Gemeindrätin Dr. Martina Bregler (SPD) antwortet...

Sehr geehrter Herr Fröhlich!
Wie Sie möglicherweise der Presse entnehmen konnten, haben sich die Vertreter der SPD Fraktion für das Beibehalten der Weingartenstraße im Abschnitts zwischen Moltkestraße und Brachfeldstraße in ihrer jetzigen Situation eingesetzt. Außerdem haben sie dafür plädiert, den Abschnitt in der Moltkestraße ab dem Ortenau Klinikum Richtung Norden bis zum Umzug des Klinikums nicht zu überplanen.
Desweiteren möchten wir so viele Bäume wie möglich stehen lassen, sofern sie noch standfest sind und keine Gefahr darstellen. Alle Bäume überall stehen zu lassen, ist schon aus diesen Gründen mittelfristig nicht möglich. Auch Sie, dass unsere Bäume besonders durch die Trockenheit der letzten Jahre zahlreich geschädigt sind und teilweise in nicht sachgerechten Baumquartieren stehen. Das ist der Grund dafür, dass derzeit in Offenburg mehr Bäume gefällt werden als gepflanzt werden können.
Der Radweg in der Weingartenstraße östlich der Brachfeldstraße Richtung Osten ist allerdings durch den durch die Baumwurzeln aufgebrochenen Teerbelag nicht mehr verkehrssicher. Hier ist sicherlich eine Neugestaltung notwendig. Dass auch hier so wenige Bäume wir möglich gefällt werden sollen, unterstützen wir. Möglicherweise bringt die Zeller Straße, die noch in diesem Jahr zur Fahrradstraße umgebaut werden wird, eine Alternative bis zur Hölderlinstraße.
Sie haben in Ihrer Petition richtigerweise geschrieben, dass es noch keinen Beschluss über die Anzahl der zu fällenden Bäume gibt. Seien Sie gewiss, dass alle Verantwortlichen Ihren Ruf gehört haben. Allerdings hat die BI Moltkestraße/Weingartenstraße in Teilen andere Vorstellungen als Sie.
Sie müssen allerdings auch sehen, dass die Bewohner:innen der Ortsteile derzeit noch nicht über eine zufriedenstellende Anbindung an den ÖPNV verfügen und somit noch deutlich abhängiger vom Auto sind als die Bewohner:innen der Kernstadt.
Grundsätzlich unterstützen wir Ihre Wünsche bezüglich des weitgehenden Beibehalts der Bäume in der Weingarten- und Moltkestraße. Allerdings müssen wir als Gemeinderäte immer einen Kompromiss finden zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Martina Bregler