Anori und Luka sollen nicht getrennt werden!

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Petition! Der Zoo Wuppertal gibt seine Eisbärenhaltung auf!
Wir,die Unterzeichnenden,  möchten uns dafür einsetzen,das Anori und Luka zusammen bleiben. Wer nicht  weiß, wer sie ist: Sie ist die Halbschwester von Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo.  Sie wurde am 4.Januar 2012 in Wuppertal geboren und man will sie nach 7 Jahren aus ihrem gewohnten Umfeld herausreißen, da man sich nicht in der Lage sieht,ihre jetzige Anlage um-  bzw neu zu bauen. Seit 5 Jahren lebt sie mit ihrem Partner Luka in Wuppertal. Sie hat Vertrauen zu ihren Pflegern,die sie vorbildlich pflegen und auch lieben.
Wir machen uns große Sorgen,das sie auf einen Ortswechsel nicht gut reagieren wird und es ihr schaden könnte. Sie und Luka sind miteinander aufgewachsen, lieben sich und man sollte sie jetzt auf keinem Fall trennen. Es wäre schlimm für Anori,  ihr vielleicht erstes Jungtier in einem fremden Umfeld zur Welt zu bringen. 
Außerdem sind die Tiere stark bedroht und deswegen sehr wertvoll für den Zoo. Wozu hat man dann an einem Anti- Stress- Programm für die Eisbären teilgenommen und eine Sondergenehmigung erteilt,damit der Zoo diese Tiere weiterhin halten darf?  Es besteht ja keinerlei Grund dazu,sie abzugeben.Die Anlage, einst 1995 die modernste Anlage in Europa, ist nicht mehr artgerecht. 

Der Tod der  ehemaligen Wuppertaler Eisbärin "Vilma" wurde natürlich unter den Zoobesuchern im Zoologischen Garten der Stadt  Wuppetal stark diskutiert.  Die Hoffung auf "Geschwister" für die Wuppertaler "Eisbärin "Anori"  wurde vom Schicksal jäh beendet. Die Traurigkeit, so mancher Zoogäste war noch mehrere Tage nach  der Bekanntgabe des leblosen Auffindens der Eisbärin "Vilma" im Gehege im Zoo Aalborg  deutlich vorhanden.  Der tragische Verlauf des Zusammenführens  der beiden ehemalig im Wuppertaler Zoo beheimateten Eisbären "Vilma" und "Lars" (auch der Vater von Eisbär Knut) war jedoch auch Anlass,über die Zukunft der Eisbären "Anori" und "Luka" zu spekulieren. Lars verstarb übrigens auch unter sehr schlechten Haltungsbedingungen im Zoo  Aalborg.  Er wurde sinnlos eingeschläfert, statt ihm vorher einen Altersruhesitz in einem  anderen Zoo oder einem Wildlife Park zu verschaffen. 

Enttäuscht äußerten sich Zoobesucher /innen zur Informationspolitik des  Zoologischen Garten der Stadt Wuppertal zu der Frage der Zukunft der Eisbären im Grünen Zoo Wuppertal.  Mehrfach war in den vergangenen Jahren von der Zooleitung angekündigt worden, die Pläne für einen möglichen Neubau einer Eisbärenanlage  vorzustellen.Bisher wurden die Pläne zu einer möglichen  Neugestaltung der Eisbärenanlage nicht öffentlich präsentiert. Die angeblichen Kostenschätzungen für eine neue Eisbärenanlage im Grünen Zoo  Wuppertal variierten sehr stark, lagen aber deutlich über den 9,75 Millonen Euro. die als Gesamtinvestionen für ein neues Polarium wie in Rostock vorgesehen sind.  Nach bisherigen Ankündigungen wollte sich Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz im Herbst des Jahres 2016 öffentlich zur Zukunft der Wuppertaler Eisbären äußern. Mit großem Interesse erwarteten Eisbärenbegeisterte die entsprechende  Stellungnahme des Zoodirektors Dr. Arne Lawrenz.

Das kurze, knappe Statement  über die Einstellung der Eisbärenhaltung kam allerdings erst im September 2018

https://www.zoo-wuppertal.net/1-home/dasistneu.htm/September 2018

Bei den Plänen für das  Projekt "Der  Grüne Zoo Wuppertal  2020" scheinen Eisbären keine Rolle mehr zu spielen . Vielmehr war zu vernehmen, dass der Grüne Zoo Wuppertal die Eisbärenhaltung aufgeben möchte. Das wurde in einem kurzen, knappen Statement im September 2018 bekannt gegeben.  Es wird vermehrt in andere Projekte investiert. Es ist hinreichend bekannt, dass momentan, durch planloses Züchten, ein trauriger Überschuss an jungen Eisbären herrscht Momentan warten über 15 junge Tiere,  Tendenz steigend,unterschiedlichsten Alters, vergeblich auf einen Platz.Es betrifft nicht nur Deutschland,sondern die gesamte EU. Es fehlen nicht  nur adequate und artgerechte Anlagen, es  fehlen Plätze, wo ältere Tiere, einen ruhigen und schönen Lebensabend verbringen können. Somit wird sich, in absehbarer Zeit auch kein Zoo finden, der Anori und Luka ein vernünftiges Zuhause bieten kann.

Am 13. Januar hieß es in einem Statement des Zoo Wuppertals, dass Anori und Luka aufgrund ihrer gemeinsamen "Rostocker Gene" getrennt an andere Einrichtungen abgegeben werden sollen. Wir halten das für einen Vorwand. Als Luka im Oktober 2013 im Zoo Wuppertal ankam, war es hinreichend bekannt, dass er und Anori gemeinsame Vorfahren haben. Der Zuchtkoordinator des EEP`s hatte Luka für Anori ausgesucht. Damals hielt man das Verwandschaftsverhältnis bedenkenlos. Nun heißt es, genau das sei das Problem. Es kann nicht sein, dass Tiere ausbaden, was Menschen angerichtet haben. Man hat es plötzlich sehr eilig, sich zumindest von einem Tier zu trennen, da beide Tiere geschlechtsreif sind und die Paarungszeit naht. Laut Zoo Wuppertal habe es an der Vergangenheit eine Umfrage gegeben, welche Tiere die Zoobesucher nicht mehr sehen wollen und das waren die Eisbären. Diese Umfrage hat es nie gegeben.

Wir bitten das EEP  sowie die EAZA  daher  um einen befristeten Zuchtstop. Dieses gilt für Deutschland und die gesamte EU.  Die bisherigen Jungtiere müssen erst einmal einen geeigneten Platz finden, damit man wieder in das Zuchtprogramm einsteigen kann.

 

 

Elke Frank

Petra Bente  ( ebenfalls Ansprechpartnerin)  

Marga Dölle

Claudia Kronenberg