Topic

Insektensterben

3 petitions

This petition won 7 months ago

Petition to Schweizer Regierung und Parlament

Insektensterben aufklären!

In den letzten dreissig Jahren ist wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden. Das gefährdet nicht nur zahllose Tiere und Pflanzen - der Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen steht auf dem Spiel. Deshalb verlangen wir von den Behörden ein rasches und konsequentes Handeln! Wir fordern den Bundesrat und das Parlament auf: Die Ursachen und die Tragweite des Insektensterbens in den verschiedenen Regionen der Schweiz wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen und dafür umgehend genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Aktionspläne Biodiversität, Bienengesundheit und Pflanzenschutzmittel unverzüglich und konsequent umzusetzen. Weitergehende, wirkungsvolle Massnahmen gegen das Insektensterben an die Hand zu nehmen, beispielsweise durch die Förderung von vielfältigen Lebensräumen und die Reduktion der Lichtverschmutzung. Die Bevölkerung für den unermesslichen Wert der Insekten für das Ökosystem und das menschliche Wohlergehen zu sensibilisieren.   Hintergrund: Was man bei den Bienen schon länger beobachtet, zeichnet sich nun auch für viele weitere Insekten ab: Forschungsergebnisse aus Deutschland zeigen, dass in den letzten dreissig Jahren mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden sind. Wie stark die Schweiz betroffen ist, weiss man heute noch immer nicht genau. Doch wer sich achtet, dem fällt auf: am Tag und in der Nacht brummt und summt es heute viel weniger als früher. Fast nichts kreist mehr um die Strassenlampen. Die Windschutzscheibe bleibt auch nach langen Fahrten frei. Das klingt für einige vielleicht erfreulich, doch in Wahrheit ist es dramatisch: denn Insekten sind eine unersetzliche Grundlage unseres Ökosystems. Vögel, Frösche, Fische, Igel, Fledermäuse und zahlreiche andere Tiere ernähren sich von Insekten. Ohne Insekten sind auch sie bald verschwunden. Genau so ergeht es den Wild- und Kulturpflanzen, die auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen sind. Das Insektensterben gefährdet also die Nahrungsmittelproduktion, ganze Ökosysteme und damit unsere eigene Lebensgrundlage! Warum die Insekten in der Schweiz verschwinden, darüber bestehen teilweise nur Vermutungen. Klar ist, dass die intensive Prägung der Umwelt durch den Menschen eine zentrale Rolle spielt. Im Rahmen der Landwirtschaft steht u.a. der Einsatz von gewissen Pflanzenschutzmitteln im Fokus der Diskussion. Eine entscheidende Rolle dürften auch die zunehmende Überbauung und Versiegelung der Landschaft und die Lichtverschmutzung spielen. Auf jeden Fall braucht es gute Entscheidungsgrundlagen – also mehr Fakten – um die richtigen Massnahmen zu ergreifen. Und es braucht eine Information der Öffentlichkeit und der Verursacher, damit jeder – die Unternehmen, die Land- und Forstwirte, die Gemeinden, die Städte, die Kantone und der Bund und jede und jeder Einzelne von uns – seinen Beitrag leisten kann. Wir fordern deshalb den Schweizer Bundesrat und das Parlament auf, das Insektensterben unverzüglich aufzuklären, die Bevölkerung umfassend zu informieren und wirksame Massnahmen an die Hand zu nehmen. Wo der Handlungsbedarf heute bereits erkannt ist, darf nicht länger zugewartet werden. Bestehende Massnahmenpläne (Biodiversität, Bienengesundheit, Pflanzenschutzmittel) müssen sofort wirkungsvoll umgesetzt werden. Setze jetzt ein Zeichen und unterschreibe diese Petition. Hilf mit, die Schweiz aufzurütteln!

Sebastian Jaquiéry
2,794 supporters
Update posted 2 months ago

Petition to Julia Klöckner, Bundeslandwirtschaftsministerin

Schluss mit Pestiziden und der Vergiftung von Schmetterlingen!

