Chancengleichheit für ALLE Kinder und Jugendliche! Das Bildungssystem benachteiligt Schülerinnen und Schüler mit AD(H)S!

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Das Problem

Kinder und Jugendliche mit AD(H)S haben schlechtere Bildungschancen und sind in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Sie können kaum gezielt gefördert werden, da die Klassen zu groß sind, es den Lehrerinnen und Lehrern oftmals an Zeit, Unterstützung durch Fachpersonal sowie fundiertem Wissen fehlt.

AD(H)S ist eine neurobiologische Funktionsstörung, die auf einer Fehlregulierung wichtiger Botenstoffe im Gehirn basiert. Diese Funktionsstörung beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche. Obwohl der Wissensstand zu AD(H)S sehr umfangreich ist, kursieren diesbezüglich leider immer noch zu viele Fehlinformationen. Es werden statt wissenschaftlich basierten Erkenntnissen und konkreten Erfahrungsberichten im Umgang mit ADHS-Kindern sowie den Erziehungs- und Schulbedingungen, Meinungen und Vorurteile verbreitet. Und dies in aller Regel von Personen, die selber keinen Kontakt zu ADHS-Familien haben. Eltern von Kindern, die an AD(H)S leiden, werden schnell dazu verurteilt, dass ihre Kinder schlecht erzogen sind und ihre Grenzen nicht kennen und/oder zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen und sich zu wenig austoben und nicht betroffene, uninformierte Eltern fragen sich, warum ihre Kinder mit solchen Klassenkameraden auskommen müssen. Aber das stimmt so nicht, denn es gibt auch Kinder mit AD(H)S, die kein oder nur sehr wenig fernsehen und/oder Computer spielen, sich im Freien bewegen und die Natur erleben, Geschwister haben, bei denen die Erziehung gleich lief, aber diese kein AD(H)S haben. Mit derartigen Vorwürfen wird den Eltern von AD(H)S Kindern Unrecht getan, denn diese Veranlagung hat primär nichts mit Erziehung zu tun und es gibt auch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass AD(H)S durch Computerspiele oder zu viel Fernsehen ausgelöst werden kann, jedoch können die AD(H)S-Symptome durch Reizüberflutung verstärkt werden. AD(H)S ist auch kein Mangel an Bewegung. Im Freien zu spielen und die Natur erleben ist sicher sehr wichtig. Das aber gilt für alle Kinder mit und ohne AD(H)S. Somit dürfen wir AD(H)S nicht als Modeerscheinung bagatellisieren und es ist wichtig, dass betroffene Kinder und Eltern Toleranz erfahren und sie nicht einseitig verurteilt werden.

AD(H)S ist eine andere Art der Wahrnehmung. Biochemische Funktionsstörungen im Bereich der Informationsverarbeitung zwischen einzelnen Hirnabschnitten scheinen dafür verantwortlich zu sein, dass die Betroffenen von Reizen geradezu überflutet werden (sehr gut am Schaubild zu erkennen). Sie können sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren, ihre Aufmerksamkeit wird ständig von neuen Dingen in Anspruch genommen. Auf Außenstehende wirken solche Menschen oft kopflos und sprunghaft.

Kinder mit AD(H)S sind im Durchschnitt nicht mehr und nicht weniger intelligent als ihre Altersgenossen. Sie können aber aufgrund der Erkrankung ihr intellektuelles Potenzial oft nicht voll ausschöpfen. Zahlreiche AD(H)S-Kinder wiederholen eine Klasse, verlassen die Schule mit einem Abschluss unter ihrem Niveau oder ganz ohne Abschluss. Daher sind Kinder und Jugendliche, die an AD(H)S leiden, auf besondere Unterstützung angewiesen.

Die durch AD(H)S ausgelösten Verhaltensweisen werden besonders im Schulalltag häufig fehlinterpretiert. Anstelle einer Erkrankung sehen viele Lehrkräfte nur die gängigen Stereotypen des "Störenfrieds". Kinder mit AD(H)HS sind allerdings nicht absichtlich impulsiv oder verträumt, sie können nicht anders. Viele betroffene Kinder leiden unter ihren Schwächen, weil sie selbst bemerken, dass sie die Aufgabenstellungen  eigentlich begreifen müssten. Sie schämen sich dafür und setzen sich selbst unter Druck, was nicht selten zu ausgeprägter Prüfungs- und Versagensangst führt und das Selbstwertgefühl massiv beeinträchtigt.

Auf Seiten der Lehrer bedarf es dazu des Abbaus von (oft auch unbewussten) Vorurteilen und Fehlinformationen zum Thema AD(H)S. Zu viele Lehrkräfte besitzen zu geringe Kenntnisse über die AD(H)S Problematik. Dabei kann den Lehrern nicht unbedingt "Schuld" zugewiesen werden, da sie in ihrer Ausbildung überwiegend nicht auf diese speziellen Probleme vorbereitet wurden.

AD(H)S-Kinder sind Kinder mit außergewöhnlichen Begabungen, die für ihre Konzentrationsschwierigkeiten nichts können, aber dafür "bestraft" werden. Wie sollen Kinder, die kaum Erfolgserlebnisse haben, ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln?
Brauchen wir nicht auch solche Querdenker, auch wenn sie anstrengender sind? Sollten wir unsere Schulen nicht sogar dahin umbauen, dass wir gezielt Querdenker fördern anstatt sie alle gleich zu machen?

