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Lobbyismus

15 petitions

Started 4 weeks ago

Petition to Angela Merkel

Lobbyismus jetzt eindämmen! Wir fordern das Ende bezahlter Politik!

Jens Spahns Ministerium kauft Masken bei der Firma seines Ehemanns, er selbst nimmt einen 4-Millionen-Kredit für seine Privatvilla bei einer Bank auf, bei der er bis vor kurzem im Verwaltungsrat saß, Gerhard Schröder bekommt Millionen für Lobbyarbeit für eine Gaspipeline, und, und, und. Einzelfälle? Nein! Ich fordere ein Ende der Lobby-Skandale und strenge, verbindliche Regeln für Abgeordnete! Mein Name ist Rifka Lambrecht, ich bin 20 Jahre alt, seit Jahren politisch engagiert und kämpfe im Jugendrat der Generationen Stiftung für eine generationengerechte Politik. Doch es ist ein Kampf mit ungleichen Mitteln, wenn die Gegenseite mit ihrer finanziellen Übermacht unsere Hilferufe so leicht übertönen kann. Der Lobbyismus in Deutschland hat System, weil es keine Kontrolle gibt. Transparenz ist unserer Regierung momentan ein absolutes Fremdwort. Und oft geht der Lobbyismus so weit, dass er von Korruption nur noch schwer zu unterscheiden ist. Um nur wenige Beispiele zu nennen: Alfred Sauter (CSU), Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) verkaufen “privat” überteuerte Masken gegen Provision an den Staat. Julia Klöckner (CDU) nimmt fröhliche Videos zusammen mit dem Nestlé-CEO auf. Sigmar Gabriel (SPD) war bis vor einiger Zeit noch Vizekanzler – jetzt lobbyiert er fleißig für die Deutsche Bank und Tönnies. Angela Merkel (CDU) kippt eine fertig verhandelte Abgas-Norm der EU-Kommission und erhält am darauffolgenden Tag eine Parteispende von BMW-Großaktionär:innen Klatten und Quandt über 690.000 Euro. Tobias Zech (CDU) berät korrupte, rechtskräftig verurteilte Politiker aus Nordmazedonien. Gero Hocker (FDP) lässt sich von der Agrar- und Tabaklobby für Werbevideos bezahlen. Armin Laschets (CDU) Sohn fädelt einen großen Maskendeal mit dem Land NRW ein. Zufall? Philipp Amthor (CDU) schreibt eifrig Briefe für Augustus Intelligence. Dafür lässt er sich mit Schampus-Partys, Flügen nach New York und Aktienoptionen verwöhnen. Joachim Pfeiffer (CDU), Axel Fischer (CDU), Karin Strenz (CDU), Eduard Lintner (CSU) machen gegen Geld Werbung für das Unrechts-Regime Aserbaidschan. Jens Spahn (CDU) hat fragwürdige Kredite über 4.1 Millionen Euro für seine Privatvilla aufgenommen. Außerdem kaufte sein Ministerium 570.000 Schutzmasken bei Burda, dem Arbeitgeber seinen Ehemannes. Das ist eine lange und nicht einmal ansatzweise vollständige Liste. Und die Einschläge kommen näher! Ich finde: Wir haben ein Recht zu erfahren, wer hinter verschlossenen Türen Einfluss auf die Politik nimmt. Wer ein öffentliches Amt bekleiden will, muss auch öffentlich Rechenschaft ablegen. Dafür braucht es strenge, verbindliche Regeln. Selbstverpflichtungen oder Ehrenerklärungen reichen nicht. Und das gerade verabschiedete Lobbyregister ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Um Lobby-Skandale zukünftig zu verhindern, fordere ich gläserne Politiker:innen, die kein Geld von der Wirtschaft nehmen und uns Bürger:innen gegenüber offen und transparent sind! Konkret heißt das: Ein absolutes Verbot von bezahlter Lobbyarbeit.Solange Abgeordnete und Vertreter:innen der Ministerien für uns arbeiten, dürfen sie nur uns vertreten. Interessenkonflikte müssen ausgeschlossen werden. Die Offenlegung und Deckelung aller Nebeneinkünfte und Firmenbeteiligungen von Mandatsträger:innen.Das Mandat muss Haupt- und nicht Nebenjob sein, damit unsere Abgeordneten unabhängig bleiben. Daher müssen Nebentätigkeiten auf 30% des Verdienstes und Unternehmensbeteiligungen auf 25% gedeckelt werden! Eine Obergrenze für Parteispenden.Die Parteienfinanzierung ist in Deutschland öffentliche Aufgabe. Sie darf keinen Interessenvertreter:innen verpflichtet sein. Wie in Frankreich auch müssen Parteispenden von Unternehmen verboten werden und dürfen von Privatpersonen nicht die 7500 Euro pro Jahr überschreiten. Eine verbindliche Karenzzeit von mindestens zwei Jahren für den Wechsel von Politiker:innen in die Wirtschaft. In der Wirtschaft ist es bewährte Praxis, dass ein CEO nicht gleich in den Aufsichtsrat einzieht. Das muss umsomehr für die Politik gelten. Transparenz über alle Lobby-Kontakte der Politik.Die Kanzlerin vertritt gemäß ihrem Amtseid ausschließlich die Interessen der Bürger:innen dieses Landes und bekleidet ein öffentliches Amt. Derzeit blockiert sie hartnäckig jegliche Transparenz über die Einflussnahme von Konzernen und Interessensgruppen. Warum? Was wird hier versteckt? Frau Merkel, ich appelliere an Sie: Legen Sie endlich den Lobby-Sumpf noch in dieser Legislaturperiode trocken, um das Vertrauen in die Politik wiederherzustellen! Sie waren es, die über die CDU-Parteispendenaffäre an die Macht gekommen ist. Sorgen Sie dafür, dass sich die Ereignisse nicht wiederholen! Ich kündige dem ausufernden Lobbyismus, der immer neue Größenordnungen anzunehmen scheint. Kündigen Sie mit mir? Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen für eine transparente, funktionierende Demokratie und gegen Hinterzimmerdeals und Vorteilsnahme! Ich zähle auf Ihre Unterstützung! Herzlichen Dank,Rifka Lambrecht, Jugendrat der Generationen Stiftung P.S.: Diese Arbeit wäre ohne die Hilfe von tausenden Unterstützer:innen nicht möglich. Egal ob Sie unseren Newsletter abonnieren oder uns mit einer kleinen Spende unterstützen können – bitte verbünden Sie sich mit uns im Kampf für Generationengerechtigkeit!

