Herr Witt, stoppen Sie die Kettensägen!

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HERR WITT, RETTEN SIE DIE BÄUME AUF DEM GRUNDSTÜCK BERLINER STRASSE 23!

Sie wollen sie fällen, diese Bäume auf dem Grundstück Berliner Straße 23, obwohl sie von einzigartiger Schönheit sind und inmitten des brausenden Straßenverkehrs eine ausgleichende, beruhigende und wohltuende Wirkung auf das Innenstadtklima haben. Da sind schöne Birken, Kiefern und andere Koniferen, aber herausragend ist das Paar Blutbuchen vor dem alten Wohnhaus. Diese beiden etwa 130-jährigen, völlig gesunden Giganten aus dem 19. Jahrhundert haben schon den Ersten und Zweiten Weltkrieg überlebt. Wenn man hoch in ihre Kronen schaut, fühlt man sich wie in einer Kathedrale. Sie und die anderen Bäume sind ein Biotop für die verschiedensten Insekten- und Vogelarten.

Das Wichtigste aber ist ihre Bedeutung für die Gesundheit von Tausenden Menschen, die in der Innenstadt leben, arbeiten und einkaufen. Die Baumkronen sorgen im heißen Sommer für Abkühlung und Erfrischung der Luft. Sie dienen als Lärmpuffer, indem sie viel Verkehrslärm absorbieren. Vor allem jedoch schlucken sie Feinstaub und Stickoxide! Die fahrlässige Entfernung dieser grünen Lunge würde mit Sicherheit eine fatale und spürbare Verschlechterung des innerstädtischen Klimas mit sich bringen. Wir wollen das nicht. Wollen Sie ernsthaft Ihren Gewinn auf unsere Kosten machen? Auch die zukünftigen Bewohner des „Wohlfühlzuhauses“, das Sie Ihren Käufern avisieren, würden doch unter der Klimaverschlechterung leiden! Uns empört aber auch, dass Ihr Bauvorhaben wieder einmal nur den Betuchten zugute kommt und in keiner Weise etwas ändert an dem eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum in unserer Stadt.

Und so nehmen nicht nur die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses mit Bestürzung und Schrecken zur Kenntnis, dass diese grüne Lunge Geesthachts beseitigt werden soll. Wir alle hier in der Innenstadt fragen uns besorgt: Haben die Verantwortlichen eine Abwägung zwischen den Interessen des Eigentümers bzw. Investors auf der einen Seite und den Belangen des Gemeinwohls auf der anderen Seite vorgenommen? Haben sie bedacht, von welch unschätzbarem Wert diese Bäume sind, viel mehr als die Millionen, die Sie mit dem Bau dieses Gebäudes zu verdienen gedenken?!

Im Namen der Menschen hier in Geesthacht appellieren wir an Sie, die Bäume nicht zu fällen, sondern stattdessen ein (oder vielleicht zwei?) Gebäude auf dem Grundstück zu bauen, das die Bäume einbezieht. Das können und machen andere Architekten und Bauherren auch (siehe ANS-Gemeinschaftsschule).

Wir meinen, dass eine Fällgenehmigung heute niemals hätte erteilt werden dürfen. Wir glauben, dass der gültige Bebauungsplan allein nicht die Fällgenehmigung rechtfertigt. Wir sind sicher, dass die Ausweisung des Bebauungsplanes heute zu einem anderen Abwägungsergebnis, nämlich zum Erhalt der Bäume, gelangen würde, wenn man das erst 1994 in das Deutsche Grundgesetz eingeführte Staatsziel zum Schutz von Natur und Landschaft (Art. 20a) zugrunde legen würde.

Sie können es besser, Herr Witt. Stellen Sie eine Win-Win-Situation her. Lassen Sie die Bäume stehen und passen Sie Ihre Eigentumswohnungen den Bäumen an. Bitte bewegen Sie das in Ihrem Herzen!

Jutta Bellwinkel     Rathausstraße    21502 Geesthacht     



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