Hierzu passt ein sehr schönes Zitat von Ihnen, Herr Dr. Spaenle: „Bildung muss immer beim einzelnen Kind ansetzen. Die strategische Formel unserer Bildungspolitik lautet: Individuelle Förderung statt Einheitsschule.”

Aber leider ist diese Theorie in der Praxis kaum vorzufinden, weil zum einen die Klassen zu groß sind und zum anderen es an Fachpersonal, Zeit und Aufklärung mangelt.
Man spricht zwar von Inklusion und in einigen Schulen wird das auch wirklich vorbildlich umgesetzt, aber viele Schulen sind kaum in der Lage AD(H)S-Kinder individuell zu unterstützen und zu fördern und insbesondere entsprechend zu beurteilen bzw. zu bewerten!

Private Schulen hingegen haben kleine Klassen, pädagogische Hilfskräfte mit individueller Förderung! Aber private Schulen können sich nur wenige Familien leisten!
Chancengleichheit findet somit nicht statt!

Nicht nur AD(H)S-Kindern wird mit kleineren Klassen und zusätzlichem Fachpersonal geholfen, sondern allen Kindern und allen Lehrern!

Es wird für viele Bereiche so viel Geld ausgegeben und bei der Bildung gespart, aber in der Bildungspolitik darf nicht gespart werden. Im Gegenteil: Hier muss sogar mehr investiert werden, denn Einsparung im Bildungssystem ist Sparen am falschen Ende.

Sie wissen, Herr Minsiterpräsident und Herr Kultusminister, dass Bildung der Rohstoff für eine stabile Gesellschaft ist und dass jede Ausgabe zur Verbesserung des Bildungswesens eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft und somit unseres Staates ist.

Die indiviuelle Entwicklung und Förderung muss mehr in den Mittelpunkt rücken. Talente, Interessen, Stärken und Schwächen der Kinder müssen erkannt und gezielt gefördert werden, sie dürfen vor allem mit ihren Schwächen nicht sich selbst überlassen bleiben.

"Kinder und Jugendliche mit AD(H)S haben Stärken und Begabungen und sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie haben ein Anrecht darauf, unterstützt und gefördert zu werden, damit sie ihre Zukunftsträume verwirklichen können! Kein Kind darf verloren gehen!" (Renate Schmidt) - ADHS und Zukunftsträume: http://www.adhs-zukunftstraeume.de/default.aspx

 „Wir brauchen kleinere Klassen und mehr Unterstützung durch Schulpsychologen, Heiltherapeuten und Sozialarbeiter, um individuell auf jeden Schüler eingehen zu können“, forderte Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV).

BLLV: Kinder mit AD(H)S können kaum gezielt gefördert werden:

http://www.bllv.de/BLLV-Ressort-Schule.6507.0.html?&cHash=30fbda027d592f0f183b88d79c733492&tx_ttnews[tt_news]=5146


BLLV: Lehrer brauchen Hilfe im Umgang mit AD(H)S-Kindern:

https://www.bllv.de/Meldungen.1573.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=4250&cHash=c775dfa1ae405a9ed85888e501c6c83a


Lehrer klagen: ADHS in der Schule ein Problem:

http://www.hyperaktiv.de/lehrer-klagen-adhs-in-der-schule-ein-problem/

 
Daher ist es meines Erachtens zwingend notwendig, das jetzige Bildungssystem zeitnah dahingehend zu verändern, dass es auch für Kinder und Jugendliche mit Handikap leichter wird, mit der Schule umzugehen und auch die Leistung hervorbringen zu können, die ihrem Potenzial entspricht. 

 

Deshalb brauchen wir:

- Kleinere Klassen

- Fachpersonal direkt an den Schulen - Heiltherapeuten/pädagogische
  Assistenten zur individuellen Förderung und Entlastung der Lehrer

- Theoretisches und praktisches Wissen hinsichtlich AD(H)S - bereits im
  Studium


- Mehr Persönlichkeitsbildung und Talentförderung


Das Resultat wäre:


- Chancengleichheit

- Motivationsbildung

- bessere Konzentration bei ALLEN Schülern durch kleinere Klassen

- Entlastung der Lehrer

- Stärkung des Selbstwertgefühls durch Erfolgserlebnisse

- Vielfältigkeit durch Förderung ALLER Kinder


Es ist sehr zu wünschen, dass in Zukunft Kinder und Jugendliche mit AD(H)S mehr Toleranz, Respekt, Verständnis, Geduld sowie Unterstützung und Förderung erhalten und in unsere Gesellschaft richtig integriert werden.

 

Ich hoffe nun auf Ihre AKTIVE Unterstützung zum Wohle ALLER Kinder!

Bitte verteilen Sie diese Petition per Email, Facebook etc.

HERZLICHEN DANK!

Mit den besten Grüßen

Gerlinde Weinzierl

 

(Foto: www.adhs-zukunftstraeume.de)

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Gerlinde WeinzierlPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Ministerpräsident Horst Seehofer und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Ministerpräsident Horst Seehofer und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

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Petition am 24. August 2014 erstellt