Damit Lehre an der Universität zählt: Weiterbeschäftigung für Dr. Willy Viehöver an der Uni Augsburg


Damit Lehre an der Universität zählt: Weiterbeschäftigung für Dr. Willy Viehöver an der Uni Augsburg
Das Problem
Der hervorragende Dozent Dr. Willy Viehöver soll nach Willen der Uni Augsburg zum kommenden Semester nicht weiterbeschäftigt werden. Seine fachliche oder charakterliche Eignung spielt dabei überhaupt keine Rolle, sondern nur die prekäre Beschäftigungspolitik im Wissenschaftsbetrieb. Wir, eine Gruppe von Studierenden der Uni Augsburg, fordern eine unbefristete Stelle für Herrn Viehöver von der Uni Augsburg. Diese Petition kämpft zwar offiziell nur für die berufliche Zukunft eines Dozenten, hat aber zugleich den Anspruch mit seinem Beispiel Kritik zu üben am Umgang mit wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen an der Uni Augsburg, wie es nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz auch an anderen deutschen Universitäten usus ist. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen für die Wertschätzung der Lehre an den Universitäten und gegen die Ausbeutung wissenschaftlichen Lehrpersonals setzen. Unterschreiben Sie deshalb auch bitte eine Petition aus Bamberg, die einen sehr ähnlichen Fall zugrunde liegen hat.
Eine leider typische Wissenschaftskarriere
Herr Dr. Willy Viehöver darf ab dem kommenden Sommersemester nicht mehr weiter an der Universität Augsburg arbeiten. Grund dafür ist ein Gesetz, dessen Anwendung in der Praxis das Gegenteil seiner Absichten bewirkt. Herr Viehöver bekam, wie fast alle seiner Kolleg_innen, in den vergangen Jahren nur befristete Verträge, die immer nur für kurze Zeiträume galten. Nach zwölf Jahren insgesamt in einem solchen Beschäftigungsverhältnis untersagt es der Gesetzgeber, ihn weiterhin so anzustellen. Diese Regelung soll auf ewig befristete Arbeitsverhältnisse im akademischen Bereich verhindern und zu mehr zeitlich unbeschränkten Anstellungen führen. Universitäten dürfen solchen Dozent_innen also nur noch unbefristete Stellen anbieten. Im Fall von Herrn Viehöver wären dies nur noch neun Jahre, bis zu seinem Renteneintritt. Doch die Universität Augsburg weigert sich ihm einen zeitlich unbegrenzten Arbeitsvertrag anzubieten.
Ein strukturelles Problem
Wenn sie sich für befristete Verträge aufgrund der gesetzlichen Beschränkung nicht mehr eignen, werden Dozent_innen von den Universitäten schlicht fallengelassen, schließlich ist genügend Nachwuchs da, der die Lücken füllt und prekär beschäftigt werden kann. Herr Viehöver ist kein Einzelfall, sondern die Regel. Oft werden wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen nur Stellen für ein Semester oder ein Jahr angeboten, bewerben müssen sie sich dafür in ganz Deutschland – ein häufiger Wechsel des Bundeslandes ist für eine Dozentenkarriere ganz normal. So soll der wissenschaftliche Austausch gefördert werden, gleichzeitig bedeutet das für die Dozent_innen und ihre Familien permanente Unsicherheit und fehlende Lebensplanungsfähigkeit. Die geringe Geburtenrate unter Akademiker_innen kommt nicht von ungefähr. Zudem können viele wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen nur halbe Stellen ergattern und sind so nicht ausreichend sozialversichert. Wenn sie dann nach zwölf Jahren im Wissenschaftsbetrieb an keinen unbefristeten Vertrag und keine anderen Angebote aus dem akademischen Bereich erhalten, stehen sie vor dem wahrscheinlichen Ende ihrer akademischen Karriere und vor der Herausforderung in einem neuen Bereich unterzukommen.
Ein Dozent mit großem Engagement für seine Student_innen
Der Grund für diese Petition ist unsere Begeisterung für Herrn Viehöver als Dozent. Wir schätzen seinen enormen Einsatz für seine Student_innen. Dr. Viehöver respektiert die Position und das Wissen seiner Student_innen außerordentlich und unterstützt sie durch wertvolle Hinweise und Tipps. In ihm findet man einen kompetenten Ansprechpartner für Nachfragen und Unterhaltungen über interessante fachliche Themen. Dabei zeichnet ihn aus, dass er die Studierenden nicht mit einem Mindestmaß an Aufwand für sich selbst abfertigt, sondern seine eigene Zeit investiert, um ihre Arbeit zu fördern und sie damit voranzubringen. Dieses Ausmaß an Engagement ist bei Dozent_innen nicht selbstverständlich.
