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gewalt

5 petitions

Update posted 1 week ago

Petition to Ulrike Hillmann, Daniel Günther, Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Bei Gewalt wegschauen als Goldstandard? - Nein danke!

Ist Wegschauen der neue Goldstandard? Gewalt ist keine Lösung, Wegschauen aber schon? Welche Art von Gesellschaft möchten wir sein? Eine Wegschau-Gesellschaft? Oder eine Gesellschaft, in der Zivilcourage noch eine Tugend ist? Das Landgericht Kiel hat ein Urteil gesprochen, in dem es einer Ärztin attestiert hat, dass sie wegschauen durfte. Was meine Petition soll Ich möchte sowohl den Richtern, die es in Ordnung fanden, dass eine Zeugin von Gewalt - eine Ärztin - nicht geholfen hat, obwohl es ihr ohne großen Aufwand möglich war, vor Augen führen, dass wir Wegschauen verachten, es nicht als richtig oder gar Recht empfinden.  Und ich möchte, dass diese Ärztin, die vom Gericht attestiert bekommen hat, dass Wegschauen völlig ok, ja sogar Goldstandard, war, versteht, dass sie - trotz des unglaublichen Urteils - hätte helfen müssen und auch in Zukunft auch helfen soll und muss - als Mensch und ganz besonders als Angehörige eines Heilberufes! Man stelle sich vor, man wird zusammengeschlagen und es gibt Zeugen, die helfen könnten. Statt zu helfen oder die Polizei zu rufen oder sonst jemanden, sagen sie Dir, oh, Dir wurde gerade Gewalt angetan. Und dann gehen sie einfach weg. Wie würdest Du darauf reagieren? Und als wenn das nicht schon die Zumutbarkeitsgrenzen für das Opfer weit überschritten hätte, sagt unsere Justiz Dir: Dir muss auch keiner helfen. Mehr als Wegschauen kann man nicht tun. Wegschauen ist "verantwortungsvoll". Der Wegschauer bekommt sogar attestiert: "Das hast Du gut gemacht!" Unglaublich? Aber wahr! Besonders makaber: Die Polizei wirbt mit ihrer "aktion-tu-was.de" unter dem Slogan "weggeschaut. ignoriert. gekniffen." für Zivilcourage   IM DETAIL Landgericht Kiel 8 O 274/16 Anfang November 2017 hat das Landgericht Kiel, 8. Zivilkammer, ein Urteil verkündet, in dem es das Wegschauen und keine Hilfe leisten bei Gewalttaten in seiner Urteilsbegründung zum Goldstandard erhoben hat: Im vorliegenden Fall war eine junge Frau von sechs Personen überwältigt und unter anderem an Händen und Füßen gefesselt worden. Anschließend wurden diverse Körperverletzungsdelikte an ihr begangen und sie wurde über mehr als 24 Stunden der Freiheit beraubt. Nach dem Übergriff traf eine Ärztin auf das hilflose und noch gefesselte Opfer. Es handelte sich sogar um eine Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die als Psychotherapeutin tätig ist.Zwar hatte die Ärztin mit dem Opfer kurz gesprochen, dann aber den Tatort verlassen, ohne sich weiter um das Opfer zu kümmern.All das bestreitet die Ärztin nicht mal! Hiergegen wandte sich das Tatopfer und verlangte - neben der Geltendmachung von Ansprüchen gegen die Haupttäter - Schmerzensgeld und Schadensersatz von der Ärztin wegen unterlassener Hilfeleistung. Das Landgericht Kiel befasste sich mit dem Fall nun. Die Kammer, besetzt mit dem vorsitzenden Richter Hans-Rudolf Stein, der