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hebammen

4 petitions

Update posted 3 weeks ago

Petition to Emilia Müller, Melanie Huml, Dr. Doris Pfeiffer, Hermann Gröhe, Manuela Schwesig

Neuer Aufschrei zur Situation von Geburten in Deutschland

Wieder tritt ein Notstand in deutschen Kreißsälen ein:Das Landkreisklinikum Erding meldet, es könne in den kommenden Sommermonaten Juli, August und September aus Mangel an Beleghebammen, nur von Montag bis Freitag geplante Kaiserschnitte durchführen.Der Landkreis Erding hat 133 747 Einwohner (aktuellster Stand 2015), 2016 gab es 694 Geburten im Klinikum und der Landkreis wächst schnell und hat eine junge Bevölkerung.München meldet schon seit 2015 hoffnungslose Überlastung der Kreißsäle:https://www.welt.de/regionales/bayern/article145385421/Muenchner-Kreisssaele-platzen-aus-allen-Naehten.html Durch das Schließen der geburtshilflichen Abteilung wird es ab Juli nicht möglich sein, im Klinikum Erding auf natürliche Weise zu gebären. Dies ist für Schwangere aus dem Landkreis unzumutbar und ein gravierender Einschnitt in die individuelle und körperliche Unversehrtheit von Mutter und Kind.Geburt ist keine Krankheit. Geburt ist ein lebendiger und natürlicher Prozess. Die heutige Medizin für Notfälle im Hintergrund zu haben, ist ein großer Vorteil. Hier ein Link wo Sie sehen, wie viele Geburtsstationen allein in bayerischen Kliniken schon geschlossen wurden.http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/bad-aibling-entbindung-100.html Diese Entwicklung ist menschenunwürdig und skandalös. Wir Bürger wissen dass genügend Geld da ist, um die Situation zu bereinigen.Niemand hat das Recht, den natürlichen Prozess der Geburt auf einen medizinisch kontrollierten Eingriff zu reduzieren oder ihn durch eine Operation (Kaiserschnitt) zu ersetzen. Wir wollen und brauchen genügend Hebammen, die ohne Stress Geburten in ihrem natürlichen Prozess begleiten und zwar in Kliniken, Geburtshäusern und zu Hause. Grundgesetz Artikel 2 (1): Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. Wir fordern:1. eine kurzfristige Lösung zur geburtshilflichen Grundversorgung im Kreisklinikum Erding2. die dringende Verbesserung der Entlohnung für Hebammen3. die dringende Erleichterung der Versicherungssituation der Hebammen Beide letztere Punkte sind dafür verantwortlich dass Hebammen sich aus ihrem Beruf zurückziehenund dass zu wenige Frauen den Beruf der Hebamme ergreifen wollen.http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-04/hebammen-krankenhaeuser-geburten-geburtenrate-geburtshilfe Nachdem schon jahrelang bundesweite Protestaktionen wegen der Situation der Hebammen laufen und anscheinend ignoriert werden, richten wir aus aktuellem Anlass diese Petition an bayerische Ministerien und wiederum an den GVK Spitzenverband. Wir bitten aber alle Bürger:Bitte unterstützen Sie uns, damit in Deutschland gesehen wird, dass wir nicht bereit sind, die Geburt kommerziellen Interessen zu opfern! Sehr geehrte PolitikerInnen,bitte nehmen Sie die Bedürfnisse Ihrer Bürger endlich wahr!

Ute Moie
1,706 supporters
Update posted 6 months ago

Petition to Herr Bundesminister Hermann Gröhe, Frau Ministerin Barbara Steffens, Herr Dr. Bernard große Broermann

Verhindern Sie die Schließung der Geburts- und Neugeborenenstation in Sankt Augustin!

