Wir müssen alles tun, damit unser Pflege-Sohn nicht nach Afghanistan abgeschoben wird

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Morteza muss bleiben! 

Am 27.09.2017 läuft die Duldung ab.

Wir haben einen 23jähr. Iraner/Afghanen seit Dez. 2015 voll in unserer Familie integriert. Sein Name ist Morteza Gholami, geb. am 01.01.1994 im Iran geboren. Seine Eltern lebten in Afghanistan, gehören dem Volksstamm der Hazara an. Sie sind mongolischer Abstammung, da die Vorfahren über  Russland nach Afghanistan eingewandert sind. Die Eltern sind immer noch Analphabeten und dadurch des Lesens und Schreibens nicht mächtig.

Im Jahre 1993 flüchteten sie aus der Provinz Oruzgan (Zentral-Afghanistan) in den Iran, wegen der Bedrohung durch die Taliban. Sie haben sich vor den Behörden versteckt und lebten dort wie Ratten. Aus Angst und Unwissenheit haben sie sich bei den iranischen Behörden nicht registriert.

1994 kam dann der Junge "Mori" als 4. Kind der Familie im heutigen Mashad/Iran auf die Welt. Aus den genannten Gründen hat das Kind als heimliche Hausgeburt auch keine Geburtsurkunde erhalten. Er arbeitete seit seinem 9. Lebensjahr, um eine Schule bezahlen zu können, denn die iranische Schule durfte er nicht besuchen (nicht registrierte Afghanen haben keinerlei Rechte im Iran). Mit seinem verdienten Geld musste er auch seine Familie unterstützen. Die letzten 4 Jahre lebte er in Teheran um als Schneider sein Geld zu verdienen. Wenn er entdeckt wurde, kam er mehrmals ins Gefängnis, wurde misshandelt und gegeißelt und mit dem Tode bedroht.

Schließlich ist Morteza im Juni 2015 nach Deutschland geflüchtet. Er möchte nur ein Leben in Freiheit und Frieden führen dürfen und möchte der deutschen Gesellschaft nicht zur Last fallen, zahlt seine Steuern, seine Sozialversicherungen und finanziert sich selbst eine kleine Wohnung. Er wäre glücklich und zufrieden.

Für Mori sind wir "seine Familie" und nennt uns Mama und Papa, er ist uns sehr ans Herz gewachsen. Der Junge ist immer freundlich, strebsam und arbeitet bereits seit Mai 2016 in Vollzeit bei einer Modefirma in Kitzingen. Der Chef und die gesamte Belegschaft schätzen ihn als zuverlässigen, freundlichen, flinken und hilfsbereiten Mitarbeiter. Sie sind froh, dass sie ihn haben. Und jetzt soll er nach Afghanistan abgeschoben werden!

Im Juli 2016 bekam er die erste Ablehnung, wo es hieß "die angegebenen Misshandlungen und Bedrohungen seien ihm ja im Iran widerfahren und nicht in Afghanistan. Er könne als Taglöhner in einer "sicheren Region" seines Lebens frönen.  Wohlgemerkt: in Afghanistan hat er weder irgendwelche Verwandte noch Freunde, die ihm ein Dach über dem Kopf bieten könnten. Im Mai 2017 wurde sein Antrag auch vom Verwaltungsgericht ebenfalls abgelehnt. Wie sich jetzt herausstellte, legt man ihm die fehlenden Dokumente zur Last, die er noch nie besessen hat. 

Er soll in ein Land abgeschoben werden, das er noch nie in seinem Leben betreten hat, wo keine Familie ist und er nicht weiß, ob er (zur schiitischen Minderheit gehörend) den nächsten Tag noch erleben wird, denn über die "Exekutionen" innerhalb der Bevölkerung wird in der Presse nie berichtet.

Er ist still und traurig geworden, klagt über Kopfschmerzen und extremen Magenschmerzen und wir leiden mit ihm. Wir dürfen unseren Sohn und Bruder nicht verlieren und ihn - dem Tod geweiht - nach Afghanistan schicken.

Bitte helfen und unterstützen Sie uns.

Immer wieder sagt er uns "Danke! Mama und Papa, was ihr alles für mich macht. Ich liebe euch. Ich bin doch keine Gefahr für die deutsche Bevölkerung, ich kann nicht nach Afghanistan, lieber werde ich mich noch hier in Deutschland selbst töten (was er auch schon zweimal versuchte) bitte verzeiht mir."

Anmerkung: Der am 14.02.2017 in das sog. "sichere Herkunftsland" abgeschobene Farhad Rasuli wurde am 10.05.2017 von den Taliban ermordet.

Bitte helft uns alle, dies zu verhindern!

Vielen Dank Margarete Hemmerich

 

 



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