Topic

Pflege

7 petitions

Update posted 1 month ago

Petition to Jens Spahn, Hubertus Heil, Dr. Franziska Giffey

Gesunde Pfleger*innen: 12 Tage Dauerschicht abschaffen!

Es ist 5.00 Uhr morgens, Donnerstag. Ich stehe total geschafft auf. Es ist der elfte Tag in Folge, an dem ich arbeite. Gestern fragte eine Patientin: wie, Sie kommen immer noch- oder schon wieder, haben Sie nicht mal frei? Ein harter Arbeitstag mit geteiltem Dienst steht bevor. Mein Körper schmerzt. In Gedanken gehe ich den Tag durch, sehe die Patient*innen vor mir und weiß schon, dass alles anders kommt als geplant: Kolleg*innen fallen aus, längere Anfahrtswege wegen Baustellen, zusätzliche Arztbesuche und anderes… Das schlimmste ist jedoch: das konstant schlechte Gewissen, das an mir nagt, weil ich weiß, dass ich viele der Patient*innen nicht so versorgen kann, wie ich es gut finde. Unter den derzeitigen Bedingungen ist das unmöglich.  Ich heiße Sandra Lutz-Lang und arbeite seit 28 Jahren in der ambulanten Pflege. Meinen Beruf erlebe ich als sinnvoll und abwechslungsreich. Hohe Fachlichkeit und gute Standards einerseits, Beziehungsarbeit andererseits. Ich bin Vertrauensperson für Patient*innen und Angehörige. Das macht Freude. Wären da nicht die Bedingungen, Zeitknappheit, Dauereinsatz und mangelnde Personalbemessung. Darüber wird viel geredet, aber wenig getan. Meine Kolleg*innen und ich sind uns bewusst, welch wertvollen Beitrag wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. Wir tun das engagiert und mit Überzeugung – aber nicht länger auf Kosten unserer Gesundheit. 12 Tage Hochleistung, zwei Tage frei und wieder 12 Tage Einsatz. Dieser Dauereinsatz gefährdet die Qualität der Arbeit und die Gesundheit der Kolleg*innen. Fehlerfreies Arbeiten, Präsenz und aufmerksame Zuwendung sind so nicht zu leisten. Da helfen auch gut gemeinte Boni wie Gutscheine für’s Fitnesszentrum nicht weiter, wie es viele Betriebe anbieten. Eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit ist Voraussetzung für den Erhalt der Gesundheit. An den Basics ansetzen, statt hilflos Symptome bekämpfen. Studien zeigen, dass hunderte von Pflegekräften in ihren Beruf zurückkehren, sobald die Bedingungen stimmen! Wirtschaftlich gilt die Pflege als gewinnbringender Sektor. Politisch wird sie als Kostenfaktor behandelt: beides wird auf dem Rücken des Pflegepersonals ausgetragen. Die erlaubte Regelung der Dauerschichten ist ein Beispiel dafür. Das muss aufhören! Darum fordere ich die Minister der Konzertierten Aktion Pflege Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf:Sorgen Sie für Gesundheitsschutz für Pfleger durch die Abschaffung der 12 Tage (10 Tage) Dauerschichten! Weitere Informationen zu der Kampagne: www.kab-drs.de

Sandra Lutz-Lang
48,848 supporters
Update posted 5 months ago

Petition to Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland e.V.

Die Berufsbezeichnung des Heilerziehungspfleger/in soll erhalten bleiben

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege (BAG HEP) in Deutschland e.V. setzen sich für einen neuen Namen für die Heilerziehungspflege ein. Der Vorschlag lautet den Heilerziehungspfleger/in (HEP) in Fachkraft für Teilhabe und Pflege (TEP) umzubenennen. Laut Definition sind Heilerziehungspfleger/in unter anderem Fachkräfte für Teilhabe, Bildung und Pflege. In dem neuen Berufsnamen wird der Begriff der Bildung komplett herausgenommen.Der neue Berufsname reduziert die Komplexität des Berufes auf zwei Begrifflichkeiten, welche dem Berufsbild nicht gerecht werden. Heilerziehungspfleger/in arbeiten in den unterschiedlichsten sozialen Einrichtungen wie z. B. in Tagesstätten, Wohn- und Pflegeheimen, in Kliniken, in Förderschulen, in integrativen Kindergärten usw. Dadurch ist die Arbeitsweise so vielfältig und unterschiedlich.Der Begriff der Teilhabe ist nur unzureichend beschreibend für den pädagogischen Teil der Arbeit, da Pädagogik auch in der Definition den Aspekt der Bildung beinhaltet und dieser beim neuen Berufsnamen keinen Stellenwert hat.Der zweite Begriff im neuen Berufsnamen "Pflege" reduziert den Heilerziehungspfleger als eine rein pflegerische Kraft. Der Heilerziehungspfleger/in stellt bloß so viel mehr dar. Es ist wünschenswert wenn der Heilerziehungspfleger/in einen neuen Berufsnamen erhält. Dieser sollte aber als eine Aufwertung verstanden werden und nicht als eine Abwertung. Auch könnte sich der neue Berufsname beim Bewerbungsverfahren für sozialpädagogische/heilpädagogische Einrichtungen als ungünstig erweisen, da der neue Berufsname das pädagogische Fachwissen nicht ausreichend ausdrückt. Es ist noch kein endgültiger bindender Entschluss gefasst worden.Deshalb bitte ich alle diese Petition zu unterstützen, damit der Berufsname Heilerziehungspfleger/in vorerst erhalten bleibt, bis sich ein passender Berufsname findet, der die Ganzheitlichkeit des Berufes unterstreicht. Vielen DankPS: Auf diesem Link findet ihr die Erklärung von der BAG HEP zu der Änderung des Berufsnamens https://bag-hep.de/index.php?id=80&tx_news_pi1%5Bnews%5D=21&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

