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Teilhabe

9 petitions

Update posted 6 months ago

Petition to Ilse Aigner, Markus Söder

Kitas und Schulen müssen offen bleiben - auch bei einem Lockdown

Kitas und Schulen müssen offen bleiben - auch bei einem Lockdown Update: Wir, die Erstunterzeichnenden, haben die Petition den neuen politischen Ereignissen und epidemiologischen Erkenntnissen angepasst. Wir wissen um die Zahlen, trotzdem wollen wir die verantwortlichen Politiker*innen an ihre Worte erinnern, dass Kitas und Schulen als letztes geschlossen werden. Das ist nicht der Fall: Die Wirtschaft, Automobilbetriebe usw. sind weiterhin in Betrieb. Kitas und Schulen dagegen geschlossen. Beim Infektions- und Übertragungsgeschehen ist es wichtig, beim Alter der Kinder zu unterscheiden. Der jetzigen internationalen Studien-Lage nach sind Infektionen und Infektionsübertragungen bei Kindern unter 12 Jahren sehr niedrig. Gleichzeitig braucht genau diese Altersgruppe den Kontakt, hier kann digital so gut wie keine Wissensvermittlung stattfinden. Neueste Studien zeigen, wie alarmierend die Lücken sind. Die soziale Spaltung unserer Gesellschaft wird noch weiter auseinandergehen. Denn Schulschließungen verschärfen die ungleichen Bedingungen und Voraussetzungen - ob Eltern sich digitale Endgeräte leisten können oder nicht, ob Kinder einen Ort haben, an dem sie in Ruhe lernen können, ob Eltern die Zeit und Voraussetzungen haben, mit ihren Kindern zu lernen usw. All dies vergrößert Bildungsungerechtigkeit. Vor allem müssen uns die Zahlen von misshandelten Kindern und Jugendlichen alarmieren. So wurden zum Beispeil im letzten Jahr deutlich mehr Kinder und Jugendliche stationär mit einem solchen Hintergrund in der Klinik der LMU aufgenommen wie im Jahr zuvor. Unsere Forderung: Unter verbesserten Rahmenbedingungen müssen Kitas und Schulen schnellstmöglich wieder in Präsenz stattfinden. Dabei müssen auch so kreative Lösungen berücksichtigt werden, wie zum Beispiel Streaming von Unterricht für Kinder, die Risikopatient*innen sind oder in deren Familie es solche gibt. Wir bleiben deswegen dran, um zu zeigen, dass die Priorität wirklich auf den Kindern liegen muss, schon allein damit sich soziale Ungleichheiten nicht noch weiter vergrößern. Nicht zu vergessen die psychosozialen Folgeschäden. Kinder brauchen einfach Kinder. Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr schienen sich Politiker*innen aller Parteien einig. Noch vor Weihnachten bekräftigte die Kanzlerin, die Schulen seien das letzte, was geschlossen würde. Die Realität ist eine andere. Von allen Politiker*innen war zu hören: Bei einem erneuten Lockdown dürfen nicht wieder die Kinder und deren Familien durch Schließungen der Einrichtungen darunter leiden. Unter der Federführung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine Expert*innengruppe Leitlinien für die Schulen erarbeitet. Auch in diesen ist das Ziel klar formuliert: „Komplette Schulschließungen dürfen nur ein letzter Schritt im Rahmen eines Ausbruchsmanagements sein, wenn es nachweislich zu vermehrten Übertragungen innerhalb der jeweiligen Einrichtung gekommen ist.