Autonomie der Mieter schützen – Zwang zum Kabelfernsehen verhindern

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Was ist geschehen?

In der eigenen Mieterzeitschrift war in einer kleinen Anzeige zu lesen, dass die Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald künftig einen Ausbau der Kabelnetze anstrebt. Dieser Ausbau soll dazu führen, dass jeder Mieter unabhängig von dem eigenen Interesse einen Zugriff auf das Kabelfernsehen (inklusive der HD-Version der Fernsehsender) von der Firma AEP Plückhahn erhält, während die entstehenden Kosten über die zukünftige Betriebskostenabrechnung abgegolten werden. Derzeit ist ausschließlich die Grundversorgung in dieser enthalten.

Über die genaue Summe der den Mietern durch den Ausbau entstehenden Kosten wurde nicht berichtet. Auf Nachfrage konnte lediglich erfahren werden, dass die künftige monatliche Zahllast eines Mieters niedriger sein würde, als wenn er die derzeit bereits vorhandene TV-Grundversorgung zusammen mit der Vollversorgung buchen würde. Die Mieter erhalten folglich einen Rabatt auf diese Dienstleistung, während ihnen die Möglichkeit verwehrt wird, diese nicht in Anspruch zu nehmen. Die Mieter, die kein Interesse an der erzwungenen Dienstleistung haben, sind die größten Verlierer in dieser Politik.

Desweiteren wurde erwähnt, dass das sogenannte „Gros“ der Mitglieder mit einem Altersdurchschnitt von 52 Jahren einen Kabelanschluss habe und alle Mieter von der geplanten Strategieänderung profitieren würden.

Von der Mitgliederbefragung, die im Juni 2017 gestartet wurde, hatte ich mir ein Aufgreifen dieser Problematik erhofft. Dies wäre der ideale Zeitpunkt gewesen, um die tatsächliche Meinung der Mitglieder zu diesem Thema feststellen zu können. Da diese Möglichkeit jedoch versäumt wurde, starte ich hiermit diese Petition. Ich hoffe sehr, dass die Wohnungsbaugenossenschaft dem Teil der Mieter, der nicht zu ihrem „Gros“ gehört, ein Entgegenkommen bietet.

 

Weshalb ist das Unterschreiben dieser Petition wichtig?

Die Konsequenz aus dem Plan der WGG ist vor allem eine: Die Einschränkung der Autonomie des Mieters. Selbst wenn der am klassischen Fernsehen interessierte Mieter einen finanziellen Vorteil gewinnt, so verliert er schlussendlich einen Teil seiner freien Entscheidung darüber, welche Dienstleistungen er bezahlen möchte und welche nicht. Sollte er sich jemals umentscheiden wollen, wird es nicht mehr möglich sein – denn die Bezahlung dieser Dienstleistung wird für ALLE Mieter verpflichtend.

Gerade zu einer Zeit, in der sich der Fernsehmarkt mit modernen zahlungspflichtigen Streaminganbietern vergrößert hat, ist die Übervorteilung eines einzelnen Anbieters in Form von AEP Plückhahn geradezu absurd.

 

Was ist das Ziel dieser Petition?

Technisch ist es möglich, einen Sperrfilter bei einem Kabelanschluss einzubauen. Dadurch kann verhindert werden, dass die zahlungsunwilligen Mieter auf das moderne Fernsehprogramm von AEP Plückhahn zugreifen. In diesem Fall müssten sie nicht dafür zahlen.

 Ich habe die Hoffnung, dass die WGG sich dafür entscheidet nicht nur das „Gros“, sondern sämtliche Mieter zu vertreten. Deshalb soll diese Petition eine Anregung dafür sein, die entsprechenden Filter anzuschaffen und als Möglichkeit zu nutzen, um den Mietern, die kein Interesse an den zusätzlichen Leistungen von AEP Plückhahn haben, die unnötigen Zusatzkosten zu ersparen.

 Ich hoffe sehr, dass eine Einigung im Sinne aller Mieter möglich ist.



Heute: Alexander verlässt sich auf Sie

Alexander Buschner benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald : Autonomie der Mieter schützen – Zwang zum Kabelfernsehen verhindern”. Jetzt machen Sie Alexander und 13 Unterstützer/innen mit.