Topic

Pflege

9 petitions

Started 4 months ago

Petition to Anja Karliczek

Pflegeunterricht an deutschen Schulen

Tag für Tag überfüllte Krankenhäuser und unterbesetztes Pflegepersonal. Schwestern und Pfleger rennen von einem Patientenzimmer zum Anderen. Nie ist genug Zeit für die Betreuung kranker Menschen. Die Arbeit als Pflegefachkraft ist ohnehin fordernd.  Wenn dann Eltern mit ihren Kindern in überfüllte Notaufnahmen kommen und sich bei einer Temperatur des Kindes, von 37,3°C, einen Krankenhausaufenthalt zur Überwachung wünschen, ist die Verzweiflung nahe.  Das Problem: Viele Eltern haben große Angst im Umgang mit ihren kränkelnden Kindern, da sie nicht genau wissen, wie richtig gehandelt wird. Mein Name ist Nico Feja, ich bin 18 Jahre alt und wohne in Leipzig. Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger an der Medizinischen Berufsfachschule am Universitätsklinikum Leipzig und befinde mich mittlerweile im dritten Ausbildungsjahr. In meiner Ausbildung zum GKKP, werden uns Schülern grundlegende und lebenserhaltende Inhalte vermittelt, die ich persönlich für den Alltag eines jeden Menschen als sehr wichtig empfinde. Im neuen Modul „Pflege“ sollen allgemeine und lebenserhaltende Maßnahmen unterrichtet werden, damit jeder junge Mensch Zugang zur allgemeinen pflegerischen Bildung hat. In unseren Sekundarschulen und Gymnasien werden Fächer wie Wirtschaft, Technik, sogar Haushalt/Soziales unterrichtet. Warum keine Pflege?  Ich fordere Bildungsministerin Anja Karliczek dazu auf: Setzen Sie sich dafür ein, dass das Modul „Pflege“ zukünftig in den Grundlehrplan der Sekundarschulen aufgenommen wird! In diesem Modul sollten jedem Kind Erste-Hilfe-Maßnahmen, sowie die wichtigsten Basics im Umgang mit kränkelnden und erkrankten Menschen vermittelt werden, um in außergewöhnlichen Situationen richtig zu handeln.  Mögliche Inhalte: Körperwaschung eines Menschen (Kind / Erwachsener)  Fieber (Begriff Fieber / allgemeine Pflegemaßnahmen bei Fieber) Erkältung (Husten - Schnupfen - Heiserkeit / allgemeine Pflegemaßnahmen bei Erkältung) Kennenlernen allgemeiner lebensrettender Sofortmaßnahmen (Reanimation, Notfallmeldeweg) Kennenlernen gebräuchlicher Medikamente allgemeine Gesundheitsförderung / allgemeine Gesundheitsprävention ... Enthaltene Ziele sollten sein: Erprobtes Handeln bei plötzlich auftretenden gesundheitlichen Beschwerden Erkennen der Attraktivität des Pflegeberufes Vermittlung fürsorglicher Kompetenzen bei jungen Menschen, damit jeder Mensch in der Lage ist einen anderen Menschen zu versorgen, wenn es darauf ankommt Durchführung einer Körperwaschung / unterstützende Maßnahmen Kennenlernen allgemeiner lebensrettender Sofortmaßnahmen (Reanimation, Notfallmeldeweg)                                                         Ich will damit nicht erreichen, dass Schüler*innen zu Pflegeexperten ausgebildet werden, sie sollten jedoch im Umgang sensibilisiert werden! Die Zahl der Krankenhausaufenthalte ist in den letzten Jahren drastisch in die Höhe gestiegen – Die Zahl des Pflegepersonals ist gesunken. In Deutschland fehlen uns händeringend Pflegefachkräfte, aber gleichzeitig haben Kinder in der Schule keine Ahnung, was das Wort „Pflege“ eigentlich konkret beinhaltet. Das muss sich ändern!  Bitte unterschreibt diese Petition und teilt sie mit eurer Familie, euren Freunden und Bekannten, zur Bereicherung unseres Gesundheitssystems und für die Zukunft unserer Pflegebranche! Vielen Dank, Nico Feja

Nico Feja
696 supporters
Update posted 4 weeks ago

Petition to Jens Spahn

Mensch vor Profit: Ökonomisierung an deutschen Krankenhäusern abschaffen!

