KÜNSTLERINNENVIERTEL IM VERSORGUNGSHEIM – Öffnung freier Pavillons für Kulturschaffende

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Kunst braucht Raum.

Vor dem Hintergrund des Corona-Lock-Downs und seinen existenzbedrohenden Auswirkungen fordern wir die Öffnung der freien Pavillons im Versorgungsheim Hietzing, dem ehemaligen Geriatriezentrum am Wienerwald als öko-sozio-kulturellen Lebens- Arbeits- und Bildungsraum für Wiener Kulturschaffende.

Entsprechend der vorhandenen Architektur sollen agile Ermöglichungsräume für Kunst- und Kunsttherapie, zum Wohnen und Arbeiten, für Aus- und Weiterbildungszwecke, Veranstaltungen und für Kommunikation entstehen. Das Areal Versorgungsheim ist für unterschiedliche Bereiche der bildenden Kunst offen und soll sowohl individueller Arbeitspraxis als auch der Vernetzung und Präsentation von Kunst einen Raum geben. Die KünsterInnen können am Standort wohnen und Atelierplätze nützen. Sie ermöglichen im Gegenzug den PatientInnen der benachbarten Kliniken an Ihrer kreativen Arbeit teilzuhaben, unterstützen deren Heilungsprozess und die medizinische Intervention. Sie halten regelmäßig Veranstaltungen und kreative Beteiligungsprojekte ab, nehmen an Aus- und Weiterbildungsangeboten zur Professionalisierung im erweiterten, medizinischen Bereich teil und verpflichten sich zur denkmalschutzkonformen, geförderten Adaptierung des Bestandes unter Berücksichtigung ökologischer Standards.

Das Nutzungsentgeld orientiert sich am Preis von Wiener Gemeindewohnungen und soll die Betriebskosten nur geringfügig übersteigen.

 

Begründung

Der gesamtheitliche Ansatz des vorliegenden Konzeptes ermöglicht es, die prekären Lebensbedingungen von KünstlerInnen zu verbessern, und den Personaldruck im medizinischen und therapeutischen Bereich zu verringern, den KünstlerInnen ein weiteres, berufliches Standbein zu eröffnen und der Wiener Kunst und Medizin international ihre historische Vorreiterrolle zurück zu erobern.