Ein flexibel einsetzbarer Hochschullehrer
Dr. Viehöver weist ein fachliche Kompetenz in den Bereichen Methoden der Qualitativen Sozialforschung, Soziologische Theorie, Soziologie des Körpers und Medizinsoziologie sowie Kultur- und Umweltsoziologie auf. Deshalb gab er in den letzten Semestern Seminare sowohl für den Bachelor B.A. Sozialwissenschaften, als auch den Master Sozialwissen-schaftliche Diskursforschung mit dem Fokus auf allgemeiner Soziologie, Gesundheitssoziologie oder Diskursforschung.
Ein eifriger Wissenschaftler
Dr. Willy Viehöver veröffentlichte bisher neun eigenständige Publikationen und Sammelbände. Zudem steuerte er Abhandlungen zu vierzig Sammelbänden bei. Er erarbeitete sieben Beiträge für wissenschaftliche Fachzeitschriften. Außerdem schrieb er fünf Forschungsberichte, Dokumentationen und Diskussionspapiere sowie sieben Rezensionen, Kritiken und Tagungsberichte. Über Jahre hinweg arbeitete er an wissenschaftlichen Forschungsaufträgen mit, beispielsweise das DFG-Projekt „Vergesellschaftung der Natur und Naturalisierung der Gesellschaft“ oder das BMBF-Projekt „Partizipative Governance der Wissenschaft“. Neben seiner aufopfernden Lehrtätigkeit war er also im wissenschaftlichen Bereich sehr produktiv.
Unterstützen Sie unsere Bemühungen Dr. Viehöver zu helfen, indem Sie mit ihrer Unterzeichnung dieser Petition gemeinsam mit uns Ihre Stimme für Lehre und gegen Ausbeutung erheben. Teilen Sie diese Petition in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis und helfen Sie so, die berufliche Zukunft von Herrn Viehöver zu sichern.

Das Problem
Der hervorragende Dozent Dr. Willy Viehöver soll nach Willen der Uni Augsburg zum kommenden Semester nicht weiterbeschäftigt werden. Seine fachliche oder charakterliche Eignung spielt dabei überhaupt keine Rolle, sondern nur die prekäre Beschäftigungspolitik im Wissenschaftsbetrieb. Wir, eine Gruppe von Studierenden der Uni Augsburg, fordern eine unbefristete Stelle für Herrn Viehöver von der Uni Augsburg. Diese Petition kämpft zwar offiziell nur für die berufliche Zukunft eines Dozenten, hat aber zugleich den Anspruch mit seinem Beispiel Kritik zu üben am Umgang mit wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen an der Uni Augsburg, wie es nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz auch an anderen deutschen Universitäten usus ist. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen für die Wertschätzung der Lehre an den Universitäten und gegen die Ausbeutung wissenschaftlichen Lehrpersonals setzen. Unterschreiben Sie deshalb auch bitte eine Petition aus Bamberg, die einen sehr ähnlichen Fall zugrunde liegen hat.
Eine leider typische Wissenschaftskarriere
Herr Dr. Willy Viehöver darf ab dem kommenden Sommersemester nicht mehr weiter an der Universität Augsburg arbeiten. Grund dafür ist ein Gesetz, dessen Anwendung in der Praxis das Gegenteil seiner Absichten bewirkt. Herr Viehöver bekam, wie fast alle seiner Kolleg_innen, in den vergangen Jahren nur befristete Verträge, die immer nur für kurze Zeiträume galten. Nach zwölf Jahren insgesamt in einem solchen Beschäftigungsverhältnis untersagt es der Gesetzgeber, ihn weiterhin so anzustellen. Diese Regelung soll auf ewig befristete Arbeitsverhältnisse im akademischen Bereich verhindern und zu mehr zeitlich unbeschränkten Anstellungen führen. Universitäten dürfen solchen Dozent_innen also nur noch unbefristete Stellen anbieten. Im Fall von Herrn Viehöver wären dies nur noch neun Jahre, bis zu seinem Renteneintritt. Doch die Universität Augsburg weigert sich ihm einen zeitlich unbegrenzten Arbeitsvertrag anzubieten.
