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gewalt

4 petitions

Update posted 2 months ago

Petition to Ulrike Hillmann, Daniel Günther, Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Bei Gewalt wegschauen als Goldstandard? - Nein danke!

Ist Wegschauen der neue Goldstandard? Gewalt ist keine Lösung, Wegschauen aber schon? Du hast weggeschaut? Das hast Du gut gemacht!   --- ? Welche Art von Gesellschaft möchten wir sein? Eine Wegschau-Gesellschaft? Oder eine Gesellschaft, in der Zivilcourage noch eine Tugend ist? Der Fall - ein Kieler Krimi aus dem echten Leben Ich möchte Euch hier die schockierende und unglaubliche Geschichte meiner Freundin erzählen. Vorgeschichte Meine Freundin hatte einen Unfall. Sie stellte sich im Klinikum in Schleswig-Holstein vor. Aus fachärztlicher Sicht war die Situation nicht kritisch. Der behandelnde neurologische Facharzt empfahl trotzdem die Nacht noch da zu bleiben, um ganz sicher zu gehen. Das ist nicht unüblich und so blieb meine Freundin zur Beobachtung über Nacht dort. Am nächsten Morgen wollte sie - wie mit dem Facharzt besprochen - das Krankenhaus verlassen. Dienst hatte jetzt ein fachfremder junger unerfahrener Arzt in Ausbildung. Ein Anästhesist. Er entschied, ohne dies zu begründen, dass meine Freundin bleiben müsse. Dies wollte meine Freundin nicht. Sie wollte - in Begleitung ihres Freundes - nach Hause. Plötzlich behauptete der Arzt, sie sei in akuter Lebensgefahr. Eine Aufklärung, woher er dies plötzlich kommen solle, verweigerte der Arzt ausdrücklich. Zusammen mit fünf weiteren Personen überfiel er daraufhin urplötzlich meine Freundin und schleppte sie über mehrere Meter zu ihrem Krankenbett und warf sie gewaltsam darauf. Anschließend fesselte man sie unter massiver Gewaltanwendung an beiden Händen, beiden Beinen und beiden Füßen. Der Freund meiner Freundin erhielt Hausverbot und musste die Station sofort verlassen. Vor der Stationstür musste er die verzweifelten Hilfeschreie meiner Freundin hilflos mit anhören. Eine Aufklärung erfolgte über den ganzen Zeitraum nicht. Ein Facharzt besuchte meine Freundin auch nicht. Eine über die bloße Beobachtung hinausgehende medizinische Behandlung erfolgte ebenfalls nicht. Sie blieb - ohne Grund - trotzdem bis zum nächsten Morgen gefesselt. Sie war dem Arzt komplett hilflos ausgeliefert. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, kam der Arzt und sagte, sie könne jetzt gehen, die angebliche Lebensgefahr sei vorüber. Ohne Untersuchung oder sonst etwas. Das alles war schon schlimm genug. Die Täter - der Arzt und das Klinikum - haften mit Schmerzensgeld und Schadensersatz. Das Gericht sagte, der Arzt hätte meine Freundin wenigstens aufklären müssen. Und er hätte auch nach dem Eindruck des Gerichts "die Eskalation der Situation von Anfang an gesucht". Auch die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass der Arzt eine massive Freiheitsberaubung begangen hatte. Wir reden hier von einem Zeitraum von über 24 Stunden in gefesseltem Zustand. Die Wegschau-Ärztin Meine Freundin war leider vor