Berichterstatterin Richterin Dr. Christine Schmehl und der Richterin Isabell Krafft-Schmagold, Ehefrau des Grünen-Politikers Philipp Schmagold, der sich seinerzeit noch dafür einsetzte, die Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch aufzuheben, entschied wie folgt: Die Ärztin, sogar psychotraumatologisch ausgebildet, durfte den Tatort verlassen, ohne Hilfe zu leisten. Eine allgemeine Pflicht zur Hilfeleistung hätte es, so das Landgericht ausdrücklich, für die Ärztin nicht gegeben. Auch in ihrer Funktion als Ärztin hätte sie keinerlei Verantwortlichkeit gegenüber dem Opfer gehabt.Immerhin sei die Ärztin vor Ort gewesen und hätte mit dem Opfer geredet. "Mehr", so das Landgericht allen Ernstes, "könne man nicht verlangen." Der Anwalt des Opfers erklärte dem Gericht , dass er diese Auffassung rechtlich für eklatant falsch halte. Auch sagte er, dass die Botschaft an die Öffentlichkeit wäre, dass Wegschauen genau das Richtige sei. Hierauf sagte der vorsitzende Richter bloß plump: "Das sehe ich anders" Es wirke auf die Öffentlichkeit nicht so. Fazit: Jeder einfache Bürger, der Zeuge einer Gewalttat wird und nicht wenigstens die Polizei ruft, macht sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar und schadensersatzpflichtig. Nicht so, wenn man Ärztin ist und nicht so beim Landgericht Kiel. Zur Klarstellung:Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Instanz ist aber abgeschlossen und somit kann das Urteil nicht mehr abgeändert werden. Die Geschädigte geht jedoch in Berufung. Aber: Wenn Richter in Gerichtsurteilen "im Namen des Volkes" Wegschauen als Goldstandard betrachten und in der Urteilsbegründung dem Täter auch noch unverhohlen attestieren"Das hast Du gut gemacht!"- welche Botschaft wird dann erst an die Haupttäter gesendet? Ein deutlicheres Zeichen gegen Zivilcourage und für das Wegsehen kann man nicht setzen !In einem weiteren Fall vor dem Landgericht Kiel, hier allerdings Strafkammer, wurde eine 4 Jährige vergewaltigt. Der Täter kam vor etwa einem Jahr mit dem Argument, er sei der deutschen Sprache kaum mächtig und außerdem alkoholisiert gewesen, mit einer geringen Strafe davon. Die Pressesprecherin des Landgerichts Kiel erklärte zum Strafmaß außerdem: "Das Opfer hat es gut weggesteckt". Das 4 Jahre alte Opfer! Teilen wir dem Landgericht Kiel mit, was wir von solcher Empathielosigkeit und menschlicher Kälte gegenüber dem Opfer halten! Dass das keine Rechtsprechung "im Namen des Volkes" ist! Teilen wir dieser Ärztin mit, dass Wegschauen auch keine Lösung ist!   Wie könnt ihr helfen?Schritt 1: Petition zeichnen, per Mail bestätigen (Achtung! Geht manchmal per Handy nicht!)Schritt 2: Freunde und Bekannte auf die Petition aufmerksam machenSchritt 3: Druckt einfach diesen Text aus und an die Adressaten senden: Präsidentin des Landgerichts KielUlrike HillmannSchützenwall 31 - 3524114 Kiel Oder mailt es an die Pressestelle: pressestelle@lg-kiel.landsh.de sowie an die Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-WaackLorentzendamm 3524103 Kiel Pressestelle: oliver.breuer@jumi.landsh.de Bei Fragen oder für Vordrucke wendet Euch auch gern an mich!  

