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Bildungspolitik

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Update posted 11 months ago

Petition to Bundesregierung

Bildungspflicht als Grundlage für neue Bildungskonzepte/ Homeschooling straffrei stellen

Bitte abboniert auch die Neuigkeiten zu dieser Petition!!!!!!!!!!Nur so können wir euch erreichen wenn es an den Bundestag geht.Es existiert auch eine Gruppe zur Petitionhttps://www.facebook.com/groups/868574656974626/"Elternlobby"Legalize homeschooling in Germany - mandatory education instead of mandatory school attendancePETITION:Bildungspflicht als Grundlage für neue Bildungskonzepte/Homeschooling straffrei stellenWeil wir sehr positive Erfahrungen mit dem Homeschooling gemacht haben möchten wir uns für die Beibehaltung des häuslichen Lernens auf Wunsch, auch nach der Coronakrise, aussprechen. Die Bildungspflicht soll als Grundlage für eine umfassende Digitalisierung und der Etablierung neuer Bildungskonzepte dienen. Auf diese Weise sollen Schüler fit für die Zukunft gemacht werden. Besonders wichtig ist es uns, dass Kinder zukünftig die Art der Beschulung wählen dürfen. Das derzeitige deutsche Schulbild ist geprägt von Großklassen und einem Mangel an Lehrkräften. Darum sehen wir in der Legalisierung des Homeschoolings, nach dem Vorbild vieler demokratischer Länder, Vorteile für alle Seiten.Die Coronakrise hat belegt, dass der Staat nicht in der Lage ist, die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu garantieren.Es geht darum den Familien zukünftig ein selbstbestimmteres Lernen zu ermöglichen und um eine Selbstbestimmung der Heranwachsenden und ihrer Eltern über den zu wählenden Bildungsweg. Die Einführung einer Bildungspflicht statt einer Schulanwesenheitspflicht kann der erste Schritt in die richtige Richtung sein.Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Entscheidungsteilnahme des Kindes. Ein Kind, das die Schule besuchen möchte, sollte dieses auch dürfen. Ein Kind, das sich dabei unwohl fühlt sollte aber nicht zum Schulbesuch gezwungen werden. Familien, deren Kinder nicht willens oder in der Lage sind der Schulanwesenheitspflicht nachzukommen, dürfen nicht kriminalisiert werden.  Ursprünglich sollte der Schulzwang lediglich verhindern, dass bildungsunwillige Eltern ihre Kinder nicht in den Unterricht schicken. Das gerade hierzulande immer hochgehaltene Prinzip der Subsidiarität besagt: Der Staat muss erst dann einschreiten, wenn die Privaten versagen. Er muss also schützend eingreifen, wenn zu befürchteten ist den Kindern würde Bildung vorenthalten oder sie würden auf gefährliche Weise indoktriniert. Die Behörden Deutschlands sind aber der Ansicht, dass Bildung und soziale Kompetenzen ohne die Schule verloren gingen. Vorliegende Studien, die größtenteils in den USA oder Kanada durchgeführt worden sind, zeigen jedoch das Gegenteil und sprechen sich sogar für das Homeschooling und deren positiven Effekte aus. Das viel gebrauchte Argument, Schule sei unerlässlich zur Schulung von Sozialkompetenz, und die Unterstellung Schulen wären der einzige Ort, um Gemeinschaftserfahrungen zu machen, ist in Anbetracht der unendlich vielen Möglichkeiten außerhalb von Schule und Arbeitsplatz soziale Kontakte zu pflegen, falsch. Angesichts der vielen Mobbingopfer an Schulen ist das Argument, der Schulbesuch sei wichtig für die Schulung der sozialen Kompetenz und werde darum durch eine Schulanwesenheitspflicht sichergestellt, ohnehin sehr fraglich. Nach Storck (1986), leiden 60% der Schüler unter Schulangst. Soziale Kompetenzen erwerben unsere Kinder im Verband von Familie, Freunden, Nachbarn, Lerngruppen und sogar in Videochats. Dazu bedarf es keiner Schulanwesenheitspflicht. Schulanwesenheit ist nur einer von vielen Wegen. Die Coronakrise hat bewiesen, dass dieser Weg nicht immer gewährt werden kann. Das soziale Miteinander kommt ohne einen Schulbesuch nicht zum Erliegen. Ein Schulbesuch kann der richtige Weg sein. Pädagogisch betrachtet ist jedoch jeder Mensch und auch sein Lernverhalten individuell und so sollte es auch nahe liegen, dass nicht für jedes Kind dieser Weg der richtige ist. Schule ist also nicht per se gut oder schlecht, aber sie ist auch nicht für jedes Kind oder Jugendlichen eine tolle Erfahrung, an der er wächst. Was fehlt sind auf die Bedürfnisse des Kindes und auf die Gegebenheiten abgestellte Möglichkeiten!!!In