Ich bin Dr. Robert Trusch, beschäftige mich seit über 40 Jahren mit Schmetterlingen und ich bin als Wissenschaftler im Naturkundemuseum Karlsruhe für die Schmetterlingssammlung mit mehr als zwei Millionen Exemplaren zuständig. Leider stehen heutzutage schon ein Drittel aller Schmetterlingsarten Deutschlands auf der Roten Liste! Schuld daran sind die intensive Landwirtschaft, Überdüngung und Pestizide – vor allem Neonikotinoide, die unsere Schmetterlinge vergiften. Deshalb starte ich gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe diese Petition. Wir fordern die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, endlich etwas gegen das Sterben der Schmetterlinge zu unternehmen. Bitte unterstützt diese Petition mit eurer Stimme! Und schreibt hier noch eure persönliche E-Mail an Julia Klöckner, um den Protest zu verstärken: www.duh.de/schmetterlinge-protest Gerade Neonikotinoide sind besonders gefährlich für Schmetterlinge, aber auch für viele andere sensible Insekten und letztendlich auch für uns Menschen. Sie sind bis zu 7.000-mal giftiger als das längst verbotene Pestizid DDT. Das perfide: auch geringste Dosen machen Insekten krank und schädigen z.B. ihr Immunsystem. Das Gift der Neonikotinoide durchdringt die Pflanze bis in die Blüten und wirkt wie ein Nervengift. Und Neonikotinoide gelangen sogar in unsere Naturschutzgebiete jenseits der Felder! Am 27.04.2018 haben die EU-Länder ein Teilverbot von Neonikotinoiden beschlossen. Das ist ein ganz wichtiger erster Schritt. Aber wir müssen dranbleiben, damit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze ihre Versprechen wirklich halten und jetzt nicht aufhören, sich für Schmetterlinge, Bienen und Co. stark zu machen! Darum fordern wir weiterhin: Dass Neonikotinoide und gesundheitsschädliche Pflanzengifte wie Glyphosat EU-weit nicht mehr zugelassen werden. Für Deutschland brauchen wir ein Sofortverbot, denn trotz aller Ankündigungen eines Teilverbotes durch die EU ist ihr Einsatz bei uns kaum zurückgegangen! Dass die Bundesregierung ein umfassendes nationales Pestizidreduktions-Programm verabschiedet, damit die Agrarindustrie nicht einfach auf andere Insekten- oder Pflanzengifte ausweichen kann. Dass das Pestizid-Zulassungsverfahren reformiert wird: Hersteller sollen nachweisen müssen, wie ein Pestizid auf wildlebende Bestäuber-Insekten und auch auf die menschliche Gesundheit wirkt. Bitte unterstützt unsere Forderungen mit eurer Stimme. Schreibt hier außerdem noch eure Protestmail an Julia Klöckner: www.duh.de/schmetterlinge-protest. Wir müssen die Bundesregierung jetzt unter Druck setzen und sie auffordern, sich ganz konkret für den Schutz der Schmetterlinge einzusetzen: Damit wir auch in Zukunft noch die Gaukler der Lüfte in unserem Garten oder auf Waldwiesen bestaunen können. Ganz herzlichen Dank! Euer Dr. Robert Trusch und die Deutsche Umwelthilfe   PS: Als gemeinnütziger Verein ist die Deutsche Umwelthilfe e.V. auf Spendengelder angewiesen, um wirksam gegen Pestizide und für den Schutz der Schmetterlinge eintreten zu können. Über eure Unterstützung als Schmetterlings-Pate würde sie sich sehr freuen: www.duh.de/schmetterlinge

Dr. Robert Trusch und die Deutsche Umwelthilfe
158,310 supporters
Update posted 2 months ago

Petition to Angela Merkel (CDU), Bundesregierung, Svenja Schulze, Anja Karliczek, Beate Jessel, Maria Krautzberger, Julia Klöckner

Artenvielfalt erforschen, Artensterben stoppen!