Ein strukturelles Problem
Wenn sie sich für befristete Verträge aufgrund der gesetzlichen Beschränkung nicht mehr eignen, werden Dozent_innen von den Universitäten schlicht fallengelassen, schließlich ist genügend Nachwuchs da, der die Lücken füllt und prekär beschäftigt werden kann. Herr Viehöver ist kein Einzelfall, sondern die Regel. Oft werden wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen nur Stellen für ein Semester oder ein Jahr angeboten, bewerben müssen sie sich dafür in ganz Deutschland – ein häufiger Wechsel des Bundeslandes ist für eine Dozentenkarriere ganz normal. So soll der wissenschaftliche Austausch gefördert werden, gleichzeitig bedeutet das für die Dozent_innen und ihre Familien permanente Unsicherheit und fehlende Lebensplanungsfähigkeit. Die geringe Geburtenrate unter Akademiker_innen kommt nicht von ungefähr. Zudem können viele wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen nur halbe Stellen ergattern und sind so nicht ausreichend sozialversichert. Wenn sie dann nach zwölf Jahren im Wissenschaftsbetrieb an keinen unbefristeten Vertrag und keine anderen Angebote aus dem akademischen Bereich erhalten, stehen sie vor dem wahrscheinlichen Ende ihrer akademischen Karriere und vor der Herausforderung in einem neuen Bereich unterzukommen.
Ein Dozent mit großem Engagement für seine Student_innen
Der Grund für diese Petition ist unsere Begeisterung für Herrn Viehöver als Dozent. Wir schätzen seinen enormen Einsatz für seine Student_innen. Dr. Viehöver respektiert die Position und das Wissen seiner Student_innen außerordentlich und unterstützt sie durch wertvolle Hinweise und Tipps. In ihm findet man einen kompetenten Ansprechpartner für Nachfragen und Unterhaltungen über interessante fachliche Themen. Dabei zeichnet ihn aus, dass er die Studierenden nicht mit einem Mindestmaß an Aufwand für sich selbst abfertigt, sondern seine eigene Zeit investiert, um ihre Arbeit zu fördern und sie damit voranzubringen. Dieses Ausmaß an Engagement ist bei Dozent_innen nicht selbstverständlich.
Ein flexibel einsetzbarer Hochschullehrer
Dr. Viehöver weist ein fachliche Kompetenz in den Bereichen Methoden der Qualitativen Sozialforschung, Soziologische Theorie, Soziologie des Körpers und Medizinsoziologie sowie Kultur- und Umweltsoziologie auf. Deshalb gab er in den letzten Semestern Seminare sowohl für den Bachelor B.A. Sozialwissenschaften, als auch den Master Sozialwissen-schaftliche Diskursforschung mit dem Fokus auf allgemeiner Soziologie, Gesundheitssoziologie oder Diskursforschung.
Ein eifriger Wissenschaftler
Dr. Willy Viehöver veröffentlichte bisher neun eigenständige Publikationen und Sammelbände. Zudem steuerte er Abhandlungen zu vierzig Sammelbänden bei. Er erarbeitete sieben Beiträge für wissenschaftliche Fachzeitschriften. Außerdem schrieb er fünf Forschungsberichte, Dokumentationen und Diskussionspapiere sowie sieben Rezensionen, Kritiken und Tagungsberichte. Über Jahre hinweg arbeitete er an wissenschaftlichen Forschungsaufträgen mit, beispielsweise das DFG-Projekt „Vergesellschaftung der Natur und Naturalisierung der Gesellschaft“ oder das BMBF-Projekt „Partizipative Governance der Wissenschaft“. Neben seiner aufopfernden Lehrtätigkeit war er also im wissenschaftlichen Bereich sehr produktiv.
Unterstützen Sie unsere Bemühungen Dr. Viehöver zu helfen, indem Sie mit ihrer Unterzeichnung dieser Petition gemeinsam mit uns Ihre Stimme für Lehre und gegen Ausbeutung erheben. Teilen Sie diese Petition in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis und helfen Sie so, die berufliche Zukunft von Herrn Viehöver zu sichern.

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Petition am 26. März 2015 erstellt