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Gesundheitswesen

3 petitions

Update posted 2 months ago

Petition to Deutscher Bundestag, Bundesgesundheitsminister

Gesund trotz kranker Kassen? Für gerechte Arzthonorare!

am 24. September 2017 ist Bundestagswahl. Im Gesundheitssystem sollen auch die Weichen neu gestellt werden. Eine Abschaffung der Privaten Krankenversicherung und Einführung der Bürgerversicherung würde zu weiteren Einbrüchen der wohnortnahen Versorgung in ländlichen Gebieten führen, und die derzeitigen Probleme würden nicht gelöst, sondern verschärft. In einer aktuellen Studie des britischen Journal „the Lancet“, welche vom Spiegel veröffentlicht wurde, kommt Deutschland im weltweiten Vergleich der Gesundheits-versorgung gerade mal auf Platz 20, und wird auch von Griechenland überholt. Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach einem Zeitungsbericht im ersten Quartal dieses Jahres einen Überschuss von 620 Millionen Euro erzielt. Damit seien ihre Rücklagen auf einen Rekordwert von 16,5 Milliarden Euro gestiegen, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Der Überschuss in den ersten drei Monaten 2017 liege um gut 200 Millionen Euro über dem des Vorjahresquartals. Vieles läuft schief im deutschen Gesundheitswesen, und man muss kein Hellseher sein, um abzusehen, dass es sich auch in Zukunft nicht verbessern wird. Da können auch eine Vielzahl neuer Gesetze von Gesundheitsminister Gröhe nichts ändern. Aufgrund einer seitens der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) prognostizierten, jedoch nie eingetretenen „Kostenexplosion im Gesundheitswesen“ wurde seitens des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) seit den Neunziger Jahren eine Vielzahl von Reformen auf den Weg gebracht, die der GKV Kosten einsparen sollten. Letztendlich wurden über oftmals als rechtswidrig empfundene Winkelzüge Mechanismen geschaffen, welche das Morbiditätsrisiko der Versicherten gänzlich auf die Ärzteschaft umlagert: Es wurden Budgets, Degression und floatende Punktwerte eingeführt. So konnten die Ausgaben der Kassen, und damit die Einnahmen der Ärzte gesenkt werden. Dem Gegenüber stand eine stetig wachsende Therapienachfrage. Ein Arzt in Deutschland hat mehr mit einem Zwangsarbeiter als einem Freiberufler gemeinsam. An vielen Stellen im System wird  Leistung eingefordert, ohne diese zu bezahlen, das grenzt an eine moderne Art der Sklaverei. Viele neue bürokratische Auflagen wie Qualitätsmanagement kamen hinzu, und die Anforderungen an Hygiene und Arbeitsschutz steigen stetig, ohne eine entsprechende Anpassung der Honorare und Gebühren.  Die elektronische Gesundheitskarte Dreizehn Jahre nach der beschlossenen Einführung wurden mehrere Hundert Millionen Euro seitens der Krankenkassen ausgegeben, ohne dass auch nur eine der in Aussicht gestellten Zusatzfunktionen bisher in der Praxis genutzt werden können. Statt dessen stehen Honorarabzüge für die Ärzte im Raume, wenn sie die Technik nicht rechtzeitig installieren. Umstritten nach wie vor der Nutzen für Arzt und Patient, sowie die Frage der Datensicherheit und der Übernahme der Haftung bzw. der Kosten für die Praxen. In Australien wurden bereits Patientendaten im Darknet zum Verkauf angeboten.                                                                                Ungewollte Transparenz schafft Basis zum unkontrolliertem Datentransfer!  Die IGeL-Lüge und die Wahrheit dahinter In den Medien werden Ärzte, die Geld für Zusatzleistungen (Individuelle Gesundheits-Leistungen) verlangen, oftmals als Abzocker an den Pranger gestellt. Was viele nicht wissen, ein Arzt kann gerichtlich belangt werden, wenn er eine Leistung, welche von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlt wird, nicht erbringt. Daher versuchen die Ärzte dies über die IGeL-Zuzahlung abzufangen, wie z.B. die Glaukom-Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt. Gerichte verlangen von Ärzten nicht honorierte Leistung zu erbringen!  Die Verordnung von Medikamenten und Arzneimittel-Regress Für das Ausstellen eines Rezeptes bekommt ein Arzt keinerlei Honorar. Dennoch muss er sich ständig fortbilden, um bei den vielen Medikamenten auf dem Markt immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Verordnet er nicht das günstigste angebotene Arzneimittel, oder fällt er bei der Statistik im Vergleich zu anderen Fachkollegen auf, kann er von der Kasse in Regress genommen werden. Diese fordert dann Strafzahlungen in Höhe des entstandenen Schadens ein. Das kann bis in die Hunderttausende gehen, und bedroht massiv die Existenz.                              Der Arzt als ehrenamtlicher Sparkommissar wider Willen unter Geldstrafe? Patientenrechtegesetz und Beweislastumkehr Die Rechte der Patienten sollen gestärkt werden. Daher muss ein Arzt nun im Zweifelsfall nachweisen, nach den Richtlinien behandelt zu haben. Früher musste der Patient den Beweis des Gegenteils erbringen. Das nennt man Beweislastumkehr, und führt in die Defensivmedizin. Bei nicht ganz klaren Befunden erfolgt keinerlei Therapie mehr, sie werden im Notdienst mit Schmerzmitteln nach Hausegeschickt. Erstarktes Patientenrecht hebelt Notfalldienst und Therapiefreiheit aus? Ich fordere vom neu zu wählenden Bundestag eine grundlegende Abkehr von der Rationierungstaktik hin zu patientenfreundlichen und gerechten Abbrechnungsmodi, bei denen nicht Krankheit sondern Gesundheit im Focus stehen. Es sollte im Interesse aller Wähler wie auch Patienten sein, beim Geldfluss im Gesundheitssystem nicht einseitig Pharmaindustrie und Krankenkassen zu bevorzugen, und den Ärzten stets den schwarzen Peter zuzuschieben, sondern der am Patienten Tätige muss angemessen honoriert werden. Das wusste schon Hippokrates.

