Erfolg
Petition richtet sich an Herr Timotheus Höttges, designierter Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom Herr Jens Schulte-Bockum, Vorsitzender der Geschäftsführung Vodafone Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Zur Sicherstellung der Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger, fordere ich, das die Telekommunikationsanbieter die Drosselung der festnetzgebundenen LTE- via Funk- Tarife aufheben.

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Die Telekommunikationsanbieter begründeten ursprünglich die Einführung der Drosselung mit dem Schutz des Netzes vor einem Zusammenbruch. Wie in den zwei folgenden Punkten beschrieben, widerlegten die Anbieter jedoch selbst  diese These:

1. Die Einführung von SpeedON, im Mai 2013. Warum kann man Volumen nachkaufen, wenn das Netz doch eigentlich durch die Volumenbegrenzung vor dem Zusammenbruch geschützt werden soll?

2. Pünktlich zu jedem Monatsersten können alle LTE- Nutzer der Telekom das Netz mit voller Geschwindigkeit belasten und surfen, als wenn es keinen Morgen mehr gibt. Trotzdem kam es bisher zu keinen Netzzusammenbruch!

Ein Gedankenausflug nach Österreich unterstützt die ungerechtfertigte Drosselung. Bevor der dortige Netzanbieter „Drei“ die Drosselung aufhob, redeten alle den drohenden Netzzusammenbruch herbei. Bis heute gab es jedoch keine Netzprobleme.

Sinn und Zweck der Einführung vom festnetzgebundene LTE- via Funk war einzig und allein, die weißen Flecken mit Breitbandinternet zu versorgen. Grundlage dafür war u. a. ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie herausgegebenes Strategiepapier “Breitbandstrategie der Bundesregierung” im Februar 2009. Hierin wird auch explizit auf die 2 folgenden Grundprämissen hingewiesen: „Breitbandnetze sind ein wesentliches Fundament für wirtschaftliches Wachstum“ und „Insbesondere ländliche Gebiete können von Breitband und seinen Möglichkeiten profitieren. Breitband ist ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen und Familien und ist somit wichtig, um Arbeitsplätze zu sichern sowie die Ertragskraft und Attraktivität auch ländlicher Räume zu steigern“. Der jetzige Stand der Internetversorgung auf dem Land, hat nichts mit den einstigen Zielen gemeinsam!

Die nicht zeitgemäße Drosselung der Surfgeschwindigkeit wird u. a. auch durch eine Abmahnung der Verbraucherzentrale NRW gegenüber der Telekom (06.05.2013) unterstützt, in der es heißt:

„… Die verbleibende Übertragungsrate von 384 Kbit/s macht eine zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich. … Greifen wie üblich mehrere Anwendungen des Endgeräts gleichzeitig auf das Internet zu oder nutzen gar mehrere Endgeräte gleichzeitig den Internetanschluss, droht die Verbindung an der Drosselung zu ersticken. …  “ sowie durch ein Urteil des LG Köln von 30.10.2013, in dem die Drosselung der Flatrate- DSL- Tarife für unwirksam erklärt wurde. Die LTE- Tarife sind zwar ebenfalls Flatrate- Tarife, sie wurden hier aber nicht mitverhandelt.

Die derzeitigen Drosseltarife gewährleisten leider auch keine Chancengleichheit gegenüber DSL- Festnetznutzern. Denn Chancengleichheit setzt faire Preise gegenüber gleichwertigen Angeboten voraus, und nicht die schamlose Ausnutzung der Marktposition, zumal die DSL- Tarife keine Drosselung enthalten. Was soll der Nutzer auf dem Lande aber machen, wenn er nur die eine Möglichkeit hat. Zu dem einen(!) anderen Anbieter gehen, der dasselbe macht?

Der Aufbau des LTE- Netzes erfolgte u. a. als Ersatz, wenn DSL nicht oder nur gering verfügbar war. Bund und Länder stellten dafür entsprechende steuerfinanzierte Förderprogramme zusammen. Sie stehen aber in keinem Verhältnis zur bisher erbrachten Leistung der Anbieter, den „Dörflern“ nur eine Kostprobe an schnellem Internet zu geben.

Der eigentliche Auftrag der Anbieter, „flächendeckendes Breitband- Internet auf dem Land“ ist noch nicht erfüllt! Der Ausbau des LTE- Netzes muss forciert werden.

 Nur eine dauerhafte Breitbandverbindung ohne Volumenbegrenzung gewährleistet die Chancengleichheit der Bürgerinnen und Bürger in der Ausübung Ihrer beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten sowie Informationsfreiheit.

Ich bitte auch alle nicht LTE- via Funk / zu Hause- Internetnutzer um ihre Unterstützung. Durch welche Umstände auch immer, können auch Sie eines Tages auf LTE- via Funk angewiesen sein. Wenn Sie sich ein wenig mit der oben genannten Problematik beschäftigen, werden Sie schnell feststellen, dass die Hochglanzprospekte nicht viel mit der Realität gleich haben. Dieses Geschäftsmodell kann in Zukunft, trotz des Kölner Urteils, auch bei DSL Internet- Tarifen Gültigkeit erlangen.

Es ist mehr als fraglich, in wie weit mit Blick auf die Entwicklung des Internets, auch eine vertraglich im beiderseitigen Einvernehmen getroffene Volumenbegrenzung, überhaupt jemals zeitgemäß sein wird.

Zur weiteren Unterstützung können Sie die Petition auch gerne in den sozialen Netzwerken teilen.

 

Danke.

Diese Petition wurde übergeben an:
  • Herr Timotheus Höttges, designierter Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom Herr Jens Schulte-Bockum, Vorsitzender der Geschäftsführung Vodafone Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie


    Roland Freimuth startete diese Petition mit einer einzelnen Unterschrift und die Petition wurde mit 532 Unterschriften gewonnen. Starten Sie heute eine Petition, um sich für Ihr Anliegen einzusetzen.




    Heute: Roland verlässt sich auf Sie

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