DE / EN Walsterben, Insektensterben, Vogelsterben: Wildtiere, Groß und Klein, werden immer seltener und sterben schließlich aus. Überall ist die Artenvielfalt massiv bedroht, man spricht schon vom 6. Massenaussterbe-Ereignis der Erdgeschichte. WIR vernichten Lebensräume, wie artenreiche Regenwälder und Korallenriffe. WIR betreiben industrielle und rücksichtslose Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft und WIR vergiften und verschmutzen die Umwelt (Pestizide, Plastik im Meer, usw.). Dazu kommen Klimawandel, die Ozeanversauerung und viele weitere, rasant zunehmende globale Bedrohungen. Der Artenschwund ist die am übelsten überschrittene und leider auch die einzige irreversible "planetarische Grenze". Beim Aussterben gilt: „Futsch ist futsch“, mit unabsehbaren Konsequenzen für uns alle. Wir fordern deshalb: Artensterben stoppen! Schutzmaßnahmen für Tiere, Lebensräume, Umwelt und Klima müssen endlich die nötige Priorität bekommen! Wie viele und welche Arten gibt es eigentlich auf der Erde? Wir wissen es nicht einmal annähernd: Sind es insgesamt 3 oder 10 oder 100 Millionen Tierarten? Und wie viele davon sterben gerade aus? Man schätzt 20.000 bis 50.000 Arten verschwinden pro Jahr. Alle paar Minuten eine, Tendenz steigend! Wie viele und welche Arten bleiben wohl bis zum Jahr 2050 übrig, wie viele bis 2100? Werden unsere biologisch verarmten Böden, Wälder und Meere dann noch funktionieren? Uns ausreichend Nahrung, Arzneimittel, Erholung, sauberes Wasser und Sauerstoff liefern? Und was genau verlieren wir mit der schwindenden genetischen und ökologisch-funktionellen Diversität noch alles? NIEMAND weiß es auch nur annähernd! Wir fordern deshalb: Artenvielfalt erforschen, solange es sie noch gibt! Wir brauchen dringlichst Daten, welche Arten es wo gibt und was sie dort tun. Solange es sie noch gibt. Denn klar ist: Man schützt nur, was man schätzt, und man schätzt nur, was man kennt. Also brauchen Arten eine Identität! Sie brauchen, wie wir Menschen auch, Namen, Gesichter und Geschichten, um in ihrer Existenz wahrgenommen und in ihrem Recht auf Existenz akzeptiert zu werden! Uns Menschen muss bewusst werden, für welche Fülle an Arten, an Leben, an Leistungen in der Natur wir verantwortlich sind. Unser Ziel ist deshalb die globale Erfassung der Tierarten, als Grundlage für wirksamen Schutz und effektive Kontrolle der Schutzbemühungen. Wir brauchen viel mehr taxonomische Grundlagenforschung und fordern als erste Sofortmaßnahme 100 zusätzliche Dauerstellen für TaxonomInnen an deutschen Museen und Universitäten! Begleitend starten wir unsere Petition auch weltweit, auf Englisch und Spanisch, und richten unseren Appell für eine internationale, kooperative und effiziente Arteninventur an die Vollversammlung der UNO. Herzlichen Dank für Eure Unterstützung! Michael und Vreni PS: Wir, Prof. Dr. Michael Schrödl und Dr. Vreni Häussermann, Preisträgerin der renommierten Rolex Awards 2016, sind Biologen. Als Erforscher des Lebens haben wir es schlichtweg satt, hilflos zusehen zu müssen, wie die üppige Vielfalt des Lebens – die wir als Menschheit dringend brauchen – fast überall auf der Welt immer schneller vor die Hunde geht. Wir wollen informieren, wachrütteln und konkrete Lösungsansätze aufzeigen. Es ist allerhöchste Zeit die Arten zu erforschen und das große Artensterben zu stoppen! Damit aus der Vielfalt des Lebens, der Biodiversität, nicht allzu rasch und überraschend „BiodiversiTOT“ wird, haben wir ein aufrüttelndes, kritisches, auch provokantes Buch geschrieben (www.biodiversitot.de Wir schicken es an die Parlamentarier und wollen es Frau Dr. Merkel möglichst medienwirksam persönlich überreichen.

Michael Schrödl
116,745 supporters