Erlaubnis wieder Tennisspielen zu dürfen

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich spreche hier alle Verantwortlichen in der Politik an, die direkte Verordnungen in Verbindung mit dem Covid - Virus erlassen können, bzw. auch diese, die sich für Änderungen einsetzen können. Auf städtischer Ebene ist dies unser Oberbürgermeister Jörg Lutz, auf Bundeslandebene der Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Baden-Württembergs Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Um die entsprechenden Personen erreichen zu können und mögliche Änderungen erzielen zu können, ist es wichtig, dass diese Petition einerseits so viele Unterschriften wie möglich sammelt und andererseits so gut wie möglich verbreitet wird. Umso mehr Reichweite sie bekommt, desto mehr Aussagekraft und Bedeutung wird sie haben und die Chancen steigen damit etwas erreichen zu können.

Mein Name ist Maximilian Ludin und ich leite eine Lörracher Tennisschule. Aufgrund des Covid-Virus ist es uns seit dem 17.03.2020 untersagt unseren Tennissport auszuführen. Wir sind uns über die Wichtigkeit der Abflachung der Infektionskurve bewusst und sehen ein, dass soziale Distanz und das Abstandhalten zu unseren Mitmenschen dafür elementar ist. Um Ansteckungen möglichst zu vermeiden wird von einem Abstand von mindestens 1,5 m gesprochen. Ein Tennisfeld misst ca. 260 qm. Bei maximal 4 Spielern auf einem Platz ist es somit ohne Weiteres möglich einen Mindestabstand einzuhalten. Natürlich müssten andere Maßnahmen getroffen werden, die Infektionen verhindern: Auf den Handshake zu verzichten, bei den Pausen die Bänke weit genug voneinander zu positionieren und nicht die Umkleiden der Vereine zu nutzen wären dabei plausible Optionen. Jeder Verein könne sogar einen entsprechenden Beauftragten ernennen, der darauf achtet, dass die nötigen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Für mich als Tennisschulleiter ist es nicht plausibel, dass alle Sportarten auf gleiche Art und Weise in diesem Fall behandelt werden; daher bin ich der Meinung, dass hierbei klar differenziert werden muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Bitte von Lockerungen sind unsere tennisspielenden Kinder und Jugendliche. Mit über 150 Spielern unter 18 Jahren leisten wir einen wichtigen Teil in der städtischen Kinder- und Jugendarbeit. In all den Wochen des Lockdowns, in denen die Kinder auf ihren Sport verzichten müssen, wird mittlerweile immer mehr an uns herangetragen, dass die Kinder darunter leiden. Die jeweilige Dosis an Sport und Bewegung ist absolut nötig für deren Gesundheit und positive Psyche. Wir sind der Meinung, dass wir unter Einhaltung von bestimmten Vorsichtsmaßnahmen grundlegend für das Wohlbefinden beitragen können. Hierbei darf der Tennissport nicht nur als reines Spiel und Vergnügen angesehen werden, sondern als wichtiger Faktor der physischen und psychischen Gesundheit durch Sport und Bewegung.

Dazu kommt, dass wir als Tennisschule drei Arbeitsplätze haben, die seit über einem Monat ihre Arbeit auf den kompletten Nullstand setzen mussten. Es ist von großer Wichtigkeit für den Fortbestand der Arbeitsplätze und der Tennisschule als Ganzes, dass wir unsere Arbeit in irgendeiner Form fortsetzen dürfen.

Wenn wir andere Bereiche in der Gesellschaft beobachten, die sich schon über Lockerungen freuen dürfen, sehen wir es als notwendig, dass unsere Sparte auch beachtet wird. Somit dürfen zum Beispiel Friseure wieder öffnen, bei denen es viel schwieriger sein wird Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen. 

 

Ich bitte Sie inständig auf ein Überdenken unseres Falles und hoffen auf baldige Lockerungen.

Mit besten Grüßen

Maximilian Ludin