Bodo Ulrich
815 supporters
Update posted 8 months ago

Petition to Ulrike Heucken (Geschäftsführerin), Siegried Stengel (1. Bürgermeister a. D. Stegaurach / Dipl.-Pädagoge), Mitglieder des Bezirkstages / Bezirk Oberfranken, Dr. Günther Denzler, Christian Meißner, Elke Protzmann, Franz Stumpf, Oswald Marr, Andreas Starke, Stefan Frühbeißer

Erhalt des Bezirksklinikums Obermain / Kutzenberg

!!!BITTE HELFEN SIE MIT!!! Aus dem Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg sollen 2 operative Fachbereiche verlagert werden. Orthopädie und Thoraxchirurgie – ohne diese wichtigen Fachgebiete ist das Klinikum nicht überlebensfähig! "Wenn die die Arbeitsplätze im ländlichen Gebiet platt machen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn irgendwann nur noch Greise das Land besiedeln oder irgendwann gar keiner mehr dort wohnt. Die Ballungsgebiete platzen aus allen Nähten, horrende Immobilienpreise sind die Folge. Aber wenn die Arbeitsplätze abwandern, was soll man machen. Die Politik ist gefragt, das zu verhindern. Denn wir im oberen Franken wollen eigentlich auf dem Land bleiben, die Kranken sind in Kutzenberg gut versorgt und die Lage dort ist etwas Besonderes. Ich glaube auch der Standort wirkt positiv auf die Genesung der Kranken. Die Arbeitnehmer von Kutzenberg sind dort verwurzelt und haben Familien. Sie sollen nicht auch in die Ballungsgebiete gepfercht werden." (Zitat) ...Dieser Meinung sind wir auch!... Es geht um viele Arbeitsplätze!!! Damit das NICHT geschieht, geben Sie bitte Ihre Stimme für diese Petition für den Erhalt des Klinikums. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!!!