Rifka Lambrecht und die Generationen Stiftung
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Started 1 year ago

Petition to Bundesregierung, Bundestag

Waffen, Wein, Weiter so? - Lobbygeschenke an die Politik verbieten!

Waffen, Wein, Weiter so? - Geschenke an die Politik verbieten! Wir, Larissa Aldehoff und Sara Nanni, sind überzeugte Demokratinnen, Friedensaktivistinnen und Mitglieder in Demokratischen Parteien. Im Studium der Friedens- und Konfliktforschung haben wir uns vor vielen Jahren kennengelernt. Sara ist heute Wissenschaftlerin, Larissa arbeitet zur Zeit für einen Wohlfahrtsverband. Wir wissen, wie Politik funktioniert und auch, wie sie nicht funktionieren sollte. Und wir wissen, welchen Schaden Rüstungsexporte in Krisengebieten anrichten. Wir wollen nicht, dass Demokratie von der Rüstungslobby kaputt gemacht wird und Geschenke Politiker*innen beeinflussen oder sogar korrumpieren. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung:  Vollständiges Verbot von Geschenken an Abgeordnete, Minister*innen und Beamt*innen Kritische Distanz zwischen Rüstungsindustrie und Politik - Karrenzzeiten verlängern und Verstöße ahnden Transparenz über Rüstungsexportgenehmigungen z.B. in Form eines parlamentarischen Sondergremiums Ende der Strafbarkeit für Minister*innen, die über Sitzungen des Bundessicherheitsrats sprechen wollen Ein Verbandsklagerecht für Rüstungsexportgenehmigungen, damit deren teilweise Illegatlität endlich festgestellt werden kann (analog zu den Umweltverbänden) Schließung aller Rechtslücken bei Investionen in ausländische Rüstungsunternehmen und Transfer-of-Knowledge Deals Wie nah sind sich Industrie, Behörden und Politik im Rüstungsbereich? Eine Recherche von Correctiv gemeinsam mit Frontal21 und Stern zeigt: zu nah.  Ein libanesischer Geschäftsmann hat im Umfeld umstrittener Rüstungsexportgenehmigungsverfahren teure Weine an Spitzenpolitiker in Berlin verschenkt. Laut Bundestagsverwaltung müssen diese bis zu einem Wert von 5000 Euro nicht mal gemeldet werden. Derzeit gibt es ein unübersehbares Wirrwarr an Regelungen, die Geschenke an Minister*innen, Abgeordnete und Beamt*innen regeln. Wir fordern von der Bundesregierung: jegliche Geschenke an Minister*innen, Abgeordnete und Beamte sollten verboten werden. Für uns ist klar: dieser Fall hat mehr als ein Geschmäckle und fällt nicht vom Himmel!  Auch an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gingen die Geschenke - in seiner Zeit als Außenminister! Das hätte er der Bundesregierung melden müssen und hat es nicht getan! Ob sich Bundespräsident Steinmeier wegen der fehlenden Meldung zudem strafbar gemacht hat, muss die Staatsanwaltschaft ermitteln.  Seit Jahren fordern Opposition, die Friedensbewegung und Teile der Friedens- und Konfliktforschung mehr Transparenz über die Genehmigungsverfahren und ein Stopp der Exporte in Krisengebiete und an autoritäre Regime. Aus gutem Grund: im November 2019 ist ein weiterer Fall ans Licht gekommen, der die gefährliche Nähe zwischen Industrie, Behörden und Bundesregierung aufzeigt. Rheinmetall soll 2017 ohne Genehmigung Schiffe der emiratischen Marine in Eritrea aufgerüstet haben.  Die Bundesregierung entscheidet nach wie vor in dem stillen Kämmerlein namens 'Bundessicherheitsrat' über politisch heikle Genehmigungsentscheidungen. Über die Ergebnisse werden Bundestag und Öffentlichkeit nicht informiert. Im Gegenteil: Minister*innen, die im Bundessicherheitsrat sitzen, können strafrechtlich belangt werden, wenn sie aus dem Gremium berichten! Das ist das Gegenteil von Transparenz und Nachvollziehbarkeit! Die Behörden und die Politik müssen aufhören, so enge Kontakte zur Rüstungsindustrie zu pflegen, wie das bisher der Fall ist. Zuallererst gehören alle Geschenke an Abgeordnete und Beamte restlos verboten. Die Gefahr der Vereinnahmung ist einfach zu hoch. Es tut dem gesellschaftlichen Frieden und dem Vertrauen in die Politik nicht gut, wenn tatsächlich oder vermeintlich Politiker*innen ihre Entscheidungen auch nach Maßgabe solcher Vereinnahmungsversuche treffen.  Die Menschen in Kriegs- und Krisengebieten, in Staaten in denen Menschenrechte missachtet und Oppositionelle verfolgt werden, haben es verdient, dass wir uns in Deutschland unserer Mitverantwortung für Krieg und Frieden weltweit bewusst sind. Eine transparente Gestaltung von Rüstungsgenehmigungsverfahren und eine Politik, die Umgehungen von Gesetzen durch die Industrie verhindert, ist das Mindeste, was man erwarten können muss.  Bild: ZhengZhou, Non-Violence sculpture in front of UN headquarters NY, CC BY-SA 3.0 