An der Asklepios Klinik in Sankt Augustin sollen die Geburtsstation und die Neonatologie, die sich um die medizinische Versorgung von Frühgeburten und kranken Neugeborenen kümmert, geschlossen werden. Die einschneidenden Neuigkeiten erfuhren viele Mitarbeiter der Geburtsstation, die erst vor wenigen Monaten für ihre erstklassige Arbeit von der Zeitschrift FOCUS in die Liste der Top-Geburtskliniken Deutschlands aufgenommen wurde, und ihre Kollegen, noch vor der Mitteilung der Geschäftsführung, durch eine Zeitungsmeldung.  Die Asklepios-Konzernleitung hielt es offensichtlich in dieser Situation nicht für angemessen, im Vorfeld klinikintern mit den betroffenen Mitarbeitern über ihre weitreichende Entscheidung zu sprechen.  Von der drohenden Schließung in Sankt Augustin sind 125 Mitarbeiter betroffen, betriebsbedingte Kündigungen wolle der Konzern „nach Möglichkeit ausschließen". (Quelle: Bonner Generalanzeiger)   Erst vor sechs Jahren war die Geburtshilfe in der Sankt Augustiner Klinik gestartet – in einem mehr als 1200 Quadratmeter großen Neubau auf den bestehenden Operationssälen.  Rund 1000 Geburten betreuen die Mitarbeiter pro Jahr, 42 Prozent davon sind Kaiserschnittgeburten. Die Personaldecke ist dünn, Überstunden der Regelfall und der Teamgeist trotz allem fantastisch! Hier arbeiten großartige Ärztinnen und Ärzte, leidenschaftliche Hebammen und Krankenschwestern und tolle Helferinnen und Helfer! Würde die Schließung durchgesetzt, könnten im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis demnächst nur noch nur noch in den Krankenhäusern in Troisdorf, Sieglar und Bad Honnef Kinder zur Welt kommen. Für werdende Eltern in der Region eine dramatische Entwicklung, denn im Notfall sind die Entfernungen zur nächsten Entbindungsstation entscheidend! Mit der Spezialisierung komme die Asklepios Klinik „dem politischen Willen nach Spezialisierung in klinischen Bereichen nach“, heißt es. Es sei ein strategischer Schritt, die Wirtschaftlichkeit spiele keine Rolle.  Bitte verhindern Sie, dass sichere Geburten und die Gesundheit von Neugeborenen und Müttern in der Region gefährdet werden und machen Sie die Entscheidung rückgängig!

Daniel von Rosenberg
38,599 supporters
Update posted 9 months ago

Petition to Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

Den Beruf der Hebamme retten - Mit nur fünf Forderungen an die Politik

Eine Schiedsstelle hat zugunsten der Versicherungswirtschaft einen Gebührenvertrag bestätigt der den Hebammen Handlungsspielraum beschneidet, obwohl dieser Handlungsspielraum durch ein Bundesgesetz seit vielen Jahrzehnten gesichert ist. So entsteht der Skandal im Rechtsstaat, dass ein Gebührenvertrag ein Gesetz hintergeht, und Gesundheitsdiensleistungen von  Kaufleuten entschieden werden. Natürlich haben Versicherungskaufleute andere Entscheidungskriterien als Gesundheitsfachleute, aber wenn es um Mutter-Kind-Gesundheit geht sollte der Sachverstand nach evidenzbasierter Medizin entscheiden.  Daher ist von der Politik zu fordern, dass ministerielle Beschlüsse die Grenzen des Verhandelsbaren im Streit um die Hebammenbezahlung festlegen.   Die Grenzen des Verhandelbaren müssen sein: 1. eigenständiges Diagnostizieren, Behandeln und Weiterleiten von Frauen mit gesundheitlichen Risiken 2. keine Bevormundung der Hebammen durch Fachärzte, die in ihrem Ausbildungsgang die Begleitung von gesunden Geburtsprozessen gar nicht kennen lernen 3. eine gerechte und transparente Gebührenstruktur, die Leistungen nach Zeitfaktor bezahlt (Hebammenhilfe immer nach angefangenen halben Stunden, nicht nur vor der Geburt) 4. Hebammenhilfe sollte im ganzen ersten Lebensjahr des jüngsten Familienmitglieds mit einem kleinem Terminkontingent selbstverständliche Kassenleistung sein 5. die Haftpflichtversicherungsprämien müssen gedeckelt werden - ein staatlicher Haftpflichtfond muss die Sicherheit der außerklinischen Geburtshilfe auch für Ärzte abdecken (siehe diverse Modelle aus dem europäischen Umland) Der durch Schiedsstellenbeschluss seit dem 12. November 2015 gültig gewordene Hebammengebührenvertrag widerspricht den ersten vier Punkten und damit auch im ersten Punkt dem Bundeshebammengesetz. In dieser Situation ist Frauen in unserer Gesellschaft das Selbstbestimmungsrecht beschnitten, weil die vollumfängliche Hebammenhilfe mangels Kostenträger nicht mehr zur Verfügung steht. Bitte bestätigen Sie mit Ihrer Unterschrift die Forderungen an die Politik, damit Sachverstand die Gesundheitspolitik bestimmt, und nicht der Kommerz. Damit auch unsere Enkelkinder noch von Hebammen betreut werden können.  