Jeder wird irgendwann in seinem Leben Patient sein. Dann sind wir auf Ärzte angewiesen, die ihr medizinisches Können nicht hinter dem Gewinngedanken anstellen. Das passiert leider täglich an deutschen Kliniken. Leidtragende der Ökonomisierung an deutschen Krankenhäusern sind alle Patienten, an denen man nicht viel verdienen kann. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den im stern erschienenen Ärzte-Appell zu unterstützen, der für Furore sorgt. 36 ärztliche Organisationen und mehr als 1500 Ärzte haben ihn schon unterzeichnet. Er richtet sich „gegen das Diktat der Ökonomie an deutschen Krankenhäusern“ und geht uns alle an. Schließen Sie sich an, indem Sie hier auf Change.org meine Petition unterschreiben!  Ich weiß, wovon ich rede. Mein Name ist Ludwig Hammel, ich leide an einer rheumatischen Erkrankung, so wie 1,5 Millionen andere Patienten in Deutschland. Meine Krankheit heißt Morbus Bechterew, sie befällt vor allem die Wirbelsäule und führt unbehandelt dazu, dass diese komplett versteift. Morbus Bechterew ist schwer zu diagnostizieren, weil die ersten Symptome unspezifisch sind. Ich litt sieben Jahre unter starken Rückenschmerzen im tiefen Lendenbereich und irrte von Arzt zu Arzt, bis ich endlich bei einem Rheumatologen landete, der die Diagnose sofort stellte. Ein Röntgenbild, Labor ein paar Funktionsteste reichten dafür. Ich war Leistungssportler, Ski- und Surflehrer, konnte aber wegen der Schmerzen keinen Sport mehr ausüben. Meine Krankheit war weit fortgeschritten, als die Diagnose endlich stand. Je früher aber rheumatologische Krankheiten diagnostiziert werden, desto weniger Spätfolgen erleiden die Betroffenen. Durch den hohen ökonomischen Druck hat sich die Situation für alle Patienten verschlechtert. Ich weiß das, weil ich seit 31 Jahren in der Patientenselbsthilfe tätig bin und mir täglich am Telefon neue Schauergeschichten meiner Schicksalsgenossen anhöre. Morbus-Bechterew-Kranke irren durchschnittlich zehn Jahre von Arzt zu Arzt, bis die Diagnose steht. Viele werden wegen „Bandscheibenvorfall“ unnötig operiert. Warum? Weil damit viel Geld zu verdienen ist. Denn das Fallpauschalensystem, nach dem alle Krankenhausbehandlungen abgerechnet werden, belohnt jegliche Form von Aktionismus. Auch unnötige Operationen und Behandlungen. Das aber, was wir wirklich brauchen, bringt Kliniken kein Geld: Zeit für das ärztliche Gespräch und die nötigen Untersuchungen. Zeit, die Ärzte brauchen, um wie Detektive nach der richtigen Diagnose zu fahnden. Medikamentöse Therapie, Krankengymnastik und viel Bewegung.  Deshalb unterstütze ich als Patient den Ärzte-Appell im stern von ganzem Herzen und habe diese Petition gestartet, um allen Patienten die Möglichkeit zu geben sich den Forderungen anzuschließen.  Ich fordere den Gesundheitsminister Jens Spahn auf, die drei zentralen Forderungen des Ärzte-Appells im stern zu erfüllen: Beenden Sie die ökonomisch gesteuerte gefährliche Übertherapie (= die Verordnung unnötiger medizinischer Behandlungsmaßnahmen) sowie Unterversorgung von Patienten. Schaffen Sie das Abrechnungssystem nach „Fallpauschalen“ mit seinen vielen Fehlanreizen ab, die dazu führen, dass wir Patienten nicht die notwendige Diagnostik und Therapie bekommen, sondern oft nur das, was sich fürs Krankenhaus am besten rechnet. Oder reformieren Sie dieses System grundlegend. Sorgen Sie dafür, dass es überall in Deutschland leistungsfähige Krankenhäuser gibt, die einen hohen Versorgungsstandard für Patienten sicherstellen. Und zwar auch für Patienten mit chronischen Krankheiten wie mich, deren Behandlung keine hohen Gewinnmargen verspricht. Die von mir geschilderte Über- bzw. Unterversorgung ist mir auch bei anderen chronischen Krankheiten wie z.B. Diabetes, Multiple Sklerose, Psoriasis, Asthma oder Morbus Crohn bekannt. Und selbstverständlich gibt es auch Ärzte, leider zu wenige, die sich die nötige Zeit und Zuwendung für den Patienten nehmen. Dennoch: Es muss sich jetzt was ändern! Hinter mir weiß ich die 15.000 Mitglieder der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. Das ist ein Anfang, wir gehen voran. Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Selbsthilfeverbände, liebe Bürgerinnen und Bürger, folgt unserem Beispiel und unterschreibt meine Petition!  Den Original-Ärzteappell finden Sie hier. Der Ärzteappell wird bislang unterstützt von: Adipositaschirurgie-Selbsthilfe Deutschland e.V. (AcSD) Adipositas Verband Deutschland e.V.  Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Arbeitskreis der Chefärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern (ACKPA) Arbeitsgemeinschaft leitender gastroenterologischer Krankenhausärzte e.V. (Der Vorstand) Attac – AG Soziale Sicherungssysteme Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V.  Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (Präsidium) Berufsverband Deutscher Neuroradiologen e.V.  Bezirksärztekammer Nordbaden (Vorstand) Bezirksärztekammer Südwürttemberg (Vorstand) Bundesdirektorenkonferenz als Verband der Leitenden Ärztinnen und Ärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie (BDK) e.V. Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. (BAO) Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschland (BVMD) Deutsche Adipositas-Gesellschaft Deutscher Ärztinnenbund e.V. (DÄB) Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. (DDG) Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi) Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN) Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ) Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie e.V.  Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention e.V. (DGPRP) Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e.V. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktivenund Ästhetischen Chirurgen (DGPRäC) Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP) Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall und Akutmedizin e.V. (DGINA) Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI, Präsidium)     Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (DNEbM) Deutsche Schlaganfallgesellschaft (DSG) diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe Förderverein Existenzielle Psychotherapie (FVEP) Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V. (GAÄD) German Brain Council e.V. German Society of Residents in Urology (GeSRU) Konvent der Krankenhaus-, Kur- und Reha-Seelsorgenden der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Landesärztekammern Berlin Landesärztekammer Westfalen-Lippe Landesärztekammer Niedersachsen Landesärztekammer Hamburg (Vorstand) Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern Liste Junge Ärztinnen & Ärzte (Ärztekammer Nordrhein) Marburger Bund, Landesverband Hamburg Marburger Bund, Landesverband Niedersachsen Marburger Bund, Landesverband Schleswig-Holstein Mezis e. V. – Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte Stiftung Kindergesundheit Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) Verband der niedergelassenen Diabetologen Niedersachsens e.V. Verein der Demokratischen Ärztinnen und Ärzte (VDÄÄ) Verein #twankenhaus Mindestens 2000 Ärztinnen und Ärzte, die den Appell namentlich untergezeichnet haben.