Sonja Sell
31 supporters
Started 9 months ago

Petition to Phumzile Mlambo-Ngcuka, Dr. Babatunde Osotimehin, Tony Lake

Verpflichten Sie sich, weibliche Genitalverstümmelung in Asien zu beenden

Als wir sieben Jahre alt waren, wurden wir weiblicher Genitalverstümmelung (WGV) ausgesetzt. Die Praktik beinhaltet das teilweise oder vollständige Entfernen beziehungsweise Beschädigen der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Wir gehören zu der Bohra-Gemeinschaft in Indien. Es gibt fast zwei Millionen Bohra weltweit, die meisten von ihnen leben in Indien. Mehr als 80% der Frauen in der Gemeinschaft wurden beschnitten. Lange Zeit hatten Bohra-Frauen zu viel Angst, um über WGV zu sprechen. Wir hatten Angst davor, von unseren religiösen Führern geächtet und von unseren Familien verstoßen zu werden. Aber wir werden nicht mehr schweigen. Einige Überlebende sind unter dem Motto „Gegen WGV die Stimme erheben” zusammengekommen, um weibliche Genitalverstümmelung in Indien zu beenden. In ganz Asien werden Genitalverstümmelungen durchgeführt, jedoch unter dem Schleier der Geheimhaltung. Allein in Indonesien wird die Hälfte der Mädchen unter elf Jahren beschnitten. Auch in Thailand, den Philippinen, Sri Lanka, Singapur, Malaysia, Pakistan und Bangladesh gibt es Fälle von WGV.   Weiblich Genitalverstümmelung ist Kindesmissbrauch. Es gibt keine gesundheitlichen Vorteile, es kann medizinische Komplikationen und ein emotionales Trauma hervorrufen. Die Beschneidung wird durchgeführt, damit Frauen ihre „Unbeflecktheit" beibehielten und um ihr sexuelles Verlangen zu kontrollieren. All unsere Forderungen an die religiösen Führer der Bohra, weibliche Genitalverstümmelung zu beenden, wurden bisher ignoriert. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (engl: United Nations Population Fund, UNFPA) ist die führende internationale Organisation, die sich für die Beendigung von WGV in afrikanischen Ländern einsetzt. Asiatische Länder wurden bisher allerdings nicht gehört.  Falls wir die Unterstützung der Vereinten Nationen nicht bald bekommen, wird eine weitere Generation von Mädchen in Asien dieser grauenvollen Menschenrechtsverletzung ausgesetzt sein. Mit dieser Kampagne wollen wir den Vereinten Nationen zeigen, dass WGV ein großes Problem in Asien ist und dass ihre Unterstützung dringend gebraucht wird. Diese Unterstützung in Forschung, Aufklärungsarbeit und Verteidigung kann den Überlebenden bei ihrem Kampf helfen, die grauenvolle Praxis in Asien zu beenden. Das können wir aber nicht alleine schaffen. Wir brauchen die Unterstützung der globalen Gemeinschaft. Wenn tausende Menschen auf der ganzen Welt meine Petition unterzeichnen, können wir die Vereinten Nationen davon überzeugen, sich für die Abschaffung von WGV in Asien einzusetzen. WGV ist eine der diskriminierendsten Praktiken, der Mädchen ausgesetzt werden können. Nun ist es Zeit, zusammen unsere Stimmen zu erheben und WGV zu beenden. Der UNFPA veranstaltet sein jährliches Treffen im Mai 2017. Helfen Sie mir, bis dahin 500.000 Unterschriften zu sammeln. Wenn wir uns zusammentun, können wir sicher sein, dass die Vereinten Nationen unsere Forderung nicht ignorieren können. Schließen Sie sich unserem Kampf an diese furchtbare Praktik in Asien zu beenden. Unterschreiben Sie diese Petition. Video Credit: Scroll.in

masooma ranalvi
156,677 supporters
Update posted 8 months ago

Petition to Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Prof. Josef Hecken, Jürgen Matzat, BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen (BAGP), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V., Deutscher Behindertenrat (DBR), Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Dr. Harald Deisler, Dr. Regina Klakow-Franck, Dr. Doris Pfeiffer, Bundesärztekammer , Bundespsychotherapeutenkammer , Unabhängige Patientenberatung, Johannes-Wilhelm Rörig

