Обновление к петицииCO2-Ausstoß rechtzeitig beenden durch das CO2 Wallet – aber richtig!

Ernst Ulrich von Weizsäcker bestätigt den CO2-Budgetansatz

Stephan von OrlowBerlin, Германия
19 нояб. 2021 г.

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, 

ich freue mich sehr, dass Ernst Ulrich von Weizsäcker unseren systemischen Ansatz durch den Budgetvorschlag bestätigt. Seine Kernaussagen in diesem Interview habe ich für Euch unten kopiert. 
https://taz.de/Ernst-Ulrich-von-Weizsaecker-im-Interview/!5816477/

Vielleicht kommen wir jetzt doch bald international in eine Diskussion, wie wir diesen Ansatz praktisch operationalisieren. 

Es ist wie im Kartenspiel. Irgendwann müssen wir herauskommen und ein Angebot machen. 

Bitte unterstützt uns weiterhin, indem Ihr unser gemeinsames Anliegen teilt und erklärt. Eure Fürsprache kann dieses
www.Change.org/CO2-Wallet

Es gibt nur einen Weg in eine CO2-neutrale Zukunft, einen internationalen, gemeinsamen Weg. 

Herzliche Grüße aus Berlin, 
Stephan von Orlow

"Organisationen und Gesellschaften werden nicht geführt. Sie werden programmiert. Also lasst uns die Programmierung ändern."
www.Change.org/CO2-Wallet

----Auszüge aus dem Interview mit Ernst Ulrich von Weizsäcker----

"Wenn wir dann die Vertreter, zum Beispiel von Südamerika, fragen: Was macht ihr eigentlich in Sachen Klimaschutz? Also nicht in Anpassung an das Klima, sondern Klimaschutz, dann sagen die: Darum können wir uns im Moment noch nicht kümmern. Da müssten wir erst einmal so reich werden wie ihr. Das ist eine recht typische Antwort, und das betrifft tendenziell 80 Prozent der Weltbevölkerung."

Frage: "Der Budget-Ansatz, den Sie stark vertreten, kommt bei der SPD auch nicht vor."
Antwort: "Er kommt in keinem Wahlprogramm vor. Auch bei den Grünen nicht."

"Alle Länder der Welt bekommen ein pro Kopf der Bevölkerung gleich großes Anrecht auf Emissionen zugeteilt. Da die alten Industrieländer ihr Budget weitgehend aufgebraucht haben, müssen sie jetzt in den Entwicklungsländern zusätzliche Emissionsrechte kaufen. Dadurch wird es für Entwicklungsländer sofort lukrativ, den Übergang zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zu beschleunigen und Teile ihres Budgets an den Norden zu verkaufen."

"Der Budget-Ansatz wird nicht abgelehnt, sondern hinausgeschoben. Man will keinen Alleingang. Russen und Amerikaner und auch Chinesen machen nicht mit. Vielleicht sollten wir uns mal an den Alleingang der Japaner aus den 70ern und 80er-Jahren erinnern. In der Ölkrise hat Japan die Energiepreise etwa doppelt so teuer werden lassen wie in allen Konkurrenzländern. Und wurde zum Liebling der Börsen und der Investoren. Der Budget-Ansatz könnte eine ungeheure Beschleunigung der klimafreundlichen Technologien auslösen."

"Einige Länder machen vorläufig noch nicht mit: nämlich die Länder, die vom Verkauf fossiler Brennstoffe leben, also Saudi-Arabien, Russland, Kasachstan und noch ein paar andere. Man müsste also mit einer »Koalition der Willigen« anfangen."

"Deutschland ist nicht die Welt. Unser Land ist für zwei Prozent der Treibhausgasemissionen der Welt zuständig." "Ich benutze das, um bei einem Schnell-Trimmen bei der Wahrheit zu bleiben und dann zu sagen: Deswegen ist es erforderlich, eine systematische Klima-Außenpolitik zu machen und nicht eine Anschwärzungs-Politik gegenüber den Rivalen bei der Bundestagswahl. Das ändert nichts an der grausamen Wahrheit, dass wir die anderen 98 Prozent Treibhausgasemissionen mit adressieren müssen, sonst haben wir verloren."

"Der Kern ist der Budget-Ansatz, den ich genannt habe, als internationale Strategie: Aber ein Stellungskrieg Europas gegen die Entwicklungsländer und unwillige Großverschmutzer wie Russland, China, USA oder Indien bringt gar nichts."

"Mit dem Budget-Ansatz wäre es zum ersten Mal in der Geschichte für einen der größten Zubauer von zusätzlicher Kohleverbrennung in der Welt, nämlich Indien, lukrativer, diesen Quatsch zu stoppen, den Übergang auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu beschleunigen und die dadurch frei werdenden Lizenzen an uns Europäer zu verkaufen. Ohne diesen Budget-Ansatz hat der indische Premierminister und Wirtschaftsminister null Interesse, mit dem Kohleverbrennungs-Quatsch aufzuhören. Für den ist das immer noch eine Lizenz zum Gelddrucken. Solange wir da nicht rankommen, haben wir verloren."  
 
 
 
 

 
 
 

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