Wohnraum muss für alle LEISTBAR! sein!!

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Eine Menge Text - aber wichtig bis zum letzten Wort.

ECHTE TEILHABE, statt sozialer Almosen !!

DAS GEHT UNS ALLE AN!

Wohnraum muss für alle bezahlbar / leistbar sein

Bezahlbarer und dabei noch guter Wohnraum ist schon seit Jahrzenten für viele Menschen in Ravensburg, Weingarten und dem gesamten Landkreis Ravensburg ein Traum, der nicht in Erfüllung geht und auch nicht in Erfüllung gehen kann. Ständig steigen die Kaltmieten und die Nebenkosten haben sich zu einer zweiten Miete in unberechenbarer Höhe (Nachzahlungen) entwickelt. Dazu kommen noch teilweise überhöhte Kautionen, die aber bereitwillig von denen, die es sich leisten können, gezahlt werden, um eben einen Mietvertrag abschließen zu können. Schon hier wird gefiltert.

Vorschläge und Ideen, um Menschern, die auf Wohnungssuche sind zu helfen und auch eine solche zu finden, gibt es einige, aber nicht genug. Für Menschen mit einem guten oder auch mittleren Einkommen stellt sich dieses Problem eigentlich nicht. Vielmehr sind es diejenigen unter uns, denen es aufgrund ihres sozialen Standes in unserer reichen Gesellschaft nicht reicht, Wohnraum auch aus eigenen Mitteln bezahlen zu können. Sie können sich die angebotenen Wohnungen schlichtweg nicht leisten. Es gibt aber auch noch andere Gründe, warum Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht an eine adäquate Wohnung kommen: Es sind ihre Herkunft, ihr Aussehen und ihre Einschränkungen, die sie mitbringen.

Ich habe mich daher entschlossen, die Seite "www?dachübermkopf.idee" auf Facebook einzurichten, die mehr als nur eine übliche Börse für Wohnungssuche sein soll, wobei das "www" für wo-wovon-wohnen? steht.

Natürlich können dort auch Wohnungsgesuche und Wohnungsangebote gepostet werden. Doch soll diese Seite vor allem eine Plattform sein für den Austausch von Schwierigkeiten, Problemen und Nöten bei der Wohnungssuche, Tipps, Vorschlägen und Ideen, wie man/frau sich (erfolgreicher?) um eine Wohnung bewirbt bzw. bewerben könnte Der ein oder andere könnte seine Hilfe auch für Behördengänge oder das Schreiben von Briefen/Emails an potentielle Vermieter übernehmen. Und wer weiß - vielleicht gründet sich daraus ein Verein, der dann das tut, was notwendig ist.

Eigentlich ist das Wort "bezahlbar" bei der Diskussion um den Wohnraum nicht ganz passend. Es müsste heißen: "leistbarer" Wohnraum. Denn oft können die von den Vermietern geforderten Kosten für eine Wohnung nur durch "Aufstockung durch den Staat"  vom Mieter - aufgrund seines niedrigen Gehaltes oder seiner kleinen Rente - beglichen werden. Das geschieht einmal durch die Gewährung von "Wohngeld" und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII (Rentner und arbeitsunfähige Menschen) durch das Sozialamt, oder SGB II (Hartz-IV Leistungen) durch das Job-Center. Wenn es sich z.B. um unangebracht hohe Mieten bei maroden Wohnungen  handelt, unterstützt der Staat im Grunde genommen hier den Mietwucher, statt ihn auszubremsen! Denn eine Kontrolle vor Ort durch den Gesetzgeber ist nicht vorgesehen.

Im Bundesdurchschnitt zahlen Mieter für ihre Wohnung (Warmmiete) 35 Prozent ihres Nettogehaltes. In Freiburg sind es 45 Prozent, Stuttgart 44 Prozent, Frankfurt a.M. 40 Prozent. Unter 30 Prozent sind es in Flensburg, Leverkusen und Paderborn. Den Niedrigrekord hält Gütersloh mit 25 Prozent. Es geht also! - Deutliche Ausnahmen nach oben bilden Berlin und Hamburg: Hier müssen Mieter 50 Prozent ihres Nettoverdienstes für die Wohnung aufbringen – Nebenkosten exklusive. Auch in und um Ravensburg liegen die Warmmieten weit über der roten Linie von 1/3 des Nettoeinkommens.

Es kann und darf auch nicht sein, dass Wohnungen nach Ansehen, sozialem und wirtschaftlichem Stand  vergeben werden.  Eine Mietsenkung von 14 Prozent - wie in dem "Bündnis für bezahlbaren Wohnraum" vorgeschlagen und das nur für jede zehnte Wohneinheit, erscheint wie ein doppeltes Feigenblatt. Es sollten mindestens 25 Prozent Mietsenkung für mindestens 1/3 der Wohneinheiten sein. Das wäre die Möglichkeit zur echten Teilhabe.

Eine Familie mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro und einem Wohnberechtigungsschein, wird kaum Probleme haben, eine Wohnung zu "ergattern". Aber was ist mit der alleinerziehenden Mutter, die als Kassiererin im Supermarkt 12,50 Euro Brutto/Stunde erhält. Was ist mit der Renterin, die von 808 Euro im Monat leben muss? Was ist mit dem Hartz-IV-Empfänger, dessen Miete zwar das Job-Center übernimmt, der aber wegen seines Status' dem Vermieter nicht unbedingt als passend erscheint.

Deshalb wäre es besser, einen gemeinsamen Eigenbetrieb mit Beteiligung der Städte Ravensburg und Weingarten und der Kommunen Baienfurt/Baindt/Berg, so wie der Beteiligung des Landratsamts Ravensburg  zu gründen [Schussen-Bau], die dann  Bauherr und Bewirtschafter zugleich sein können.

Die bundesweiter Mietpreisbremse hat von Beginn an nicht funktioniert - im Gegenteil: Die Mietpreiserhöhungen beschleunigen ihr Tempo. Auch ein Mietpreisspiegel in den einzelnen Kommunen, an den man sich halten sollte (Konjunktiv), funktioniert nicht, denn freiwillig will (fast) niemand auf das fette Stück vom Kuchen des Geschäftes mit den Immobilien (Vermietung, Verpachtung, Verkauf) verzichten.

Unterschreiben Sie bitte für "ECHTE  TEILHABE,  STATT  SOZIALER  ALMOSEN" ! Vielen Dank!

Stefan Weinert, Ravensburg im Advent 2016/ Neujahr 2018

PS - Allen Lesern wünsche ich ein gutes Jahr 2018. Vor allem GESUNDHEIT und ZUFRIEDENEHEIT und ein leistbares Dach über dem Kopf für JEDEN!

 

 



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