vielen Jahren schon einmal Opfer von massiver Gewalt gewesen. Um dieses Erlebnis zu verarbeiten, war sie bereits ein Jahr in Psychotherapie bei einer Fachärztin für Psychotherapie und Allgemeinmedizin gewesen, die auch psychotraumatologisch und sozialmedizinisch ausgebildet ist. Diese Fachärztin rief der Arzt an. Ohne das Wissen oder Einverständnis meiner Freundin. Er erhielt schon am Telefon diverse durch die Schweigepflicht geschützte Informationen über meine Freundin. Die Therapeutin verriet ihm sämtliche Diagnosen, die sie in der Therapie gestellt hatte uvm, bloß, weil der Arzt danach fragte. Sie kam nicht auf die Idee, meine Freundin vorher mal zu fragen, ob sie diese Angaben überhaupt weitergeben wissen will. Einige Zeit später kam diese Ärztin dann ins Klinikum,. Meine Freundin war bereits etwa 3 bis 4 Stunden gefesselt. Statt meiner Freundin Trost zu spenden oder ihr sonstwie seelischen Beistand zu spenden, meinte die Ärztin nur zu ihr, sie solle Verständnis für die Täter haben. Die Therapeutin meinte, der Arzt wirke auf sie völlig überfordert. Sicherlich wolle er sich doch nur vor einem Haftungsfall schützen für den möglichen Fall, dass vielleicht doch noch Komplikationen entstehen (dann hätte man meine Freundin gegen ihren Willen am Hirn operiert!). Sie bestätigte meiner Freundin, dass sie bei klarem Verstand sei und daher selbst über das ob und wie einer medizinischen Behandlung entscheiden dürfe. Sie wäre sich daher sicher, dass meiner Freundin gerade Unrecht geschehe und sie später vor Gericht Recht bekommen würde. Sie hätte jetzt aber Urlaub. Dann verließ sie meine Freundin. All das bestreitet die Ärztin nicht mal! Sie hätte dem Arzt mitteilen können, dass meine Freundin ihrer fachärztlichen Meinung nach bei klarem Verstand ist und somit selbst entscheiden darf. Der Arzt hätte spätestens dann nicht mehr anders gekonnt, als meine Freundin sofort zu entlassen.Sie hätte den Arzt zB auch bitten können, die Fesseln zu lockern. Ihr war klar, dass durch die Fesselung die seelischen Folgen der Tat noch schlimmer sein würden.   UPDATE - Diskriminierung durch die Ärztin Inzwischen bestreitet die Ärztin alles, was sie vorher schriftlich eingeräumt hat. Die Taktik hat sich nun soweit geändert, dass plötzlich alles Ausdruck einer psychischen Erkrankung ist; es geht nur noch um die psychiatrischen Diagnosen, nicht mehr um ihr Verhalten. Bildlich: Wenn die Betroffene Wasser lässt, ist das Ausdruck einer psychischen Erkrankung, ebenso, wie wenn die Betroffene kein Wasser lässt. Dass die Betroffene um Hilfe gerufen hat, sei ebenso Ausdruck einer psychischen Störung, nämlich dem unbewussten Versuch, die Umgebung zu manipulieren und zu instrumentalisieren. Dies gilt natürlich ebenso für diese Petition, die nicht etwa gesundes Aufbegehren gegen das Unrecht sein kann, sondern ausschließlich Ausdruck einer psychischen Störung der Betroffenen, eine weitere krankheitsbedingte Instrumentalisierung. Selbst dann, wenn ich als Freundin das gemacht habe! Auch die Tatsache, dass die Betroffene die Ärztin verklagt, ist