Bedarfsgerechte Psychotherapie

Die "Initiative Phoenix" - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V. fordert die Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss um einen Behandlungsrahmen für komplexe Traumafolgestörungen.   Begründung: Psychotherapie als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann im Rahmen der "Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Durchführung der Psychotherapie"  erbracht werden, soweit und solange eine seelische Krankheit nach § 2 der Richtlinie vorliegt. Schwere bzw. komplexe und frühe Traumatisierungen verursachen chronische posttraumatische Belastungsstörungen mit diversen Komorbiditäten. Das sind seelische Krankheiten im Sinne dieser Richtlinie. Sie werden als "komplexe Traumafolgestörungen" bezeichnet. Menschen, die Behandlung wegen komplexer Traumafolgestörungen benötigen, können überwiegend nicht die psychotherapeutischen Maßnahmen in Anspruch nehmen, die für ihr Störungsbild nötig und angemessen wären, da in der Richtlinie die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch die GKV für eine effiziente und auch ökonomisch sinnvolle Behandlung dieser Patientengruppe fehlen. PatientInnen, Betroffenen-Netzwerke, Angehörige und therapeutisch arbeitende, forschende und beratende ExpertInnen tragen seit Jahren Erfahrungen und Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zusammen, die belegen, dass eine Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie um einen Behandlungsrahmen für komplexe Traumafolgestörungen dringend erforderlich ist. Bedarfsgerechte Psychotherapie, menschlicher Umgang, Respekt, authentische Bindungsangebote und Verläßlichkeit können heilungsfördernd bis lebensrettend sein. Von komplexen Traumafolgestörungen betroffene Menschen mit guten therapeutischen Erfahrungen erleben sich stabilisiert, erreichen Arbeitsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, eine Verbesserung ihrer Lebens- und Gesundheitssituation und engagieren sich in sozialen Berufen, Organisationen und Ehrenämtern. Für die Mehrzahl professioneller HelferInnen ist es allerdings zur Hauptaufgabe der Begleitung, Beratung und auch der Psychotherapie geworden, ihre KlientInnen innerhalb unsicherer Bedingungen immer wieder zu stabilisieren und teilweise notdürftig am Leben zu halten, weil für die eigentlich nötige Traumatherapie keine Zeit und kein Behandlungsrahmen vorgesehen ist. Das ist aus allen Richtungen betrachtet unbedingt veränderungsbedürftig. Die fehlende Gewährleistung kontinuierlicher und dauerhafter ambulanter Psychotherapie wo sie nötig wäre führt zu erheblichen Versorgungsmängeln und unnötigen Folgekosten. Viele Studien und Erfahrungswerte, auch Gerichtsurteile belegen die Notwendigkeit und (auch volkswirtschaftlich) ökonomische Sinnhaftigkeit angemessener Psychotherapie für Menschen mit komplexen Traumatisierungen in ihrer Biografie, u.a.: die Deutsche Traumafolgekostenstudie des IGSF, 2012 ein Urteil in einem Verfahren vor dem Hessischen Landessozialgericht, 2014 die ACE-Studie (Felitti, 2002) die Richtlinie der ISSD für die Behandlung der komplexen PTBS, 2005 eine Studie von LARA in Kooperation mit der Universität Potsdam (Roth, 2015) ... und eine Untersuchung der Initiative Phoenix mit insgesamt mehr als 1300 Beteiligten - Betroffenen, Angehörigen, TherapeutInnen aus verschiedenen Bereichen. (Sommer, 2012) Mehr als die Hälfte der wegen Traumafolgen arbeitsunfähigen Betroffenen, die sich an der Erhebung der Initiative Phoenix beteiligten, hat die Schule mit Fachschulreife oder Abitur abgeschlossen. Jede/r Dritte hat ein abgeschlossenes Studium im Lebenslauf. Mehr