“ (Zitiert aus den Leitlinien des LGL, S. 37 Die gleiche Forderung wird auch von den European Centers for Disease Control (ECDC) erhoben https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/children-and-school-settings-covid-19-transmission Es gibt eine Reihe von Studien, die zeigen, dass Kinder insbesondere im Kita-  und Grundschulalter nicht die Treiber der Infektionsverbreitung sind. (Siehe dazu die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygene vom 18.1. https://dgpi.de/aktualisierte-stellungnahme-der-dgpi-und-der-dgkh-zur-rolle-von-schulen-und-kitas-in-der-covid-19-pandemie-stand-18-01-2021/ oder auch die Studie der Charité, die Corona-Kita-Studie des Deutschen Jugendinstituts mit dem RKI und die Stellungnahme des Dachverbands der kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften vom 4.8.2020) Allerdings gibt es eine Reihe von Hinweisen, welche enormen Auswirkungen die Kita- und Schulschließungen auf Familien und insbesondere Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, physische und psychische Gesundheit während des ersten Shutdowns hatten und jetzt wieder haben. Deswegen fordern wir*: Kitas und Schulen müssen wirklich als letztes geschlossen und als erstes wieder geöffnet werden. Es sei denn, die Schule selbst ist der Hotspot. Es muss auch Lösungen für Risikopatient*innen innerhalb der Schulfamilie geben - so kann z.B. eine Lehrkraft weiter Online-Unterricht geben, wenn sie gefährdet ist oder Unterricht gestreamt werden. Wir fordern das Parlament und die Staatsregierung des Freistaats Bayern auf, dafür Sorge zu tragen, dass ihre eigenen Richtlinien umgesetzt werden. *Erstunterzeichende:(zunächst Einzelpersonen in alphabetischer Reihenfolge, dann Organisationen) Kathrin Buchner, Redakteurin, Teamleiterin Digital PULS, BR Prof. Johannes Hübner, Kinder-und Jugendarzt, InfektiologeHermann Imhof, MdL a.D.Wolfgang Krebs, KabarettistProf. Dr. Thomas Lang Vors. VLKKD Bayern Prof. Dr. Jörg Maywald, Geschäftsführer Deutsche Liga für das KindProf. Dr. Holm Putzke, Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Juristen Niederbayern Helmut Schleich, KabarettistGerd Schulte-Körne, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie, LMU Anna Schweda, Erziehungswissenschaftlerin, DJI e.V.Reserl Sem, MdL a.D.Claudia Stamm, Journalistin, MdL a.D.Prof. Dr. Christian Wieg, 2. Vors. VLKKD Bayern Organisationen: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Landesverband Bayern e.V. (BVKJ), Vorsitzender Dr. Dominik A. Ewald  Familien in der Krise, Anna WildeggerKinder brauchen Kinder, Sabine Kohwagner      