nach Auffassung der Ärztin Beleg einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung, mit der die Betroffene die vorherigen Gewalterfahrungen kompensieren wollen würde. Das Gericht dürfe der Betroffenen daher in keinem Fall Recht geben, da so nur die Aufrechterhaltung der Krankheitsproblematik gefördert würde, es somit der Betroffenen im Gesundungsprozess schade. Aus diesem Grunde habe die Ärztin auch nicht geholfen, weil sie sich vom Tatopfer nicht habe instrumentalisieren lassen wollen. Das Tatopfer bilde sich ja auch nur krankheitsbedingt ein, dass es Tatopfer war, denn tatsächlich seien doch die verklagten Ärzte Opfer der Betroffenen, die diese zu der Tat verleitet hätte, um Geld zu verdienen. Diskriminierung, wie sie im Buche steht. Und dann wundern sich Psychiater oder Psychotherapeuten, wenn Betroffene keine Behandlung mehr in Anspruch nehmen. Im Grunde wird der Betroffenen auch noch der letzte Rest gesunder Anteile vollständig abgesprochen. Fazit: Wer einmal im Leben Gewaltopfer geworden ist, darf spätere Täter nie mehr in Anspruch nehmen, weil das ausschließlich Ausdruck der auf der ersten Gewalterfahrung beruhenden psychischen Erkrankung sein kann. Von dem Moment an, in dem man mit dieser Etikette einer psychischen Erkrankung versehen wurde - als Reaktion auf das Erleben eines Verbrechens - ist man vollständig entmenschlicht und kann keinerlei vernünftige oder gesunde Handlung oder Gedanken oder Satz mehr zustande bringen. Das Streben nach Gerechtigkeit oder zumindest Recht, die Inanspruchnahme von Rechten ist Beleg für eine psychische Erkrankung. Fehlt nur noch die Forderung der Ärztin bzw ihres Anwalts, endlich die Teufelsaustreibung zu vollziehen. Diese Diskriminierung zur Rechtsverteidigung ist unethisch und unmoralisch und verstößt gegen die Behindertenrechtskonvention. Daher hat der Anwalt der Betroffenen speziell für dieses Prozessgebahren ein zusätzliches Schmerzensgeld eingeklagt. Das Gericht hat diesen Antrag einfach nicht bearbeitet! Es hat auch kein einziges Wort zu diesem Prozessverhalten verloren. Petitionsgrund Jeder muss helfen, wenn er Unfälle, Gewalt oder Unglücksfällen sieht und Hilfe zumutbar ist. Jeder muss in solchen Situationen wenigstens die Polizei oder den Krankenwagen rufen. Sonst macht man sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Nicht so die Therapeutin. Sie kann dem Opfer erst Vorwürfe machen. Und dann kann sie das Opfer links liegen lassen und seelenruhig in den Urlaub fahren. Das Landgericht Kiel hat nämlich nun ein Urteil gesprochen, in dem es dieser Ärztin attestiert hat, dass sie wegschauen durfte und das auch optimales Vorgehen ist. Sie bekam attestiert: "Das hast Du gut gemacht!" Unglaublich? Aber wahr! Meine Freundin ist am Boden zerstört. Sie möchte nicht mehr leben, weil sie Angst hat, wieder in eine solche Situation zu kommen. Weil sie das Gefühl hat, sie sei in den Augen dieser Richter so wenig wert, dass man ihr nicht einmal helfen müsse, wenn sie zu Unrecht an ein Bett gefesselt der Freiheit beraubt wird.  