fast allen demokratischen Ländern weltweit ist Homeschooling legal. Auch in den meisten europäischen Ländern ist Homeschooling als Bildungsalternative erlaubt oder zumindest unter Auflagen möglich. Es gibt eine Bildungspflicht, die die Eltern verpflichtet, ihrem Kind Bildung zukommen zu lassen. Das bedeutet unter anderem auch die Nutzung von Fachliteratur, Schulbüchern, Bibliotheken, Medien, Museen und die Interaktion mit anderen Menschen, die über entsprechendes Wissen verfügen. Die Eltern müssen also nicht primär zu allem im Stande sein, was ein Lehrer kann, aber sie müssen sich selbst als Schlüssel- bzw. Vermittlungskomponente von Wissen sehen und sich dieser Verantwortung bewusst sein. In der Menschenrechtsdeklaration der UNO von 1948, von der BRD in den 1980er-Jahren ratifiziert, heißt es in Artikel 26 (3): Eltern haben das vorrangige Recht, die Art der Bildung und Erziehung, die ihre Kinder erhalten sollen, zu wählen. Deutschland aber hält anders als andere europäische Länder an einer rigiden Schulanwesenheitspflicht fest, anstatt es den Eltern zu überlassen, wie und durch wen die Kinder den Unterrichtsstoff lernen.Hätte die rigorose staatliche Schulpflicht Auswirkungen auf den Lernerfolg, müsste Deutschland in den Pisa-Tests ganz vorne mit dabei sein – was nicht der Fall ist. In Finnland, dem Pisa-Musterland, ist Homeschooling legal. Vorgeschrieben ist dort nur die Bildungspflicht, die durch staatliche Prüfungen, aber nicht durch staatlichen Unterricht nachgewiesen wird.Nun ist es am Gesetzgeber, die Möglichkeiten moderner und digitaler Bildung zu organisieren und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Schüler die das Homeschooling wünschen dabei von Staat, Schulen und Lehrern sowie mit Hilfe des häuslichen Umfeldes optimal begleitet werden können!!! Diese Petition verkennt nicht, dass es bereits gleichgelagerte Ansinnen gab, die unter anderem vom Bundesverfassungsgericht und dem Petitionsausschuss nicht positiv berücksichtigt wurden. Dabei ist den Entscheidungen des Bundestags und des Bundesverfassungsgerichtes eines immanent: Beide unterstellen ohne Zahlen, dass der Staat einer der Schulpflicht immanenten Bildungspflicht nachkommt. Das Gegenteil ist nicht nur durch die Corona-Krise belegt, sondern auch durch die vielen Versuche des Staates, ein durchlässigeres Schulsystem am Schüler orientiert zu schaffen, was oft an fiskalischen Problemen scheitert. Ein Staat, der in der Krise die Bildung ganz aufgibt, verspielt die Zukunft seiner Kinder. Ein Staat, der wie bisher die Schulpflicht an der Sozialkompetenz und nicht an der Bildung festmacht, verkennt, dass Sozialkompetenzen auch außerhalb der Schule erlernt werden können, während fehlende Bildung zuhause in der Regel nicht nachzuholen ist. Da zudem die fehlende Sozialkompetenzen nicht geprüft werden, muss dem Elternrecht nunmehr der Vorrang eingeräumt werden. Der Staat verliert NICHT sein Wächteramt. Er wird weiter gehalten sein, das erzieherische und sonstige Wohl der Kinder zu gewährleisten. Er wird aber nicht mehr die Chance haben, sich hinter einem Schulsystem zu verstecken und tatsächliche Verantwortung für Bildung und soziales Wohl nicht zu übernehmen.Nachtrag : die überarbeitete Petition wurde von uns  beim deutschen Bundestag eingereicht. Nach Einreichung einer Petition zur Veröffentlichung an den deutschen Bundestag wird diese entsprechend der Grundsätze geprüft. Wir warten nun auf die Veröffentlichung der Petition und werden den entsprechenden Link dann hier in den Neuigkeiten und in der Facebookgruppe "Elterlobby Bildungspflicht statt Präsenzpflicht" posten. Die Petition muss dann UNBEDINGT innerhalb von vier Wochen auf der Petitionsseite des deutschen Bundestages unterzeichnet werden. Zusätzlich haben wir die überarbeitete Petition beim Landtag von Sachsen-Anhalt eingereicht. Ihr müsst jetzt das gleiche tun. Reicht die Petition als ePetition bei euren Landtagen ein!!! Einfach den Text kopieren. Es ist wirklich kein großer Aufwand. Auch hier möchten wir kurz darauf aufmerksam machen das genauso wie Jedermann eine Petition einreichen kann, auch jeder eine Petition unterzeichnen kann – unabhängig von Alter und Staatsangehörigkeit. Also auch eure Kinder!Bitte abonniert auch die Neuigkeiten wenn ihr mitzeichnet sonst können wir euch wenn es um das Mitzeichnen bei der Bundestagspetition geht nicht erreichen.Um mehr Menschen