Claudia Stamm
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Started 7 months ago

Petition to Abgeordnetenhaus von Berlin

Inklusion: Teilhabe an Bildung für Schüler*innen mit Behinderung in Berlin verbessern!

Gemäß UN-BRK Artikel 24 muss allen Kindern der Bildungsort Schule offenstehen und ein umfassend inklusives Bildungssystem geschaffen werden. Schüler*innen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sollen gleichberechtigt partizipieren und gemeinsam mit Gleichaltrigen lernen können. In der Praxis stößt diese Forderung jedoch an ihre Grenzen. Aufgrund fehlender medizinischer, pflegerischer, (heil-)pädagogischer und/oder therapeutischer Hilfen können Kinder und Jugendliche mit Behinderung und chronischen Erkrankungen nicht im selben Umfang einbezogen werden wie ihre gleichaltrigen Mitschüler*innen. Das führt teilweise dazu, dass die Eltern die Versorgung in der Schule übernehmen müssen, sowie durch die Schulleitungen zu rechtswidrigen Schulzeitverkürzungen bis hin zum Ausschluss vom Unterricht ohne ein offizielles Verfahren. Dem muss entgegengewirkt werden. Das Recht auf Bildung ist für alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen umzusetzen. Das schließt auch die angemessene Berücksichtigung der individuellen Bedarfe von Schüler*innen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen ein. Um die Teilhabe an Bildung für alle Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu fördern, werden folgende Forderungen als unerlässlich erachtet: 1. Inklusion stärken im Sinne der UN-BRK Art. 24 Wir fordern gemäß Artikel 24 der UN-BRK eine radikale Abkehr vom Förderschulsystem und die Schaffung angemessener Vorkehrungen zur gleichberichtigten Teilhabe aller Schüler*innen. Ein inklusives Bildungssystem muss barrierefreie Zugänge für alle Kinder und Jugendlichen bereitstellen, ein vielfältiges Miteinander fördern und angemessene, heterogene Lernumgebungen ermöglichen. Bereits vor Schuleintritt müssen die Eltern über die verschiedenen Angebote informiert werden, um von ihrem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen zu können. Das inkludiert auch den Zugang zu Regelschulen, der jedoch oft bereits vor Schuleintritt durch organisatorische Rahmenbedingungen (z.B. Notwendigkeit eines Fahrdienstes, fehlender Pflegedienst, fehlende oder unzureichende Schulhilfe) erheblich erschwert wird. Ferner bedarf es alternativen Gestaltungsformen des Unterrichts wie z.B. Kleingruppenangebote, um unterschiedliche Zugänge zum Lernen zu ermöglichen. Mit den bestehenden Maßnahmen können die vielfältigen Bedürfnissen des heterogenen Personenkreises der Schüler*innen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen nicht erfüllt werden. 2.  Schule multiprofessionell ausbauen Ein inklusives Bildungssystem erfordert das Zusammenwirken unterschiedlicher medizinischer, pflegerischer, (heil)pädagogischer und therapeutischer Professionen. Im Rahmen der Begleitung Kinder und Jugendlicher mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen im Land Berlin, zeigt sich, dass vor allem einem individuellen Bedarf an Leistungen der Behandlungspflege nur unzureichend Rechnung getragen werden kann. Die wenigen Pflegedienste können aufgrund personeller und organisatorischer Schwierigkeiten nur selten in den Schulalltag involviert werden und auch die fehlende medizinische Qualifikation des Schulpersonals steht einer entsprechenden Versorgung der Kinder entgegen. Die Förderung gesundheitlicher Maßnahmen muss somit stärker in den Schulalltag integriert werden. Hierbei sollten sowohl strukturelle Komponenten, als auch individuelle Bedarfe berücksichtigt werden. Hierzu muss einerseits die strukturelle Maßnahme Schulhilfe erheblich verbessert werden und andererseits der Zugang zu individuellen Leistungen zur Teilhabe an Bildung über das Gesamtplanverfahren sichergestellt werden. Nur auf diese Weise kann eine angemessene Versorgung und Betreuung aller Kinder und Jugendlicher mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in der Schule gewährleistet werden. 3.  Lösungen für Kinder und Jugendliche, die vom Schulbesuch ausgeschlossen sind, da ihre Versorgung bzw. Betreuung in der Schule nicht sichergestellt ist In der Praxis werden immer wieder Beispiele von Schulzeitverkürzungen bzw. Nichtbeschulung bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen deutlich. Eine schriftliche Anfrage des Abgeordnetenhauses (Drucksache 18/22 505) ergab aber, dass hierzu keinerlei Daten erhoben werden. Und ohne statistische Erfassung, gibt es offiziell auch keine Kinder oder Jugendlichen, die vom Unterricht teils oder gänzlich ausgeschlossen werden. Das hat wiederum zur Folge, dass auch keine alternativen Lernarrangements geschaffen werden, um Kindern und Jugendlichen Kinder und Jugendlicher mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen das Recht auf Bildung zu gewährleisten. Da für alle Kinder und Jugendlichen Schulpflicht besteht, sollte eine obligatorische Meldepflicht an die Schulaufsichtsbehörde bei Schulzeitverkürzung und/oder Nichtbeschulung einzelner Schüler*innen regelhaft etabliert werden. Wir fordern die Betreuung in der Schule gemäß der gesetzlichen Schulpflicht für alle Schüler*innen unter Erfüllung ihrer individuellen Bedarfe sicherzustellen.

Inklusionsfakten.de
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Update posted 2 years ago

Petition to Bgm. Kurt Gribl, Augsburger Stadtrat, Kreistag Augsburg, Bgm. Roland Eichmann, Bgm. Michael Wörle, Stadtrat Gersthofen, Bgm. Bernd Müller, Bgm. Franz Feigel, Stadtrat Bobingen, Stadtrat Königsbrunn