Birgit Przyrembel
7,294 supporters
This petition won 4 years ago

Petition to Dr. Carola Reimann, Jens Spahn, Maria Michalk, Prof. Dr. Michael Schierack, Johannes Singhammer, Stephan Stracke, Armin-Emil Lang, Hilde Mattheis, Annette Widmann-Mauz, Prof. Dr. Karl Lauterbach, Hubert Hüppe, Günter Baaske, Gesundheit- und Pflegegruppe der Koalitionsverhandlungen, Karl-Josef Laumann, Cornelia Prüfer-Storcks, Kristin Ahlheit, Melanie Huml, Christine Clauß, Emine Demirbüken-Wegener, Alexander Schweitzer

Menschenwürde ist kein Ehrenamt – Hebammen brauchen höhere Vergütungen #sicheregeburt

„Geburt ist keine Krankheit“, empfahl die Weltgesundheitsorganisation 1985. Fast dreißig Jahre später in Deutschland: Geburten werden zunehmend nicht nur als Krankheiten, sondern als Notfälle behandelt. Kein Wunder. Hebammen verdienen durchschnittlich 8,50 Euro die Stunde - bei immer weiter steigenden Beiträgen zur Berufshaftpflichtversicherung. Abzüglich Kosten und Steuern bewegen sie sich damit fast schon im Bereich des Ehrenamtes. In der Folge geben viele Hebamme die Geburtshilfe auf. Wenn sich an der Vergütung für Hebammen in nächster Zukunft nichts ändert, werden Frauen in der Schwangerschaft, während der Geburt, im Wochenbett und in der Stillzeit nicht mehr von Hebammen begleitet. Vor der Wahl haben Angela Merkel und Peer Steinbrück öffentlich ausgedrückt, für verbesserte Arbeitsbedingungen der Hebammen einzustehen. Ich bin Schriftstellerin und Mutter von zwei Kindern. Meine jüngste Tochter ist anderthalb. Noch immer zehre ich von der Begleitung meiner Hebamme während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Es war so wichtig, daß sie da war. Im Nachhinein beschleicht mich aber ein ungutes Gefühl, wenn ich bedenke, wie wenig sie dafür verdient hat. Für die nächsten Jahre wünsche ich mir ein drittes Kind. Ich werde die Betreuung meiner Hebamme dringend brauchen. Ich möchte, 1. daß sie ihre Arbeit unter berufspolitischen Aspekten noch anbieten kann und 2. ihre Arbeit in der Gewißheit annehmen können, daß auch sie gut versorgt ist. Mit dieser Petition wollen wir für das Recht der Frau auf Wahlfreiheit und eine hebammengeführte Geburtshilfe einstehen. Wir fordern deshalb die neuen Regierungsparteien auf, jetzt zu handeln und die Stabilisierung des Hebammenwesens in den neuen Koalitionsvertrag aufzunehmen.  1. Wir fordern, daß zur Sicherung des Hebammenwesens und zum Schutz der Wahlfreiheit in Kooperation mit Hebammenverbänden und Krankenkassen höhere Vergütungen für Hebammen sichergestellt werden. Dabei müssen die explodierenden berufsbedingten Kosten, insbesondere die weiter steigenden Prämien zur Haftpflicht, und die hohe Verantwortung, die Hebammen tragen, berücksichtigt werden.  2. Wir fordern dazu auf, eine Lösung für die Haftpflichtproblematik zu finden. 3. Wir fordern dazu auf, die Stabilisierung des Hebammenwesens schnell voranzutreiben. Die Gründung einer interministeriellen Facharbeitsgruppe war ein erster wichtiger Schritt. An diesen soll mit einem fachübergreifenden Runden Tisch angeknüpft werden, um gemeinsam an einer menschenwürdigen Geburtshilfe zu arbeiten.    Wir erinnern Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU/CSU) an das Versprechen, das sie Hebamme Nitya Runte im Rahmen des Bürgerdialogs gegeben hat: Sie werde sich persönlich einschalten, falls die Ergebnisse der interministeriellen Facharbeitsgruppe zu keinen absehbaren Veränderungen der Einkommens- und Haftpflichtsituation führen sollten. Wir erinnern außerdem die SPD daran, daß Peer Steinbrück zum Thema Teure Haftpflichtversicherungen für Hebammen in der Wahlarena erklärte: „Das Problem ist erkannt." Jetzt sollen den Worten Taten folgen! Bitte unterschreiben Sie jetzt, wenn Sie sich für ein stabiles Hebammenwesen in Deutschland und die Gesundheit für Mutter und Kind einsetzen. Sobald Sie unterschrieben haben, leiten Sie diese Petition an Ihre Freunde und Bekannten weiter. Was wäre, wenn es keine Hebammen gäbe? 1. Eine Hebamme betreut eine Frau: Undenkbar. Personal ist Geld. Schon jetzt sind 1:1-Betreuungen in Kliniken selten.  