in der Reithalle

Ralph FröhlichOffenburg, Alemania
24 jul 2023

Heute Abend steht die Petition auf der Tagesordnung des Gemeinderat. Die Sitzung findet um 17h in der Reithalle statt.

Für eigene Fragen und Anliegen an die Stadtverwaltung und Gemeinderäte könnt ihr unter Tagesordnungspunkt 1 in der öffentlichen Fragestunde ans Microphon treten.

Für Tagesordnungspunkt 2 zur Petition habe ich kurz Rederecht. Ansonsten müssen wir hier still sein und die Gemeinderäte ihre Arbeit tun lassen, in der Hoffnung, dass sie sich für die Bäume einsetzen.

Kommentar zur Beschlussvorlage

Aus der Beschlussvorlage lesen wir, dass die Stadt unser Anliegen für die Bäume ernst nimmt, aber dass sie in ihren Sachzwängen, Vorschriften und Richtlinien gefangen ist. Auch wenn diese Vorlage beschlossen wird ist kein Baum gerettet.

Der Materplan Verkehr ist ein gutes Ziel, er beschreibt eine gerechte, barrierefrei Stadt für alle Menschen. Das hatten wir bereits vor 100 Jahren, eine Quartier ohne Autos, mit breiten Alleen für die Menschen. Viele kleine Geschäfte, Werkstätten, Gärten und Arbeitsplätze hinter dem Haus ermöglichten kurze Wege und öffentliches Leben auf der Straße.

Seit 2019 haben wir über 3.000 Bäume verloren. Wir können nicht ausreichend nachpflanzen. Aus Gründen. Wieso fällen wir also noch mehr Bäume, wenn wir wissen, dass diese nie mehr so groß werden? Jeder Baum, auch die kranken, die wir noch 5, 10 oder 15 Jahre erhalten können, hilft uns für den Klimaschutz in unserer Stadt.

Es braucht nicht nur eine Baumsatzung, sondern einen Masterplan Klimaresilienz.

Ziel des Masterplan Verkehr ist die Reduzierung des Verkehr auf ein Viertel, dennoch planen wir mehr als die Hälfte der Fläche vor dem Kulturforum für die Autos. Wo bleibt die Flächengerechtigkeit unserer Stadt, so dass alle am öffentlichen Leben teilnehmen können?

Moderne Stadtentwicklung plant für den Menschen, nicht nur für den Verkehr. Die Stadt sagt zuerst der Mensch, dann die Bäume. Erst danach sieht sie den fließenden Verkehr, zuletzt die Parkplätze.

Warum fällen wir dann Bäume, wenn es noch Parkplätze und breite Fahrspuren gibt?

Die Petition vertritt 25.000 Menschen aus Offenburg und dem Umland, aber auch aus ganz Baden-Württemberg.

Unsere Hoffnung ist, dass die Verwaltung und die Gemeinderäte in der Diskussion um die Klimanapassung der Stadt Offenburg selbst zu dem Schluss kommen: Man fällt keine Bäume mehr. Auch nicht für Radwege!

Wenn sie diese Bäume fällen, werden wir Ihnen dies nicht verzeihen.

Einbahnstraßen als Lösung?

Die Linke Liste Ortenau testete am Samstag eine Möglichkeit, in der Oststadt Einbahnstraßen einzuführen. Wir haben uns dazu gestellt, sind selbst ein paar Runden mit dem Rad auf den freien Spuren gefahren und haben viele gute Gespräche geführt.

Wir finden, alles, was unseren Bäumen hilft, darf auch diskutiert und ausprobiert werden. Letztendlich nutzt es auch uns Menschen.

Unser Fazit zu der Aktion war, dass wir uns dies gut vorstellen können, aber es auch Maßnahmen braucht, die Quartiere zwischen den Einbahnstraßen zu schützen. Z.B. mit Lösungen, wie sie es auch am Augustaplatz gibt.

Kommt dann der Verkehrskollaps?

Eine Studie des Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) hat 30 Verkehrsversuche in europäischen Städten ausgewertet, darunter Hamburg und Bremen. Fast alle Erhebungen bestätigen das Phänomen der sog. "traffic evaporation“, für das es bisher im Deutschen keinen adäquaten Fachbegriff gibt. Es besagt, dass das Verkehrsaufkommen nicht wie Flüssigkeit eins zu eins an anderer Stelle abfließt, sondern sich insgesamt – im Anschluss an die Intervention und Straßenumgestaltung – verringert.

https://www.nordbayern.de/panorama/totales-chaos-oder-innovatives-modell-wie-verkehrsberuhigung-sich-auf-die-lebensqualitat-auswirkt-1.13446999

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