erreichen zu können haben wir außerdem eine Facebookgruppe gegründet "Elternlobby Bildungspflicht statt Präsenzpflicht".https://www.facebook.com/groups/868574656974626/Wir würden uns freuen wenn ihr beitretet!!!English Version:Legalize homeschooling in Germany - mandatory education instead of mandatory school attendanceIn recent weeks, due to the involuntary mandate to homeschool under Coronavirus conditions, many critical perspectives have been heard on the issue. Our group would like to be a voice for the positive homeschooling experience, in light of which we are petitioning for the right to homeschool to be preserved, even after the Coronavirus crisis is over. At issue here is whether families should have the freedom to pursue self-directed forms of education. Our country imposes mandatory school attendance. Our proposal is for this mandate to be modified to a mere educational mandate instead - one that leaves families more freedom in how to fulfill this mandate. We believe this would be a step in the right direction. Current precarious conditions have provided a case study of a scenario in which our government is not able to guarantee the education of our children. Although a crisis such as the one at hand was predictable, our country has been caught off guard and our children’s education is suffering as a result. Without any notice, parents have been asked to take over instruction - a task for which they were previously deemed unqualified. The government is contradicting itself. A common argument in favor of mandating public school attendance is that it is impossible for children to attain an acceptable level of social competency without attending public school. Proponents of this philosophy argue that public schools are the only context in which certain necessary social experience can be gained. However, this argument is flawed and incorrect. There are innumerable opportunities for social contact outside of school or the workplace. The bully-problem at public schools provides further evidence against the “social competence” argument. In view of the number of victims of bullying behavior, the connection between mandatory public school attendance and the supposed development of social skills must be seriously called into question. According to a Storch poll (1986), 60% of students experience anxiety related to school attendance. Social competence can be learned in the context of family, friends, neighbors, learning communities, and - in some cases - even online interaction. School attendance need not be mandated in order for this end to be achieved. The Corona crisis has proven that the option to attend public schools cannot always be guaranteed - especially in light of the dismal hygienic standards in most schools. Contrary to popular belief, increased diversity in forms of education will not damage our country’s social fabric. From a pedagogical perspective, it is commonly accepted that different individuals require different ways of learning. Logically, therefore, school attendance is not the right path for every child. School attendance is not inherently a good or bad experience. For certain children, it is neither a profitable nor a growth-inducing experience. Our country needs more flexible options that take individual needs and circumstances into account.Homeschooling is legal in nearly all other democratic countries. Even most European countries permit homeschooling as an alternative form of education as long as it fulfills certain requirements. Parents receive the mandate to ensure their children’s education. Among other things, this mandate can be fulfilled by the utilization of subject matter materials, school books, libraries, media, museums, and interaction with adults who have extensive knowledge of certain areas. It is not necessary for parents to be trained in the same way as a professional teacher. Rather, parents must take responsibility as the key figure who give their child access to the necessary sources of knowledge. The Corona crisis has also demonstrated that teachers are not prepared in all the ways that their training would purport - some teachers are either unwilling or technically ill-equipped to do what is necessary to continue to educate children through this crisis. There have been accounts of teachers whom students only heard from twice in seven weeks. Others report to their students two times weekly by telephone or chat. Article 26 (3) of the UN Declaration of Human Rights, which the Federal Republic of Germany ratified in 1948, states: Parents have the primary right to choose what kind of education and training their children receive. However, unlike other European countries, Germany adheres to a rigid school attendance mandate instead of allowing parents to determine how and from what educational materials their children will learn. If this rigorous school attendance mandate correlated with academic success, Germany would be ranking top place in the Pisa-Tests - but this is not the case. Finland, the Pisa-posterchild, allows homeschooling. Finland merely prescribes an education mandate, which is substantiated by standardized testing, not by state-controlled instruction. Another important factor to take into account is the child’s opportunity to participate in the decision about his or her education. A child who wishes to attend school should be allowed to do so. A child who is uncomfortable attending school should not be forced. The original intent of the school attendance mandate was to gain control of parents who were unwilling to make their child’s education a priority. Such parents received a mandate to send their children to school. Our highly valued principle of subsidiarity states: The government should only intervene where private citizens have failed. So, the government provides protection for children who are denied an education or who are dangerously indoctrinated.  German government officials are of the mindset that education and social competency will be lost without public schools. However, studies from the United States and Canada actually suggest the opposite and provide evidence for the positive effects of homeschooling. Our lawmakers have the opportunity to harness the capabilities of modern, digital education and to create a context in which students who wish to be homeschooled have such an opportunity with the support of the state, schools, teachers, and their home environment. This petition takes into account that similar requests have not been received positively by the Supreme Court or the Petition Committee in the past. The Parliament and Supreme Court’s decision is based on the unfounded logic that the state can only impose an education mandate through a school-attendance mandate. This logic has been disproven by the present Corona-crisis, as well as through the states many attempts to create a more open educational system, oriented around the student, which often falters based on fiscal pitfalls. A government which gives up it’s reponsibility to educate in light of a crisis is gambling with the future of its children. A government that has pinned social competency to school attendance as opposed to education misjudges the capability of a home environment to teach social competency. This misplaced focus leads to a neglect of the governments actual responsibility, which is to educate. This responsibility is currently being neglected and we cannot make up for lost time. Social competency cannot be measured by standardized tests, nor is every teacher qualified to teach it - therefore, parents must regain their position as the primary influence in this area. We are not petitioning for the government to abdicate its role as a guardian. The government can and should maintain its responsibility to safeguard the overall wellbeing of children. However, the government should no longer be allowed to hide behind a school system while neglecting its responsibility to ensure actual education and social welfare. Appendix: This revised version of the petition was filed at the German Bundestag (German Federal Parliament) and is currently being examined. We are now waiting for the release of the petition. Then the petition will have to be signed within four weeks on the petition website of the German Bundestag. Everybody can sign this petition regardless of age and nationality – including children! We´ll keep you updated on this website (please check the box to receive news!) and on our fb group Elternlobby Bildungspflicht statt Präsenzpflicht: https://www.facebook.com/groups/868574656974626/

Ralf Gerbers
7,966 supporters
Update posted 3 years ago

Petition to Susanne Eisenmann, Dr. Susanne Eisenmann

Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair!

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe heute meine Abiturprüfung im Fach Englisch geschrieben. Es ist mir ein dringendes Bedürfnis, zu dieser Prüfung ein paar Worte zu schreiben. Auch als eine Person, die gute Noten schreibt und gut in Englisch ist, fand ich den Text der Reading Comprehension enorm schwierig. Gerade für sonst schlechtere Schüler, war die Prüfung daher noch anspruchsvoller. Ich habe mich in meiner Stufe mit Schülern mit unterschiedlichen Leistungsstandards unterhalten und auch im Internet haben viele diese Meinung vertreten. Daher schreibe ich diese Petition im Interesse aller Schüler. Das Abitur 2018 im Fach Englisch war unfair!   Zurückzuführen ist dies auf folgende Aspekte: 1. Der vorgelegte Textausschnitt als Grundlage zur Analyse ("Call It Sleep" von Henry Roth) stammt ursprünglich aus dem Jahre 1934 und beinhaltet deshalb Vokabular, das so im heutigen Sprachgebrauch zum Teil nicht mehr verwendet wird und selbst in manchen Wörterbüchern nicht mehr zu finden ist.   2. Des Weiteren gehört der zu bearbeitende Text zur Gattung der Romane/ Erzählungen und besitzt somit Charaktere, eine unklare Personenkonstellation und eine Handlung, die viel Zeit erfordert, um den Inhalt und Kontext zu verstehen. Dies stellt an sich noch kein allzu großes Problem dar, allerdings zielten die Fragen der "comprehension"-Aufgabe zum größten Teil auf die Interpretation von Gefühlen und Verhältnissen der beiden Hauptcharaktere ab, was in einer solchen Prüfung fragwürdig ist. Im Gegensatz zu den üblichen Sachtexten bei solchen Aufgaben, stellt dies eine große Schwierigkeit dar, da die Antworten nicht wie bei Sachtexten durch Daten oder Aussagen belegbar sind, sondern unter anderem auf Dinge zwischen den Zeilen anspielen. Zum Beispiel sollte man verschiedenen Zitaten aus dem Text die jeweilige Einstellung der Person, die dieses äußert, zuordnen. Das ist Interpretationsarbeit und steht in keinem Verhältnis zu sachtextbezogenen Fragestellungen.   3. Für die multiple-choice-Aufgaben waren statt der üblichen einzelnen Belegstelle nun durchgehend jeweils zwei Zitate verlangt, wobei die Punktzahl pro Aufgabe nicht erhöht wurde. Das bedeutet, dass sobald eine der beiden Belegstellen nicht zutreffend ist, man gar keinen VP (Verrechnungspunkt) erhält, während man in den Jahren zuvor nur eine einzige korrekte Belegstelle angegeben musste, um bei richtig gewählter Antwort einen VP zu erhalten. Da man also nun pro Aufgabe jeweils eine zusätzliche quote suchen musste, sprengte dies zeitlich den eigentlichen Rahmen für diesen Teil der Prüfung, welcher durch stetiges Nachschlagen von Wörtern eigentlich sowieso schon zu sehr gedehnt war.    4. In der Analysis sollte zunächst der letzte Absatz des Textes analysiert werden. Dieser war der schwierigste Teil des Textes; es handelte sich um eine metaphorische bzw fast gleichnisshafte Beschreibung der Freiheitsstatue:   "They were silent. And before them, rising on her high pedestal from the scaling swarmy brilliance of sunlit water to the west, Liberty. The spinning disk of the late afternoon sun slanted behind her, and to those on board who gazed, her features were charred with shadow, her depths exhausted, her masses ironed to one single plane. Against the luminous sky the rays of her halo were spikes of darkness roweling the air; shadow flattened the torch she bore to a black cross against flawless light—the blackened hilt of a broken sword. Liberty."   Dieser Absatz ist auch wegen der vielen unbekannten Wörter schwer zu verstehen, und die symbolische Bedeutung erschließt sich deshalb nicht direkt, was aber Teil der geforderten Textanalyse war.   Im Zweiten Teil sollten die Analyseergebnisse nun auf Lily (Protagonistin aus Half Broke Horses) und ihre Haltung zu Neuanfängen bezogen werden. "Analyze the last paragraph of the text and relate it to Lily's attitude towards new beginnings." Aus dieser Aufgabenstellung geht nicht eindeutig hervor, welcher Teil des Textes gemeint ist. Da der Text (Ausschnitt aus "Call it sleep" von Henry Roth) von einer Familie handelte, wäre auch die Interpretation möglich gewesen, es sei nach der Einstellung der Familie zu "new beginnings" gefragt. Ein Umstand, der leicht zu verhindern gewesen wäre. So wurde der letzte Satz ausgelassen, der im Original den eigentlichen Abschluss des Pharagraphen bildet. Dieser kurze Satz hätte essentiell zum Verständnis der gesamten Textstelle beigetragen, da er den direkten Hinweis auf eine "figure" -eine Figur/Statue- gibt. "The child and his mother starred again at the massive figure in wonder.“ Vor dem Hintergrund des sehr hohen Niveaus des Textes schien dies bei der gegebenen Aufgabenstellung sogar naheliegender, da nur schwer ersichtlich war, dass in dem gemeinten Abschnitt ein Konzept von "new beginnings" umrissen wird. Die Einstellung der Familie wurde im Textabschnitt zuvor thematisiert. Aufgrund der Tatsache, dass nirgendwo erläutert war, was unter "last paragraph" verstanden wird, hätte man den Teil, aus dem die Einstellungen der Familienmitglieder hervorgehen, auch unter den entsprechenden Begriff fassen können. Dementsprechend ist die Aufgabe in dieser Form missverständlich. Zur klaren und verständlichen Formulierung wäre in der Aufgabenstellung zu erwähnen gewesen, dass das im letzten Abschnitt umrissene Konzept zu analysieren ist, oder zumindest eine Zeilenangabe zu geben gewesen. ---------------------------------------------- EINSCHUB: Ein Beispiel hierfür wäre: "Analyse the concept of new beginnings which is outlined in the last paragraph (l. xx - end) and relate it to Lilly's attitude towards new beginnings." In dieser Form wurden Aufgaben bei uns im Unterricht üblicherweise gestellt. Hieraus geht klar hervor, was verlangt wird. ------------------------------------------- Mir ist durchaus bewusst, dass dies sich ausschließlich auf die Bewertung des content (dieser macht bekanntlich 10 von 25 möglichen VP für den Text aus) niederschlägt. Selbst in diesem Teil wird es vermutlich nicht die vollständigen 10 Punkte Abzug geben, sofern Struktur beachtet und Bezug zur Lektüre ordentlich hergestellt wurden. Trotzdem können durch Punktabzüge aufgrund der unklaren Aufgabenstellung Unterschiede von mehreren Notenpunkten entstehen, die sich auf die Endnote im Abitur und damit auf die Chancen bei späteren Bewerbungen auswirken. Hierdurch wird aus meiner Sicht der Anspruch der Abiturprüfung, das Leistungsvermögen der Schüler neutral zu bewerten, nicht erfüllt. Diejenigen, die in der Lage gewesen wären, bei richtigem Aufgabenverständnis den gemeinten Textabschnitt zu analysieren, sind durch die Missverständnisse benachteiligt. Zusammengefasst finden wir, dass das diesjährige Abitur nicht vergleichbar mit denen der letzten Jahre ist und fordern Sie auf, den Erwartungshorizont anzupassen und die genannten Aspekte bei der Bewertung zu berücksichtigen. ___________________________________________ Bitte teilt diese Petition mit Mitschülern, Eltern und Lehrern!

Abiturienten 2018
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