Sie hat kein Vertrauen mehr zu Ärzten oder Therapeuten. Genau den Menschen, die ihr helfen könnten, das schreckliche Trauma zu bewältigen. Sie ist mit ihrem Schmerz und ihrem Leid allein. Ohne Aussicht auf Hilfe von außen. Wieder einmal. Was meine Petition soll Ich möchte sowohl den Richtern, die es in Ordnung fanden, dass eine Zeugin von Gewalt - eine Ärztin - nicht geholfen hat, obwohl es ihr ohne großen Aufwand möglich war, vor Augen führen, dass wir Wegschauen verachten, es nicht als richtig oder gar Recht empfinden.  Und ich möchte, dass diese Ärztin, die vom Gericht attestiert bekommen hat, dass Wegschauen völlig ok, ja sogar Goldstandard, war, versteht, dass sie - trotz des unglaublichen Urteils - hätte helfen müssen und auch in Zukunft auch helfen soll und muss - als Mensch und ganz besonders als Angehörige eines Heilberufes! Wie geht es weiter? Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Instanz ist aber abgeschlossen und somit kann das Urteil nicht mehr abgeändert werden. Die Richter  haben abschließend entschieden. Ich hoffe, meine Freudin geht in die Berufung. Bitte unterstützt sie, damit sie sich zu diesem Schritt traut. Wenn Richter in Gerichtsurteilen "im Namen des Volkes" Wegschauen als Goldstandard betrachten und in der Urteilsbegründung dem Täter auch noch unverhohlen attestieren "Das hast Du gut gemacht!" - welche Botschaft wird dann erst an die Haupttäter gesendet? Ein deutlicheres Zeichen gegen Zivilcourage und für das Wegsehen kann man nicht setzen ! Teilen wir dem Landgericht Kiel mit, was wir von solcher Empathielosigkeit und menschlicher Kälte gegenüber dem Opfer halten! Dass das keine Rechtsprechung "im Namen des Volkes" ist! Teilen wir dieser Ärztin mit, dass Wegschauen und sich aus der Verantwortung für eigenes Unterlassen stehlen, nicht die Lösung sind!   Der hippokratische Eid - das aktuelle Genfer Gelöbnis - gilt es für diese Ärztin etwa nicht?  "Als Mitglied des medizinischen Berufsstandes:Gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen;Die Gesundheit und das Wohlbefinden meines Patienten wird oberstes Gebot meines Handelns sein;Ich werde die Autonomie und Würde meines Patienten respektieren;[...]Ich werde die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes fördern;[...]Ich werde mein medizinisches Wissen nicht dazu verwenden, Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten zu verletzen, selbst unter Bedrohung;Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre."   Wie könnt ihr helfen? Schritt 1: Petition zeichnen, per Mail bestätigen (Achtung! Geht manchmal per Handy nicht!)Schritt 2: Freunde und Bekannte auf die Petition aufmerksam machenSchritt 3: Druckt einfach diesen Text aus und an die Adressaten senden: Präsidentin des Landgerichts KielUlrike HillmannSchützenwall 31 - 3524114 Kiel Oder mailt es an die Pressestelle: pressestelle@lg-kiel.landsh.de sowie an die Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-WaackLorentzendamm 3524103 Kiel Pressestelle: oliver.breuer@jumi.landsh.de Bei Fragen oder für Vordrucke wendet Euch auch gern an mich!

