Wir bleiben in Afghanistan und fordern die Unterstützung der Bundesregierung!

Wir bleiben in Afghanistan und fordern die Unterstützung der Bundesregierung!

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Bei 1.000 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!

Visions for Children e.V. hat diese Petition an Angela Merkel (CDU) (Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland) und gestartet.

Nach dem Abzug der internationalen Truppen haben die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Die Nachrichten und Bilder sind beschämend. Das Schicksal von Millionen von Menschen im Land hat sich durch die Machtübernahme dramatisch gewendet. Erfolge der letzten Jahre, darunter besserer Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, sind akut bedroht.

Die Bundesregierung hat die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit im Land aktuell eingestellt. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die vor Ort aktiv sind, sehen diesen Schritt mit Schrecken: Durch die Machtergreifung sind Mädchen- und Frauenrechte akut gefährdet. Hunderttausende Afghan*innen sind allein in den letzten Monaten zu Binnenvertriebenen geworden. Nach UN-Angaben sind schon jetzt knapp 18,4 Millionen Afghan*innen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Welternährungsprogramm warnt davor, dass die Nahrungsmittel für die Bevölkerung zur Neige gehen. Jeder dritte Mensch im Land ist bereits von schwerem Hunger bedroht.  

Deshalb wollen Nichtregierungsorganisationen, die vor Ort aktiv sind, dringend ihre Arbeit fortsetzen! Doch dafür benötigen sie weiterhin Unterstützung von der Bundesregierung.  

Hilfen für geflüchtete Menschen in den Nachbarländern sowie finanzielle Unterstützung von UN-Organisationen in Afghanistan hat die Bundesregierung zugesagt. Doch Nichtregierungsorganisationen, die im Land ihre Arbeit fortsetzen möchten, sind derzeit auf sich allein gestellt. 

Durch den übereilten Truppenabzug und eine komplette Fehleinschätzung der Gefahrenlage vor Ort hat die Bundesregierung zu dieser Krisensituation beigetragen. Es ist daher jetzt an der Bundesregierung, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und mitzuhelfen, die humanitäre Katastrophe zu stoppen. 

Das siehst du auch so? Dann unterschreibe jetzt unsere Petition und fordere die Entscheidungsträger*innen auf, sich für die Zivilgesellschaft vor Ort einzusetzen! 

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, 
sehr geehrter Herr Bundesaußenminister, 
sehr geehrter Herr Bundesentwicklungsminister,  

wir fordern die Bundesregierung auf, die humanitäre Katastrophe in Afghanistan nicht tatenlos hinzunehmen und sich für die Zivilgesellschaft vor Ort einzusetzen. Dazu gehört: 

  1. Stärkung der humanitären Hilfe: Zusätzliche Mittel für die zivilgesellschaftliche humanitäre Hilfe der Menschen im Land sind dringend erforderlich. Die Inflation und steigende Lebensmittelpreise verschärfen die humanitäre Katastrophe rasant. Einer akuten Hungersnot muss jetzt entgegengewirkt werden.  
  2. Unterstützung deutscher Nichtregierungsorganisationen in Afghanistan: Die unabhängige Entwicklungszusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen vor Ort muss unbürokratisch unterstützt und finanziert werden – und zwar dringender denn je. Es braucht jetzt mehr Flexibilität bei der Projektumsetzung und verlässliche Aussagen zu bereits zugesicherten Projektfinanzierungen.  
  3. Nutzung existierender politischer Gesprächskanäle mit den Taliban: Die Bundesregierung muss sich für Garantien des Schutzes der Zivilbevölkerung sowie Mitarbeitenden in der Entwicklungszusammenarbeit und den Erhalt der Unabhängigkeit von Nichtregierungsorganisationen einsetzen.  

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Diese Petition ist in Kooperation von Visions for Children e.V. und Global Citizen Deutschland entstanden.

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