N. N.
2,397 supporters
Update posted 8 months ago

Petition to Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Prof. Josef Hecken, Jürgen Matzat, BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen (BAGP), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V., Deutscher Behindertenrat (DBR), Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Dr. Harald Deisler, Dr. Regina Klakow-Franck, Dr. Doris Pfeiffer, Bundesärztekammer , Bundespsychotherapeutenkammer , Unabhängige Patientenberatung, Johannes-Wilhelm Rörig

Bedarfsgerechte Psychotherapie

Die "Initiative Phoenix" - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V. fordert die Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss um einen Behandlungsrahmen für komplexe Traumafolgestörungen.   Begründung: Psychotherapie als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann im Rahmen der "Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Durchführung der Psychotherapie"  erbracht werden, soweit und solange eine seelische Krankheit nach § 2 der Richtlinie vorliegt. Schwere bzw. komplexe und frühe Traumatisierungen verursachen chronische posttraumatische Belastungsstörungen mit diversen Komorbiditäten. Das sind seelische Krankheiten im Sinne dieser Richtlinie. Sie werden als "komplexe Traumafolgestörungen" bezeichnet. Menschen, die Behandlung wegen komplexer Traumafolgestörungen benötigen, können überwiegend nicht die psychotherapeutischen Maßnahmen in Anspruch nehmen, die für ihr Störungsbild nötig und angemessen wären, da in der Richtlinie die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch die GKV für eine effiziente und auch ökonomisch sinnvolle Behandlung dieser Patientengruppe fehlen. PatientInnen, Betroffenen-Netzwerke, Angehörige und therapeutisch arbeitende, forschende und beratende ExpertInnen tragen seit Jahren Erfahrungen und Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zusammen, die belegen, dass eine Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie um einen Behandlungsrahmen für komplexe Traumafolgestörungen dringend erforderlich ist. Bedarfsgerechte Psychotherapie, menschlicher Umgang, Respekt, authentische Bindungsangebote und Verläßlichkeit können heilungsfördernd bis lebensrettend sein. Von komplexen Traumafolgestörungen betroffene Menschen mit guten therapeutischen Erfahrungen erleben sich stabilisiert, erreichen Arbeitsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, eine Verbesserung ihrer Lebens- und Gesundheitssituation und engagieren sich in sozialen Berufen, Organisationen und Ehrenämtern. Für die Mehrzahl professioneller HelferInnen ist es allerdings zur Hauptaufgabe der Begleitung, Beratung und auch der Psychotherapie geworden, ihre KlientInnen innerhalb unsicherer Bedingungen immer wieder zu stabilisieren und teilweise notdürftig am Leben zu halten, weil für die eigentlich nötige Traumatherapie keine Zeit und kein Behandlungsrahmen vorgesehen ist. Das ist aus allen Richtungen betrachtet unbedingt veränderungsbedürftig. Die fehlende Gewährleistung kontinuierlicher und dauerhafter ambulanter Psychotherapie wo sie nötig wäre führt zu erheblichen Versorgungsmängeln und unnötigen Folgekosten. Viele Studien und Erfahrungswerte, auch Gerichtsurteile belegen die Notwendigkeit und (auch volkswirtschaftlich) ökonomische Sinnhaftigkeit angemessener Psychotherapie für Menschen mit komplexen Traumatisierungen in ihrer Biografie, u.a.: die Deutsche Traumafolgekostenstudie des IGSF, 2012 ein Urteil in einem Verfahren vor dem Hessischen Landessozialgericht, 2014 die ACE-Studie (Felitti, 2002) die Richtlinie der ISSD für die Behandlung der komplexen PTBS, 2005 eine Studie von LARA in Kooperation mit der Universität Potsdam (Roth, 2015) ... und eine Untersuchung der Initiative Phoenix mit insgesamt mehr als 1300 Beteiligten - Betroffenen, Angehörigen, TherapeutInnen aus verschiedenen Bereichen. (Sommer, 