Kostenloser Nahverkehr im kompletten Augsburger Raum

Die City-Zone des Öffentlichen Nahverkehrs im Augsburger Raum sollte bis in die Stadtkerne von Friedberg, Bobingen, Königsbrunn, Neusäß und Gersthofen inkl. der P+R Haltestellen erweitert werden bzw. die komplette Preisstufe (Zone) 2 Wodurch diese in Zukunft gratis befahren werden können.Langfristig ist das Ziel das Augsburg eine Vorreiter Rolle einnimmt und weitere Städte und Gemeinden mit ziehen Die Gründe hierfür: Teilhabe am öffentlichen Leben Nicht nur, dass einige Strecken deutlich schneller mit dem Auto um die Stadt herum zu schaffen sind, sind die Kosten für den Öffentlichen Nahverkehr an einem Punkt angekommen, an dem diese von Geringverdienern, Arbeitslosen, HartzIV-Empfängern, Rentnern und Jugendlichen kaum gestemmt werden können. Auch diese Gruppen haben ein Recht auf Teilhabe am öffentlichen Leben. Umwelt Ein tatsächlicher Umweltaspekt kann nur dann zum Tragen kommen, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver werden. Der CO2-Ausstoß, Stickoxide und die Feinstaubbelastung würden reduziert werden, zumal die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich einfacher auf regenerative Energien umzustellen sind. Sicherheit Wenn der öffentliche Nahverkehr kostenlos wird, reduziert sich die Anzahl betrunkener Autofahrer erheblich, was wiederum zu weniger Unfällen und einer Entlastung der Polizei führen würde. Die Menschen fühlen sich sicherer auf dem nächtlichen Nachhauseweg, da Sie nicht mehr aus Kostengründen zwischen dem relativ sicheren Bus/Tram/Zug und dem unsicheren „Nachhauselaufen“ wählen müssen. Lokale Geschäfte und Lass den Klick in deiner Stadt Um an derartigen Aktionen als Kunde teilzunehmen, muss die Möglichkeit bestehen in die Stadt zu fahren, um dort einzukaufen. Nicht nur, dass die Preise im örtlichen Geschäft oft höher sind, so muss auch bedacht werden, dass zusätzlich die Kosten für An- und Abreise hinzukommen.Lokale Geschäfte könnten massiv aufblühen wenn der öffentliche Nahverkehr kostenfrei würdeStärkung der Demokratie Um an politischen Prozessen, wie Stadtratssitzungen oder Demonstrationen teilzunehmen, muss auch für die schwächsten in der Gesellschaft die Möglichkeit bestehen, dort hinzukommen. Aktuelle Situation 2018 wurde bekannt gegeben, dass der Nahverkehr in der Augsburger Innenstadt kostenlos wird, ich finde, dies geht nicht ansatzweise weit genug: Beispiele 1.) Ich fahre mit dem Auto in die Innenstadt, parke dort überteuert und fahre dann ein oder zwei Stationen umsonst. Fazit: kaum realitätsnah, kein Umweltvorteil, hohe Parkgebühren 2.) Ich fahre zu einem P+R, kaufe ein Ticket und fahre in die Innenstadt. Fazit: kein Vorteil im Stadtgebiet 3.) Ich fahre durch die Stadt, z.B. Friedberg / Neusäß Fazit: hohe Kosten, doppelte Zeit im Vergleich vom Auto über A8, kein Vorteil durch die City-Zone. 4.) Nachtbus kostet trotzdem ist aber bei Schichtarbeit oft die einzige Möglichkeit nach Hause zu kommen Fazit: Kein Vorteil durch die City-Zone Gesamt Fazit: Die City-Zone ist unzureichend, um die Umweltbelastung zu reduzieren und die Bürger am Augsburger Leben teilhaben zu lassen. Ziel Forderung Daher mögen die Stadträte, der Augsburger Kreistag und die Bürgermeister der Städte Augsburg, Bobingen, Neusäß, Königsbrunn, Friedberg und Gersthofen beschließen, den kostenlosen Nahverkehr auszudehnen so dass diese Orte mit eingeschlossen werden. Kosten Die Kosten für diese Ausweitung sollten durch die im Augsburger Raum ansässigen Firmen getragen werden, z.B. abhängig von der Angestelltenzahl - da diese am meisten vom öffentlichen Nahverkehr profitieren. Somit ist auch keine Ticketkontrolle mehr nötig, können auch Kosten für Kontrolleure und Ticketautomaten eingespart werden. Entlastung der Bürger Keine bzw. geringere Kosten, um zur Arbeit oder Schule zu kommen; weniger Verspätung, da der Ticketkauf beim Fahrer entfällt, was gerade im Bus immer noch weit verbreitet ist   Eine Aktion der Augsburger RebellenInitiator: Ludwig Chilla, Stellvertreterin Daniela Straubaugsburg-rebellen.de

Ludwig Chilla
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