Sonja Sell
191 supporters
Started 12 months ago

Petition to Phumzile Mlambo-Ngcuka, Dr. Babatunde Osotimehin, Tony Lake

Verpflichten Sie sich, weibliche Genitalverstümmelung in Asien zu beenden

Als wir sieben Jahre alt waren, wurden wir weiblicher Genitalverstümmelung (WGV) ausgesetzt. Die Praktik beinhaltet das teilweise oder vollständige Entfernen beziehungsweise Beschädigen der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Wir gehören zu der Bohra-Gemeinschaft in Indien. Es gibt fast zwei Millionen Bohra weltweit, die meisten von ihnen leben in Indien. Mehr als 80% der Frauen in der Gemeinschaft wurden beschnitten. Lange Zeit hatten Bohra-Frauen zu viel Angst, um über WGV zu sprechen. Wir hatten Angst davor, von unseren religiösen Führern geächtet und von unseren Familien verstoßen zu werden. Aber wir werden nicht mehr schweigen. Einige Überlebende sind unter dem Motto „Gegen WGV die Stimme erheben” zusammengekommen, um weibliche Genitalverstümmelung in Indien zu beenden. In ganz Asien werden Genitalverstümmelungen durchgeführt, jedoch unter dem Schleier der Geheimhaltung. Allein in Indonesien wird die Hälfte der Mädchen unter elf Jahren beschnitten. Auch in Thailand, den Philippinen, Sri Lanka, Singapur, Malaysia, Pakistan und Bangladesh gibt es Fälle von WGV.   Weiblich Genitalverstümmelung ist Kindesmissbrauch. Es gibt keine gesundheitlichen Vorteile, es kann medizinische Komplikationen und ein emotionales Trauma hervorrufen. Die Beschneidung wird durchgeführt, damit Frauen ihre „Unbeflecktheit" beibehielten und um ihr sexuelles Verlangen zu kontrollieren. All unsere Forderungen an die religiösen Führer der Bohra, weibliche Genitalverstümmelung zu beenden, wurden bisher ignoriert. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (engl: United Nations Population Fund, UNFPA) ist die führende internationale Organisation, die sich für die Beendigung von WGV in afrikanischen Ländern einsetzt. Asiatische Länder wurden bisher allerdings nicht gehört.  Falls wir die Unterstützung der Vereinten Nationen nicht bald bekommen, wird eine weitere Generation von Mädchen in Asien dieser grauenvollen Menschenrechtsverletzung ausgesetzt sein. Mit dieser Kampagne wollen wir den Vereinten Nationen zeigen, dass WGV ein großes Problem in Asien ist und dass ihre Unterstützung dringend gebraucht wird. Diese Unterstützung in Forschung, Aufklärungsarbeit und Verteidigung kann den Überlebenden bei ihrem Kampf helfen, die grauenvolle Praxis in Asien zu beenden. Das können wir aber nicht alleine schaffen. Wir brauchen die Unterstützung der globalen Gemeinschaft. Wenn tausende Menschen auf der ganzen Welt meine Petition unterzeichnen, können wir die Vereinten Nationen davon überzeugen, sich für die Abschaffung von WGV in Asien einzusetzen. WGV ist eine der diskriminierendsten Praktiken, der Mädchen ausgesetzt werden können. Nun ist es Zeit, zusammen unsere Stimmen zu erheben und WGV zu beenden. Der UNFPA veranstaltet sein jährliches Treffen im Mai 2017. Helfen Sie mir, bis dahin 500.000 Unterschriften zu sammeln. Wenn wir uns zusammentun, können wir sicher sein, dass die Vereinten Nationen unsere Forderung nicht ignorieren können. Schließen Sie sich unserem Kampf an diese furchtbare Praktik in Asien zu beenden. Unterschreiben Sie diese Petition. Video Credit: Scroll.in

masooma ranalvi
165,381 supporters
This petition won 4 years ago

Petition to Dietmar Woidke, Ministerpräsident Brandenburg, Präsident Joachim Buchheister - Oberverwaltungsgericht Berlin Brandenburg

Heimkind fordert: Keine neue Lizenz für den Betreiber der Haasenburg-Heime. Todesfall und Misshandlungen nicht ignorieren!