Sara Nanni, Larissa Aldehoff
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Update posted 2 years ago

Petition to Innenminister Herbert Reul, Landesregierung NRW

Hambacher Wald: Jetzt heimliche Deals zwischen Innenminister Reul und RWE aufdecken!

Hat die Landesregierung auf direkten Wunsch von RWE den Hambacher Wald geräumt? Dieser Verdacht steht im Raum. Hilf uns, ihn aufzuklären und für eine andere Klimapolitik zu streiten! Vor einem Jahr ließ die Landesregierung Baumhäuser im Hambacher Wald räumen - angeblich wegen Brandschutz- und Baurechtmängeln. Schon damals schien dieser Grund vorgeschoben. Denn die Rodungssaison stand bevor: Der Energiekonzern RWE wollte den Wald unbedingt abholzen um dreckige Braunkohle abzubaggern. Was folgte, war einer der größten Polizeieinsätze der Landesgeschichte. Inzwischen haben wir Gewissheit: Die Landesregierung hat mithilfe von zwei Geheimgutachten gezielt Vorwände gesucht, den Wald zu räumen. Innenminister Reul behauptete noch vor Kurzem, dies habe nichts mit dem Wunsch von RWE zu tun, den Wald zu roden. Nun gibt er doch zu: Es gab zuvor mehrere Gespräche mit RWE! Wir wollen, dass Innenminister Reul endlich aufhört zu tricksen und täuschen und mit der ganzen Wahrheit rausrückt! Was hat die Landesregierung in ihren Hinterzimmertreffen im Sommer 2018 mit RWE besprochen und vereinbart? Wieso wurde der Wald wirklich geräumt? Dazu muss Innenminister Reul am 12. September im Innenausschuss des Landtages alles auf den Tisch legen!  Hilf uns, jetzt Druck auf Innenminister Reul und die Landesregierung auszuüben. Wir wollen eine ehrliche Politik. Wir alle verdienen die Wahrheit - die Bürger*innen NRWs und auch die Polizist*innen, die letzten Sommer im Hambacher Wald Überstunde um Überstunde geschoben haben. Es kann nicht sein, dass die Landesregierung Klimaschutz predigt, im Geheimen aber Politik für RWE und seine dreckigen Braunkohle-Profite macht. Wir wollen den Hambacher Wald erhalten. Und wir fordern, dass der Kohleausstieg in NRW endlich umgesetzt wird. Die Landesregierung muss endlich Tempo machen beim Klimaschutz. Wir wollen, dass Innenminister Reul endlich aufhört zu tricksen und täuschen und mit der ganzen Wahrheit rausrückt!  Unterschreibe und teile diesen Aufruf!

Mona Neubaur
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