Ludwig Hammel
114,010 supporters
Update posted 4 weeks ago

Petition to Jens Spahn, Hubertus Heil, Dr. Franziska Giffey

Gesunde Pfleger*innen: 12 Tage Dauerschicht abschaffen!

Es ist 5.00 Uhr morgens, Donnerstag. Ich stehe total geschafft auf. Es ist der elfte Tag in Folge, an dem ich arbeite. Gestern fragte eine Patientin: wie, Sie kommen immer noch- oder schon wieder, haben Sie nicht mal frei? Ein harter Arbeitstag mit geteiltem Dienst steht bevor. Mein Körper schmerzt. In Gedanken gehe ich den Tag durch, sehe die Patient*innen vor mir und weiß schon, dass alles anders kommt als geplant: Kolleg*innen fallen aus, längere Anfahrtswege wegen Baustellen, zusätzliche Arztbesuche und anderes… Das schlimmste ist jedoch: das konstant schlechte Gewissen, das an mir nagt, weil ich weiß, dass ich viele der Patient*innen nicht so versorgen kann, wie ich es gut finde. Unter den derzeitigen Bedingungen ist das unmöglich.  Ich heiße Sandra Lutz-Lang und arbeite seit 28 Jahren in der ambulanten Pflege. Meinen Beruf erlebe ich als sinnvoll und abwechslungsreich. Hohe Fachlichkeit und gute Standards einerseits, Beziehungsarbeit andererseits. Ich bin Vertrauensperson für Patient*innen und Angehörige. Das macht Freude. Wären da nicht die Bedingungen, Zeitknappheit, Dauereinsatz und mangelnde Personalbemessung. Darüber wird viel geredet, aber wenig getan. Meine Kolleg*innen und ich sind uns bewusst, welch wertvollen Beitrag wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. Wir tun das engagiert und mit Überzeugung – aber nicht länger auf Kosten unserer Gesundheit. 12 Tage Hochleistung, zwei Tage frei und wieder 12 Tage Einsatz. Dieser Dauereinsatz gefährdet die Qualität der Arbeit und die Gesundheit der Kolleg*innen. Fehlerfreies Arbeiten, Präsenz und aufmerksame Zuwendung sind so nicht zu leisten. Da helfen auch gut gemeinte Boni wie Gutscheine für’s Fitnesszentrum nicht weiter, wie es viele Betriebe anbieten. Eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit ist Voraussetzung für den Erhalt der Gesundheit. An den Basics ansetzen, statt hilflos Symptome bekämpfen. Studien zeigen, dass hunderte von Pflegekräften in ihren Beruf zurückkehren, sobald die Bedingungen stimmen! Wirtschaftlich gilt die Pflege als gewinnbringender Sektor. Politisch wird sie als Kostenfaktor behandelt: beides wird auf dem Rücken des Pflegepersonals ausgetragen. Die erlaubte Regelung der Dauerschichten ist ein Beispiel dafür. Das muss aufhören! Darum fordere ich die Minister der Konzertierten Aktion Pflege Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf:Sorgen Sie für Gesundheitsschutz für Pfleger durch die Abschaffung der 12 Tage (10 Tage) Dauerschichten! Weitere Informationen zu der Kampagne: www.kab-drs.de

Sandra Lutz-Lang
72,074 supporters