Mein Name ist Christina Witt. Ich bin 17 Jahre und war mit 13 (2010) Heimkind in einem der Haasenburg-Heime (privater Betreiber von geschlossenen Heimen in Brandenburg). Wir Kinder wurden dort sehr schlecht behandelt. 2005 und 2008 starben zwei Mädchen in den Heimen. Wir wurden monatelang in den Zimmern eingesperrt ohne Kontakt zu anderen Jugendlichen. Viele wurden von Erziehern bloßgestellt. Uns wurden die Arme und Beine festgebunden, es gab Prellungen, Armbrüche und vor allem psychische Verletzungen. 2013 kamen sehr viele Misshandlungen ans Tageslicht. Opfer - so wie ich auch - erstatteten Anzeige. Durch diesen öffentlichen Druck und dem Ergebnis einer Untersuchungskommission hat das Jugendministerium Brandenburg den Heimbetreibern Herr Bavar und Herr Dietz die Lizenz entzogen. Ein großer Erfolg für die vielen Opfer. Doch vor kurzem habe ich Unglaubliches in der Zeitung "taz" gelesen: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg schlägt im Rechtsstreit mit dem Betreiber vor, dass die Haasenburg wieder öffnet! Das ist ein Schlag ins Gesicht für uns Kinder und Jugendliche. Und es ist eine Gefahr für alle zukünftigen Heimkinder. Ich habe diese Petition gestartet, weil ich der Politik (Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke), dem Gericht und allen Verantwortlichen sagen möchte: Ihr dürft diesem Betreiber keine neue Lizenz geben. Es wurde genug Schaden angerichtet. Jetzt müssen die Wunden heilen.   http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/173891/index.html Auch die Uniklinik München (Psychologe Herr Kellner), der aktuell die Spätfolgen der Haasenburgkinder untersucht, warnt vor einer Wiedereröffnung der Einrichtung (siehe taz-Interview). Er sagt: „Wenn der oder die Täter nicht vom Staat zur Rechenschaft gezogen werden, sondern ihnen zugesprochen wird, weiter zu machen, ist das gelinde gesagt ein Schock für die Betroffenen. Da bricht wieder alles zusammen. Die sehen nur: die kriegen Recht und können weitermachen, wir dagegen hängen fest, weil wir ohne therapeutische Hilfe wahrscheinlich gar nicht auf einen gesünderen Weg kommen." Auch ich wurde misshandelt. Als ich einmal das eigene Zimmer verlassen habe ohne an den Türrahmen zu klopfen und auf Erlaubnis meines Erziehers zu warten (das war die Regel), wurde ich auf den Boden geworfen, ca. sechs Erzieher haben mir die Arme verdreht und mich auf dem Boden festgesetzt. Diese Hilflosigkeit, die ich spürte, kann man nicht beschreiben. Kinder und Jugendliche werden aus verschiedenen Gründen aus den Familien rausgenommen und jedes Kind hat seine eigene Geschichte. Oft erlebten sie Gewalt und/oder wurden vernachlässigt, sie kommen aus den Familien um sie genau davor zu schützen. Jedes Kind reagiert darauf anders und manche geraten auch auf die schiefe Bahn.... Aber sie haben ihre Gründe und machen es garantiert nicht ohne Grund. Fast immer reagieren Jugendämter mit den gleichen Maßnahmen darauf: Psychatrie, Heimwechsel und schließlich enden die Kinder in geschlossenen Einrichtungen. Für Ämter bedeutet das zunächst Ruhe. Sie denken eine Lösung gefunden zu haben, aber sie denken nicht an die Kinder und Jugendlichen die dort abgeschoben werden, wie es ihnen geht. Das, was hinter den Mauern der Heime passiert, bleibt oft verborgen. Nur selten kommt die Wahrheit raus, so wie in diesem Fall die Haasenburg. Kinder, die über Wochen oder sogar Monate in Zimmern eingesperrt werden ohne Kontakt zu anderen Jugendlichen. Jahrelang müssen sie funktionieren, dürfen ihre Kindheit nicht leben und müssen wie Maschinen funktionieren. Funktioniert das nicht, werden sie wieder eimgesperrt oder sogar körperlich begrenzt. Dies bedeutet Schmerzen ohne Ende. Die Jugendlichen, denen eigentlich geholfen werden sollte, werden eingeschüchtert und zum Teil sogar bloßgestellt. Auch fragt man sich, wie es passieren kann, dass ein Kind dort aus dem Fenster fallen konnte. Eltern würden gleich ins Gefängniss kommen, doch Erzieher bekommen keine einzige Strafe. Es ist total widersprüchlich, wenn gesagt wird, dass Kinder geschützt werden müssen und deshalb aus Familien genommen werden, doch anschließend in diesen Heimen genau das gleiche passiert. In meinen Augen ist es so, dass auffällige bzw. gewaltätige Kinder und Jugendliche mit Gewalt erzogen werden sollen, wobei aber genau das Gegenteil bei raus kommt. Deshalb fordern WIR, dass die Haasenburg ENTGÜLTIG geschlossen wird. Facebookseite von Herr Woidke (Meinung sagen, aber bitte freundlich)

Christina Witt
40,659 supporters