2. Ohne außerklinische Geburtshilfe könnten Schwangere nicht wählen, wo sie entbinden.  3. Geburten im PKW oder auf dem Rastplatz nähmen zu, weil die Wege zur nächsten Klinik zu weit sind. 4. Um gebären zu können, schüttet die Frau Oxytocin und Endorphine aus. Das geschieht nur, wenn die Frau sich ruhig und sicher fühlt. Dauerüberwachung, wechselndes Personal und Apparatemedizin geben nicht jeder Frau das Gefühl, daß alles in Ordnung ist. Der gestreßte Körper schüttet nicht Oxytocin und Endorphine, sondern Adrenalin aus. Adrenalin fördert die Geburt nicht, sondern hemmt sie. Keine Hebammen – mehr Interventionen, mehr Notkaiserschnitte, mehr Wochenbettdepressionen. 5. Die Frau hat Angst vor der Geburt? Ihr Kind trinkt nicht? Sie hat eine verhärtete Brust? Sie weiß nicht, was sie tun kann, wenn ihr Kind schreit? Sie traut sich nicht, ihr Neugeborenes zu baden? – Mit diesen Fragen bleibt sie allein.  Welche Lösungen könnte es geben? Haftpflichtprämien pro Geburt (anstelle pro Hebamme) wären eine Möglichkeit. Eine andere: Norwegen hält Haftpflichtprämien für Hebammen mit Hilfe eines Fonds gering. Schottland konnte seine Kaiserschnittrate durch Stärkung des Hebammenwesens senken. Die Rechte liegen bei den Familien:  2010 hat eine ungarische Schwangere, Anna Ternovsky, den Staat Ungarn verklagt. Grund: Mangels außerklinisch arbeitender Hebamme sah sie sich in ihrer Wahlfreiheit beschnitten. Anna Ternovsky hat den Fall gewonnen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gesteht Frauen nach Artikel 8 der Menschenrechtskonvention ein Recht auf Wahlfreiheit zu. In Deutschland wurde die Wahlfreiheit zusätzlich durch das Pflegeneuausrichtungsgesetz im SGB V § 24 f verankert. . Was kostet eine Geburt? Geburt im Geburtshaus: 467,20 Euro Hausgeburt: 548,80 Euro Vaginalgeburt in einer Klinik: 1.594 bis 2.146 Euro Kaiserschnitt: 2.505 bis 5.366 Euro Die Kaiserschnittrate lag 2012 bei etwa 30%. Etwa 2% aller Geburten fanden außerklinisch statt.    Zu den Hintergründen hier mehr.    ++++++++++++++++   Unterzeichnet haben u.a.:   Prof. Dr. Barbara Duden, Historikerin, Soziologin, Medizinhistorikerin Angela Krauß, Schriftstellerin Anja Wagner-Scheid, Landesvorsitzende der Frauen Union Saar Dr. Juli Zeh, Schriftstellerin Ulla Lachauer, Dokumentarfilmerin und Autorin Hanna Strack, Theologin und Autorin Ulrike Hauffe, Leiterin der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau  Alexandra Gräfin von Schwerin, Schauspielerin Ulrike Almut Sandig, Schriftstellerin Vivien Weigert, Naturheilpraktikerin und Autorin Marlen Pelny, Schriftstellerin Mareike Greb, Tänzerin Tanja Dückers, Schriftstellerin Gundel Jannemann-Fischer, Englischhornistin Peter Fischer, Kontrabassist Prof. Helfried Strauß, Fotograf  Isabell Suba, Filmemacherin Katharina Deserno, Cellistin Melanie Schöne, Filmemacherin und Autorin Christine Trompka, Verlegerin und Autorin Dr. Silja Samerski, Biologin und Soziologin    Die Petition wird außerdem unterstützt von mamaprotest franken e.v., HappyBirthday Deutschland, Bürgerinitiative für eine Geburtshilfe im Landkreis Diepholz, Greenbirth e.V., Deutscher Hebammenverband e.V., Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V., Deutscher Fachverband für Hausgeburtshilfe e.V., Hebammen für Deutschland e.V., Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V. und Doulas in Deutschland e.V. 

Anke Bastrop
133,445 supporters