als 80% derjenigen komplex Traumatisierten, die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beziehen müssen, haben die mittlere Reife oder einen höheren Bildungsabschluss. Die meisten Menschen, die Therapie wegen komplexer Traumafolgestörungen suchen, haben oder hätten eine gute Prognose, wenn sie rechtzeitig qualifizierte Hilfe bekämen, die individuell bedarfsgemäß angepasst würde, und wenn sie sich auf deren Gewährleistung langfristig verlassen könnten. Grundsätzlich fehlt in der Psychotherapie-Richtlinie ein Behandlungsrahmen für Menschen mit (komplexen) Traumafolgestörungen und die Zulassung qualifizierter TherapeutInnen zu Finanzierungsmöglichkeiten der GKV. Fast jede/r dritte qualifizierte TherapeutIn muss wegen fehlender Kassenzulassung bis zu 70% der Anfragen für eine Traumatherapie ablehnen, jede/r Fünfte sogar mehr. Die Mehrheit der Betroffenen, die einen Kassenplatz "ergattern" muss aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten ihre Psychotherapie unterbrechen. Über 90% der TherapeutInnen dieser Erwachsenen beobachten in bzw. nach einer solchen unfreiwilligen Pause eine Zunahme psychosomatischer und somatischer Symptome, der Arbeitsunfähigkeit und der Medikamenteneinnahme. Über 80% bestätigen eine Zunahme von selbstverletzendem Verhalten, von Substanzmissbrauch und Suizidalität. Mehr als 80% der in der Phoenix-Studie erfassten BehandlerInnen aus stationären Einrichtungen glauben, dass eine Klinikeinweisung durch höhere Stundenkontingente für ambulante Traumatherapie mindestens manchmal vermieden werden kann. Der tatsächliche Bedarf an ambulanter Psychotherapie übersteigt bei Weitem den Umfang des Richtlinien-Rahmens. Traumatisierungen und ihre Folgen müssen derzeit in Anträgen für Therapiestunden verschwiegen und Symptome abgeschwächt oder verzerrt dargestellt werden, weil die Wahrheit nicht ernstgenommen wird oder dazu führt, dass Betroffene als "zu krank" aufgegeben werden. Unter anderem deshalb ist es schwer, verläßliche Zahlen zur tatsächlichen Prävalenz komplexer behandlungsbedürftiger Traumafolgestörungen zu finden. Eine kontinuierlich fortgesetzte ambulante Psychotherapie, die dazu beiträgt, Ressourcen zu finden, zu entwickeln und zu stärken und erreichte Stabilisierungen für gesellschaftliche Teilhabe zu erhalten, ist insgesamt effizienter und sinnvoller als die bisherigen Möglichkeiten für "gestückelte" Behandlung bei komplexen Traumafolgestörungen. Bedarfsgerechte Psychotherapie ist Gesundheitsförderung, Prävention - auch Prävention transgenerationaler Weitergabe von Gewalt, schont Ressourcen, senkt Folgekosten und mindert nicht zuletzt auch die gesamtgesellschaftliche und volkswirtschaftliche Belastung durch psychische Erkrankungen. Die GKV brauchen, so die gleichlautenden Antworten ihrer VertreterInnen und SachbearbeiterInnen auf Anträge und Nachfragen, um Finanzierungen für bedarfsgerechte Psychotherapie bereitstellen zu können, eine deutlichere Grundlage innerhalb der Psychotherapie-Richtlinie. Deshalb fordert die Initiative Phoenix eine Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie wie folgt. § 23 (3) neu:Für Patientinnen und Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen kann verfahrensunabhängig der Behandlungsumfang auf ein Mehrfaches der Kontingente erweitert werden, solange ein Anspruch auf Krankenbehandlung nach §§23 und 70 SGB V besteht.     Kontakt: Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.c/o Johanna SommerPF 2334, 37013 Göttingen  http://initiative-phoenix.de  

Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.
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