Sascha Nicolai
1,540 supporters
Started 9 months ago

Petition to Matthias Bogenschneider Senatsverwaltung für Liefer- und Dienstleistungen, Michael Müller

Verhindert mit mir den #Ausverkauf sozialer Schutzräume.

Wenn die Stadt Berlin die freie Wirtschaft in das städtische Wesen pflanzt, also Räume der Stadt Berlin ausschreibt, dann sind viele Schutzräume für Menschen in großer Gefahr. Wir sollten ein zweites BER-Desaster stoppen. Im Jahr 2013 und im Jahr 2017 gab es eine Ausschreibung der städtischen Klinik Charité (3 Campus). Sie suchte ein "Sterbefall-Management". Sie suchte also eine Firma, die in der Pathologie die Ausgabe von Verstorbenen und ärztlichen Papieren erledigt. Es gibt eigentlich keinen Grund für die Auslagerung, denn am Ende bleibt die Charité in der Haftung, weil sie Generalunternehmerin bleibt. Ein Bestattungsunternehmen hat die Ausschreibungen gewonnen! Die Charité hat 3500 Sterbefälle jährlich. Das sind 3500 Bestattungen jährlich. Und das ist ein Umsatz von 10 bis 17 Millionen Euro. Der Bestatter fährt also 3500 Mal im Jahr auf alle Krankenstationen der Charité, holt einen Verstorbenen aus dem Zimmer und  bringt ihn in die Pathologie. Laut öffentlich zugänglicher Ausschreibung darf er Hinterbliebene beraten. Er darf unmittelbar nach einem Todesfall die Familien auf dem Krankenhausflur ansprechen? Schließlich gehen Besucher einer Klinik nicht initiativ in die Pathologie, weil dort der Kaffee-Automat zu finden wäre. Oder ist nun das Klinikpersonal autorisiert, den Bestatter zu empfehlen? Wie/Wo sonst könnte er eine Beratung anbieten? Wenn ein anderer Bestatter mit "seiner" Familie in der Pathologie Abschied nehmen will - dann wird er von der Charité gezwungen, Werbung für den dort ansässigen Bestatter zu machen? Gab es da nicht ein Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb? Wie will die Charité dafür bürgen können, dass die § 299, 299a,3 und 299b des Strafgesetzbuches eingehalten werden. Das Zuführen von Patienten wird mit einer Freiheitsstrafe geahndet. Selbst wenn Tote nur noch Sachen sind, wird die Vorteilsnahme nach §331 Strafgesetzbuch ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe geahndet. Sollte man diese Art Ethikdiskussion mit Familien auf einem Krankenhausflur einer städtischen Klinik führen, die den Namen Charité trägt, der in der Übersetzung Barmherzigkeit heißt? Schließlich sind Familien Sekunden nach Eintritt des Todes total verführbar und verfügbar für Anweisungen! Das ist ein übersensibler und damit schutzbedürftiger Lebensbereich. Wenn ein Externer plötzlich intern ist und die ärztlichen Papiere bearbeitet, wie kann die Charité noch für die Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht bürgen. Wie sind die Daten in der Charité vor Zugriff geschützt? Wie sicher sind sterbende Patienten? Stell Dir mal vor, Du hattest eine schlechte Erfahrung mit einem Bestatter und Du sagst: "Nie wieder der!" Und plötzlich stirbt ein Familienmitglied in der Charité; und dann kommt jener Bestatter, den Du nicht mehr treffen mochtest. Laut Bestattungsgesetz liegen die Rechte an einem Verstorbenen nicht bei der Charité. Diese Rechte bleiben immer bei der Familie! Das klingt so grotesk wie die Geschichten um den BER. Man hätte ein wirklich schönes Ausbildungszentrum für angehende Krankenschwestern/Sterbebegleiter*innen gestalten können. Das Geld bleibt nie unten. Das Geld fließt reflexhaft nach oben. Aber "Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebensowenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wann er es beabsichtigt." Ich möchte gerne diesen Ausverkauf in der Charité rückgängig machen und so bitte ich um Ihre/Eure Hilfe.

Claudia Marschner
24 supporters