2012) Mehr als die Hälfte der wegen Traumafolgen arbeitsunfähigen Betroffenen, die sich an der Erhebung der Initiative Phoenix beteiligten, hat die Schule mit Fachschulreife oder Abitur abgeschlossen. Jede/r Dritte hat ein abgeschlossenes Studium im Lebenslauf. Mehr als 80% derjenigen komplex Traumatisierten, die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beziehen müssen, haben die mittlere Reife oder einen höheren Bildungsabschluss. Die meisten Menschen, die Therapie wegen komplexer Traumafolgestörungen suchen, haben oder hätten eine gute Prognose, wenn sie rechtzeitig qualifizierte Hilfe bekämen, die individuell bedarfsgemäß angepasst würde, und wenn sie sich auf deren Gewährleistung langfristig verlassen könnten. Grundsätzlich fehlt in der Psychotherapie-Richtlinie ein Behandlungsrahmen für Menschen mit (komplexen) Traumafolgestörungen und die Zulassung qualifizierter TherapeutInnen zu Finanzierungsmöglichkeiten der GKV. Fast jede/r dritte qualifizierte TherapeutIn muss wegen fehlender Kassenzulassung bis zu 70% der Anfragen für eine Traumatherapie ablehnen, jede/r Fünfte sogar mehr. Die Mehrheit der Betroffenen, die einen Kassenplatz "ergattern" muss aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten ihre Psychotherapie unterbrechen. Über 90% der TherapeutInnen dieser Erwachsenen beobachten in bzw. nach einer solchen unfreiwilligen Pause eine Zunahme psychosomatischer und somatischer Symptome, der Arbeitsunfähigkeit und der Medikamenteneinnahme. Über 80% bestätigen eine Zunahme von selbstverletzendem Verhalten, von Substanzmissbrauch und Suizidalität. Mehr als 80% der in der Phoenix-Studie erfassten BehandlerInnen aus stationären Einrichtungen glauben, dass eine Klinikeinweisung durch höhere Stundenkontingente für ambulante Traumatherapie mindestens manchmal vermieden werden kann. Der tatsächliche Bedarf an ambulanter Psychotherapie übersteigt bei Weitem den Umfang des Richtlinien-Rahmens. Traumatisierungen und ihre Folgen müssen derzeit in Anträgen für Therapiestunden verschwiegen und Symptome abgeschwächt oder verzerrt dargestellt werden, weil die Wahrheit nicht ernstgenommen wird oder dazu führt, dass Betroffene als "zu krank" aufgegeben werden. Unter anderem deshalb ist es schwer, verläßliche Zahlen zur tatsächlichen Prävalenz komplexer behandlungsbedürftiger Traumafolgestörungen zu finden. Eine kontinuierlich fortgesetzte ambulante Psychotherapie, die dazu beiträgt, Ressourcen zu finden, zu entwickeln und zu stärken und erreichte Stabilisierungen für gesellschaftliche Teilhabe zu erhalten, ist insgesamt effizienter und sinnvoller als die bisherigen Möglichkeiten für "gestückelte" Behandlung bei komplexen Traumafolgestörungen. Bedarfsgerechte Psychotherapie ist Gesundheitsförderung, Prävention - auch Prävention transgenerationaler Weitergabe von Gewalt, schont Ressourcen, senkt Folgekosten und mindert nicht zuletzt auch die gesamtgesellschaftliche und volkswirtschaftliche Belastung durch psychische Erkrankungen. Die GKV brauchen, so die gleichlautenden Antworten ihrer VertreterInnen und SachbearbeiterInnen auf Anträge und Nachfragen, um Finanzierungen für bedarfsgerechte Psychotherapie bereitstellen zu können, eine deutlichere Grundlage innerhalb der Psychotherapie-Richtlinie. Deshalb fordert die Initiative Phoenix eine Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie wie folgt. § 23 (3) neu:Für Patientinnen und Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen kann verfahrensunabhängig der Behandlungsumfang auf ein Mehrfaches der Kontingente erweitert werden, solange ein Anspruch auf Krankenbehandlung nach §§23 und 70 SGB V besteht.     Kontakt: Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.c/o Johanna SommerPF 2334, 37013 Göttingen  http://initiative-phoenix.de  

Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.
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