Rassismus stoppen!

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Mit anfänglicher Sprachlosigkeit haben wir die rassistischen Äußerungen des Universitätsprofessor Thomas Schüller (Universität Münster) zu Kenntnis genommen. Wir, das sind nicht nur Studierende und junge Erwachsene der tamilischen Community, sondern auch junge Menschen aus Vietnam, Philippinen, aus Togo und Ruanda, aus der Türkei und Syrien, aus Indien und vielen anderen Ländern. Professor Schüllers Kommentar über einen sehr engagierten Priester in Köln empfinden wir als diskriminierend und herabsetzend. Deshalb bitten wir all unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne Ansehen ihrer Nationalität, Religion und Ethnie, uns in dieser Petition zu unterstützen. Ein Bericht über den Vorfall findet sich hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/kirchenrechtler-thomas-schuller-entschuldigt-sich-fur-unbedachten-facebook-kommentar-7636

Neben unserem Entsetzen über diese offen rassistische Äußerung sind wir enttäuscht von vielen Reaktionen von anderen Theologinnen und Theologen, sogar Journalistinnen und Journalisten. Statt das Fehlverhalten von Professor Schüller zu benennen und zu verurteilen, wird dessen Kommentar entschuldigt - oder ignoriert. Dieses Verhalten erinnert uns schmerzhaft an unsere eigenen Erfahrungen von Unrecht und Diskriminierung.

Viele von uns tragen diese Gesellschaft in Bildung und Medizin, Pflege und Erziehung mit. Es ist an der Zeit, dass sich die deutsche Gesellschaft auch auf unsere Seite stellt.

Die Medienlandschaft, die Pfarrer Regamy Thillainathan vor wenigen Monaten für seinen Anruf von Papst Franziskus gehypet hat, scheint das nun erlittene Unrecht weitgehend zu ignorieren. Rassismus ist und bleibt noch immer ein Teil der säkularen Gesellschaft. Der Fall von Professor Schüller zeigt, dass Rassismus auch ein strukturelles Problem in der katholischen Kirche und im deutschen Journalismus ist.

 

Forderung:

1. Professor Schüller muss sich persönlich bei Pfarrer Regamy Thillainathan entschuldigen. Wenn er dies öffentlich tut, dann muss er Pfarrer Regamy namentlich erwähnen. Das gebietet der Anstand und ist eine Frage von Respekt.

2. Die Universität Münster muss sich von den Äußerungen ihres Professors distanzieren und sich dafür einsetzen, dass der Kampf gegen Rassismus und das koloniale Erbe einen festen Platz im Curriculum der Katholischen Theologie bekommt.

3. Die Journalistinnen und Journalisten müssen ihrer Verantwortung nachkommen und auch von solchen Ungerechtigkeiten berichten.