jetzt vollständig: Dritte Antwort eingegangen

Guten Tag, am 30.9. erhielt ich die dritte Antwort zu unserer Petition, dieses Mal aus dem Büro von B. Haßelmann, Fraktionsvorsitzende von Bündnis90 / Die Grünen im Bundestag. Leider geht die Antwort nicht auf die Altersteilzeit ein, zumal die Rentenversicherung und der Staat ja kein Geld für die Altersteilzeit ausgeben. Die Antwort enthält m.E. aber zumindest interessante Aspekte zur Rentendiskussion. Das Original füge ich unten an. - Bitte nachwievor die Petition weiter verteilen, z.B. per E-Mail oder mit folgenden Instagram-Inhalten: Story-Highlight oder Reel/Video. Oder Sie schicken den direkten Link www.change.org/altersteilzeit weiter.
Viele Grüße
Tobias
Hier die versprochene Original-Antwort:
"Sehr geehrter Herr Walke, vielen Dank für Ihr Schreiben an Britta Haßelmann. Sie hat mich gebeten, Ihnen zu antworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei Gesetzgebungsvorhaben, die sich im Verfahren befinden und bei denen noch keine Einigung seitens der Regierung stattgefunden hat, eine Antwort nicht immer umgehend erfolgen kann. Zumal in diesem Fall die Regierung mit ihrer Gesetzgebung den Empfehlungen der von ihr eingesetzten Kommission nur eingeschränkt zu folgen bereit ist.
Die Rente ist Sache des Vertrauens, denn alle Menschen, junge wie alte, bauen darauf, im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Und dafür ist Verlässlichkeit und die Frage einer sicheren Alterssicherung so bedeutend. Deshalb ist es wichtig, dass die Vorschläge der Rentenkommission, die heute vorgelegt wurden, jetzt in aller Sorgfalt und in aller Ruhe beraten werden und dem Ziel folgen, ein selbstbestimmtes Leben für alle Generationen zu ermöglichen. Denn Solidarität ist nicht nur eine Floskel, sie muss mit Grundlagen gefüllt werden.
Wenn man bedenkt, dass in Deutschland die gesetzliche durchschnittliche Rente von Frauen 980 Euro beträgt, dann bin ich mir sicher, dass, wie wir Grüne, auch andere einsehen, dass das Rentenniveau bei 48 Prozent gesichert werden muss. Alles andere würde zu Altersarmut in noch größerem Maße führen – und in Deutschland sind sowieso gerade ältere Menschen, gerade Frauen in hoher Anzahl armutsgefährdet. Die gesetzliche Rente muss stabilisiert werden, auch mit Blick auf die Tatsache, dass zwei Drittel aller Menschen in Ostdeutschland ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind. Die Sicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent ist uns Grünen wichtig.
In der Rentendebatte wird oft pauschal eine Anhebung des Renteneintrittsalters gefordert. Viele Menschen können aber aus gesundheitlichen Gründen gar nicht bis zum gesetzlichen Eintrittsalter arbeiten – für sie käme eine weitere Erhöhung einer Rentenkürzung gleich. Wir wollen stattdessen, dass Menschen gesund im Erwerbsleben bleiben und freiwillig länger arbeiten können. Das tatsächliche Renteneintrittsalter liegt derzeit bei 64,7 Jahren - dieses gilt es, zu steigern. Wir Grüne haben konkrete Vorschläge gemacht, wie wir das erreichen können.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Göhlert
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Vorstandsreferent und stllv. Büroleiter
Britta Haßelmann, MdB
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag"