Schützt die Kormorane - „Gegen eine europaweite Regulierung der Bestände.”
  • Petitioned Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner

This petition was delivered to:

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Helmut Brunner

Schützt die Kormorane - „Gegen eine europaweite Regulierung der Bestände.”

    1. Heike V
    2. Petition by

      Heike V

      Petersaurach, Germany

Schützt die Kormorane - „Gegen eine europaweite Regulierung der Bestände.”

 

Der Kormoran ist seit langem heftigen Anfeindungen und Verfolgungen ausgesetzt, was ihn noch in den 1980er Jahren auch in Deutschland an den Rand des Aussterbens brachte. Der Vorwurf lautet, er fresse den Fischern die Fische weg und müsse deshalb " stark reduziert" werden; ein weiterer Anklagepunkt verweist auf die Nistbäume, die durch ihren scharfen Kot der Fischfresser nach wenigen Jahren absterben; ein besonders dümmliches Argument schließlich besagt, das Gleichgewicht der Fischfauna (sogar bei Lachs und Meerforelle) sei durch einen Vogel gefährdet, der schon viele Jahrmillionen vor der Entstehung des Menschen Fische jagte. Landesbehörden quer durch die Republik haben leider häufig ein offenes Ohr für die Lobby-Arbeit der Jäger, Fischer und Angler und genehmigen aus wahlkampfpolitischem Kalkül immer wieder umfangreiche Massaker an den Tieren.

 

Die so betriebene Vernichtung einer ehemals in Deutschland ausgestorbenen Vogelart führt zudem zu massiven Störungen aller übrigen Wasservögel; für geschützte Tierarten gilt jedoch nach dem Bundesnaturschutzgesetz bzw. dem Bundesjagdgesetz ein Störungsverbot.

 

 

Berufsfischer machen die Kormorane nun vor allem in den sommerlichen Brutmonaten für Schäden an Netzen und darin gefangenen Fischen verantwortlich. Hobbyangler fürchten um die letzten Bestände von Flussfischen wie den Äschen. Bei der Wut über die Kormorane werden oft andere Faktoren wie Flussverbauungen und gefährliche Stoffe im Wasser, die den Fischen zu schaffen machen, kaum noch beachtet. Die Fischer fordern den Abschuss von Kormoranen und die Verkleinerung der Bruten selbst in Schutzgebieten.

Die Geschichte des Kormorans scheint kompliziert und ist letztlich doch einfach. Sie zeigt, welche weitreichenden Konsequenzen menschliche Eingriffe in die Natur haben, die man so nie voraus gesehen hat. Einseitige, kurzfristige Lösungen befriedigen zwar manche Gemüter, beseitigen die Grundprobleme jedoch kaum. Vor dem Hintergrund gegensätzlicher Interessen wie Vogelschutz oder fischereiliche Nutzung wird um Eingriffe und Maßnahmen gestritten, anstatt der Natur eine Chance zu geben, mit der Zeit ihre eigene Balance zu finden.

 

 

Die Petition richtet sich an die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, um eine europaweite Regulierung der Kormoran-Bestände nicht zu forcieren.

To:
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner
Helmut Brunner, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Sehr geehrte Damen und Herren,

schützt Sie bitte die Kormorane - wir sind gegen eine europaweite Regulierung der Bestände!

Sincerely,
[Your name]

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    • ZILKA DAMIEN FRANCE
      • 3 months ago

      I SIGN BECAUSE, THIS JUST CAUSE AND USEFUL !!!!

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    • Linda Wouters DIEST, BELGIUM
      • 3 months ago

      STOP !!!

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    • Meryl Pinque BANGOR, ME
      • 8 months ago

      Animals are sentient beings.

      Stop exploitation: go vegan.

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    • Anita Kanitz STUTTGART, GERMANY
      • 8 months ago

      Bei uns gibt es in den Grünanlagen und Seen unserer Stadt noch Kormorane, leider waren diese in den Vergangenheit immer wieder bestialischen Tierquälern ausgesetzt! Diese Tiere sind unbedingt zu schützen!Der Kormoran war früher ein verbreiteter und häufiger Brutvogel. Aus dem 19. Jahrhundert sind riesige Binnenlandkolonien mit hunderten oder tausenden Brutpaaren beschrieben, die stellenweise sogar unter dem Einsatz der Armee vernichtet wurden. Um 1900 war der Kormoran schließlich nahezu ausgerottet. Die Erholung seines Bestandes setzte erst ein, als die EG-Vogelschutzrichtlinie 1979 einen konsequenten Schutz ermöglichte. Brutkolonien entstanden und wuchsen an, während zuvor jede Ansiedlung der Vögel unterbunden worden war. Mit ihrer Zunahme hat sich somit ein natürlicher Zustand eingestellt, der durch die menschliche Verfolgung unterbrochen worden war.

      Heutige Verbreitung

      Heute leben in Deutschland wieder rund 24.000 Brutpaare, davon mehr als die Hälfte in großen Kolonien nahe der Küste. Ein recht großer Teil der Kormorane brütet in Naturschutzgebieten, Nationalparks oder EU-Vogelschutzgebieten. Die Zunahme der Brutpaare in West- und Mitteleuropa hat sich in den letzten Jahren verlangsamt, ihre Zahl stabilisiert. Nach der Brutzeit gesellen sich Kormorane aus nördlichen und östlichen Brutgebieten hinzu. An den Küsten wird der Maximalbestand im Spätsommer erreicht, im Binnenland zumeist im Winter.Wer Kormorane abschießt, schützt keine Fische!NABU und LBV sowie der Deutsche Rat für Vogelschutz und die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft lehnen eine Regulierung von fischfressenden Vogelarten wie dem Kormoran durch Abschüsse grundsätzlich ab. Denn es gibt Alternativen. Zeitgemäße Strategien lenken Kormorane durch konsequente Ruhezonen an Gewässern bewusst an Orte, an denen sie problemlos geduldet werden können. Dazu zählen größere Stillgewässer und Flüsse ebenso wie die Küste. Wenn sich die Vögel hier ungestört von reichhaltigen Fischbeständen ernähren können, verringert sich auch der Druck auf Fischzuchtanlagen und die Rückzugsräume seltener Fischarten.

      Die Rückkehr zu einer breit angelegten Verfolgung des Kormorans ist daher der falsche Weg, nicht zuletzt, weil die umfangreichen Abschüsse der vergangenen Jahre nicht zur beabsichtigten Bestandsminderung geführt haben. Lediglich eine europaweite Ausrottungskampagne, wie sie im 19. Jahrhundert schon einmal durchgeführt wurde, könnte den Kormoranbestand drastisch senken. Dies ist jedoch weder ethisch vertretbar noch naturschutzrechtlich zulässig.

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    • Jean THILL MAMER, LUXEMBOURG
      • about 1 year ago

      Der Kormoran war noch immer den Fischern en Dorn im Auge, obwohl der sich nur die Fische zum Überleben erbeutet. Der Mensch aber tötet ohne Skrupel Milliarden von Tieren jedes Jahr auf die bestialischsten Methoden, sei es in den Meeren, in den Lüften oder zu Lande und dafür findet er immer "Gründe"! Schade dass die Tiere kein Wahlrecht haben. Wie schnell würden dann die Politker sich um deren Schutz bemühen. Es ist eine Schande was weltweit von Massakern an den Tieren geschieht!

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